UNTERNEHMENS /NACHHALTIGKEITSBERICHT2010 
NACHHALTIG 
WACHSEN 

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IFRS 

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HGB 

HGB 

HGB 

Umsatz, Ergebnis, Cash.ow 

Umsatz Mio. . 

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Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen EBITDA Mio. . 

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Operatives Ergebnis (EBIT I) Mio. . 

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Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschften EBITII Mio. . 

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Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. . 

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Ergebnis vor Ertragsteuern, bereinigt Mio. . 

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Konzernergebnis Mio. . 

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Konzernergebnis, bereinigt Mio. . 

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Brutto-Cashow Mio. . 

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Investitionen Mio. . 

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Abschreibungen  Mio. . 

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Working Capital Mio. . 

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Bilanz 

Eigenkapital Mio. . 

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Sachanlagen, immaterielles Vermgen Mio. . 

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Nettoverschuldung Mio. . 

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Bilanzsumme Mio. . 

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Mitarbeiter 

Mitarbeiter per 31.12.  Anzahl 

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 davon Auszubildende Anzahl 
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Mitarbeiter im Durchschnitt  Anzahl 

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Personalaufwand Mio. . 
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Kennzahlen 

Ergebnis je Aktie, bereinigt . 

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Dividende je Aktie  . 

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Dividendenrendite  % 

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EBITDA-Marge % 

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EBIT-Marge % 

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Umsatzrendite % 

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Return on Capital Employed ROCE % 

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Gesamtkapitalrendite % 

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Eigenkapitalrendite nach Steuern % 

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Buchwert je Aktie . 

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Brutto-Cashow je Aktie . 

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Aktie 

Schlusskurs per 31.12.  XETRA, . 

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Marktkapitalisierung Mrd. . 

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Enterprise Value per 31.12. Mrd. . 

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Gesamtanzahl Aktien per 31.12. Mio. 

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Ausstehende Aktien per 31.12. Mio. 

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Durchschnittliche Anzahl Aktien  Mio. 

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ZEHNJAHRESBERSICHT/GESCHFTSBEREICHE 

GESCHFTSBEREICHE IMBERBLICK 


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Umsatz 

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Umsatz 

EBITDA 

EBIT I 

Investitionen 

Mitarbeiter (Anzahl) 

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InsechsBergwerkenwerdenKali-undMagnesiumrohsalzegewonnen.HierausstellenwireineVielzahlvonDngemittelnher;auer-Der Geschftsbereich Stickstodngemittel vertreibt Felddnger fr nahezu alle landwirtschaftlichen Kulturen. Auerdem wer-
demverarbeitenwirunsereRohstoezuProduktenfrindustrielleAnwendungen,zuhochreinenKalium-undMagnesiumsalzenfr den neben Produkten fr den Garten- und Hausbereich, die Panzenpege und den Panzenschutz, Spezialdngemittel fr kom-
diePharma-,Kosmetik-undLebensmittelindustriesowiezuBestandteilenvonFuttermitteln. munale Grnchen, Golfpltze, Baumschulbetriebe, den Gartenbau und verschiedene Sonderkulturen angeboten. 

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in Mio.  

Umsatz 

EBITDA 

EBIT I 

Investitionen 

Mitarbeiter (Anzahl) 

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Umsatz 

EBITDA 

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Investitionen 

Mitarbeiter (Anzahl) 

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SalzproduktevonhchsterReinheitundQualittwerdenalsSpeise-,Gewerbe-undIndustriesalzesowiealsAuftausalzim UnterdemBegriErgnzendeGeschftsbereichesindnebenRecyclingaktivittenundderEntsorgungvonAbflleninKali-bzw. 
WinterdienstfrdieSicherheitimStraenverkehreingesetzt.ProduziertwirdinDeutschlandundinanderenwesteuropischen SteinsalzbergwerkensowiederGranulierungvonCATSANweiterefrdieK+SGruppewichtigeAktivittengebndelt.MitderKali-
LndernsowieinNord-undSdamerika. TransportGesellschaftmbHKTGinHamburg verfgtdieK+SGruppebereineneigenenLogistik-Dienstleister.DieChemische 

FabrikKalkGmbHCFKhandeltmitverschiedenenBasischemikalien. 

 Funoten zur Zehnjahresbersicht 
 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten unverndert lediglich das realisierte Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungs- FTE: Vollzeitquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. 
geschften der jeweiligen Berichtsperiode. Die Marktwertvernderungen der noch ausstehenden, operativen, antizipativen Die Bezeichnung Mitarbeiter gilt fr Frauen und Mnner gleichermaen und ist deshalb als geschlechtsneutal anzusehen. 
Sicherungsgeschfte werden hingegen in den bereinigten Ergebnissen nicht bercksichtigt. Ebenso werden darauf entfallene  Der Personalaufwand enthlt auch Aufwendungen fr Altersteilzeit und Vorruhestand. 
Eekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2010: 28,2% (2009: 27,9%).  Im Jahr 2010 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag; Dividendenrendite bezogen auf Jahresschlusskurs. 

 Ohne einmaligen latenten Steuerertrag von 41,9 Mio.  bzw. 0,25  je Aktie.  Der Kurs der K+S-Aktie handelt seit der Kapitalerhhung im Dezember 2009 ex Bezugsrecht. Historische Werte 
 Zahlungswirksame Investitionen in bzw. Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermgenswerte. wurden nicht angepasst. 
Bis einschl. 2003: Inkl. 50 % Sonderposten mit Rcklageanteil und Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung.  Gesamtanzahl Aktien abzgl. des Bestands der von K+S am Stichtag gehaltenen eigenen Aktien. 


 Gesamtanzahl Aktien abzgl. des durchschnittlichen Bestands der von K+S gehaltenen eigenen Aktien. 

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  TITELBILD 
K+SBIETETEINUMFASSENDESLEISTUNGSANGEBOTFRLAND-
WIRTSCHAFT,INDUSTRIEUNDPRIVATEVERBRAUCHER, 
DASINNAHEZUALLENBEREICHENDESTGLICHENLEBENS 
GRUNDLAGENFRWACHSTUMSCHAFFT. 



Vorwort 
kassel, 1. mrz 2011 

wir haben unserem diesjhrigen Bericht den titel Nachhaltig wachsen gegeben. Doch wachstum 
allein um des wachstums willen ist fr uns kein ziel. als rohstoffunternehmen denken und handeln 
wir langfristig. Unsere strategie ist auf nachhaltiges wirtschaftliches und werte schaffendes 
wachstum ausgerichtet  im Interesse aller unserer stakeholder. 

ErfrEulichE GEschftsEntwicklunG im Jahr 2010 
Im Vergleich zur recht niedrigen ausgangsbasis des von der Finanz-und wirtschaftskrise belasteten 
Jahres 2009 zeigte der Geschftsverlauf im Jahr 2010 eine sehr erfreuliche entwicklung, die sich 
die meisten von uns vor einem Jahr sicher kaum vorzustellen wagten. Die k+s GruppE erwirtschaftete 
im Jahr 2010 einen Umsatz von 5,0 mrd. ; ein anstieg gegenber dem Vorjahr von 40 %. 
Das bereinigte operative ergebnis EBit i erreichte 727 mio.  und hat sich in etwa verdreifacht. 
Diese positive Geschftsentwicklung fhren wir im wesentlichen auf drei aspekte zurck: 

+ Im kerngeschftsfeld Dngemittel gab es zu Beginn des Jahres 2010 einen groen Nachholbedarf 
der Handelsstufe, um sehr niedrige lagerbestnde im Vorfeld der Frhjahrssaison wiederaufzufllen. 
zustzlich kehrte auch die landwirtschaft zu einem nachhaltigen Verbrauchsverhalten 
zurck. Denn der stark reduzierte Dngemitteleinsatz im Jahr 2009 hatte zu relativ niedrigen 
Nhrstoffgehalten in den Bden und damit zu erhhten ertragsrisiken fr die kommenden ernten 
gefhrt. Der in der zweiten Jahreshlfte einsetzende starke anstieg der internationalen 
Getreidepreise und die damit einhergehende verbesserte einkommenssituation der landwirte 
begnstigte die Dngemittelnachfrage dann noch zustzlich. 

+ Im Geschftsbereich salz stand die reibungslose Integration des zum 1. oktober 2009 erworbenen 
nordamerikanischen salzproduzenten morton salt im Vordergrund  eine Vielzahl von Projektteams 
hat hier ausgezeichnete arbeit geleistet. Ich freue mich, dass morton salt ab dem 
ersten tag der zugehrigkeit zur k+s GruppE, Quartal fr Quartal, deutlich positive wertbeitrge 
liefert. 
+ wir haben sowohl zu Beginn als auch am ende des Jahres 2010 in europa einen winter erlebt, 
wie es ihn in puncto Intensitt lange nicht mehr gegeben hat. Unsere europische salztochter 
Esco verkaufte im vergangenen Jahr mehr als das Doppelte der blichen auftausalzmenge. Dieser 
kraftakt war nur zu meistern aufgrund der ber die Jahre immer flexibleren und den saisoneffekten 
immer besser rechnung tragenden auftausalzproduktion in unseren europischen 
werken, den gelebten synergien zwischen der salz-und kaliproduktion sowie dem sich neben 
europa mittlerweile auf sd- und Nordamerika erstreckenden Produktionsnetzwerk. 
ausBau unsErEr kalikapazittEn 
Die weichen fr die erfolgreiche Fortfhrung unseres wachstumskurses haben wir schon gestellt: 
Im zuge unserer strategie, die den ausbau der kalikapazitten und die Verlngerung der durchschnittlichen 
lebensdauer der Bergwerke vorsieht, haben wir zu Beginn dieses Jahres die kanadische 
potash onE bernommen. Nun knnen und werden wir in saskatchewan ein neues kaliwerk 
errichten, das ab 2015 erste Produkte liefern soll. Darber hinaus wird das neue rohstoffvorkommen 
zusammen mit unseren bestehenden inlndischen kalibergwerken unsere internationale wettbewerbsfhigkeit 
deutlich strken und im ergebnis der gesamten k+s GruppE in europa und bersee 
zu Gute kommen! 

massnahmEnpakEt zum GrundwassEr-und GEwssErschutz in umsEtzunG 
auch im abgelaufenen Jahr hat uns unser manahmenpaket zum Grundwasser-und Gewsserschutz 
an werra und weser intensiv beschftigt. wir werden in den nchsten fnf Jahren rund 
360 mio.  in die Verbesserung der Gewsserqualitt investieren und gehen damit aus heutiger 
sicht an die Grenzen des technisch sinnvollen und wirtschaftlich Vertretbaren. 


Bereits seit dem Jahr 2008 arbeitet ein k+s-Projektteam aus Ingenieuren, technikern, wissenschaftlern 
und Betriebswirten an den Vorbereitungen fr die Umsetzung der umfangreichen ma-
nahmen. erste Projekte sind beantragt und zum teil bereits genehmigt. Um die fr uns unbedingt 
erforderliche Planungssicherheit fr diese Investitionen zu haben, streben wir an, im ersten 
Quartal 2011 die abstimmung des Integrierten manahmenkonzepts (imk) mit den lndern Hessen 
und thringen abzuschlieen. 

Da wir derzeit eine langfristige Genehmigung unseres konzepts nicht als gesichert annehmen 
knnen  die dauerhafte lokale entsorgung wird von einigen seiten in Frage gestellt  haben 
wir uns aus Grnden vorausschauender sorgfalt entschlossen, auch Genehmigungsantrge fr 
standortferne entsorgungswege vorzubereiten. 

Dies geschieht ungeachtet des Umstandes, dass die mit den lndern Hessen und thringen definierten 
und vom runden tisch akzeptierten Prfkriterien fr Fernleitungen heute weder objektiv 
noch aus sicht des Unternehmens erfllt sind. Dies muss aber der Fall sein, bevor eine entscheidung 
ber den Bau einer Fernleitung getroffen werden kann  eine solche entscheidung ist mit der 
Vorbereitung der antrge also nicht verbunden. Gleichwohl knnen sie sich darauf verlassen, 
dass wir die antragsverfahren vorurteilsfrei, ergebnisoffen und mit derselben sorgfalt bearbeiten, 
wie die antrge zur Umsetzung des imk. 

zuGanG zu rohstoffEn: GtEraBwGunG ErfordErlich 
auch an anderer stelle beobachten wir, dass Unternehmen, die in Deutschland rohstoffe abbauen, 
einen schweren stand haben. Die rohstoffgewinnung sollte mit anderen Flchennutzungen 
und den kategorien des Natur-und Umweltschutzes in ausgewogener weise in einklang stehen. 
In den vergangenen Jahren sahen wir in Deutschland allerdings den zugang zu lagersttten durch 
schutzgebietsausweisungen und berplanung mit anderen Nutzungen behindert oder versperrt, 
weil insbesondere dem Naturschutz ohne ausreichende Gterabwgung der Vorrang gegenber 
einer rohstoffgewinnung eingerumt wurde. Nun setzt sich in der Politik immer mehr die 


erkenntnis durch, wie wichtig heimische rohstoffe sind. zum Glck: Denn um auch zuknftig aus 
deutschen lagersttten rohstoffe gewinnen und verarbeiten zu knnen, bedarf es geeigneter 
rahmenbedingungen! 

dEn dEmoGrafischEn wandEl GEstaltEn 
Der demografische und gesellschaftspolitische wandel in europa und Nordamerika stellt auch fr 
uns eine besondere Herausforderung dar. Vor dem Hintergrund des zustzlichen Personalbedarfs 
aufgrund des weiteren wachstums unserer Gruppe mssen wir nicht nur gengend qualifizierte 
Nachwuchskrfte rekrutieren, sondern auch durch gezielte weiterbildung, entsprechend angepasste 
arbeitsbedingungen und ein leistungsfhiges Gesundheitsmanagement die Voraussetzungen 
schaffen, um arbeitsfhigkeit, Qualifikation und motivation unserer mitarbeiter zu erhalten. 
wir wollen ein Unternehmen sein, das es allen Beschftigten ermglicht, ber ihr gesamtes 
erwerbsleben leistungsfhig und gesund zu bleiben! 

wEsEntlichE handlunGsfEldEr fr nachhaltiGE EntwicklunG dEfiniErt 
Im Jahr 2010 haben wir in einer internen materialittsanalyse unsere wesentlichen Handlungsfelder 
fr eine nachhaltige entwicklung definiert, sie auf Chancen und risiken berprft und deren 
Bedeutung fr unsere stakeholder unseren einflussmglichkeiten gegenbergestellt. Da sich unser 
Umfeld und die rahmenbedingungen fr unser Geschft bestndig verndern, wollen wir 
diese analyse jhrlich auf ihre Gltigkeit berprfen und laden auch sie als unsere stakeholder 
zum Dialog ein. 


tag fr tag erleben wir, dass das Unternehmenswachstum und unser erfolg zu groen teilen auf 
dem engagement, dem unternehmerischen Gespr und dem bemerkenswerten teamgeist 
unserer mitarbeiter beruhen. Ihnen allen mchte ich auch im Namen meiner Vorstandskollegen 
herzlich danken. 

auch unseren aktionren und allen unseren Partnern danke ich fr ihr Vertrauen, die Untersttzung 
und den offenen Dialog im vergangenen Geschftsjahr. 


Norbert SteiNer 

vorsitzEndEr dEs vorstands 



. zehnjahresbersicht der k+s GruppE U3 2 Die K+s grUppe 5 Kologie INHalt 

. Geschftsbereiche im berblick U4 

. Vorwort 
Der Vorstand 2 2.1 Geschftsfeld Dngemittel 53 5.1 wirtschaftlichkeit und 

2.2 Geschftsfeld salz 59 Umweltvertrglichkeit 89 

2.3 ergnzende Geschftsbereiche 63 5.2 kaliproduktion und Gewsserschutz 89 

2.4 Unsere standorte 65 5.3 effiziente energienutzung und klimaschutz 94 

5.4 rekultivierung und Naturschutz 97 

5.5 kennzahlen und erluterungen 99

1 Nachhaltige 
UNterNehmeNsfhrUNg 


3 proDUKtveraNtWortUNg 

1.1 Unser selbstverstndnis 5 

1.2 Unsere Handlungsfelder 6 

6 soziale 

1.3 Unsere Nachhaltigkeitsstrategie 12 3.1 Gesicherte Qualitt 69 

1.4 Unsere managementsysteme 12 3.2 messbare kundenzufriedenheit 69 veraNtWortUNg 

1.5 stakeholderdialog 14 3.3 Forschung und entwicklung 70 

1.6 Unsere ziele 16 3.4 Dngemittel 72 

6.1 Vorausschauende Personalpolitik 107 

3.5 salz 74 

6.2 Unsere mitarbeiter 108 

3.6 entsorgung und recycling 77 

6.3 Betriebliches Gesundheitsmanagement 110 

6.4 arbeitssicherheit 112 

6.5 Flexible arbeitszeitmodelle 114 
Nachhaltig WachseN 6.6 Fhrungskultur 116 

6.7 Beteiligung am Unternehmenserfolg 
und altersvorsorge 116 

waCHstUm BraUCHt eINsatz 20 4 KoNomie 

6.8 ausbildung 118 

waCHstUm BraUCHt ressoUrCeN 24 

6.9 Personalentwicklung 119 

waCHstUm BraUCHt PersPektIVeN 28 

4.1 Geschftliche rahmenbedingungen 81 6.10 austausch von wissen und erfahrung 121 

waCHstUm BraUCHt kNow-How 32 

4.2 Umsatz und ergebnis 81 6.11 mitbestimmung 122 

waCHstUm BraUCHt zUkUNFt 36 

4.3 k+s-aktie 85 6.12 Verantwortung in der lieferkette 123 

waCHstUm BraUCHt GleICHGewICHt 40 

6.13 Gesellschaftliches engagement 125 

waCHstUm BraUCHt lsUNGeN 44 
waCHstUm BraUCHt mINeralIeN 48 

weItere INFormatIoNeN 
Gri-richtlinien 128 
Glossar 133 
abbildungsverzeichnis 135 
tabellenverzeichnis 136 
stichwortverzeichnis 136 
Finanzkalender, kontakt, Impressum 138 


Der VorstanD 

Der vorstaND 


joachim felker 

industriEkaufmann 


gerd grimmig 

diplom-inGEniEur 


Norbert SteiNer 

Jurist, vorstandsvorsitzEndEr 

wurde 1954 in siegen geboren. Nach dem studium der rechtswissenschaften 
in Heidelberg und seinem referendariat 
im Bezirk des oberlandesgerichts karlsruhe nahm er 1983 
seine Berufsttigkeit in der steuerabteilung der Basf aG 
auf, deren Unterabteilung zlle und Verbrauchssteuern er 
ab 1988 leitete. Im Jahr 1993 bernahm er die leitung des 
Bereichs recht, steuern und Versicherungen der k+s aktiEn-
GEsEllschaft. Im mai 2000 wurde Norbert steiner mitglied 
des Vorstands, im Januar 2006 stellvertretender Vorsitzender 
und am 1. Juli 2007 Vorstandsvorsitzender der k+s aktiEn-
GEsEllschaft. In seiner Verantwortung liegen der Geschftsbereich 
salz, die Bereiche Unternehmensentwicklung und 
Controlling, recht/Compliance, Investor relations, kommunikation 
sowie Internationale hr-koordination. 

wurde 1952 in Bad Godesberg geboren. Nach seinem abitur 
im Jahr 1974 absolvierte er eine ausbildung zum Industriekaufmann 
bei der Basf aG und arbeitete dort als wirtschaftsassistent. 
Von 1980 bis 1999 hatte er mehrere management- 
und marketingpositionen innerhalb des Basf-konzerns inne, 

u. a. in asien. zuletzt war er als abteilungsdirektor des 
Bereichs Dngemittel ttig. seit dem Jahr 2000 ist Joachim 
Felker in der k+s GruppE ttig, zunchst als Geschftsfhrer 
der fErtiva GmBh und ab 2003 als mitglied der Geschftsfhrung 
der k+s kali GmBh. Im oktober 2005 wurde er 
mitglied des Vorstands der k+s aktiEnGEsEllschaft. er ist 
zustndig fr die Geschftsbereiche kali-und magnesiumprodukte 
sowie stickstoffdngemittel. 
wurde 1953 in Freden geboren. Nach seinem Bergbaustudium 
an der tu Clausthal war er in den Grubenbetrieben verschiedener 
werke und im Bereich Bergbau der Hauptverwaltung 
der kali und salz aG (heute k+s aktiEnGEsEllschaft) 
ttig. Von 1990 bis 1996 hatte er verschiedene werksleiterpositionen 
im Bereich Bergbau inne. Von Januar 1997 bis september 
2001 war Gerd Grimmig Geschftsfhrer der kali 
und salz GmBh und zustndig fr das ressort Bergbau. seit 
oktober 2000 ist er mitglied des Vorstands der k+s aktiEn-
GEsEllschaft. In seiner Verantwortung liegen die Bereiche 
Bergbau, Geologie, technik/energie, Forschung und entwicklung, 
Umwelt, arbeitssicherheit, Qualittsmanagement, 
Inaktive werke, entsorgung und recycling, tierhygieneprodukte, 
msw chEmiE und Consulting. 


Der VorstanD 

dr. thomaS Ncker 

Jurist 


jaN peter NoNNeNkamp

diplom-konom 


wurde 1958 in Neukirchen-Vluyn geboren. Nach seinem studium 
der rechtswissenschaften und anschlieender Promotion 
in mnster absolvierte er seine referendarzeit u. a. in 
Dsseldorf und montreal, kanada. 1991 nahm er seine berufliche 
ttigkeit bei der raG aG auf, fr die er in verschiedenen 
Funktionen ttig war. Im anschluss daran wurde er 1998 
zum mitglied des Vorstands der raG saarBErG aG berufen 
und war dort fr die Bereiche Personal, recht sowie it-management/
organisation zustndig. seit august 2003 ist Dr. 
thomas Ncker mitglied des Vorstands der k+s aktiEnGEsEllschaft. 
er ist arbeitsdirektor und zustndig fr Personal, 
it-services, organisations-und Projektmanagement, Immobilienmanagement, 
wissensmanagement, Gesundheitsmanagement, 
logistik sowie Handelsgeschfte (cfk). 

wurde 1963 in Bremen geboren. Nach Beendigung seiner 
ausbildung zum Bankkaufmann schloss er 1990 sein studium 
der wirtschaftswissenschaften an der Privaten Universitt 
witten/Herdecke ab. anschlieend war er in Unternehmen 
der konsum- und Investitionsgterindustrie, u. a. bei der 
fiElmann aG sowie der lEopold kostal GmBh & co. kG, in 
verschiedenen Finanzfunktionen ttig. zuletzt verantwortete 
er seit 2004 als Vorstandsmitglied bei knorr-BrEmsE aG 
die Bereiche Finanzen, Bilanzierung und steuern. seit 1. Juni 
2009 ist er als mitglied des Vorstands der k+s aktiEnGEsEllschaft 
verantwortlich fr die Bereiche Finanzen und rechnungswesen, 
einkauf, material-und lagerwirtschaft, steuern, 
revision und Versicherungen. 

weitere Informationen zu den mitgliedern des Vorstands, 
ihren zustndigkeiten und mandaten finden sie im Finanzbericht 
2010 auf den seiten 26 f. 


Nachhaltige UNterNehmeNsfhrUNg 

Strategie der K+S gruppe Sieht WachStum insbesondere in den geschftsberei 
chen Kali- und magnesiumprodukte sowie Salz vor / Wesentliche handlungsfelder fr 
nachhaltige entwicklung in materialittsanalyse definiert / Strategie ist auf nachhaltiges wirt 
schaftliches und Werte schaffendes handeln ausgelegt / Stakeholderdialoge erhhen 
gesellschaftliche akzeptanz unseres handelns 

1 

1.1 unser Selbstverstndnis 5 
1.2 unsere handlungsfelder 6 
1.3 unsere Nachhaltigkeitsstrategie 12 
1.4 unsere managementsysteme 12 
1.5 Stakeholderdialoge 14 
1.6 unsere Ziele 16 

nachhaltige unternehmensfhrung 
1.1 unser selbstverstndnis 
5 

1.1 UNser selbstverstNdNis 
K+S gehrt weltweit zur Spitzengruppe der Anbieter 
von Standard-und Spezialdngemitteln; im Salzgeschft 
sind wir mit Standorten in Europa sowie Nord- 
und Sdamerika der fhrende Hersteller in der Welt. 

Unsere Vision: QUelle fr WachstUm 
Und leben dUrch nhrstoffe Und 
mineralien 

Durch Akquisitionen im Dngemittel-und im Salzgeschft 
hat sich K+S im vergangenen Jahrzehnt tiefgreifend 
verndert. Wir haben neue Mrkte, Produkte 
und strategische Optionen hinzugewonnen. Gleichzeitig 
haben andere Firmenkulturen und Denkweisen das 
Unternehmen bereichert. Eines allerdings zieht sich 
wie ein roter Faden durch unsere erfolgreiche Unternehmensgeschichte: 
Seit mehr als 100 Jahren frdern 
und veredeln wir Rohstoffe. Auch zuknftig wird der 
Rohstoff-und rohstoffnahe Bereich die Basis unseres 
Wachstums sein. Anspruch, Entwicklung und Zielsetzung 
unseres Unternehmens spiegeln sich in unserer 
Vision wider. 

Die Quelle steht fr den natrlichen Ursprung unserer 
Rohsalze  das Ziel bleibt die Herstellung einer Produktpalette, 
die Grundlagen fr Wachstum und Leben 
schafft. Die Nhrstoffe in unseren Dngemitteln sorgen 
fr reiche Ernten und leisten damit einen Beitrag 
zur Ernhrung der wachsenden Weltbevlkerung, und 

unsere Salze und Mineralien sind der Grundstoff fr 
viele lebenswichtige und -bereichernde Produkte und 
Anwendungen. 

Aus unserer Vision haben wir die Mission abgeleitet, in 
der wir uns zum nachhaltigen Wirtschaften bekennen. 

Unsere mission 

Wir wollen auf der Basis unserer Grundwerte: 

+ 
Rohstoffe frdern und veredeln und mit unseren Produkten 
und Leistungen Ernhrung, Gesundheit und 
Lebensqualitt verbessern 
+ 
in den Mrkten fhrende Positionen einnehmen 
+ 
fr unsere Kunden der bevorzugte Partner sein 
+ 
unsere Rohstoff- und Produktionsbasis strken und 
weltweit ausbauen 
+ 
durch die Entwicklung neuer Produkte und effizienterer 
Verfahren die Wertschpfung weiter erhhen 
+ 
einen fairen Ausgleich von wirtschaftlichen, kologischen 
und sozialen Belangen erreichen 
+ 
fr unsere Stakeholder nachhaltig Werte schaffen 
und Verantwortung in der Gesellschaft bernehmen 
+ 
fr Mitarbeiter aus aller Welt ein attraktiver Arbeitgeber 
sein 
Unsere Grundwerte, Verhaltensgrundstze sowie unsere 
Fhrungsleitlinien sind unter www.k-plus-s.com/de/ 
vision-und-werte/ verffentlicht. / abb: 1.1.1 


vision-Mission-strategie aBB: 1.1.1 

manahmen 
Strategische Ziele 
mission 
Vision 
Verhaltens-
grundstze 
Grundwerte 
Fhrungsleitlinien 
meilensteine 2010 

Vision und Mission folgend sieht die Strategie der K+S 
Gruppe vor, insbesondere in den Geschftsbereichen 
Kali-und Magnesiumprodukte sowie Salz weiter zu 
wachsen. Daher haben wir unsere Managementressourcen 
und finanziellen Mittel hierauf fokussiert. Im 
Jahr 2010 haben wir: 

+ 
die Integration von Morton Salt in die K+S Gruppe 
vorangetrieben, 
+ 
ein bernahmeangebot fr potaSh one (Kanada) 
vorgelegt (Anfang 2011 haben wir die Gesellschaft 
bernommen siehe Seite 53), 

6 1.1 unser selbstverstndnis / 1.2 unsere handlungsfelder 
+ die Arbeiten fr die Erstellung einer MachbarkeitsstuMegatrendsinihrerBedeutungfrK+
s aBB: 1.2.1 
die zur mglichen Wiederaufnahme der Frderung 
im Reservebergwerk Siegfried-Giesen (Niedersachsen) 
begonnen. Das Angebot zum Erwerb des Bergwerkseigentums 
des 1991 geschlossenen Kaliwerks 
Roleben (Thringen) besteht fort, 

+ 
im Rahmen der Prfung einer Veruerung von 
CoMpo das Konzept fr die gesellschaftsrechtliche 
und unternehmerische Herauslsung aus der K+S 
Gruppe erarbeitet (siehe Seite 56). 
1.2 UNsere haNdlUNgsfelder 
Im Jahr 2010 haben wir in einer internen Materialittsanalyse 
erstmals unsere wesentlichen Handlungsfelder 
fr eine nachhaltige Entwicklung definiert, sie auf 
Chancen und Risiken berprft und ihre Bedeutung 
fr unsere Stakeholder unseren Einflussmglichkeiten 
gegenbergestellt. Unsere Handlungsfelder leiten sich 
aus Vision/Mission und Unternehmensstrategie, aus 
den globalen Megatrends und aus Managementthemen 
ab. Von Mitarbeitern, Kunden, Behrden, nGo sowie 
aus unserer Verbandsarbeit erhalten wir konkrete Hinweise, 
was von uns als weltweit agierendem Rohstoff-
unternehmen erwartet wird. Eigene Analysen ergnzen 
dieses Bild. 

Da sich unser Umfeld und die Rahmenbedingungen fr 
unser Geschft bestndig verndern, werden wir diese 

emerging markets 
Bevlkerungswachstum 
demografischer Wandel 
Wassermangel 
Klimawandel 

niedrig mittel hoch 
Stakeholdererwartungen 

chancen 

risiken 

einflussmglichkeiten 

Analyse jhrlich auf ihre Gltigkeit berprfen und 
dazu auch den Dialog mit unseren Stakeholdern nutzen. 

Ein Handlungsfeld ist fr uns wesentlich, wenn es eines 
oder mehrere der folgenden Kriterien erfllt: 

+ 
Es beeinflusst unser unternehmerisches Handeln 
gegenwrtig oder zuknftig in hohem Mae, 
+ 
es ist fr unsere Stakeholder sehr wichtig, 
+ 
wir sind in der Lage, Einfluss zu nehmen. 
Die ermittelten Handlungsfelder haben wir nach ihrer 
Bedeutung sowohl fr die Stakeholder als auch fr unser 
Unternehmen in Balkendiagrammen aufbereitet und in 
einer Matrix mit Kurzbeschreibung versehen. /tab: 1.2.1 

handlUngsfelder aUs megatrends 

/ abb: 1.2.1 

EmErging markEts 

Die Nachfrage nach Dngemitteln wird erheblich durch 
das Wirtschaftswachstum sowie die wirtschaftliche 
Entwicklung und die damit einhergehenden steigenden 
Lebensstandards in den relevanten Mrkten beeinflusst. 
In Schwellenlndern wie China und Indien gelangen 
mehr und mehr Menschen zu Wohlstand, die Ernhrungsgewohnheiten 
ndern sich und der Kalorienverbrauch 
pro Kopf nimmt weiter zu. Die Nachfrage nach 
qualitativ hherwertigeren Lebensmitteln steigt, insbesondere 
nach Fleisch-und Milchprodukten. Je mehr dieser 
Produkte auf dem Speisezettel stehen, desto mehr 
Futtermittel fr die Tiere mssen auf den begrenzt zur 
Verfgung stehenden Ackerflchen produziert werden. 
Daher drfte die Nachfrage nach unseren Dngemitteln 
sowohl in Europa als auch auf berseemrkten in 
den kommenden Jahren ansteigen. Die Wachstumsra



nachhaltige unternehmensfhrung 
1.2 unsere handlungsfelder 
7 


Matrixhandlungsfelder taB: 1.2.1 

Chancen Risiken Stakeholdererwartungen Einflussmglichkeitenvon K+S 
Megatrends 

emerging markets 
Vernderte ernhrungsgewohnheiten /  Beitrag zur entwicklung ausbau Vertrieb und Logistik in 
hherer Konsum 

der Landwirtschaft Schwellenlndern/Vermittlung von 
Kenntnissen ber ausgewogene dngung 
Bevlkerungswachstum erhhung der landwirtschaftlichen  Beitrag zur ernhrung der  
produktion um 70 % bis 2050 

wachsenden Weltbevlkerung 
demografischer Wandel  Nachwuchskrftemangel/alternde entsprechende aus-/Weiterbildung, gesundheitsmanagement, 
Belegschaft/altersbedingte Fluktuation arbeitsbedingungen schaffen Frauenfrderung, flexible arbeitszeitmodelle 
Wassermangel Verstrkte Nachfrage nach  reduktion des hohen Wasserverbrauchs Forschung, um Wassernutzungseffizienz 
Flssig- und Blattdngern 

der Landwirtschaft von pflanze und Boden zu erhhen 

Klimawandel   
Verminderung der klimarelevanten Selbstverpflichtung zum Klimaschutz 
emissionen aus der produktion 

Managementthemen 

Know-how-transfer 
Beratungsleistung zeichnet K+S aus,  Weitergabe von Wissen und Schulung unserer partner und Kunden, KVp, 
mitarbeiterkompetenzen tragen 

erfahrung an Nachwuchskrfte, internationale mitarbeitertransfers 
zum wirtschaftlichen erfolg bei 

Kunden, Lehre und Forschung 
arbeit und gesundheit Leistungsfhige, motivierte  hohe arbeitssicherheitsanforderungen effektives arbeitssicherheits- und 
mitarbeiter ber die gesamte 

im Bergbau gesundheitsmanagement 
dauer des erwerbslebens 
Biodiversitt Beitrag zum erhalt der artenvielfalt Weitere Zunahme von gleichrangigkeit von arten-/ manahmenpaket zum gewsserschutz / 
umweltanforderungen Naturschutz und rohstoffgewinnung ausgleichsmanahmen /abdeckung 
von rckstandshalden 
compliance Verbesserung des ansehens compliance-Verste von gute corporate governance Schulung der mitarbeiter in compliance-relevanten 
bei allen Stakeholdern mitarbeitern, finanzielle Nachteile 

themen/Verfolgung und ahndung von Versten 
energieeffizienz entlastung im emissionshandel  reduzierung des energieverbrauchs in energieeffizienzpotenziale weitgehend ausgenutzt 
der gesamten Wertschpfungskette 

Spezifische Nachhaltigkeitsherausforderungen 

rohstoffversorgung erschlieung neuer Kritische rahmenbedingungen fr die gleichrangigkeit von umwelt-/ entscheidung fr akquisitions- und 
Vorkommen weltweit rohstoffwirtschaft in deutschland Naturschutz und rohstoffgewinnung Kooperationsprojekte 
gewsserschutz Sicherung der produktion durch einschrnkung von gleichrangigkeit von umwelt-/ halbierung des anfallenden Salzwassers 
investitionen in den gewsserschutz Betriebsgenehmigungen/ Naturschutz und rohstoffgewinnung/ durch investitionen in den gewsserschutz 
hohe investitionen Soziale Verantwortung (360-mio.- -manahmenpaket) 
agrarpreise hohes preisniveau ermglicht Schwankende preise erschweren Faire preise, keine knstliche  

entsprechende ertragsperspektiven planungssicherheit Verknappung von produkten 
Verknappung der ausgleich von anbauflchenverlusten  Beitrag zur ernhrung der Beratung ber ausgewogene dngung 
ackerflchen durch effizientere Bewirtschaftung 

wachsenden Weltbevlkerung 
der bestehenden Flchen 

trotz verknappter ackerflchen 


1.2 unsere handlungsfelder 
ten der berseemrkte Sdamerika und Sdostasien 
sollten dabei mittel- bis langfristig strker zulegen. Wir 
gehen davon aus, in diesen Regionen knftig gut ein 
Drittel unserer Dngemittel zu verkaufen. 

/ siehe KNow-how-traNsfer , Seite 9 

Auch der Verbrauch von Gewerbe-und Industriesalz 
wird von Wirtschaftswachstum und Industrialisierung 
in den Schwellenlndern getrieben. Durch unsere chilenische 
Salztochter Spl profitieren wir seit dem Jahr 2006 
von den Wachstumsraten in Sdamerika und sind gut 
aufgestellt, um unsere Vertriebsaktivitten auch in Richtung 
der asiatischen Mrkte auszubauen. 

BEvlkErungswachstum 

Die Vereinten Nationen schtzen, dass zur Mitte des 21. 
Jahrhunderts mehr als neun Milliarden Menschen auf 
der Erde leben werden. Dies bietet den Anbietern von 
Dngemitteln groe Chancen, da die landwirtschaftliche 
Produktion nach jngsten Schtzungen bis 2050 um 
70 % steigen muss, um weitere 2,3 Milliarden Menschen 
ernhren zu knnen. Unsere mineralischen Dngemittel 
leisten dabei einen notwendigen Beitrag zum effizienten 
und ertragreichen Anbau, um die Weltbevlkerung 
mit mehr und besseren Nahrungsmitteln zu versorgen. 

DEmografischEr wanDEl 

Der demografische und gesellschaftspolitische Wandel 
in Europa und Nordamerika stellt eine besondere 
Herausforderung dar: Entgegen der bisherigen insbesondere 
in Europa anzutreffenden Praxis der Vorruhestandsregelungen 
und Altersteilzeitmodelle gibt es in 

der zuknftigen Arbeitswelt durchschnittlich ltere 
Belegschaften. Durch gezielte Weiterbildung, angepasste 
Arbeitsbedingungen und ein leistungsfhiges Gesundheitsmanagement 
wollen wir Arbeitsfhigkeit, Qualifikation 
und Motivation unserer Mitarbeiter erhalten. Wir 
wollen eine Unternehmenskultur gestalten, die es allen 
Beschftigten ermglicht, ber ihr gesamtes Erwerbsleben 
leistungsfhig und gesund zu bleiben. 

Auerdem rechnen wir mit einer strkeren altersbedingten 
Fluktuation. Um Engpsse bei der Gewinnung 
qualifizierter Schul-/Hochschulabsolventen sowie bei 
der Besetzung von Fhrungspositionen zu vermeiden, 
mssen wir Personalmarketing, Personalrekrutierung 
und unser Ausbildungsengagement verstrken. 

Voraussetzung fr die erfolgreiche Gestaltung des 
demografischen Wandels ist eine sorgfltige Analyse 
der Altersstruktur unserer Belegschaften und der Bevlkerungsentwicklung 
im Umfeld unserer Standorte, mit 
der wir im Jahr 2010 begonnen haben (siehe Seite 107). 

wassErmangEl 

Effiziente Wassernutzung ist ein Schlsselthema der 
nachhaltigen Entwicklung. Sollten sich aufgrund klimatischer 
Vernderungen Wsten und Steppen weiter ausbreiten, 
knnten nach Schtzungen der Vereinten Nationen 
bis zum Jahr 2025 fast zwei Milliarden Menschen 
in Gebieten mit absolutem Wassermangel leben. Dies 
knnte auch auf die dortige Landwirtschaft erhebliche 
Auswirkungen haben, denn das meiste Wasser  etwa 
70 % des weltweiten Verbrauchs  wird fr den Anbau 

von Nahrungsmitteln verwendet. Hlt der gegenwrtige 
Trend an, wird Wasser in den nchsten 50 Jahren zum 
wichtigsten Engpassfaktor der Landwirtschaft. 

K+S forscht intensiv, um die Wassernutzungseffizienz 
von Pflanze und Boden zu verbessern. Erste Forschungsergebnisse 
belegen, dass sich eine regelmige Kali-und 
Magnesiumdngung positiv auf den Wasserhaushalt 
der Pflanzen auswirkt und eine bessere Ausnutzung des 
zur Verfgung stehenden Wassers ermglicht. 

Unter trockenen Bedingungen kommt der Flssig- und 
Blattdngung eine steigende Bedeutung zu, denn die 
Pflanze kann Nhrstoffe kaum aufnehmen, wenn der 
Boden ausgetrocknet ist. Werden Dnger und Wasser 
hingegen kombiniert ausgebracht (Fertigation), sind 
die Nhrstoffe fr die Pflanzen besser verfgbar. Daher 
sehen wir in diesem Produktsegment neue Chancen fr 
unser Geschft (siehe Seite 74). 

/ siehe verKNappUNg der acKerflche , Seite 12 

klimawanDEl 

Die Ernhrungs- und Landwirtschaftsorganisation der 
Vereinten Nationen (Fao) kommt zu dem Ergebnis, dass 
der vorhergesagte Anstieg der Durchschnittstemperatur 
 je nach Modell zwischen 1 und 2,5 C bis 2030  
die Anbaubedingungen weltweit beeintrchtigen wird. 
Sollte sich dies bewahrheiten, knnten in der nrdlichen 
Hemisphre, beispielsweise in Skandinavien oder 
in Sibirien, mit steigenden Temperaturen auch die Chancen 
steigen, Nutzpflanzen anzubauen, die bisher nur 
in sdlicheren Regionen kultiviert werden konnten. In 


nachhaltige unternehmensfhrung 
1.2 unsere handlungsfelder 
9 

sdlichen Hemisphren hingegen wrden klimatische 


nachhaltigKeitsBezogeneManageMenttheMeninihrerBedeutungfrK+s aBB: 1.2.2 
Vernderungen wie hhere Temperaturen, steigende 
Meeresspiegel, Trockenheit und die damit verbundene 
zunehmende Bodenversalzung die bisherigen Anbaubedingungen 
fr die Landwirtschaft beeinflussen und 
die zur Verfgung stehende Anbauflche durch Erosion 
oder berflutung verringern. Insgesamt bewerten wir 
die damit verbunden Chancen und Risiken fr unser 

Know-how-transfer 

arbeit und gesundheit 
Biodiversitt 

compliance 

energieeffizienz 

niedrig mittel hoch 
Geschft aber als gering. 

/ siehe verKNappUNg voN acKerflche , Seite 12 

Gem Fao ist zu erwarten, dass die Anzahl der Tage 
mit Temperaturen um den Gefrierpunkt steigt, whrend 
die Anzahl der Tage mit strengem Frost abnimmt. 
Auftausalz wird bei Temperaturen um den Gefrierpunkt 
am strksten nachgefragt. Daher gehen wir davon aus, 
dass die prognostizierten klimatischen Vernderungen 
mittelfristig keine negativen Auswirkungen auf unser 
Auftausalzgeschft haben werden. 

Die deutsche Industrie wird weiterhin erhebliche Beitrge 
zum Klimaschutz leisten. Als Partner der zwischen 
Bundesregierung und deutscher Wirtschaft vereinbarten 
Selbstverpflichtung zum Klimaschutz haben wir uns 
im Jahr 2008 das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2012 die spezifischen 
Co2-Emissionen auf 28 kg/t und die absoluten 
Co2-Emissionen auf 1,1 Mio. t pro Jahr zu senken (siehe 
Seite 95). 

/ siehe eNergieeffizieNz , Seite 10 

Stakeholdererwartungen 

chancen 

risiken 

einflussmglichkeiten 

handlUngsfelder aUs 
managementthemen 

/ abb: 1.2.2 

know-how-transfEr 

Mit der zunehmenden Internationalisierung des Unternehmens 
und immer komplexeren Aufgabenstellungen 
steigen die Anforderungen an unsere Mitarbeiter 
stetig. Neben der gezielten Aus- und Weiterbildung ist 
es entscheidend, das Bewusstsein unserer Mitarbeiter 
fr unternehmensspezifisch wichtige Erkenntnisse zu 
schrfen und das im Unternehmen vorhandene Wissen 
noch besser zu erfassen, zu nutzen und zu sichern. 
Hierzu nutzen wir auch das Ideenmanagement. Ebenso 
frdert die Versetzung von Mitarbeitern zu anderen in- 
und verstrkt auch auslndischen Gruppengesellschaften 
die Zusammenarbeit in der K+S Gruppe, gewhrleistet 
den Know-how-Transfer und strkt die fachliche 
und interkulturelle Kompetenz unserer Mitarbeiter 
(siehe Seite 119). 

Wir sehen es als unsere Aufgabe an, mit unserer landwirtschaftlichen 
Kompetenz eine auf die Bedrfnisse 
von Mensch und Umwelt abgestimmte Dngeberatung 
zu erarbeiten. Insbesondere in Schwellen-und 
Entwicklungslndern trgt unsere landwirtschaftliche 
Anwendungsberatung zum Know-how-Transfer bei. 
Nach unserer Einschtzung haben diese Regionen bei 
besserer Anwendung des Konzepts der ausgewogenen 
Dngung ein deutlich greres Ertragspotenzial. In diesem 
Sinne schulen wir die Verkaufsberater der Partner 
vor Ort sowie die Verantwortlichen auf den Plantagen 
und untersttzen lokale Behrden und Ausbildungseinrichtungen 
mit Informationsmaterialien (siehe Seite 73). 

arBEit unD gEsunDhEit 

Unsere Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu 
schtzen und ihre Gesundheit durch prventive Manahmen 
zu erhalten, hat hohe Prioritt bei K+S. Wir 
arbeiten, zum Teil gemeinsam mit den zustndigen 
Behrden und den Berufsgenossenschaften, daran, die 


10 1.2 unsere handlungsfelder 
im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen sehr 
niedrigen Unfallzahlen noch weiter zu vermindern. 
Auch mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement 
tragen wir dazu bei, dass unsere Mitarbeiter ber 
die gesamte Dauer ihres Erwerbslebens leistungsfhig 
und motiviert bleiben (siehe Seite 110 ff.). 

BioDivErsitt 

Die Gewinnung und Aufbereitung von Rohsalzen ist 
weltweit untrennbar mit der Notwendigkeit der Entsorgung 
von festen und flssigen Rckstnden verbunden. 
Den Flchenverbrauch durch unsere Halden gleichen 
wir durch vielfltige Manahmen zum Naturschutz und 
zum Erhalt der Artenvielfalt aus. Auerdem fhren wir 
verschiedene Projekte zur Abdeckung von Rckstandshalden 
durch, um die Haldenwsser zu reduzieren (siehe 
Seite 97). 

Die derzeit anfallenden Salzabwassermengen unseres 
Kaliwerks Werra wollen wir im Rahmen unseres Integrierten 
Manahmenkonzepts bis sptestens zum Jahr 
2015 halbieren (siehe Seite 90). 

/ siehe gewsser-UNd grUNdwasserschUtz , Seite 11 

compliancE 

Die Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien 
und vom Unternehmen anerkannten regulatorischen 
Standards ist integrierter Bestandteil unserer 
Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung 
eines jeden Mitarbeiters. Zur Sicherstellung regelkonformen 
Verhaltens haben wir ein konzernweites 
Compliance-Programm eingefhrt, welches u.a. Mitar


beiterschulungen zu den Risikofeldern Kartell-/Wettbewerbsrecht 
und Anti-Korruption vorsieht. Schwerwiegende 
Verste durch einzelne Mitarbeiter, die eine 
wesentliche Wirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermgenslage 
haben knnten, halten wir fr unwahrscheinlich 
(siehe Seite 12). 

EnErgiEEffiziEnz 

Unser Programm zur Reduzierung der Kohlendioxid-
Emissionen besteht aus mehreren Bausteinen: Wir 
nutzen die Beste zur Verfgung stehende Kraftwerks-
Technologie (Kraft-Wrme-Kopplung), wir optimieren 
unsere energiesparenden Produktionsverfahren und 
wir reduzieren den Energieverbrauch in der gesamten 
Wertschpfungskette. So liegt der Nutzungsgrad unserer 
deutschen Kraftwerke inzwischen bei ber 90 %. Die 
Standorte arbeiten somit in der Nhe der theoretisch 
erzielbaren Energieeffizienz, sodass sich nach heutigem 
Stand der Technik selbst durch weitere Investitionen 
kaum noch sprbare Emissionsminderungen erreichen 
lassen (siehe Seite 94). 

handlUngsfelder aUs K+s-spezifischen 
heraUsforderUngen 

/ abb: 1.2.3 

rohstoffvErsorgung 

Nach der durch die Finanzkrise ausgelsten Kaufzurckhaltung 
bei Dngemitteln im Jahr 2009 war 2010 von 
einer hheren, sich normalisierenden Nachfrage geprgt. 
Bei deutlich rcklufigen Lagerbestnden erreichte 

die Kapazittsauslastung der meisten Kaliproduzenten 
in Jahr 2010 bereits wieder ein relativ hohes Niveau. Mittelfristig 
erwarten wir bei Kalium und Magnesium ein 
Nachfragewachstum von 3 bis 5 % pro Jahr. Zur Sicherung 
unserer Rohstoffbasis wollen wir unsere Kapazitten 
ausbauen und prfen hierzu weltweit Akquisitions- 
und Kooperationsprojekte. 

+ 
Anfang 2011 haben wir die kanadische potaSh 
one bernommen und uns damit eine Reihe von 
Kali-Explorationslizenzen gesichert. Das planerisch 
am weitesten fortgeschrittene Greenfield-Projekt 
Legacy soll mit Investitionen von insgesamt rund 
2,5 Mrd. uSD fr eine Produktionskapazitt von mindestens 
2,7 Mio. t Kaliumchlorid pro Jahr ausgebaut 
werden. Wir rechnen mit ersten zur Verfgung stehenden 
Mengen ab dem Jahr 2015 (siehe Seite 53). 
+ 
Bereits im Herbst 2008 haben wir offiziell unser 
Interesse am Erwerb des Bergwerkseigentums des 
1991 geschlossenen Kaliwerks Roleben (Thringen) 
erklrt. Fr die Nutzung der Lagersttte haben wir ein 
tragfhiges Konzept vorgelegt, das alle technischen 
Mglichkeiten fr eine umweltvertrgliche Kaliproduktion 
bercksichtigt. Die Verhandlungen ruhen 
zurzeit auf Wunsch der Eigentmerin; sie sollen im 
Frhjahr 2011 wieder aufgenommen werden. 
+ 
Auerdem haben wir damit begonnen, fr das 
1987 geschlossene und seither als Reservebergwerk 
gefhrte Kaliwerk Siegfried-Giesen (Niedersachsen) 
die geologischen, technischen und wirtschaftlichen 
Aspekte einer mglichen Wiederaufnahme der Fr

nachhaltige unternehmensfhrung 
1.2 unsere handlungsfelder 
11 

spezifische nachhaltigKeitsherausforderungen in ihrer Bedeutungfr K+s aBB: 1.2.3 
niedrig mittel hoch 
rohstoffversorgung 
gewsserschutz 
agrarpreise 
Verknappung der 
ackerflchen 
Stakeholdererwartungen chancen risiken einflussmglichkeiten 
derung zu prfen. Die Machbarkeitsstudie soll voraussichtlich 
im Sommer 2011 vorliegen. 

Um auch zuknftig aus deutschen Lagersttten Rohstoffe 
zu gewinnen und zu verarbeiten, bedarf es geeigneter 
Rahmenbedingungen. Die Rohstoffgewinnung 
sollte mit anderen Flchennutzungen und den Kategorien 
des Natur- und Umweltschutzes in ausgewogener 
Weise in Einklang stehen. Mehr und mehr sehen wir 
in Deutschland allerdings den Zugang zu Lagersttten 
durch Schutzgebietsausweisungen und berplanung 
mit anderen Nutzungen behindert oder versperrt, weil 
insbesondere dem Naturschutz ohne ausreichende 
Gterabwgung der Vorrang gegenber einer Rohstoffgewinnung 
eingerumt wird. 

gEwssEr-unD grunDwassErschutz 

Im Geschftsbereich Kali-und Magnesiumprodukte entstehen 
flssige Rckstnde (Salzabwsser) sowohl aus 
der laufenden Produktion als auch durch Niederschlge 
auf die Rckstandshalden. Im Rahmen bestehender 

Genehmigungen werden die Rckstnde in Flsse eingeleitet 
und in unterirdischen Gesteinsschichten (Plattendolomit) 
versenkt. 

Im Jahr 2009 haben wir in bereinstimmung mit einer 
ffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit den Lndern 
Thringen und Hessen unsere Gesamtstrategie zur Verminderung 
von Umweltbelastungen und ein darauf 
aufbauendes Integriertes Manahmenkonzept (IMK) 
vorgelegt. Das IMK beschreibt detailliert die geplante 
Umsetzung der bis zum Jahr 2015 vorgesehenen Einzelmanahmen 
zum Grundwasser- und Gewsserschutz. 

K+S strebt an, im ersten Quartal 2011 die Abstimmung 
des IMK mit den Lndern Hessen und Thringen abzuschlieen, 
um dem Unternehmen die erforderliche Planungssicherheit 
fr die damit verbundenen Investitionen 
von bis zu 360 Mio.  zu geben. 

Das derzeit anfallende Salzabwasser soll mit Fertigstellung 
der ersten Anlagen weiter reduziert und schritt


weise bis Ende 2015 auf 7 Mio. m3 im Jahr halbiert wer


den. Dies ermglicht es dann auch, den Chloridgrenzwert 
und den Hrtewert  eine biologisch besonders 
relevante Gre  jeweils um rund ein Drittel zu senken. 

Da die dauerhafte lokale Entsorgung der Salzabwsser 
von einigen Seiten in Frage gestellt wird, kann eine 
langfristige Genehmigung des beschriebenen Konzepts 
nicht als gesichert angenommen werden. Deshalb hat 
sich K+S aus Grnden vorausschauender Sorgfalt entschlossen, 
parallel zur Umsetzung der lokalen Manahmen 
auch Genehmigungsantrge fr standortferne Entsorgungswege, 
d.h. Fernleitungen zur Oberweser und 
zur Nordsee, vorzubereiten. 

Dies geschieht ungeachtet des Umstands, dass die 
mit den Lndern Hessen und Thringen definierten 
und vom Runden Tisch akzeptierten Prfkriterien fr 
Fernleitungen heute weder objektiv noch aus Sicht des 
Unternehmens erfllt sind. Dies muss aber der Fall sein, 
bevor eine Entscheidung ber den Bau einer Fernleitung 
getroffen werden kann  eine solche Entscheidung ist 
mit der Vorbereitung der Antrge also nicht verbunden 
(siehe Seite 89). 

agrarprEisE 

Vor allem unsere Dngemittel knnen erheblichen 
Schwankungen in Nachfrage und Preis unterliegen. 
uere Einflsse, auf deren Eintreten oder Ausbleiben 
wir in aller Regel keinen Einfluss haben, knnen 
die Nachfrage nach unseren Produkten auf den relevanten 
Absatzmrkten stark beeinflussen und/oder zu 


12 1.2 unsere handlungsfelder / 1.3 unsere nachhaltigkeitsstrategie / 1.4 unsere managementsysteme 
einem Druck auf das Preisniveau fhren. Zu diesen Einflssen 
zhlen etwa weltweite oder regionale Konjunkturschwankungen, 
sinkende Weltmarktpreise von wichtigen 
Agrarerzeugnissen, der Markteintritt neuer Anbieter, 
eine Konzentration auf der Nachfrageseite sowie 
eine bewusste Kaufzurckhaltung unserer Kunden. Derartige 
negative Einflsse waren auch die Grnde fr die 
stark gesunkene Dngemittelnachfrage im Jahr 2009 
und den korrespondierenden Preisverfall bei Dngemitteln. 
Da aber globale Trends die Nachfrage nach Dngemitteln 
sttzen, sehen wir langfristig positive Entwicklungsmglichkeiten. 


vErknappung von ackErflchE 

Die zur Verfgung stehenden Ackerflchen nehmen 
weltweit unter anderem durch Verstdterung, Erosion 
und berschwemmungen weiter ab. Standen im Jahr 
1970 noch 0,38 Hektar landwirtschaftliche Flche pro 
Kopf zur Verfgung, werden es im Jahr 2050 voraussichtlich 
nur noch 0,18 Hektar sein. Nennenswerte geeignete 
Bodenreserven sind in vielen Teilen der Welt nicht mehr 
vorhanden. Als realistische Option bleibt die Steigerung 
der Produktivitt auf den bereits bestehenden Ackerflchen 
durch Nutzung von fortschrittlichen Anbaumethoden, 
einer ausgewogenen Mineraldngung und 
widerstandsfhiger Sorten, um die steigende Nachfrage 
nach Nahrungsmitteln zu bedienen (siehe Seite 72). 

/ siehe KlimawaNdel , Seite 8 

1.3 UNsere 
N ach h altigKeit sstr ategie 
Als Rohstoffunternehmen ist unsere Strategie nicht auf 
die Verfolgung kurzfristiger Renditeziele ausgerichtet, 
sondern auf nachhaltiges wirtschaftliches und Werte 
schaffendes Handeln  im Interesse aller unserer Stakeholder. 


Der Begriff der Nachhaltigkeit ist eng mit unserer 
Geschftsttigkeit verknpft. Wir sind uns der Verantwortung 
bewusst, die mit der Nutzung von natrlichen 
Ressourcen verbunden ist: Nur wenn wir sorgsam und 
effizient mit unseren Ressourcen umgehen, den Stand 
der Technik bercksichtigen, die unvermeidbaren Eingriffe 
in die Natur so gering wie mglich halten, unsere 
Mitarbeiter nach bestem Wissen frdern und jungen 
Menschen eine fundierte Ausbildung geben, sind wir 
zukunftsfhig. 

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie leitet sich aus unseren 
Handlungsfeldern ab. Nachhaltiges und gesellschaftlich 
verantwortliches Handeln heit fr uns, frhzeitig 
Antworten auf neue Herausforderungen zu finden. Dies 
erfordert neben innovativen Lsungen in allen Bereichen 
der Wertschpfungskette und der aufmerksamen 
Beobachtung und Bewertung globaler Megatrends effiziente 
Managementsysteme sowie den konstruktiven 
Dialog mit unseren Stakeholdern. Die gruppenweite 
Steuerung dieser Strategie obliegt dem Vorstand. 


leitBildfr verantwortlicheshandeln 
inder wirtschaft 

die K+S Gruppe hat sich der initiative Leitbild fr verantwortliches 
handeln in der Wirtschaft angeschlossen, die von mehreren 
grounternehmen sowie weiteren familiengefhrten 
und mittelstndischen unternehmen im November 2010 ins 
Leben gerufen wurde. das Leitbild untermauert, dass sich Werte- 
und erfolgsorientierung in der Wirtschaft nicht ausschlieen, 
sondern zwei Seiten derselben medaille sind. 

alle teilnehmenden unternehmen bekennen sich mit dem Leitbild 
nicht nur zu verantwortlichem unternehmerischen handeln, 
sondern beziehen auch konkret Stellung zu den herausforderungen 
und Widersprchen, die sich im marktwirtschaftlichen 
Wettbewerb immer wieder ergeben. damit soll der 
gesellschaftliche diskurs auf eine realistische, am unternehmensalltag 
orientierte ebene gebracht werden, die ethische 
Wertvorstellungen und Fakten gleichermaen bercksichtigt. 
Weitere informationen unter: www.verantwortlich-handeln.com 

1.4 UNsere maNagemeNtsysteme 
compliance 

Unser Compliance-System schafft die organisatorischen 
Voraussetzungen dafr, dass das jeweils geltende Recht, 
unsere internen Regelungen und Richtlinien sowie die 
vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards 
konzernweit bekannt sind und ihre Einhaltung 
berwacht werden kann. 

Mit der Koordinierung und Dokumentation der konzernweiten 
Compliance-Aktivitten hat der Vorstand 


nachhaltige unternehmensfhrung 
1.4 unsere managementsysteme 
13 

einen Chief Compliance Officer (CCo) betraut, der direkt 


organisation arBeitssicherheit,gesundheit, uMweltschutz aBB: 1.4.1 
dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt ist. Er leitet den 
zentralen Compliance-Ausschuss, dem die Compliance-
Beauftragten der Holding und der Geschftsbereiche 
sowie die Leiter von Holdingeinheiten angehren, die 
Compliance-relevante Aufgaben wahrnehmen (z. B. 
Revision, Risikomanagement, Recht, Personal, Umweltschutz 
/Arbeitssicherheit / Qualittsmanagement). 
Wesentliche Compliance-Verste werden an den CCo 
berichtet; dieser berichtet dem Vorstand. 

Die Compliance-Verantwortung liegt bei den operativ 
Verantwortlichen in den Geschftsbereichen und Holdingeinheiten. 
Sie geben jhrlich eine Compliance-Erklrung 
ab und werden beratend und koordinierend durch 
die Compliance-Beauftragten untersttzt. 

Der Prfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich 
regelmig mit der Funktionsfhigkeit des Compliance-
Systems der K+S Gruppe. 

Jeder Mitarbeiter wird mit den konzernweit geltenden 
Grundwerten und Verhaltensgrundstzen (Code of Conduct) 
sowie den sich daraus ableitenden Unternehmensrichtlinien 
vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden 
Pflichtschulungen fr (potenziell) betroffene Mitarbeiter 
statt (z.B. Kartellrecht, Antikorruption, Umwelt-
schutz-/Arbeitssicherheitsrecht).Der Schulungsrahmen 
wird zentral konzipiert und vor Ort um lnderspezifische 
bzw. regionale Besonderheiten ergnzt. Mitarbeitern, 
die Fhrungsverantwortung neu bernehmen, 
wird ein erweitertes Einfhrungsprogramm angebo


unternehmensleitlinie Sgu 
richtlinien Sgu 

gesetzliche anforderungen gesetzeskonformitt 


management review 
Formulierung von Zielen 


Sicherheits-, gesundheits- und 
umweltpolitik 
Organisation und 
dokumentation 
mitarbeiter- 
verantwortung 
gefhrdungen gefahrenabwehr 
kontinuierliche 


Verbesserungen 

interne audits 


ten, welches u.a. auch eine Schulung in grundlegenden 
Rechts- und Compliance-Angelegenheiten beinhaltet. 

Die Mitarbeiter haben die Mglichkeit, sich ber interne 
Helplines Rat in Compliance-relevanten Angelegenheiten 
zu holen. Auerdem haben wir externe Hotlines 
(Ombudsleute) zur Beratung und  wenn gewnscht, 
auch anonymen  Meldung von Versten eingerichtet. 
Compliance-Verste werden konsequent verfolgt 
und geahndet. 

arbeitssicherheit, gesUndheit 
Und UmWeltschUtz 

Unsere Unternehmensleitlinie Sicherheit, Gesundheit, 
Umweltschutz ist die verbindliche Handlungsgrundlage 

fr alle Mitarbeiter. Aus ihr leitet sich die Sicherheits-, 
Gesundheits- und Umweltpolitik von K+S ab. 

/ www.k-plus-s.com /de /pdf/ leitlinie.pdf 

Die Organisation der fr uns gleichrangigen Belange Sicherheit, 
Gesundheit, Umweltschutz ruht auf drei Sulen: 

1. 
Der Gemeinsame Ausschuss fr Sicherheit, Gesundheit, 
Umwelt ist parittisch besetzt mit Fhrungskrften 
und Arbeitnehmervertretern und wird von 
einem Vorstandsmitglied geleitet. Der Ausschuss hat 
koordinierende Funktion, regt Verbesserungen und 
Investitionen an und wertet regelmig betriebliche 
Ereignisse aus. 
2. 
Die Holdingeinheit Umwelt, Arbeitssicherheit und 
Qualittsmanagement koordiniert die geschftsbereichsbergreifenden 
Aktivitten und bietet der dritten 
Sule fachliche Untersttzung. 

14 1.4 unsere managementsysteme / 1.5 stakeholderdialoge 
3. 
Die Ausschsse auf den Standorten sind mit den 
Werksleitungen, den Managementteams, den jeweiligen 
Fachkrften und Beauftragten sowie Mitgliedern 
des Betriebsrats besetzt. / abb: 1.4.1 
/ weitere iNformatioNeN zUr arbeitssicherheit, 
Seite 112 

QUalittsmanagement 

Unsere Unternehmensleitlinie Qualittsmanagement 
ist die verbindliche Handlungsgrundlage fr alle Mitarbeiter. 
Qualittsmanagement ist bei K+S Fhrungsaufgabe 
in allen Verantwortungsbereichen. Es bezieht jeden 
Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz ein und verwirklicht 
das Prinzip der Fehlervermeidung anstelle der nachtrglichen 
Fehlerbehebung. 

www.k-plus-s.com /de /pdf/ leitlinie-qm.pdf 

Wir haben auf Grundlage der DIn en ISo 9001 ein Qualittsmanagement-
System aufgebaut. Mehr als 80 % aller 
Produktionsstandorte verfgen zumindest in Teilbereichen 
ber ein QM-Zertifikat nach ISo 9001:2000. Im Jahr 
2010 waren 45 % unserer Mitarbeiter in zertifizierten 
Bereichen ttig. 

Unser Ziel ist es, die Sicherheit und Umweltvertrglichkeit 
unserer Produkte in allen Phasen der Wertschpfungskette 
stndig weiter zu verbessern  von der Frderung 
unserer Rohstoffe ber Produktion und Distribution bis 
hin zur Anwendung. Die K+S Gruppe verfgt ber eine 
breite Palette an Zertifikaten, die den hohen Standard 

unserer Produktionssttten und Herstellverfahren dokumentieren. 


/ aKtUelle aUflistUNg UNserer zertifiKate unter 
www.k-plus-s.com /de/produktverantwortung 

1.5 staKeholderdialoge 
Eine wichtige Voraussetzung fr den Betrieb unserer 
Standorte ist die gesellschaftliche Akzeptanz unseres 
Handelns. Dem Dialog mit unseren Partnern kommt 
dabei eine wichtige Rolle zu, daher ist er in unseren 
Grundwerten verankert. Der Austausch ist notwendig, 
um die Anliegen anderer zu verstehen, unser Handeln 
immer wieder auf den Prfstand zu stellen und gegebenenfalls 
alternative Lsungen zu entwickeln. 

Zu unseren Stakeholdern zhlen wir Aktionre und 
Investoren,Behrden/Politik und Verbnde,Lehre/Forschung, 
Geschftspartner und Lieferanten, Kunden, Mitarbeiter, 
Sozialpartner, Nachbarn sowie nGo. 

Von der konzernweiten Betreuung internationaler Mitgliedschaften 
bis hin zum kommunalen Engagement 
im Umfeld unserer Standorte berall auf der Welt  die 
Vielschichtigkeit und Komplexitt unserer Stakeholderdialoge 
bedingt, dass unsere Unternehmenseinheiten 
und Regionalgesellschaften eine wichtige Rolle dabei 
bernehmen. Sie stehen in engem und regelmigem 
Kontakt mit den jeweiligen Interessengruppen - und 
zwar berall dort, wo wir als Unternehmen aktiv sind. 

aUsgeWhlte staKeholderdialoge: 

runDEr tisch gEwssErschutz wErra/ 
wEsEr unD kaliproDuktion 

Am Runden Tisch Gewsserschutz Werra/Weser und 
Kaliproduktion haben auf Initiative der Lnder Hessen 
und Thringen sowie K+S zwischen Mrz 2008 und 
Februar 2010 Werra-Anrainer, Wirtschaft, Politik, Verwaltung 
und Verbnde ber langfristige Lsungen zur 
Verbesserung der Gewsserqualitt beraten. Insgesamt 
16 Mal haben sich die Teilnehmer des Runden Tisches 
getroffen und eine Vielzahl an Manahmen fr den 
Umgang mit salzhaltigen Abwssern geprft. Auerdem 
wurden externe Vorschlge bewertet und eine 
Reihe von Expertisen in Auftrag gegeben. Auf seiner vorerst 
letzten Sitzung am 9. Februar 2010 hatte der Runde 
Tisch seine Empfehlung ausgesprochen. 

Wir haben uns dafr eingesetzt, den Runden Tisch als 
Dialog-und Informationsplattform fortzusetzen. Mit 
Erfolg: Fr das 2. Quartal 2011 ist ein erstes Treffen vorgesehen. 
Wir wollen am Runden Tisch das Thema Gewsserschutz 
ganzheitlich betrachten. Denn der Rckgang 
der Salzbelastung whrend der letzten Dekade hat den 
Blick auch auf weitere Belastungsgren gelenkt: u.a. 
hohe Nhrstoffgehalte (Phosphor und Stickstoff),strukturelle 
Defizite durch Uferbegradigungen und Staustufen 
und nicht ausreichend geklrte Abwsser. 

/ www.runder-tisch-werra.de 


nachhaltige unternehmensfhrung 
1.5 unsere stakeholderdialoge 
15 

aktionrE unD invEstorEn gegrndet, das sich der praxisorientierten Forschung schaften durch eine langjhrige und vertrauensvolle 
Mit unserer Investor Relations-Arbeit wollen wir umfasauf 
dem Gebiet der Pflanzenernhrung widmen wird Zusammenarbeit geprgt (Siehe Seite 122). 
send, zeitnah und mglichst objektiv ber unsere Stra(
Siehe Seite 71). 
tegie sowie ber alle kapitalmarktrelevanten Geschehnisse 
rund um die K+S Gruppe informieren. Dazu dienachBarn 
nen unsere jhrliche Analystenkonferenz in Frank-Die gute Nachbarschaft mit den Standortgemeinden 
furt, Capital Market Days, Salesforce Briefings sowie 43 ist uns sehr wichtig. Daher pflegen wir einen offenen, 
allein im vergangenen Jahr durchgefhrte Roadshows konstruktiven Dialog mit den Mandatstrgern auf Komin 
Europa, Nordamerika, Japan und Singapur. Darber munal-, Landes-und Bundesebene. Wir sind uns unsehinaus 
fhrten wir zahlreiche Einzelgesprche und Telerer 
Verantwortung als Arbeitgeber in zum Teil strukturfonkonferenzen 
mit Investoren. Zustzlich intensivieschwachen 
Regionen bewusst. Die Anliegen einzelner 
ren wir den Kontakt zu Privataktionren durch die Teil-Stakeholder nehmen wir ernst und bemhen uns um 
nahme an Brsentagen und Aktienforen. einvernehmliche Lsungen. 
/ s iehe aU ch Finanzbericht, Seite 17 
BEhrDEn/politik unD vErBnDE 
kunDEn Den Dialog mit Politik und Behrden fhrt unser Arbeit-
Alle Geschftsbereiche befragen in regelmigen Abgeberverband 
VKS ber unsere Verbindungsbros in 
stnden ihre Kunden zur Produktqualitt und den damit Berlin und Brssel. Gesetzesvorhaben der eu-Instituverbundenen 
Prozessen und Dienstleistungen. Neben tionen begleiten wir auch ber die Mitgliedschaft bei 
Zufriedenheitsanalysen liefern uns persnliche GespreuroMIneS 
und euSalt. ber das Gremium Sozialer 
che sowie die Reklamationsstatistik konkrete Ansatz-Dialog Bergbau, in dem die europischen Bergbauverpunkte 
fr weitere Verbesserungen (Siehe Seite 69). bnde und die Arbeitnehmerorganisation des europischen 
Bergbaus vertreten sind, werden gemeinsame 
lEhrE unD forschung Stellungnahmen der Sozialpartner an die eu-Kommis-
Bei der Entwicklung und Verbesserung von Produksion 
abgegeben. Auch auf nationaler Ebene engagieren 
ten und Nhrstoffkombinationen kooperieren wir mit wir uns in Verbnden. 
Universitten und Hochschulen, um beispielsweise / b e rb li cK ber UNs e re m itglie dsch af te N unter 
Erkenntnisse der Grundlagenforschung in die Dngewww.
k-plus-s.com/gesellschaft /mitgliedschaften 
praxis umzusetzen. Den Hochschulen wiederum erffnen 
wir auf diese Weise die Mglichkeit, mit aktuelsozialpartnEr 
lem Praxisbezug zu forschen. Im Jahr 2010 haben wir In der K+S Gruppe ist die Beziehung zwischen dem 
gemeinsam mit der Universitt Gttingen ein Institut Unternehmen und den Betriebsrten sowie den Gewerk



16 1.6 unsere Ziele 
1.6 UNsere ziele 
unsere ziele taB: 1.6.1 

Ziel Manahme Termin /Zielerreichung Status /Kommentar 
Geschft 
ausbau der strategischen integration von morton Salt in die K+S gruppe kontinuierlich integration auf funktionaler ebene abgeschlossen; 
geschftsfelder eingliederung auf operativer ebene vorangetrieben 
dngemittel und Salz bernahme von potash One Q1/ 2011 errichtung eines Kaliwerks bis 2015 
prfung der Wiederaufnahme der Frderung Sommer 2011 machbarkeitsstudie in arbeit 
im reservebergwerk Siegfried-giesen 
angebot zum erwerb des Bergwerkseigentums sowie von 2011 Verhandlungen sollen im Frhjahr 2011 wieder aufgenommen werden 
grundstcksflchen des stillgelegten Kaliwerks roleben 
prfung der Veruerung von cOmpO bis Sommer 2011 Konzept fr eine mgliche gesellschaftsrechtliche und unternehmerische 
herauslsung von cOmpO erarbeitet 
ausbau des ausgewogenen reduzierung saisonaler und regionaler kontinuierlich ausbau der marktprsenz in berseemrkten und erschlieung 
regionalportfolios Nachfrageschwankungen bei dngemitteln neuer attraktiver absatzmrkte in Wachstumsregionen 
Verminderung der abhngigkeit von der regionalen erreicht morton Salt sichert uns den Zugang zu neuen in der regel weniger 
Volatilitt des auftausalzgeschfts schwankungsanflligen auftausalzmrkten 
Produktverantwortung 
entwicklung zukunftsausbau 
der produktsparte Fertigation kontinuierlich Optimierung des produktportfolios / neue produkte fr Fertigationssysteme 
fhiger produkte ausbau der produktsparte hochreine Salze kontinuierlich Neue produktionsanlage am Standort Zielitz 
Umwelt 
gewsserschutz halbierung des Salzabwasseraufkommens und der Salzfracht 2015 Vorbereitungen zur umsetzung des manahmenpakets in hhe von 
im hessisch-thringischen Kalirevier auf 7 mio. m3 pro Jahr 360 mio.  zu gewsserschutz und Standortsicherung abgeschlossen 
Verminderung des spezifischen Wassereinsatzes 2014 2010: 4,6 m3/ t produkt 
auf unter 4 m3/ t produkt 
Stabilisierung der Salzabwassereinleitung bei 0,3 m3/t produkt 2015 2010: 0,3 m3/ t produkt 
Klimaschutz Senkung der cO2-emissionen auf 45 kg / t produkt 2014 2010: 48 m3/t produkt 
Verminderung des spezifischen energieverbrauchs 2014 2010: 263 kWh/ t produkt 
auf unter 250 kWh /t produkt 
einsparung von 80.000 t cO2 pro Jahr durch 2012 Baubeginn im herbst 2010 
Kraftwerksmodernisierung am Standort hattorf 
Nutzung von abwrme aus produktionsfremden 2011 grundsteinlegung fr ersatzbrennstoffanlage im mai 2009 
prozessen am Standort harlingen 


nachhaltige unternehmensfhrung 
1.6 unsere Ziele 
17 


unsere ziele (fortsetzung) taB: 1.6.1 

Ziel Manahme Termin /Zielerreichung 
abfallvermeidung Stabilisierung des spezifischen 2014 
abfallaufkommens bei 2,5 kg / t produkt 
Mitarbeiter 

internationalen Know-howanzahl 
der internationalen mitarbeiter-transfers erhhen kontinuierlich 
transfer ausbauen und 
gruppengedanken strken 
Bewltigung des demografieanalyse durchfhren 2011 
demografischen Wandels ab 2011 

pro Jahr mindestens 160 ausbildungspltze bereitstellen 

personalmarketing intensivieren und strker 2011 
auf Zielgruppen ausrichten 
investitionen in Fort- und Weiterbildung um ab 2011 
mindestens ein drittel erhhen 
gesundheitsschutz und aufbau einer mediathek arbeitssicherheit 2011 
arbeitssicherheit international Safety report 2011 
gruppenweites gesundheitsmanagement durch 2011 
Verbindlichkeit fr handlungsfelder, aufgaben und 
Zustndigkeiten optimieren 

Status/Kommentar 

2010: 2,5 kg/t produkt 

2010: gruppenweit 38 expatriates (2009: 30 expatriates) 

Vorbereitungen laufen 

ausbildungsquote 2010: 6,2 %; bernahmequote 2010: 90 % 

Konzepte fr unterschiedliche Zielgruppen entwickelt 

2010: 12,2 mio.  

download aus dem mitarbeiterportal 

erste gruppenweit vergleichbare unfallstatistik 

Leitfaden wird erarbeitet 


Die K+S Gruppe iSt auf lanGfriStiGeS unD nachhaltiGeS WachStum 
auSGerichtet. Dabei Streben Wir einen fairen auSGleich von WirtSchaftlichen, 
KoloGiSchen unD Sozialen belanGen an. Wir Gehen SorGSam 
mit unSeren reSSourcen um, halten unvermeiDbare einGriffe in Die natur 
So GerinG Wie mGlich, frDern unSere mitarbeiter unD Geben junGen 
menSchen eine funDierte auSbilDunG  Damit SinD Wir zuKunftSfhiG. 


Nachhaltig WachseN 19 
die k+s gruppe 
Wachstum braucht Einsatz 
Wachstum braucht zukunft 
Wachstum braucht rEssourcEn 
Wachstum braucht GlEichGEWicht 
Wachstum braucht PErsPEktivEn 
Wachstum braucht lsunGEn 
Wachstum braucht knoW-hoW 
Wachstum braucht minEraliEn 
20 
36 
24 
40 
28 
44 
32 
48 
NachhaltigWachseN 
die k+s gruppe 
Wachstum braucht Einsatz 
Wachstum braucht zukunft 
Wachstum braucht rEssourcEn 
Wachstum braucht GlEichGEWicht 
Wachstum braucht PErsPEktivEn 
Wachstum braucht lsunGEn 
Wachstum braucht knoW-hoW 
Wachstum braucht minEraliEn 
20 
36 
24 
40 
28 
44 
32 
48 
NachhaltigWachseN 

Wachstum 

braucht eiNsatz 


Schicht fr Schicht fahren unsere Bergleute nach unter Tage, wo 
sie wertvolle Rohstoffe gewinnen. Seit mehr als einem Jahrhun dert 
verkrpern sie die traditionellen Werte Zuverlssigkeit, 
Teamgeist und Vertrauen. Mit ihrem Einsatz bereiten sie die 
Grundlage fr unser erfolgreiches Wachstum und das unserer 
Kunden und Partner. 


uNsere Mitarbeiter siNd uNser Wichtigstes kapital, deNN 

Nur geMeiNsaM erreicheN Wir Mehr: uNsere bergleute setzeN 
sich tag fr tag fr das WachstuM ihrer k+s eiN. 


steter aNstieg der mitarbeiteraNzahl 
2010 
2009 
2008 
2007 
2006 
2005 8.683 
9.645 
10.536 
10.988 
11.873 
15.241 
steter aNstieg der mitarbeiteraNzahl 
2010 
2009 
2008 
2007 
2006 
2005 8.683 
9.645 
10.536 
10.988 
11.873 
15.241 

Wir Sttzen unSer GeSunDeS unD nachhaltiGeS unternehmenS-
WachStum auf Kompetente unD motivierte menSchen, mit Denen 
Wir lanGfriStiG unD vertrauenSvoll zuSammenarbeiten. unSere 
mitarbeiter nehmen jeDen taG Die herauSforDerunG an, GemeinSam 
mit unS Die zuKunft zu GeStalten. 


hochqualifiziErtE bErGlEutE untEr taGE 

Glck auf!  das ist der Gru, den sich alle Bergleute 
kurz vor der Fahrt im Frderkorb zurufen. Glck auf!  
dann geht es in rasender Geschwindigkeit mehrere hundert 
Meter in die Tiefe, dorthin, wo die mineralischen 
Schtze der Erde lagern. Dabei ist dieser Gru mehr als 
nur der Wunsch nach einer gesunden Wiederkehr: Er 
beschwrt auch eine reiche Ausbeute beim Erkunden 
und Abbauen der wertvollen Rohsalze. Jeder Mitarbeiter 
hat seinen eigenen Aufgabenbereich, gut erkennbar an 
den verschieden farbigen Schutzhelmen: In Deutschland 
tragen Aufsichten und Steiger weie Helme, die Schlosser 
haben eine blaue, die Elektriker eine grne Kopfbedeckung. 
Die Kumpels, die das Rohsalz gewinnen, tragen 
gelbe Helme. Die Mnner, die sich um alle Sicherheitsfragen 
kmmern, tragen orangefarbene Helme. Und fr 
den Fall der Flle kommen die leuchtend roten Helme 
zum Einsatz: Sie sind das Erkennungszeichen fr die 
Grubenwehr. Unter Tage geht die Fahrt ber Salzpisten 
und fhrt durch ein weitverzweigtes Labyrinth von Strecken 
bis zu den Arbeitspltzen. Das Bild des Bergmanns 
mit Hacke und Schaufel gehrt schon seit langem der 
Vergangenheit an. Die Arbeit im Kali-und Steinsalzbergbau 
ist heute vom Einsatz computergesteuerter Gromaschinen 
geprgt. Alle Arbeiten unter Tage bauen aufeinander 
auf; jeder einzelne Handgriff muss sitzen. Jeder 
ist an seinem Arbeitsplatz ein Spezialist, der seine Aufgaben 
alleine lst. 


Nachhaltig WachseN 23 
Letztlich aber begreifen sich alle als Team, das nur im 
Zusammenwirken Erfolg hat und die erforderliche 
Menge Salz zutage frdern kann. 
GElEbtE tradition auf dEm nEuEstEn stand 
dEs WissEns 
Unsere Bergleute leben aus ihrer Tradition heraus wich-
tige Werte: Zuverlssigkeit, Teamgeist und gegenseiti-
ges Vertrauen. K+S steht fr diese Werte, sie bernimmt 
Verantwortung fr ihre Mitarbeiter, investiert in Sicher-
heit, Gesundheit und in sichere Arbeitspltze. In einem 
stndigen Verbesserungsprozess optimieren wir Qua-
litt und Rentabilitt von Prozessen unter Beteiligung 
der Mitarbeiter. Durch Versetzung von Mitarbeitern zu 
anderen in-und verstrkt auch auslndischen Gruppen-
gesellschaften frdern wir die Zusammenarbeit in unse-
rer Gruppe, gewhrleisten den Know-how-Transfer und 
strken die fachliche und interkulturelle Kompetenz. Mit 
ihrer Arbeit auf hohem technischem Niveau leisten die 
Frauen und Mnner tglich einen wichtigen Beitrag zur 
Versorgungssicherheit mit natrlichen Rohstoffen. 
EinziGartiGE ProduktE aus natrlichEn 
rohstoffEn 
Wir bauen in unseren Bergwerken in 500 bis 1.400 Meter 
Tiefe Kali- und Steinsalze ab, die wir aufbereiten, ver-
edeln und weltweit vermarkten  unsere Wertschp-
fungstiefe ist enorm. Dabei greifen wir auf ber 100 
Jahre Wissen und Erfahrung zurck. Auf Basis unserer 
einzigartigen Kali- und Magnesiumlagersttten bieten 
wir unseren Kunden eine Produktpalette, die in dieser 
Vielfalt von keinem anderen Kaliproduzenten welt-
weit angeboten wird. Die Nhrstoffe in unseren Dn-
gemitteln sorgen fr reiche Ernten und leisten damit 
einen wichtigen Beitrag zur Ernhrung der wachsenden 
Weltbevlkerung. Unsere Salze und Mineralien sind der 
Grundstoff fr viele lebenswichtige und -bereichernde 
Produkte und Anwendungen. Noch bis zum Jahr 1999 
war K+S ein Kali-und Salzproduzent, der seine Rohstoffe 
ausschlielich aus deutschen Lagersttten gewonnen 
hat. Durch Akquisitionen im Dngemittel- und im Salz-
geschft sind wir im vergangenen Jahrzehnt  vor allem 
international  stark gewachsen. 
Wir wissen: Auch durch den Einsatz, das Wissen und die 
verkrperte Expertise unserer Belegschaft in Deutsch-
land, Europa und der Welt gehren wir heute zur Spit-
zengruppe der Anbieter von Standard- und Spezialdn-
gemitteln; im Salzgeschft sind wir der fhrende Her-
steller in der Welt. Heute setzen sich mehr als 15.000 
Mitarbeiter Tag fr Tag fr das weitere Wachstum ihrer 
K+S Gruppe ein. 
Die bergleute machen sich im umkleidebereich, 
der Kaue, fr ihren einsatz unter tage bereit. in der 
lampenstube legen sie sich die Selbstretter um. 
mit dem frderkorb geht es anschlieend mehrere 
hundert meter in die tiefe. 
Die bergleute machen sich im umkleidebereich, 
der Kaue, fr ihren einsatz unter tage bereit. in der 
lampenstube legen sie sich die Selbstretter um. 
mit dem frderkorb geht es anschlieend mehrere 
hundert meter in die tiefe. 

Wachstum 

braucht 

ressourceN 


Die K+S Gruppe kann auf enorme Ressourcen an hochwertigen 
Salzen in Deutschland, Sd- und Nordamerika zurckgreifen. 
Das Salz wird sowohl bergmnnisch unter Tage als auch im Tagebau 
und als Meersalz gewonnen. 


auf eiNer grsse voN Mehr als 500 kM2 gibt es iN der chileNischeN 
tarapac-Wste salz so Weit das auge reicht. die charakteris-
tischeN stufeN iM salzgesteiN eNtsteheN durch die abbauWeise iM 
tagebau, bei der der rohstoff abgespreNgt Wird. 
ausbau der WeltWeiteN 
salzkapazitteN 
kapazitt iN mio. t 
(Festsalz uNd salz iN sole) 
4,5 
1993 6,4 
2000 9,7 
2002 16,2 
2006 29,8 
2010 ausbau der WeltWeiteN 
salzkapazitteN 
kapazitt iN mio. t 
(Festsalz uNd salz iN sole) 
4,5 
1993 6,4 
2000 9,7 
2002 16,2 
2006 29,8 
2010 

In der chilenischen Tarapac-Wste wird das Rohsalz im Tagebau 
gewonnen. Allein diese Vorrte reichen aus, um die Weltbevlkerung 
fr mehrere hundert Jahre mit Salz zu versorgen. 

vor zWeieinhalb millionen jahren verDunSteten GeGen enDe Der letzten 
eiSzeit SalzhaltiGe GeWSSer unD KriStalliSierten Sich zu GeWaltiGen 
SalzSchichten auS. DanK moDerner abbautechniK machen Wir DieSeS hoch-
WertiGe SteinSalz fr Die WeiterverarbeitunG zu einer vielzahl von 
SalzproDuKten nutzbar. 


Nachhaltig WachseN 
in unmittelbarer umgebung unseres abbaugebietes 
in chile liegt unser hafen. mit dem 
eigenen beladeterminal kann das gefrderte 
Salz schnell in alle Welt verschifft werden. 
ein logistischer vorteil, von dem unsere Kunden 
profitieren. 
salz  unvErzichtbarEr rohstoff fr 
mEnsch und industriE 
Salz ist ein elementarer Bestandteil des Lebens. Es war 
in der Vergangenheit so wertvoll, dass man es bis heute 
auch als Weies Gold bezeichnet. Schon in der Antike 
bei den Griechen galt Salz als Geschenk der Gtter. 
Wegen seines Wertes diente es den Rmern zeitweise 
sogar als Zahlungsmittel. Salz ist aus unserem Leben 
nicht wegzudenken, es ist lebensnotwendig und fr die 
menschliche Ernhrung beraus wichtig. Es dient der 
Gesundheit, zum Wrzen, Frben, Konservieren und vie-
len weiteren Anwendungszwecken. Es ist fr die Sicher-
heit im Straenverkehr unverzichtbar. Nur mit Salz ist 
beispielsweise die Produktion von Kunststoffen, von 
Glas und Papier mglich. 
Unsere Rohstoffreserven sind enorm, denn wir knnen 
auf reiche Abbausttten in Deutschland, Sd-und Nord-
amerika zurckgreifen. K+S ist heute mit einer Produkti-
onskapazitt von rund 30 Mio. Tonnen Salz der weltweit 
fhrende Produzent. Besonders konomisch lsst sich 
der Rohstoff gewinnen, wenn er sich, wie in der chile-
nischen Salzwste, relativ dicht an der Erdoberflche 
befindet. Entstanden sind diese kilometerweiten Vor-
kommen durch die Verdunstung frherer salzhaltiger 
Gewsser. Unser Abbaugebiet in der Tarapac-Wste, 
einer der trockensten Regionen der Erde, besitzt eine 
Gre von mehr als 500 km, das entspricht einer Flche 
von mehr als 70.000 Fuballfeldern. Bis zu 70 m mch-
tig ist hier die nutzbare Salzschicht. Das Salz wird im 
Tagebau abgesprengt und mit groen Kippern abtrans-
portiert. Der Weg zu den Aufbereitungsanlagen fhrt 
ber die Sohlen im Tagebau und danach ber planierte 
Straen. Mit Hilfe von Brechern, robusten Stahlwalzen, 
wird das Mineral dann weiter zerkleinert. Auch logis-
tisch sind wir in diesem Teil der Welt bestens aufgestellt: 
Unser Tiefseehafen Puerto Patillos mit seinen Bela-
dungsanlagen liegt nicht weit vom Tagebau entfernt. 
Damit kann die wertvolle Fracht mit Hilfe der firmen-
eigenen Reederei eMpreMAr ohne groen Zeitverlust 
unmittelbar verschifft werden. Durch unsere chilenische 
Salztochter SpL profitieren wir von den Wachstumsra-
ten in Sdamerika und wollen bei entsprechenden Rah-
menbedingungen unsere Vertriebsaktivitten in Rich-
tung der asiatischen Mrkte ausbauen. Denn auch der 
Verbrauch von Gewerbe-und Industriesalz wird von 
Wirtschaftswachstum und Industrialisierung in den 
Schwellenlndern getrieben. 
rohstoff-und Produktionsbasis strkEn 
und WEltWEit ausbauEn 
Mit dem Zukauf der uS-amerikanischen MOrTON SALT, 
dem grten Hersteller von Speise-, Gewerbe-und 
Auftausalzen in Nordamerika, im Jahr 2009 hat die 
K+S Gruppe die Synergien zwischen den verschiede-
nen Lagersttten weiter verstrkt: Das sich neben 
Europa mittlerweile auf Sd- und Nordamerika erstre-
ckende Produktionsnetzwerk machte in diesem Win-
ter 15 Schiffslieferungen mit Auftausalz fr Europa von 
unseren Standorten in Chile und den Bahamas mglich. 
Wir haben in den letzten zehn Jahren nicht nur einfach 
den grten Salzproduzenten, sondern vor allem den im 
Hinblick auf das Produkt- und Lnderportfolio am brei-
testen aufgestellten Salzproduzenten der Welt geschaf-
fen. Damit verfgen wir ber die Ressourcen, die fr 
knftiges Wachstum gebraucht werden. 

Wachstum 

braucht 

perspektiveN 


Mit unseren Dngemitteln bieten wir Landwirten optimale Voraussetzungen 
fr ein ertragreiches Wachstum und liefern Lsungen fr den 
weltweit steigenden Anspruch an die Qualitt der Nahrungsmittel. 


das goldgelbe WeizeNfeld verspricht eiNe reiche erNte. getreide 
hat Wie auch aNdere agrarrohstoffe eiNe aussichtsreiche 
perspektive, da die Nachfrage Nach guter Qualitt WeltWeit steigt. 
Quelle: UNO 
0,38 
0,25 
0,18 
2 
4 
6 
8 
0 
1970 1980 1990 2000 2010 2020e 2030e 2040e 2050e 
WeltbevlkeruNg mrd. 
0,0 
0,2 
0,3 
0,1 
0,4 
ackerlaNd (ha / kopF) 
WachseNde bevlkeruNgszahleN 
schrumpFeNde ackerFlcheN 
das goldgelbe WeizeNfeld verspricht eiNe reiche erNte. getreide 
hat Wie auch aNdere agrarrohstoffe eiNe aussichtsreiche 
perspektive, da die Nachfrage Nach guter Qualitt WeltWeit steigt. 
Quelle: UNO 
0,38 
0,25 
0,18 
2 
4 
6 
8 
0 
1970 1980 1990 2000 2010 2020e 2030e 2040e 2050e 
WeltbevlkeruNg mrd. 
0,0 
0,2 
0,3 
0,1 
0,4 
ackerlaNd (ha / kopF) 
WachseNde bevlkeruNgszahleN 
schrumpFeNde ackerFlcheN 

Wir SinD partner Der lanDWirte WeltWeit unD helfen ihnen bei 
ihren herauSforDerunGen: Die aGrarWirtSchaft muSS KnftiG 
nicht nur mehr menSchen ernhren, Sie muSS Sich auch in anbauGebieten 
auf vernDerte KlimatiSche beDinGunGen einStellen. 


diE richtiGE dnGunG lEistEt EinEn Wichti-
GEn bEitraG zur WEltWEitEn ErnhrunG 

Ein Weizenfeld voller goldgelber reifer hren ist ein 
wunderschner Anblick. Er lsst uns innehalten, und der 
Blick schweift in die Ferne. Der Mensch hat gest und 
erntet nun die Mhen seiner Arbeit. K+S untersttzt den 
Landwirt dabei, die Qualitt seiner Ernten nachhaltig 
zu erhhen und damit die Ernhrung der Bevlkerung 
zu sichern. Die Investitionen in leistungsfhige Dngemittel 
und nachhaltige Beratung zahlen sich aus, da der 
Bedarf an Getreide und anderen Agrarrohstoffen unaufhrlich 
zunimmt. Mit jedem Tag wchst die Weltbevlkerung: 
Bis zum Jahr 2050 sollen mehr als neun Milliarden 
Menschen auf der Erde leben. Nach jngsten 
Schtzungen muss die landwirtschaftliche Produktion 
bis 2050 um 70 Prozent steigen, um die Menschheit 
ernhren zu knnen. 

Zudem ndern sich auch die Essgewohnheiten vieler 
Menschen in Schwellenlndern wie Indien und 
China: Durch den steigenden Wohlstand werden vermehrt 
Fleisch-und Milchprodukte konsumiert. Whrend 
in Westeuropa der Fleischkonsum in den vergangenen 
30 Jahren im Wesentlichen gleich geblieben ist, 
ist er in Asien um mehr als das Dreifache gewachsen. 
Das dafr notwendige Nutzvieh bentigt Futtermittel 
in groen Mengen  beispielsweise werden zur Erzeugung 
von einem Kilo Rindfleisch bis zu acht Kilo Futter



Nachhaltig WachseN 31 
mittel bentigt  sodass die landwirtschaftliche Produk-
tion vor zustzlichen Herausforderungen steht. Leider 
knnen die Anbauflchen nur sehr begrenzt erweitert 
werden, denn nennenswerte geeignete Bodenreserven 
sind in vielen Teilen der Welt nicht mehr vorhanden. 
Als realistische Option bleibt die Steigerung der Pro-
duktivitt auf den bereits bestehenden Ackerflchen 
durch Nutzung von fortschrittlichen Anbaumethoden, 
einer ausgewogenen Mineraldngung und widerstands-
fhiger Sorten, um die steigende Nachfrage nach Nah-
rungsmitteln zu bedienen. Die K+S Gruppe kann mit 
ihren kalium-, magnesium- und stickstoffhaltigen Dn-
gemitteln einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssi-
cherheit leisten. 
Wir hElfEn dEn landWirtEn bEi ihrEn 
hErausfordErunGEn WEltWEit 
In vielen Regionen der Erde stehen die Landwirte vor 
besonders schwierigen Herausforderungen: Sollten sich 
aufgrund klimatischer Vernderungen Wsten und 
Steppen weiter ausbreiten, knnten nach Schtzun-
gen der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2025 fast zwei 
Milliarden Menschen in Gebieten mit absolutem Was-
sermangel leben. Hlt der gegenwrtige Trend an, wird 
Wasser in den nchsten 50 Jahren also zum wichtigsten 
Engpassfaktor der Landwirtschaft. Jeder Tropfen sollte 
daher von den Pflanzen maximal genutzt werden kn-
nen. Genau hier setzen wir mit unseren Forschungen an. 
Neueste Forschungsergebnisse belegen, dass sich eine 
regelmige Kalium-und Magnesiumdngung posi-
tiv auf den Wasserhaushalt der Pflanzen auswirkt. Die 
Pflanzen bildeten auch ein greres, besser verzweigtes 
Wurzelsystem, das tiefere und damit feuchtere Boden-
schichten erreichte. Dies ist gleichbedeutend mit einem 
hheren Ertrag je Flcheneinheit. 
Dies alles macht deutlich, dass der optimale Einsatz von 
Dngemitteln bei der landwirtschaftlichen Produktion 
entscheidend fr den Ertrag und damit fr den wirt-
schaftlichen Erfolg ist. Damit leisten wir nicht nur einen 
Beitrag zur Welternhrung, sondern festigen auch die 
Lebensgrundlage der Bauern. Mehr noch: Wir helfen mit 
Rat und Tat den Landwirten, damit sie auch in Zukunft 
von den aussichtsreichen Perspektiven profitieren kn-
nen. Insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsln-
dern trgt unsere landwirtschaftliche Anwendungsbe-
ratung zum Know-how-Transfer bei. Nach unserer Ein-
schtzung haben diese Regionen bei besserer Anwen-
dung des Konzepts der ausgewogenen Dngung ein 
deutlich greres Ertragspotenzial. 
mit hilfe unserer Kalidngemittel erhht sich die 
Wassernutzungseffizienz von Kulturpflanzen nachhaltig. 
So knnen wir dazu beitragen, dass wichtige 
nutzpflanzen auch unter schwierigen bedingungen 
wie Wassermangel noch hohe ertrge bringen 
knnen. 
mit hilfe unserer Kalidngemittel erhht sich die 
Wassernutzungseffizienz von Kulturpflanzen nachhaltig. 
So knnen wir dazu beitragen, dass wichtige 
nutzpflanzen auch unter schwierigen bedingungen 
wie Wassermangel noch hohe ertrge bringen 
knnen. 

Wachstum 

braucht 

kNoW-hoW 


Die Rohstoffgewinnung stellt hchste Anforderungen an die Fhigkeiten 
und das Know-how unserer Mitarbeiter. Deshalb legen 
wir groen Wert auf eine intensive Fort-und Weiterbildung. So 
sichern wir auch in Zukunft die Qualitt und Zuverlssigkeit 
unserer Prozesse und Produkte. 


WeiterbilduNg Mit ModerNster coMputertechNik: Mit hilfe eiNer 
virtuelleN 3d schuluNgsuMgebuNg traiNiereN die bohrhauer 
eiNe sichere uNd vorausschaueNde MaschiNeNbedieNuNg. 


vielFltige WeiterbilduNg 2010 
beFhiguNgsNachWeise 
2.180 
FachWisseN uNd kNNeN 
2.507 
sozial uNd FhruNgskompeteNz 
2.001 
it QualiFizieruNg 
716 
methodeNWisseN uNd kNNeN 
678 
uNterNehmerische kompeteNz 
271 
aNzahl der massNahmeN 
vielFltige WeiterbilduNg 2010 
beFhiguNgsNachWeise 
2.180 
FachWisseN uNd kNNeN 
2.507 
sozial uNd FhruNgskompeteNz 
2.001 
it QualiFizieruNg 
716 
methodeNWisseN uNd kNNeN 
678 
uNterNehmerische kompeteNz 
271 
aNzahl der massNahmeN 

jeDer mitarbeiter iSt ein SpezialiSt fr Seine aufGabe ber oDer unter 
taGe. zielGerichtete WeiterbilDunGen Geben unSerer beleGSchaft 
DaS Gute Gefhl, DaSS ihr WiSSen StnDiG auf Dem neueSten StanD 
Der techniK iSt. Daher haben Wir im jahr 2010 ber 12 mio.  in fr-
DerproGramme unD QualifizierunGen inveStiert. 


unsErE mitarbEitEr sind unsEr 
kostbarstEs kaPital 

K+S ist ein Rohstoffunternehmen mit ber 100-jhriger 
Erfahrung. Dass wir den technisch anspruchsvollen 
Abbau unserer natrlichen Rohsalze so erfolgreich 
meistern, liegt auch an der fundierten Ausbildung und 
konsequenten Weiterbildung unserer Mitarbeiter.Eine 
Investition in Wissen bringt noch immer die besten 
Zinsen!, wusste bereits Benjamin Franklin. Ohne die 
Kenntnisse und Fhigkeiten der K+S-Mitarbeiter wre 
eine solche Leistung nicht mglich. Der richtige Arbeiter 
am richtigen Ort ist eine wichtige Grundlage, um auch 
zuknftig wettbewerbs- und innovationsstark zu bleiben. 
K+S setzt auf eine bedarfsorientierte und gezielte 
Weiterbildung; Mitarbeiter und Vorgesetzte ermitteln 
regelmig gemeinsam den entsprechenden Bedarf. 
Wir bieten fachspezifische, fachbergreifende sowie IT- 
und Sprachschulungen an. Unmittelbare Untersttzung 
bei neuen und komplexen Aufgabenstellungen erhalten 
die Mitarbeiter durch begleitende Bildungsmanahmen, 
die besonders von den erfahrenen Altersgruppen sehr 
gut angenommen werden. So waren im vergangenen 
Jahr mehr als 50 Prozent der Teilnehmer an Weiterbildungsmanahmen 
ber 40 Jahre alt. 

Unsere Mitarbeiter im Untertage-Betrieb qualifizierten 
sich traditionell im Umgang mit der Grogertetechnik. 
Bei diesen Schulungen kommt auch modernste Compu



Nachhaltig WachseN 35 
tertechnik zum Einsatz: Simulatoren untersttzen seit 
2007 an zwei Standorten die Aus-und Weiterbildung 
am Bohrwagenbedienstand. Der Sprenglochbohrwa-
gen  die mit Abstand anspruchsvollste Maschine in 
der Gewinnungskette unter Tage  steht am Anfang des 
Gewinnungsprozesses in den Kali-und Salzbergwerken. 
Um diesen zu beherrschen, bedarf es einer guten Aus-
bildung. Mit dem Simulator lassen sich alle Funktionen 
eines Bohrwagens unter Bercksichtigung standortspe-
zifischer Besonderheiten darstellen. 
sichErhEit GEht vor 
Der groe Vorteil: Lrm, Steinfall, Staub und Hitze  
Faktoren, die bisher den Ausbildungserfolg beeinflusst 
haben  spielen im klimatisierten Schulungsraum keine 
Rolle. In diesem virtuellen Umfeld knnen die rumliche 
Vorstellungskraft und eine vorausschauende Maschi-
nenbedienung im Bohrprozess quasi unter Praxisbedin-
gungen trainiert werden. Auerdem erleben die Nutzer 
dieser Trainingsanlage die wechselseitigen Reaktionen 
auf das umgebende Gebirge aus erster Hand. Whrend 
der Bohrhauer in der Realitt nur bis zum Sto sieht, 
erkennt er in der Computeranimation, wie die Bohrung 
auf den folgenden sieben Metern im Gestein verluft. 
Die alte Weisheit Hinter der Hacke ist es duster wird 
durch das ffnen des virtuellen Fensters widerlegt. In 
der Realitt treiben die Bergleute unter Tage mit Hoch-
leistungsbohrern Lcher in das Gestein, um die Rohsalze 
abzusprengen. Doch die Fernsteuerung dieses meterlan-
gen High-Tech-Boliden erfordert im hchsten Mae Fin-
gerspitzengefhl, denn es kommt auf jeden Millimeter 
an. Das Lernen an echten Maschinen ist also besonders 
in der Anfangsphase eine Herausforderung. Ein Bohr-
wagenfahrer bentigt bei herkmmlicher Ausbildung 
durchschnittlich fnf Jahre Erfahrung, um den Job in 
allen Facetten perfekt zu beherrschen. 
hohE invEstitionEn in fort-und 
WEitErbildunGsmassnahmEn 
In Fort-und Weiterbildungsmanahmen haben wir 
im Jahr 2010 ber 12 Mio.  investiert. Unsere Mitar-
beiter absolvierten 8.353 Qualifizierungsmanahmen. 
Damit lag die durchschnittliche Anzahl an Trainings-
stunden pro Jahr und Mitarbeiter bei 13,7 Stunden. 
Die K+S Gruppe sorgt mit ihren Manahmen fr Kom-
petenz und Sicherheit und stellt sich den Herausforde-
rungen, die Gewinnung, Verarbeitung und Nutzbarma-
chung einzigartiger Rohstoffe mit sich bringen  denn 
Wachstum braucht Know-how. 
mit dem bohrwagen bohrt ein bergmann 
lcher sieben meter tief ins Gestein, um die 
anschlieende absprengung des rohsalzes 
vorzubereiten. Das Gert arbeitet mit hchster 
przision, um die Sprenglcher im gleichen 
abstand anzulegen. 
tertechnik zum Einsatz: Simulatoren untersttzen seit 
2007 an zwei Standorten die Aus-und Weiterbildung 
am Bohrwagenbedienstand. Der Sprenglochbohrwa-
gen  die mit Abstand anspruchsvollste Maschine in 
der Gewinnungskette unter Tage  steht am Anfang des 
Gewinnungsprozesses in den Kali-und Salzbergwerken. 
Um diesen zu beherrschen, bedarf es einer guten Aus-
bildung. Mit dem Simulator lassen sich alle Funktionen 
eines Bohrwagens unter Bercksichtigung standortspe-
zifischer Besonderheiten darstellen. 
sichErhEit GEht vor 
Der groe Vorteil: Lrm, Steinfall, Staub und Hitze  
Faktoren, die bisher den Ausbildungserfolg beeinflusst 
haben  spielen im klimatisierten Schulungsraum keine 
Rolle. In diesem virtuellen Umfeld knnen die rumliche 
Vorstellungskraft und eine vorausschauende Maschi-
nenbedienung im Bohrprozess quasi unter Praxisbedin-
gungen trainiert werden. Auerdem erleben die Nutzer 
dieser Trainingsanlage die wechselseitigen Reaktionen 
auf das umgebende Gebirge aus erster Hand. Whrend 
der Bohrhauer in der Realitt nur bis zum Sto sieht, 
erkennt er in der Computeranimation, wie die Bohrung 
auf den folgenden sieben Metern im Gestein verluft. 
Die alte Weisheit Hinter der Hacke ist es duster wird 
durch das ffnen des virtuellen Fensters widerlegt. In 
der Realitt treiben die Bergleute unter Tage mit Hoch-
leistungsbohrern Lcher in das Gestein, um die Rohsalze 
abzusprengen. Doch die Fernsteuerung dieses meterlan-
gen High-Tech-Boliden erfordert im hchsten Mae Fin-
gerspitzengefhl, denn es kommt auf jeden Millimeter 
an. Das Lernen an echten Maschinen ist also besonders 
in der Anfangsphase eine Herausforderung. Ein Bohr-
wagenfahrer bentigt bei herkmmlicher Ausbildung 
durchschnittlich fnf Jahre Erfahrung, um den Job in 
allen Facetten perfekt zu beherrschen. 
hohE invEstitionEn in fort-und 
WEitErbildunGsmassnahmEn 
In Fort-und Weiterbildungsmanahmen haben wir 
im Jahr 2010 ber 12 Mio.  investiert. Unsere Mitar-
beiter absolvierten 8.353 Qualifizierungsmanahmen. 
Damit lag die durchschnittliche Anzahl an Trainings-
stunden pro Jahr und Mitarbeiter bei 13,7 Stunden. 
Die K+S Gruppe sorgt mit ihren Manahmen fr Kom-
petenz und Sicherheit und stellt sich den Herausforde-
rungen, die Gewinnung, Verarbeitung und Nutzbarma-
chung einzigartiger Rohstoffe mit sich bringen  denn 
Wachstum braucht Know-how. 
mit dem bohrwagen bohrt ein bergmann 
lcher sieben meter tief ins Gestein, um die 
anschlieende absprengung des rohsalzes 
vorzubereiten. Das Gert arbeitet mit hchster 
przision, um die Sprenglcher im gleichen 
abstand anzulegen. 

Wachstum 


braucht 

zukuNFt 

Wir bilden junge Menschen in 15 verschiedenen Berufen an 
15 Standorten in Deutschland aus. Unsere Mitarbeiter geben ihr 
Wissen und ihre Erfahrung an die nchste Generation weiter, 
frdern Talente und bereiten so den Boden fr unser zuknftiges 
Wachstum. 


die k+s gruppe legt hoheN Wert auf eiNe praxisorieNtierte 
ausbilduNg. Nach eiNer guteN abschlussprfuNg siNd 
die chaNceN auf eiNeN festeN arbeitsplatz hoch: ruNd 90% der 
auszubildeNdeN WurdeN iN deN letzteN JahreN berNoMMeN. 


Bergbautechnologen / 
Bergvermessungstechniker 
Elektroniker 
Chemieberufe 
BA Studenten 
Industrie-, Bro-, Speditions-, 
Schifffahrtskaufleute 
Industriemechaniker 
196 
152 
131 
73 
32 31 30 
Kfz-Mechatroniker 
breites sprektrum aN ausbilduNgsberuFeN 
aNzahl der auszubildeNdeN zum 31.12.2010 
Bergbautechnologen / 
Bergvermessungstechniker 
Elektroniker 
Chemieberufe 
BA Studenten 
Industrie-, Bro-, Speditions-, 
Schifffahrtskaufleute 
Industriemechaniker 
196 
152 
131 
73 
32 31 30 
Kfz-Mechatroniker 
breites sprektrum aN ausbilduNgsberuFeN 
aNzahl der auszubildeNdeN zum 31.12.2010 

Wir bieten junGen menSchen 15 berufe an, Die Die unterSchieDlichSten 
intereSSen frDern unD fhiGKeiten auSbilDen: vom berGbautechnoloGen, 
eleKtroniKer, inDuStriemechaniKer unD chemiKanten 
biS hin zu KaufmnniSchen berufen. zuDem beSteht Die mGlich-
Keit, StuDium unD auSbilDunG miteinanDer zu verbinDen. 


attraktivE PraxisoriEntiErtE 
ausbildunG bEi k+s 

Fabian Ommert, angehender Bergbautechnologe im 
hessischen Kaliwerk Neuhof-Ellers, hat seinen Traum-
beruf gefunden: Hier kann ich meine Faszination fr 
groe Maschinen und mein Interesse an der etwas 
anderen Arbeitsumgebung mit meinem Wunsch nach 
guten bernahmechancen verbinden. Vom ersten Tag 
an habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich Teamgeist 
und eigenverantwortliches Handeln nicht ausschlieen. 
Dieses Gemeinschaftsgefhl erlebt er tglich im 
Untertage-Betrieb. Die Auszubildenden bedienen hochkomplexe 
Maschinen und technische Einrichtungen. 
Sie erfllen eine Reihe unterschiedlicher Aufgaben im 
gesamten Gewinnungszyklus: Vom Bohren und Befllen 
der Sprenglcher ber den Abtransport des Rohsalzes bis 
hin zum Sichern der Strecken sind sie gefragt. Die praxisorientierte 
Ausbildung junger Menschen ist fr die 
K+S Gruppe eine wichtige und nachhaltige Investition 
in die Zukunft, denn wir wollen auch zuknftig unsere 
qualifizierten Fachkrfte vorwiegend aus den eigenen 
Reihen gewinnen. Den Zuspruch zu unserem Konzept 
belegen die aktuellen Zahlen: Zum 31. Dezember 2010 
bereiteten sich bei uns im Inland 645 junge Menschen 
auf ihren Berufsstart vor. Damit lag die Ausbildungsquote 
zum Jahresende bei 6,2 Prozent. Unsere Auszubildenden 
werden intensiv auf Zwischen- und Abschlussprfungen 
vorbereitet. Dies geschieht im gewerblichen 


Nachhaltig WachseN 39 
Die K+S Gruppe bietet eine einzigartige arbeitswelt 
fr unsere bergleute. Die arbeit unter 
tage, wie hier am computergesteuerten bohrwagen, 
ist geprgt durch die aus der bergbaukultur 
gelebten Werte: zuverlssigkeit, teamgeist 
und vertrauen. 
Bereich in eigenen Lehrwerksttten und Ausbildungs-
zentren. Im kaufmnnischen Bereich durchlaufen die 
Auszubildenden unterschiedliche Fachbereiche, um die 
Ablufe und Prozesse im Unternehmen kennenzuler-
nen. Neben unternehmensinternen Seminaren nutzen 
wir auch externe Prfungsvorbereitungen, um unseren 
Nachwuchs fit zu machen. Bei erfolgreich bestandener 
Abschlussprfung und guten Leistungen whrend der 
Ausbildung stehen die Chancen auf einen Arbeitsplatz 
sehr gut. In den letzten Jahren haben wir 90 % der Aus-
zubildenden bernommen, denn wir orientieren uns 
bei der Zahl der Einstellung der Berufsanfnger eng an 
unserem Bedarf an Fachkrften. 
hohE zufriEdEnhEit unsErEr 
auszubildEndEn 
Erstmalig sind unsere Auszubildenden nach ihrer Zufrie-
denheit befragt worden  rund 300 Azubis beteilig-
ten sich. Fast 90 Prozent der Befragten sind stolz dar-
auf, bei K+S zu lernen und wollen nach Abschluss der 
Ausbildung gerne bei uns bleiben. Die groe Mehrheit 
der Befragten bezeichnet den Umgang miteinander als 
freundlich und besttigt ein Klima der Solidaritt und 
gegenseitigen Untersttzung. Positiv bewertet wurden 
auch die Ausbildungsarbeit der Betriebe, die Bedingun-
gen am Arbeitsplatz und die bereitgestellten Arbeitsmit-
tel. Zudem begren wir es, dass wir nun auch Frauen 
unter Tage ausbilden knnen. Diese Arbeitspltze waren 
in Deutschland aufgrund von gesetzlichen Bestimmun-
gen weitgehend mnnlichen Arbeitnehmern vorbehal-
ten; erst im Frhjahr 2009 hat der Gesetzgeber diese 
Vorschrift ersatzlos gestrichen. So begannen im Sep-
tember 2010 die ersten beiden weiblichen Bergleute 
Deutschlands im Werk Werra ihre Ausbildung als Berg-
bautechnologinnen. Dazu Sarah Lipp, eine der Auszu-
bildenden: Als ich gehrt habe, dass ich nun auch als 
Frau einen Bergbauberuf erlernen kann, habe ich mich 
sofort beworben. 
ausbildunG als nachhaltiGE invEstition 
in diE zukunft 
Fr K+S ist die Berufsausbildung eine wichtige Inves-
tition in die Zukunft  auch im Hinblick auf den demo-
grafischen Wandel. Die Ausbildungsaktivitten sind 
auch Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung: 
In den zum Teil strukturschwachen Regionen ist die 
K+S Gruppe oft der wichtigste Arbeitgeber. Wir beken-
nen uns zum Standort Deutschland, der als wettbewerbs-
fhiger Industriestandort gut ausgebildeten Fachkrf-
tenachwuchs braucht. Als international agierender Kon-
zern erleben wir Tag fr Tag, dass nachhaltiges Wachs-
tum zu groen Teilen auf dem Engagement unserer 
Mitarbeiter beruht. So setzen wir auf Auszubildende, die 
mit uns gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft 
meistern. 
Die K+S Gruppe bietet eine einzigartige arbeitswelt 
fr unsere bergleute. Die arbeit unter 
tage, wie hier am computergesteuerten bohrwagen, 
ist geprgt durch die aus der bergbaukultur 
gelebten Werte: zuverlssigkeit, teamgeist 
und vertrauen. 
Bereich in eigenen Lehrwerksttten und Ausbildungs-
zentren. Im kaufmnnischen Bereich durchlaufen die 
Auszubildenden unterschiedliche Fachbereiche, um die 
Ablufe und Prozesse im Unternehmen kennenzuler-
nen. Neben unternehmensinternen Seminaren nutzen 
wir auch externe Prfungsvorbereitungen, um unseren 
Nachwuchs fit zu machen. Bei erfolgreich bestandener 
Abschlussprfung und guten Leistungen whrend der 
Ausbildung stehen die Chancen auf einen Arbeitsplatz 
sehr gut. In den letzten Jahren haben wir 90 % der Aus-
zubildenden bernommen, denn wir orientieren uns 
bei der Zahl der Einstellung der Berufsanfnger eng an 
unserem Bedarf an Fachkrften. 
hohE zufriEdEnhEit unsErEr 
auszubildEndEn 
Erstmalig sind unsere Auszubildenden nach ihrer Zufrie-
denheit befragt worden  rund 300 Azubis beteilig-
ten sich. Fast 90 Prozent der Befragten sind stolz dar-
auf, bei K+S zu lernen und wollen nach Abschluss der 
Ausbildung gerne bei uns bleiben. Die groe Mehrheit 
der Befragten bezeichnet den Umgang miteinander als 
freundlich und besttigt ein Klima der Solidaritt und 
gegenseitigen Untersttzung. Positiv bewertet wurden 
auch die Ausbildungsarbeit der Betriebe, die Bedingun-
gen am Arbeitsplatz und die bereitgestellten Arbeitsmit-
tel. Zudem begren wir es, dass wir nun auch Frauen 
unter Tage ausbilden knnen. Diese Arbeitspltze waren 
in Deutschland aufgrund von gesetzlichen Bestimmun-
gen weitgehend mnnlichen Arbeitnehmern vorbehal-
ten; erst im Frhjahr 2009 hat der Gesetzgeber diese 
Vorschrift ersatzlos gestrichen. So begannen im Sep-
tember 2010 die ersten beiden weiblichen Bergleute 
Deutschlands im Werk Werra ihre Ausbildung als Berg-
bautechnologinnen. Dazu Sarah Lipp, eine der Auszu-
bildenden: Als ich gehrt habe, dass ich nun auch als 
Frau einen Bergbauberuf erlernen kann, habe ich mich 
sofort beworben. 
ausbildunG als nachhaltiGE invEstition 
in diE zukunft 
Fr K+S ist die Berufsausbildung eine wichtige Inves-
tition in die Zukunft  auch im Hinblick auf den demo-
grafischen Wandel. Die Ausbildungsaktivitten sind 
auch Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung: 
In den zum Teil strukturschwachen Regionen ist die 
K+S Gruppe oft der wichtigste Arbeitgeber. Wir beken-
nen uns zum Standort Deutschland, der als wettbewerbs-
fhiger Industriestandort gut ausgebildeten Fachkrf-
tenachwuchs braucht. Als international agierender Kon-
zern erleben wir Tag fr Tag, dass nachhaltiges Wachs-
tum zu groen Teilen auf dem Engagement unserer 
Mitarbeiter beruht. So setzen wir auf Auszubildende, die 
mit uns gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft 
meistern. 

Wachstum 

braucht 

gleichgeWicht 


Nachhaltigkeit im Kali- und Steinsalzbergbau bedeutet fr uns, 
wirtschaftliches Handeln in Einklang mit kologischen und 
sozialen Interessen zu bringen und kontinuierlich in moderne und 
umweltschonende Technologien zu investieren. 

deutlicher rckgaNg des salzWasserauFkommeNs iN der Werra 

SAlzwASSErMENgE IN MIO. M 

0 
10 
20 
30 
40 
41 20 14 78 
1970 

1997 2006 2013e 2015e 


aktuelle geWsseruNtersuchuNgeN besttigeN die Nachhaltige 
verbesseruNg der kologischeN bediNguNgeN iN der Werra, 
die sich uNter aNdereM auch iN der zuNahMe der arteNzahl uNd 
populatioNsgrsse der fischfauNa ausdrckt. 

Die K+S Gruppe strebt einen fairen Ausgleich von wirtschaftlichen, 
kologischen und sozialen Belangen an  damit wir 
auch in Zukunft fr Rohstoffsicherheit und eine gesunde Umwelt 
Sorge tragen knnen. 

im tGlichen umGanG mit Den natrlichen reSSourcen Der erDe Stellen 
Wir unS Der verantWortunG, um Die beDrfniSSe von menSch unD 
natur in einKlanG zu brinGen. Wir WerDen Weiter Daran arbeiten, Die unvermeiDbaren 
einGriffe in Die natur So GerinG Wie mGlich zu halten. 


Nachhaltig WachseN 43 
Die kontinuierliche verbesserung der Gewsserqualitt 
der Werra in den vergangenen jahrzehnten 
ist deutlich zu sehen: Die kologischen bedingungen 
haben sich nachweislich verbessert, wie sich anhand 
von mehr fischarten und greren populationen 
im Gewsser feststellen lsst. 
vErantWortunG bErnEhmEn hEisst 
fr uns nachhaltiGEs handEln 
K+S ist sich der Verantwortung bewusst, die mit der 
Nutzung von natrlichen Ressourcen verbunden ist. 
Nachhaltigkeit im Kali- und Steinsalzbergbau bedeutet 
auch, die Ziele Wirtschaftlichkeit, Umweltvertrglichkeit 
und soziale Verantwortung aufeinander abzustimmen. 
Die Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolgs steht 
daher in engem Zusammenhang mit dem effizienten 
Einsatz aller uns in der Wertschpfungskette zur Verf-
gung stehenden Stoffe und Materialien. Unser Ziel ist 
es, die unvermeidbaren Eingriffe in die Natur so gering 
wie mglich zu halten. Die K+S Gruppe setzt deshalb 
moderne Explorations- und Gewinnungsverfahren ein 
und entwickelt die eingesetzte Verfahrenstechnik stn-
dig weiter. Dadurch haben wir den spezifischen Roh-
stoff-und Energieeinsatz in den vergangenen Jahren 
und Jahrzehnten kontinuierlich reduziert. Wir optimie-
ren unsere Verfahren, um die Umweltauswirkungen 
weiter zu verringern und die Wettbewerbskraft unse-
rer Standorte zu strken. 
In den kommenden fnf Jahren wollen wir bis zu 360 
Mio.  in die weitere Verbesserung der Gewsser- und 
Grundwasserqualitt investieren. Wir gehen damit aus 
heutiger Sicht an die Grenzen des technisch Sinnvollen 
und wirtschaftlich Vertretbaren. Wir bringen konomi-
sche Interessen und kologische Anforderungen dann 
noch besser in Einklang und werden unserer unterneh-
merischen Verantwortung fr die Sicherung tausender 
Arbeitspltze in der Kaliindustrie gerecht. Durch das 
umfangreiche Manahmenpaket zum Gewsserschutz 
sollen die Salzabwassermenge halbiert und die Chlorid- 
und Hrtegrenzwerte um ein Drittel reduziert werden. 
Das Ergebnis: Die Weser wird nrdlich von Bad Karlsha-
fen nahezu wieder zu einem Fluss mit Swasserquali-
tt. Bei Bremen wird die Weser, bezogen auf den Salzge-
halt, Trinkwasserqualitt haben. 
Die nachhaltige Wiederbelebung der Werra, die eindeu-
tig auf die seit dem Jahr 2000 wirksame Senkung und 
Vergleichmigung der Salzwassereinleitung zurck-
zufhren ist, wird sich weiter fortsetzen. Dies zeigen 
auch die im Sommer und Herbst 2010 durchgefhrten 
Jungfischuntersuchungen in der Werra. Im Vergleich zu 
frheren Erhebungen wurde eine nachhaltige Verbes-
serung der kologischen Bedingungen nachgewiesen, 
die sich auch in einer erhhten Artenzahl und Popula-
tionsgre der Fischfauna ausdrckt. Die Untersuchun-
gen zeigen aber auch, dass sich neben den unbestritte-
nen Auswirkungen der Salzwassereinleitung sowohl 
in der Werra wie auch in der Weser die weiteren auf 
den Gewsserzustand wirkenden Belastungsfaktoren 
immer deutlicher bemerkbar machen. Daher pldieren 
wir dafr, das Thema Gewsserschutz ganzheitlich zu 
betrachten. 
Die K+S Gruppe wird die intensive Forschung und Ent-
wicklung fortsetzen. Unsere wegweisenden Neuerun-
gen in der Produktion haben den Stand der Technik in 
der Aufbereitung von Kalisalzen markiert. Sie setzen 
damit weltweit Mastbe fr den Wettbewerb. 
Es ist unser Ziel, die Kaliproduktion in Hessen und 
Thringen auf dem heutigen Produktionsniveau im 
Sinne eines nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns 
und eines schonenden Umgangs mit der Umwelt fr 
die knftigen Jahrzehnte fortzusetzen und zu sichern. 
Durch die Realisation des Manahmenpakets verbessert 
die K+S Gruppe nicht nur den Umweltschutz, sondern 
sichert auch langfristig Arbeitspltze. 
Die kontinuierliche verbesserung der Gewsserqualitt 
der Werra in den vergangenen jahrzehnten 
ist deutlich zu sehen: Die kologischen bedingungen 
haben sich nachweislich verbessert, wie sich anhand 
von mehr fischarten und greren populationen 
im Gewsser feststellen lsst. 
vErantWortunG bErnEhmEn hEisst 
fr uns nachhaltiGEs handEln 
K+S ist sich der Verantwortung bewusst, die mit der 
Nutzung von natrlichen Ressourcen verbunden ist. 
Nachhaltigkeit im Kali- und Steinsalzbergbau bedeutet 
auch, die Ziele Wirtschaftlichkeit, Umweltvertrglichkeit 
und soziale Verantwortung aufeinander abzustimmen. 
Die Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolgs steht 
daher in engem Zusammenhang mit dem effizienten 
Einsatz aller uns in der Wertschpfungskette zur Verf-
gung stehenden Stoffe und Materialien. Unser Ziel ist 
es, die unvermeidbaren Eingriffe in die Natur so gering 
wie mglich zu halten. Die K+S Gruppe setzt deshalb 
moderne Explorations- und Gewinnungsverfahren ein 
und entwickelt die eingesetzte Verfahrenstechnik stn-
dig weiter. Dadurch haben wir den spezifischen Roh-
stoff-und Energieeinsatz in den vergangenen Jahren 
und Jahrzehnten kontinuierlich reduziert. Wir optimie-
ren unsere Verfahren, um die Umweltauswirkungen 
weiter zu verringern und die Wettbewerbskraft unse-
rer Standorte zu strken. 
In den kommenden fnf Jahren wollen wir bis zu 360 
Mio.  in die weitere Verbesserung der Gewsser- und 
Grundwasserqualitt investieren. Wir gehen damit aus 
heutiger Sicht an die Grenzen des technisch Sinnvollen 
und wirtschaftlich Vertretbaren. Wir bringen konomi-
sche Interessen und kologische Anforderungen dann 
noch besser in Einklang und werden unserer unterneh-
merischen Verantwortung fr die Sicherung tausender 
Arbeitspltze in der Kaliindustrie gerecht. Durch das 
umfangreiche Manahmenpaket zum Gewsserschutz 
sollen die Salzabwassermenge halbiert und die Chlorid- 
und Hrtegrenzwerte um ein Drittel reduziert werden. 
Das Ergebnis: Die Weser wird nrdlich von Bad Karlsha-
fen nahezu wieder zu einem Fluss mit Swasserquali-
tt. Bei Bremen wird die Weser, bezogen auf den Salzge-
halt, Trinkwasserqualitt haben. 
Die nachhaltige Wiederbelebung der Werra, die eindeu-
tig auf die seit dem Jahr 2000 wirksame Senkung und 
Vergleichmigung der Salzwassereinleitung zurck-
zufhren ist, wird sich weiter fortsetzen. Dies zeigen 
auch die im Sommer und Herbst 2010 durchgefhrten 
Jungfischuntersuchungen in der Werra. Im Vergleich zu 
frheren Erhebungen wurde eine nachhaltige Verbes-
serung der kologischen Bedingungen nachgewiesen, 
die sich auch in einer erhhten Artenzahl und Popula-
tionsgre der Fischfauna ausdrckt. Die Untersuchun-
gen zeigen aber auch, dass sich neben den unbestritte-
nen Auswirkungen der Salzwassereinleitung sowohl 
in der Werra wie auch in der Weser die weiteren auf 
den Gewsserzustand wirkenden Belastungsfaktoren 
immer deutlicher bemerkbar machen. Daher pldieren 
wir dafr, das Thema Gewsserschutz ganzheitlich zu 
betrachten. 
Die K+S Gruppe wird die intensive Forschung und Ent-
wicklung fortsetzen. Unsere wegweisenden Neuerun-
gen in der Produktion haben den Stand der Technik in 
der Aufbereitung von Kalisalzen markiert. Sie setzen 
damit weltweit Mastbe fr den Wettbewerb. 
Es ist unser Ziel, die Kaliproduktion in Hessen und 
Thringen auf dem heutigen Produktionsniveau im 
Sinne eines nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns 
und eines schonenden Umgangs mit der Umwelt fr 
die knftigen Jahrzehnte fortzusetzen und zu sichern. 
Durch die Realisation des Manahmenpakets verbessert 
die K+S Gruppe nicht nur den Umweltschutz, sondern 
sichert auch langfristig Arbeitspltze. 

Wachstum 
braucht 
lsuNgeN 

Damit Pflanzen gedeihen, brauchen sie Sonnenlicht, Wasser und 
Mineralien. Um die bedarfsgerechte Versorgung der Pflanze mit 
Nhrstoffen sicherzustellen, hlt die K+S Gruppe eine auf jede 
Kulturpflanze angepasste Dngerezeptur bereit. 


Nur WeNige bdeN dieser erde siNd so gut Mit NhrstoffeN 
versorgt, dass MaN ber lNgere zeit hohe ertrge ohNe 
dNguNg erzieleN kaNN. 


Was braucht die pFlaNze zum lebeN? 
NhrstoFFe 
(grosser meNgeNbedarF) 
NhrstoFFe 
(kleiNer meNgeNbedarF) 
N Stickstoff 
P Phosphor 
K Kalium 
Ca Kalzium 
Mg Magnesium 
S Schwefel 
Fe Eisen 
zn zink 
Cu Kupfer 
B Bor 
Mn Mangan 
Si Silicium 
Mo Molybdn 
Na Natrium 
Cl Chlor 
co2 kohleNstoFFdioxid soNNe 
h2o Wasser 
o2 sauerstoFF 
pFlaNze 
Was braucht die pFlaNze zum lebeN? 
NhrstoFFe 
(grosser meNgeNbedarF) 
NhrstoFFe 
(kleiNer meNgeNbedarF) 
N Stickstoff 
P Phosphor 
K Kalium 
Ca Kalzium 
Mg Magnesium 
S Schwefel 
Fe Eisen 
zn zink 
Cu Kupfer 
B Bor 
Mn Mangan 
Si Silicium 
Mo Molybdn 
Na Natrium 
Cl Chlor 
co2 kohleNstoFFdioxid soNNe 
h2o Wasser 
o2 sauerstoFF 
pFlaNze 

in unSeren proDuKten StecKt mehr alS man ihnen auf Den erSten 
blicK anSieht: Wir Geben unSere erfahrunGen unD KenntniSSe auS 
forSchunG unD felDverSuchen an unSere partner Weiter, um Die 
lanDWirtSchaftliche verSorGunG auf Dauer zu unterSttzen. 


massGEschnEidErtE lsunGEn von k+s 

Justus von Liebig fand bereits in der ersten Hlfte des 

19. Jahrhunderts heraus, dass die mit der Ernte entzogenen 
Nhrstoffe  vor allem Stickstoff, Phosphor und 
Kalium  durch Dngemittel dem Boden wieder zugefhrt 
werden mssen, um den Nhrstoffkreislauf zu 
schlieen. Aber damit nicht genug, denn weiter stellte 
er fest: Die Nhrstoffe sind nicht substituierbar. Nur eine 
pflanzengerechte Zusammensetzung der zugefhrten 
Nhrstoffe gewhrleistet ein gutes Pflanzenwachstum. 
Der Ertrag einer Pflanze wird dabei durch denjenigen 
Nhrstoff bestimmt, der in der geringsten Menge zur 
Verfgung steht. Diese Erkenntnis nannte er das Gesetz 
des Minimums. 
Fachberatung tut also not, wenn man dauerhaft reiche 
Ernten einfahren mchte. Diese Lcke schlieen wir mit 
den Anwendungsberatern vor Ort bei den Landwirten. 
K+S-Anwendungsberater Dr. Hans-Peter Knig ist selbst 
immer wieder begeistert, wenn ihm die neuesten Forschungsergebnisse 
von den Versuchsfeldern vorliegen. 
Denn damit kann er auf die vielfltigen Fragen der Landwirte 
noch besser eingehen. So empfiehlt er den Kartoffelbauern 
nach aktuellen Erkenntnissen eine Dngung 
mit Kalium und Magnesium, die sowohl den Knollenertrag 
als auch die Qualitt frdert. Die Kartoffel gehrt zu 
den sogenannten Nhrstoffzehrern, das heit, sie hat 
einen hohen Nhrstoffbedarf. 


Nachhaltig WachseN 47 
umfassEndEr sErvicE fr unsErE kundEn 
Auch bei anderen landwirtschaftlichen Anwendungen 
knnen unsere Berater kompetenten Rat geben. Sie wis-
sen: Jede Kultur hat ihre spezifischen Anforderungen 
an Dngermenge, Nhrstoffform und Dngungszeit-
punkt, abhngig von Bodenbeschaffenheit und Klima. 
Dieses Fachwissen, das auch durch Vortrge und regel-
mige Newsletter weitergegeben wird, ist nicht nur bei 
den Landwirten gefragt: Auch Hobbygrtner rufen bei 
der telefonischen Sprechstunde an und wollen kompe-
tenten Rat beim Anbau ihrer Obst- und Gemsekultu-
ren in ihrem Schrebergarten. Natrlich gebe ich auch 
da gerne Auskunft und helfe weiter, schmunzelt der 
Profi. Gern verweist er auch auf den K+S-Dngermana-
ger, die kostenlose, interaktive Beratungssoftware, mit 
der die Kunden ihre Dngungsplanung effizient selbst 
durchfhren knnen. 
Weltweit liefern die Berater den Kunden wichtige Infor-
mationen und Innovationen rund um die Nhrstoffe 
Stickstoff, Kalium, Magnesium, Schwefel, Natrium und 
Phosphor sowie Spurenelemente. In einem Netz von bis 
zu 250 Feldversuchen rund um den Erdball erarbeiten 
wir gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Wissen-
schaft und Forschung neue Erkenntnisse ber eine opti-
male Pflanzenernhrung. Dabei sensibilisieren unsere 
Agronomen Bauern weltweit auch fr relevante Frage-
stellungen, wie das ausgewogene Dngen: Wie kann 
man mit bedarfsgerechtem Aufwand optimale Ertrge 
erzielen? Und: Welches Verhltnis der zugefhrten 
Nhrstoffe ist fr meine Pflanzen wirklich ausgewogen? 
vorsPrunG durch EiGEnE forschunGEn 
Der praxisorientierten Forschung auf dem Gebiet 
der Pflanzenernhrung widmet sich auch ein neues 
gemeinsames Institut von K+S und der Universitt Gt-
tingen. Es soll als Schnittstelle zwischen Wissenschaft 
und Praxis aktuelle Fragen aufgreifen, vorhandenes Wis-
sen bndeln und neue Erkenntnisse an die landwirt-
schaftliche Praxis weitergeben. Die Wissenschaftler am 
Institut werden beispielsweise erforschen, welchen Bei-
trag ein intelligentes Dngemanagement zur Bewl-
tigung der globalen Herausforderungen leisten kann 
und hierfr Lsungsanstze und Methoden entwickeln. 
Gleichzeitig wollen sie Lsungen fr einen wirkungs-
vollen Wissenstransfer von der Forschung bis hin zum 
Landwirt finden, insbesondere in den Schwellen- und 
Entwicklungslndern. So geben wir Tag fr Tag unser 
ber 100 Jahre gewachsenes Know-how weiter, damit 
unsere Anwendungsberater wie Dr. Hans-Peter Knig 
mit ihren fundierten Ratschlgen auch weiterhin fr 
satte Ernteertrge sorgen knnen. 
Die K+S Gruppe setzt mit ihrer beratung auf individuelle 
lsungen. So kann der landwirt mit 
unseren spezialisierten produkten besser auf die 
nhrstoffedrfnisse seiner unterschiedlichen 
Kulturpflanzen eingehen. 
umfassEndEr sErvicE fr unsErE kundEn 
Auch bei anderen landwirtschaftlichen Anwendungen 
knnen unsere Berater kompetenten Rat geben. Sie wis-
sen: Jede Kultur hat ihre spezifischen Anforderungen 
an Dngermenge, Nhrstoffform und Dngungszeit-
punkt, abhngig von Bodenbeschaffenheit und Klima. 
Dieses Fachwissen, das auch durch Vortrge und regel-
mige Newsletter weitergegeben wird, ist nicht nur bei 
den Landwirten gefragt: Auch Hobbygrtner rufen bei 
der telefonischen Sprechstunde an und wollen kompe-
tenten Rat beim Anbau ihrer Obst- und Gemsekultu-
ren in ihrem Schrebergarten. Natrlich gebe ich auch 
da gerne Auskunft und helfe weiter, schmunzelt der 
Profi. Gern verweist er auch auf den K+S-Dngermana-
ger, die kostenlose, interaktive Beratungssoftware, mit 
der die Kunden ihre Dngungsplanung effizient selbst 
durchfhren knnen. 
Weltweit liefern die Berater den Kunden wichtige Infor-
mationen und Innovationen rund um die Nhrstoffe 
Stickstoff, Kalium, Magnesium, Schwefel, Natrium und 
Phosphor sowie Spurenelemente. In einem Netz von bis 
zu 250 Feldversuchen rund um den Erdball erarbeiten 
wir gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Wissen-
schaft und Forschung neue Erkenntnisse ber eine opti-
male Pflanzenernhrung. Dabei sensibilisieren unsere 
Agronomen Bauern weltweit auch fr relevante Frage-
stellungen, wie das ausgewogene Dngen: Wie kann 
man mit bedarfsgerechtem Aufwand optimale Ertrge 
erzielen? Und: Welches Verhltnis der zugefhrten 
Nhrstoffe ist fr meine Pflanzen wirklich ausgewogen? 
vorsPrunG durch EiGEnE forschunGEn 
Der praxisorientierten Forschung auf dem Gebiet 
der Pflanzenernhrung widmet sich auch ein neues 
gemeinsames Institut von K+S und der Universitt Gt-
tingen. Es soll als Schnittstelle zwischen Wissenschaft 
und Praxis aktuelle Fragen aufgreifen, vorhandenes Wis-
sen bndeln und neue Erkenntnisse an die landwirt-
schaftliche Praxis weitergeben. Die Wissenschaftler am 
Institut werden beispielsweise erforschen, welchen Bei-
trag ein intelligentes Dngemanagement zur Bewl-
tigung der globalen Herausforderungen leisten kann 
und hierfr Lsungsanstze und Methoden entwickeln. 
Gleichzeitig wollen sie Lsungen fr einen wirkungs-
vollen Wissenstransfer von der Forschung bis hin zum 
Landwirt finden, insbesondere in den Schwellen- und 
Entwicklungslndern. So geben wir Tag fr Tag unser 
ber 100 Jahre gewachsenes Know-how weiter, damit 
unsere Anwendungsberater wie Dr. Hans-Peter Knig 
mit ihren fundierten Ratschlgen auch weiterhin fr 
satte Ernteertrge sorgen knnen. 
Die K+S Gruppe setzt mit ihrer beratung auf individuelle 
lsungen. So kann der landwirt mit 
unseren spezialisierten produkten besser auf die 
nhrstoffedrfnisse seiner unterschiedlichen 
Kulturpflanzen eingehen. 

Wachstum 
braucht 
miNeralieN 
Spurenelemente und Mineralien sind lebensnotwendig. Mit 
unseren Produkten untersttzen wir eine gesunde, ausgewogene 
Ernhrung und tragen zur Gesundheit der Menschen bei. 
absatzmeNgeN iN tsd. t 
spureNelemeNte, miNeralieN uNd hochreiNe salze 
2006 2006 20062007 2007 20072008 2008 20082009 2009 20092010 2010 2010 
0 0 0 
1.000 1.000 1.000 
2.000 2.000 2.000 
Spurenelemente fr die 
Nahrungsmittelindustrie 
Mineralien fr die 
Nahrungsmittelindustrie 
Hochreine Salze fr die 
Pharmaindustrie 
Wachstum 
braucht 
miNeralieN 
Spurenelemente und Mineralien sind lebensnotwendig. Mit 
unseren Produkten untersttzen wir eine gesunde, ausgewogene 
Ernhrung und tragen zur Gesundheit der Menschen bei. 
absatzmeNgeN iN tsd. t 
spureNelemeNte, miNeralieN uNd hochreiNe salze 
2006 2006 20062007 2007 20072008 2008 20082009 2009 20092010 2010 2010 
0 0 0 
1.000 1.000 1.000 
2.000 2.000 2.000 
Spurenelemente fr die 
Nahrungsmittelindustrie 
Mineralien fr die 
Nahrungsmittelindustrie 
Hochreine Salze fr die 
Pharmaindustrie 

uM leistuNgsfhig uNd gesuNd zu bleibeN, spielt NebeN ausrei 
cheNder beWeguNg eiNe ausgeWogeNe erNhruNg, iN der viele 
MiNeralstoffe eNthalteN siNd, eiNe Wichtige rolle. besoNders 
kaliuM, NatriuM uNd MagNesiuM siNd dabei uNeNtbehrlich. 

mineralien leiSten im Krper WichtiGe aufGaben Wie einen GereGelten 
WaSSerhauShalt, funKtionierenDe muSKeln unD einen 
GeSunDen StoffWechSel. Kalium, maGneSium unD natrium SinD 
Dabei Wahre multitalente fr Den menSchen. 


unEntbEhrlichE minEraliEn 

Unsere Mineralien Kalium, Magnesium und Natrium 
leisten einen wichtigen Beitrag fr ein aktives und 
bewusstes Leben. Jeder kann etwas fr seine Gesundheit 
tun, indem er sich ausgewogen ernhrt und ausreichend 
bewegt. Mit Sportarten wie dem Joggen in der freien 
Natur tut man sich etwas Gutes und entspannt dabei: 
Regelmiges und vernnftiges Lauftraining strkt das 
Herz-Kreislauf-System, krftigt die Muskulatur, senkt die 
Blutfettwerte und hilft Stress abzubauen. Doch der Krper 
verliert beim Schwitzen unentbehrliche Mineralien, 
die dem Krper wieder zugefhrt werden mssen: Darunter 
sind auch Kalium und Natrium. Diese Mineralien 
sind lebensnotwendig fr den menschlichen Organismus. 
Als Elektrolyte sorgen sie dafr, dass unser Wasserhaushalt 
ausgeglichen ist. 

kalium fr stoffWEchsEl und nErvEn 

Kalium regelt lebenswichtige Stoffwechselvorgnge und 
spielt eine zentrale Rolle bei der Steuerung von Nerven 
und Muskeln. Mit einer ausgewogenen Ernhrung, in 
der viel Obst und Gemse vorkommt, wird der tgliche 
Kaliumbedarf normalerweise gedeckt, doch bei erhhtem 
Bedarf kann Kalium auch mit Nahrungsergnzungsmitteln 
aufgenommen werden. Im Zusammenwirken 
mit Natrium und Calcium reguliert Kalium den 
Blutdruck und wirkt sich positiv auf die Herzmuskelttigkeit 
sowie die Muskel- und Nervenzellen aus. Fer



Nachhaltig WachseN 51 
mit reinen Kaliumund 
magnesiumsalzen stellen 
wir viele produkte fr die hohen anforderungen der 
pharma, 
Kosmetikund 
lebensmittelindustrie 
bereit. modernste prozesssteuerung und unser Qualittsmanagement 
gewhrleisten hchste Qualitt. 
ner spielt Kalium vor allem bei isotonischen Getrn-
ken und anspruchsvoller Sportlernahrung eine wichtige 
Rolle, weil es die optimale Ausnutzung aufgenommener 
Kohlehydrate untersttzt und so Leistungssteigerun-
gen ermglicht. Mit angereicherten Kau- oder Brause-
tabletten kann der erschpfte Mineralienvorrat schnell 
wieder aufgefllt werden. Auerdem kommt Kalium-
chlorid als Zusatzstoff in Fertigprodukten und Gewr-
zen zum Einsatz. 
salz und maGnEsium  WahrE multitalEntE 
Fr unsere Krperfunktion ist der Konsum von Salz 
unentbehrlich. Es regelt den Flssigkeitshaushalt, schtzt 
den Krper vor bersuerung und frdert den Knochen-
aufbau. uerlich angewendet untersttzt Salz die Hei-
lung von Haut-, Atemwegs-oder Gelenkbeschwerden, 
wird aber auch bei verschiedenen Allergieformen, Schlaf-
losigkeit und Kopfschmerzen erfolgreich eingesetzt. Bei 
Asthma und Bronchitis ist das Inhalieren mit Salzsole 
dem Heilungsprozess frderlich, denn es wirkt entzn-
dungshemmend und antibakteriell. Auch als Badezusatz 
wirkt Salz wahre Wunder: Ein Bad im Meersalzwasser ist 
bei Schuppenflechte, Neurodermitis und Ekzemen sehr 
wohltuend. Weiter knnen rheumatische Beschwerden, 
Muskelkrmpfe und Rckenschmerzen gelindert werden, 
denn die ber die Haut aufgenommenen Stoffe wirken 
auch leicht schmerzstillend. Regelmige Salzbder die-
nen zum Entspannen bei Nervositt und Erschpfung. 
Auch als Trger wichtiger Nhrstoffe leistet Salz einen 
Beitrag zu einer ausgewogenen Ernhrung, denn beim 
tglichen Wrzen hilft jodiertes Speisesalz, dem Jod-
mangel bequem und ganz nebenbei wirksam vorzubeu-
gen. Jod ist wichtig fr den Krper, denn es ist vor allem 
fr die Bildung von Schilddrsenhormonen zustndig 
und untersttzt den Stoffwechsel. Gleich doppelten Nut-
zen hat zustzlich fluoridiertes Speisesalz: Fluorid hrtet 
den Zahnschmelz und dient nachweislich der Karies-
prophylaxe. Im Pharmabereich findet unser hochreines 
Natriumchlorid bei Infusionslsungen und im Dialyse-
bereich Anwendung. Man sieht: Ohne Kalium und Nat-
rium wrde es uns also an krperlicher und geistiger 
Fitness fehlen. Der Mineralstoff Magnesium ist ebenso 
ein lebenswichtiges Multitalent, denn wissenschaftliche 
Studien zeigen, dass sich vielfltige Erscheinungen wie 
Wadenkrmpfe, Herzprobleme, Muskelprobleme und 
Migrne erfolgreich mit Magnesiumprparaten behan-
deln lassen knnen. Dieses Mineral erfllt viele Funkti-
onen im Krper, wie die Reizbertragung vom Nerv zum 
Muskel, den Knochenaufbau und das Nervensystem. Der 
Krper kann Magnesium nicht selbst produzieren, daher 
muss es bedarfsgerecht mit der Nahrung oder zustzlich 
eingenommen werden. 
So leistet die K+S Gruppe mit den von uns nutzbar 
gemachten Mineralien Kalium und Natrium einen wich-
tigen Beitrag zu einem gesunden Leben. 
mit reinen Kaliumund 
magnesiumsalzen stellen 
wir viele produkte fr die hohen anforderungen der 
pharma, 
Kosmetikund 
lebensmittelindustrie 
bereit. modernste prozesssteuerung und unser Qualittsmanagement 
gewhrleisten hchste Qualitt. 
ner spielt Kalium vor allem bei isotonischen Getrn-
ken und anspruchsvoller Sportlernahrung eine wichtige 
Rolle, weil es die optimale Ausnutzung aufgenommener 
Kohlehydrate untersttzt und so Leistungssteigerun-
gen ermglicht. Mit angereicherten Kau- oder Brause-
tabletten kann der erschpfte Mineralienvorrat schnell 
wieder aufgefllt werden. Auerdem kommt Kalium-
chlorid als Zusatzstoff in Fertigprodukten und Gewr-
zen zum Einsatz. 
salz und maGnEsium  WahrE multitalEntE 
Fr unsere Krperfunktion ist der Konsum von Salz 
unentbehrlich. Es regelt den Flssigkeitshaushalt, schtzt 
den Krper vor bersuerung und frdert den Knochen-
aufbau. uerlich angewendet untersttzt Salz die Hei-
lung von Haut-, Atemwegs-oder Gelenkbeschwerden, 
wird aber auch bei verschiedenen Allergieformen, Schlaf-
losigkeit und Kopfschmerzen erfolgreich eingesetzt. Bei 
Asthma und Bronchitis ist das Inhalieren mit Salzsole 
dem Heilungsprozess frderlich, denn es wirkt entzn-
dungshemmend und antibakteriell. Auch als Badezusatz 
wirkt Salz wahre Wunder: Ein Bad im Meersalzwasser ist 
bei Schuppenflechte, Neurodermitis und Ekzemen sehr 
wohltuend. Weiter knnen rheumatische Beschwerden, 
Muskelkrmpfe und Rckenschmerzen gelindert werden, 
denn die ber die Haut aufgenommenen Stoffe wirken 
auch leicht schmerzstillend. Regelmige Salzbder die-
nen zum Entspannen bei Nervositt und Erschpfung. 
Auch als Trger wichtiger Nhrstoffe leistet Salz einen 
Beitrag zu einer ausgewogenen Ernhrung, denn beim 
tglichen Wrzen hilft jodiertes Speisesalz, dem Jod-
mangel bequem und ganz nebenbei wirksam vorzubeu-
gen. Jod ist wichtig fr den Krper, denn es ist vor allem 
fr die Bildung von Schilddrsenhormonen zustndig 
und untersttzt den Stoffwechsel. Gleich doppelten Nut-
zen hat zustzlich fluoridiertes Speisesalz: Fluorid hrtet 
den Zahnschmelz und dient nachweislich der Karies-
prophylaxe. Im Pharmabereich findet unser hochreines 
Natriumchlorid bei Infusionslsungen und im Dialyse-
bereich Anwendung. Man sieht: Ohne Kalium und Nat-
rium wrde es uns also an krperlicher und geistiger 
Fitness fehlen. Der Mineralstoff Magnesium ist ebenso 
ein lebenswichtiges Multitalent, denn wissenschaftliche 
Studien zeigen, dass sich vielfltige Erscheinungen wie 
Wadenkrmpfe, Herzprobleme, Muskelprobleme und 
Migrne erfolgreich mit Magnesiumprparaten behan-
deln lassen knnen. Dieses Mineral erfllt viele Funkti-
onen im Krper, wie die Reizbertragung vom Nerv zum 
Muskel, den Knochenaufbau und das Nervensystem. Der 
Krper kann Magnesium nicht selbst produzieren, daher 
muss es bedarfsgerecht mit der Nahrung oder zustzlich 
eingenommen werden. 
So leistet die K+S Gruppe mit den von uns nutzbar 
gemachten Mineralien Kalium und Natrium einen wich-
tigen Beitrag zu einem gesunden Leben. 

die K+s grUppe 

WachStumSStrategie im geSchFtSFeLd dNgemitteL sieht den ausbau der 
Kalikapazitten und die Verlngerung der durchschnittlichen Lebensdauer der Bergwerke 
vor / bernahme der kanadischen potaSh one; errichtung eines neuen Kaliwerks, das ab 2015 
erste produkte liefern soll / prfung einer mglichen Veruerung von CoMpo / K+S ist mit 
einer produktionskapazitt von 30 mio. t Salz der weltweit fhrende produzent 

2 

2.1 geschftsfeld dngemittel 53 
2.2 geschftsfeld Salz 59 
2.3 ergnzende geschftsbereiche 63 
2.4 unsere Standorte 65 

die k+s gruppe 
2.1 geschftsfeld dngemittel 
53 

2.1 geschftsfeld dNgemittel 
Unser Geschftsfeld Dngemittel umfasst die Geschftsbereiche 
Kali-und Magnesiumprodukte sowie 
Stickstoffdngemittel. Vision und Mission (siehe Seite 5) 
folgend sieht die Strategie der K+S Gruppe vor, insbesondere 
in den Geschftsbereichen Kali-und Magnesiumprodukte 
sowie Salz (siehe Seite 59) zu wachsen. 
Denn auch zuknftig soll der Rohstoff-und rohstoffnahe 
Bereich die Basis unseres Wachstums sein. Gem dieser 
Strategie mchten wir knftig unsere Managementressourcen 
und finanziellen Mittel hauptschlich auf 
diese Bereiche fokussieren und prfen daher im Bereich 
Stickstoff die Veruerung der CoMpo. Um unsere Kalikapazitten 
auszubauen, haben wir Anfang 2011 die 
kanadische potaSh one bernommen, die eine Reihe 
von Kali-Explorationslizenzen besitzt. 


geschftsbereich Kali-Und 
magnesiUmprodUKte 

Der Geschftsbereich Kali-und Magnesiumprodukte 
gewinnt durch die K+S KalI GMbh in sechs Bergwerken 
in Deutschland Kali-und Magnesiumrohsalze 
fr eine jhrliche Produktionsleistung bei Vollauslastung 
von bis zu 7,5 Mio. t Ware. Wir sind weltweit der 
viertgrte Kaliproduzent und in Europa der fhrende 
Anbieter. / abb: 2.1.1 /www.kali-gmbh.com 

nEuEs kalivorkommEn strkt 
intErnationalE wEttBEwErBsfhigkEit 

Im Zuge unserer Wachstumsstrategie, die den Ausbau 
der Kalikapazitten und die Verlngerung der 
durchschnittlichen Lebensdauer der Bergwerke vor-

Kaliwerks, dessen Rohsalze durch Aussolung gewonnen 
werden sollen. Wir erwarten eine Produktionskapazitt 
von mindestens 2,7 Mio. t Kaliumchlorid pro Jahr 
und rechnen mit ersten zur Verfgung stehenden Mengen 
ab dem Jahr 2015. Das Investitionsvolumen umfasst 

sieht, haben wir Anfang 2011 die kanadische potaSh 
one bernommen. potaSh one besitzt mehrere Kali- 
Explorationslizenzen in der kanadischen Provinz Sas-
katchewan einschlielich des Legacy Projekts  ein fort-
geschrittenes Greenfield-Projekt zur Errichtung eines 
rund 2,5 Mrd. uS-Dollar und es werden 300 hoch qualifi-
zierte Arbeitspltze geschaffen. 
Das neue Kalivorkommen wird zusammen mit unseren 
bestehenden inlndischen Kalibergwerken unsere inter-
anBieterstruKtur aM weltKaliMarKt aBB: 2.1.1 
in % 5 10 15 20 
Belaruskali 
potashcorp 14 
mosaic 
K+S 10 
Silvinit 
uralkali 
icL 1 
apc 
agrium 
SQm 2 
china 2 9 
Sonstige 3 
Jahr 2010 (hS); einschl. Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigerem K2O-gehalt Quellen: iFa, K+S 
1 dSW, iberpotash, cpL. 
2 mehr als 20 produzenten. 
3 intrepid, Vale, compass. 
16 
13 
10 
9 
8 
3 
3 
3 

54 2.1 geschftsfeld dngemittel 
nationale Wettbewerbsfhigkeit strken und im Ergebnis 
der gesamten K+S Gruppe in Europa und bersee 
zugute kommen. 

DiE kompEtEnz in kalium unD magnEsium 

Die Kernkompetenzen des Geschftsbereichs liegen in 
der Gewinnung, Veredelung und Vermarktung komplexer 
Rohsalze. Auf Basis der einzigartigen Rohstoffzusammensetzung 
unserer Lagersttten bieten wir eine 
Produktpalette, die in dieser Vielfalt von keinem anderen 
Kaliproduzenten weltweit angeboten wird. Durch 
unsere kali-, magnesium- und schwefelhaltigen Spezia


litten unterscheiden wir uns deutlich vom Wettbewerb 
und nehmen bei diesen Dngemitteln weltweit eine 
Spitzenposition ein. Auch mit den Produkten fr industrielle, 
technische und pharmazeutische Anwendungen 
gehren wir zu den leistungsstrksten Anbietern weltweit; 
besonders stark sind wir in Europa. 

/ abb: 2.1.2, 2.1.3 

kaliumchloriD  Ein univErsEll 
EinsEtzBarEs DngEmittEl 

Kaliumchlorid ist das umsatzstrkste Produkt. Der universelle 
Einzeldnger wird weltweit bei groen Anbau


uMsatz nach regionen aBB: 2.1.2 
3 
2 
1 
in % 

1 inland 

2 briges europa 

3 bersee 

2010 2009 
15,5 12,3 
40,0 31,6 
44,5 56,1 
uMsatz nachproduKtgruppen aBB: 2.1.3 
3 


in % 

1 Kaliumchlorid 

2 dngemittelspezialitten 
2 

1 

3 industrieprodukte 

2010 2009 
47,7 46,7 
38,0 32,4 
14,3 20,9 
kulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen eingesetzt. 
Kaliumchlorid-Granulat wird entweder mit 
Dngerstreuern auf den ckern ausgebracht oder in 
Mischdngeranlagen (Bulk Blender) mit anderen Einzeldngern 
nach verschiedenen Rezepturen gemischt. 
Feinkrniges Kaliumchlorid verkaufen wir als Rohstoff 
an die Mehrnhrstoffdnger-Industrie. 

DngEmittElspEzialittEn mit 
untErschiEDlichEn nhrstoffrEzEpturEn 

Unsere Dngemittelspezialitten werden vor allem in 
Kulturen eingesetzt, die neben Kalium-auch einen erhhten 
Magnesium-und Schwefelbedarf haben, zum Beispiel 
Raps oder Kartoffeln. KalISop (Kaliumsulfat), 
patentKalI, KIeSerIt und epSo top werden bevorzugt 
bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrchten, 
Wein und Gemse angewandt. Unsere epSo-
Produktfamilie sowie SoluMop, SoluSop und hortI-
Sul eignen sich insbesondere fr die Flssigdngung, 
der angesichts klimatischer Vernderungen mit lngeren 
Trockenperioden eine wachsende Bedeutung zukommt. 

Die Produktion von thoMaSKalI und patent-pK 
haben wir im vergangenen Jahr eingestellt und diese 
Produkte aus unserem Portfolio genommen. 

inDustriEproDuktE mit viElfltigEn 
anwEnDungsmglichkEitEn 

Unsere breite Palette an Kalium- und Magnesiumprodukten 
fr industrielle Anwendungen ist in verschiedenen 
Reinheitsstufen und speziellen Krnungen erhltlich. 
Kaliumchlorid kommt beispielsweise in der Chloralkali-
Elektrolyse, der chemischen Industrie, bei der 


die k+s gruppe 
2.1 geschftsfeld dngemittel 
55 

Herstellung von Glas und Kunststoff, in der Minerallin


hauptproduKte undanwendungsBereicheK+sKaligMBh taB: 2.1.1 
dustrie sowie in metallurgischen Prozessen zum Einsatz. 
Unsere Magnesiumsulfate untersttzen in der Zellstoffindustrie 
die umweltfreundliche Sauerstoffbleiche, als 
Inhaltsstoff von Waschmitteln schtzen sie die Fasern, 
und auch in der Biotechnologie und beim Kunststoffrecycling 
werden sie genutzt. 

hEalth carE & fooD mit wachsEnDEm 
potEnzial 

Mit unseren hochreinen Kalium-und Magnesiumsalzen  
zertifiziert nach international anerkannten Standards  
stellen wir Produkte fr die besonders hohen Anforderungen 
der Pharma-, Kosmetik-und Lebensmittelindustrie 
bereit. Hochreines Kalium wird in Infusions-und 
Dialyselsungen eingesetzt und ist unverzichtbar fr die 
Herstellung von Antibiotika und Insulin. Die Lebensmittelindustrie 
nutzt unser Kaliumchlorid der Marke KalI-
Sel zur Herstellung von Nahrungsergnzungsmitteln, 
fr Sportlernahrung sowie Fertigsuppen und -soen. 
Die Strken dieses hochreinen Produkts liegen darin, 
dass sich mit ihm der Anteil an Natriumchlorid in der 
Nahrung reduzieren lsst und es gleichzeitig die Lebensmittel 
mit weiteren wichtigen Mineralien anreichert. 

futtErmittEl in zErtifiziErtEr Qualitt 

Unter dem Markennamen KaSa produzieren wir fr 
die Mischfutterindustrie hochwertige Kaliumchloride 
und Magnesiumsulfate fr die Ftterung diverser 
Nutztiere. Alle Futtermittel sind gem eu-Recht fr 
die Tierhaltung im kologischen Landbau zugelassen. 

/ tab: 2.1.1 

Kaliumchlorid 

60er Kali universell einsetzbar in allen chloridunempfindlichen Kulturen 
und bei allen Bodenarten 
Dngemittel-Spezialitten 
(Kalium,Magnesium,Natrium,Schwefel) 
Korn-Kali 
magnesia-Kainit 
patentkali 
KaLiSOp 
eSta Kieserit 
epSO top (epsom salt) 
epSO microtop 
epSO combitop 
Solumop, Solusop, hortisul 
Spezielle Nhrstoffkombination fr nahezu alle pflanzenkulturen 
grnland und Feldfutterbau 
chloridempfindliche Kulturen (z. B. Kartoffeln, Obst, gemse) 
chloridempfindliche Kulturen (z. B. Obst, gemse, tabak) 
magnesium- und Schwefeldngemittel fr alle Kulturen 
Blattdngung, Flssigdngung, Fertigation 
Blattdngung, Flssigdngung, Fertigation 
Blattdngung, Flssigdngung, Fertigation 
Blattdngung, Flssigdngung, Fertigation 
Industrieprodukte 
Kaliumchlorid ca. 99 % Kcl 
Kaliumchlorid ca. 97 % Kcl 
Kaliumchlorid ca. 96 % Kcl 
Kaliumsulfat ab 95 % K2SO4 
magnesiumchlorid / -sulfat 
chemische industrie (z. B. elektrolyse) 
metallurgie (Schmelz- u. Ltsalze, Salzbder) 
l- und gasexploration (Bohrspllsung) 
Baustoffindustrie, sonstige industrielle anwendungen 
Zellstoff-, Waschmittel-, und Kunststoffindustrie, pharmaindustrie, 
dngemittelindustrie, auftaumittel 
Health Care &Food 
hochreine Salze 
KaliSel 
pharma- und Lebensmittelindustrie 
Kaliumchlorid fr die Lebensmittelindustrie 
Futtermittel 
KaSa K99 Futtermittel 
KaSa mag49 + KaSa mag98 Futtermittel 


56 2.1 geschftsfeld dngemittel 
geschftsbereich 
sticKstoffdngemittel 

uMsatz nach regionen aBB: 2.1.4 
1 

in % 

Im Geschftsbereich Stickstoffdngemittel sind die 3 

1 inland 

Stickstoffaktivitten der K+S Gruppe gebndelt. Unsere 

2 briges europa 
Gruppengesellschaft K+S nItroGen ist einer der fh-2 3 bersee 
renden Anbieter von stickstoffhaltigen Dngemitteln 
mit klarer Konzentration auf Groverbraucher in der 

2010 2009 
20,0 18,6 
54,1 54,8 
25,9 26,6 
Landwirtschaft und in Spezialkulturen. CoMpo fokussiert 
sich im Expert-Bereich auf die Segmente Fertigation, 
Zierpflanzen und ffentliches Grn. Im Consumerbereich 
bietet CoMpo ein breites Angebot qualitativ 
hochwertiger Blumenerden, Spezialdnger, Rasensa-5 

uMsatz nachBereichen aBB: 2.1.5 
1 in %

men und Pflanzenschutzprodukte an. / abb: 2.1.4, 2.1.5 

1 mehrnhrstoffdnger 

/ www.ks-nitrogen.com / www.compo.com 

4 

2 Stickstoffeinzeldnger 
3 consumer 

2 
4 expert 


herauslsungvoncoMpo aus derK+s gruppe 3 
5 ammonsulfat 

2010 2009 
28,7 28,6 
27,6 25,5 
15,2 20,4 
14,8 12,2 
13,7 13,3 
die entscheidung, eine mgliche Veruerung der CoMpo zu 
prfen, fiel im Juni 2010. ein ergebnis sollte mitte des Jahres 
2011 vorliegen. das Konzept fr eine unternehmerische und 
gesellschaftsrechtliche herauslsung (carve-Out) der CoMpo 
aus der K+S Gruppe wurde bis ende letzten Jahres erarbeitet. 
hierbei wurden smtliche Schnittstellen der CoMpo innerhalb 
der K+S Gruppe identifiziert und darauf aufbauend ein Konzept 
zur trennung der gemeinsamen Vertriebs- und dienstleistungsplattformen 
erstellt. es bezieht sich sowohl auf die it-infrastruktur 
als auch auf die Sicherstellung der brigen Betriebsprozesse 
nach einer mglichen Veruerung der CoMpo. 


k+s nitrogEn vErmarktEt ganzE 
BanDBrEitE stickstoffhaltigEr DngEmittEl 

K+S nItroGen vermarktet von baSF exklusiv produzierte 
Dnger sowie solche anderer ausgesuchter Lieferanten. 
Die Produkte fr den Einsatz im Acker-, Gemse-, 
Obst-und Weinbau umfassen die ganze Bandbreite 
stickstoffhaltiger Dngemittel. 

MehrnhrStoffdnGer  
ein auSGewoGener Mix 

Die Mehrnhrstoffdnger enthalten neben Stickstoff 
die Nhrstoffe Kalium und Phosphat sowie  je nach 
Bedarf und Anwendung  Magnesium, Schwefel oder 
auch Spurenelemente. Die Rohstoffe werden im Produktionsprozess 
in flssigem oder angelstem Zustand 
zusammengefhrt und anschlieend granuliert. 
Dadurch ist stets die exakt gleiche Nhrstoffzusammensetzung 
jedes einzelnen Dngerkorns fr die kontrol



die k+s gruppe 
2.1 geschftsfeld dngemittel 
57 

lierte, gleichmige Ausbringung auf dem Feld sichergestellt. 
Die kaliumchloridhaltigen Mehrnhrstoffdnger 
der Marke nItrophoSKa werden in Ackerbaukulturen 
wie Getreide oder Mais eingesetzt. Kaliumsulfathaltige 
nItrophoSKa-Sorten werden fr chloridempfindliche 
Obst-, Wein- und Gemsekulturen empfohlen. 

BeSondere StiCKStoffeffizienz 

Die stickstoffstabilisierenden enteC-Dngemittel 
zeichnen sich durch ihre Stickstoffeffizienz aus und 
reduzieren im Vergleich zu traditionellen Produkten die 

Anzahl der notwendigen Dngergaben. enteC findet 
sowohl im Ackerbau Anwendung als auch in Sonderkulturen, 
wie Obst-, Wein- und Gemse. 

BedarfSGereChte StiCKStoffernhrunG 

Der Stickstoffeinzeldnger Kalkammonsalpeter kann in 
allen landwirtschaftlichen Kulturen eingesetzt werden. 
Fr schwefelbedrftige Kulturen wie Raps eignet sich 
besonders Ammonsulfatsalpeter (ass), fr borbedrftige 
Kulturen, wie Zuckerrben, Ammonsulfatsalpeter 
mit Bor (ass bor). 

fhrend Mit aMMonSulfat 

K+S nItroGen ist weltweit einer der fhrenden 
Anbieter des schwefelhaltigen Stickstoffdngemittels 
Ammonsulfat, das als Nebenprodukt bei der Caprolactam-
Herstellung in der chemischen Industrie anfllt. 
Feinkristallines Ammonsulfat wird in Europa berwiegend 
als Rohstoff in der Dngemittelproduktion eingesetzt; 
in bersee bringen es die Landwirte direkt auf die 
Felder aus. GranaMMon, ein grobkrniges Ammonsulfat, 
eignet sich sowohl zur Direktanwendung in der 
Landwirtschaft als auch als Komponente in Mischanlagen 
(Bulk Blender). / tab: 2.1.2 


hauptproduKte undanwendungsBereicheK+s nitrogen taB: 2.1.2 

Mehrnhrstoffdnger 

eNtec-NpK S 

eNtec-NpK c 

eNtec-Np 

Nitrophoska S (sulfathaltig) 

Nitrophoska c 

Nitrophos 

Stickstoffeinzeldnger 

Kalkammonsalpeter 

Stabilisierte NpK-dnger fr chlorid- und salzempfindliche 
Sonderkulturen im Obst-, Wein- und gemsebau 

Stabilisierte NpK-dnger auf Basis von Kaliumchlorid fr alle sonstigen Feldkulturen 
Stabilisierter Np-dnger fr alle Kulturen in Kombination mit Kali-einzeldngern 

NpK-dnger fr chlorid- und salzempfindliche Kulturen 
im gemse-, Wein- und Obstbau 

NpK-dnger auf Basis Kaliumchlorid fr alle sonstigen Feldkulturen 

Np-Formulierung fr alle Kulturen in Kombination mit Kali-einzeldngern 

alle Kulturen 


compo EXpErt mit BrEitEm 
proDuktportfolio 

CoMpo eXpert fhrt ein umfangreiches Sortiment 
innovativer Spezialdngemittel und bietet damit professionellen 
Anwendern Lsungen fr die Bereiche Baumschule, 
ffentliches Grn, Golf und Zierpflanzenbau, fr 
den Obst- und Weinbau sowie fr die Landwirtschaft 
und den Gemsebau. 

ammonnitrat alle Kulturen 

StiCKStoffStaBiliSierende und uMhllte 

ammonsulfatsalpeter (ass) alle Kulturen (Stickstoff-Schwefeldnger) 

dnGer 

eNtec 26 Stabilisierter Stickstoff-Schwefeldnger fr alle Kulturen 

Der granulierte sulfathaltige Dnger blauKorn und 

Ammonsulfat der Mehrnhrstoffdnger noVateC kommen in Baumammonsulfat 
Landwirtschaft, rohstoff fr mehrnhrstoffdnger-industrie und Bulk Blender schulen, Gartenbau und Sonderkulturen zum Einsatz. 
granammon (grobkristallin) Landwirtschaft, Komponente fr Bulk Blender Bei noVateC handelt es sich um ein stickstoffstabi



58 2.1 geschftsfeld dngemittel 
hauptproduKte und anwendungsBereiche coMpo taB: 2.1.3 starkE markEn fr haus unD gartEn 

Im Consumerbereich bietet CoMpo ein breites Angebot 

Consumer-Marken Markenartikel fr Haus und Garten 

qualitativ hochwertiger Blumenerden, Spezialdnger 

cOmpO, algoflash 
Komplettes Sortiment an Blumenerden, Blumen- und gartenpflege 
(dnger, rasensamen) sowie pflanzenschutz und Pflanzenschutzprodukte an. 

gesal, Sem, gardiflor 

Expert-Produkte 

Blaukorn 

Novatec 

Novatec Solub 

Blumenerden, Blumen- und gartenpflege (dnger) sowie pflanzenschutz fr 
ausgewhlte Lnder und Vertriebskanle 

Spezialprodukte zum Einsatz als Betriebsmittel 

granulierte sulfathaltige dnger fr Baumschulen, gartenbau und Sonderkulturen 

Stabilisierte mehrnhrstoffdnger fr Baumschulen, gartenbau und Sonderkulturen 
Fr Nhrsalze in der Fertigation 

Die wichtigste Produktgruppe ist Blumenerde. In Europa 
werden die hochwertigen Erden berwiegend unter den 
Marken CoMpo Sana und alGoFlaSh vertrieben. Sie 
sind je nach Pflanzentyp mit Grtnerhumus, Tonmineralien 
sowie Langzeitdnger und wichtigen Spurennhr-

Floranid Langzeitdnger fr rasen, Sportpltze, ffentliches grn und Spezialanwendungen stoffen veredelt. 
in anderen Kulturen 

Basacote umhllter Langzeitdnger fr Baumschulen, Zierpflanzen, ffentliches grn, 
Forstwirtschaft und Spezialanwendungen in anderen Kulturen Im Sortiment Dngemittel werden Flssig-, Rasen- und 


hakaphos/Kamasol 
Wasserlsliche Salze/Flssigdnger fr Fertigation in Sonderkulturen 

Fetrilon 
Spurennhrstoffdnger 

lisierendes Produkt, das sich durch seine Stickstoffeffizienz 
auszeichnet und im Vergleich zu traditionellen 
Produkten die Anzahl der notwendigen Dngergaben 
reduziert. Der vollumhllte Langzeitdnger baSaCote 
fr den Baumschul- und Zierpflanzenbereich garantiert 
die gleichmige Nhrstoffversorgung der Pflanzen fr 
einen Zeitraum von bis zu zwlf Monaten. Fr intensiv 
genutzte Sportrasenflchen, wie Golf- oder Fuballpltze, 
eignet sich insbesondere der Langzeitdnger 
FloranID. 

Gut poSitioniert Mit BewSSerunGSdnGern 

In dem vor allem in Sdeuropa und Lateinamerika stark 
wachsenden Segment der Bewsserungsdnger ist 
CoMpo Expert mit den Produkten haKaphoS, KaMa-
Sol und noVateC Solub gut positioniert. Durch die 
kombinierte Ausbringung von Dnger und Wasser, auch 
Fertigation genannt, knnen die Nhrstoffzufuhr besser 
reguliert und die Nhrstoffe whrend der gesamten 
Wachstumsperiode gleichmiger ausgebracht werden. 
Die Bedeutung der Fertigation nimmt insbesondere in 
den Regionen zu, in denen Wasser ein begrenzender Faktor 
fr die landwirtschaftliche Produktion ist. Hochwertige 
Blatt- und Spurennhrstoffdnger, beispielsweise 
FetrIlon, runden das Sortiment ab. 

Gartendnger sowie Nhrsalze der Marken CoMpo und 
alGoFlaSh vermarktet. Dazu gehren auch Langzeitdnger 
fr eine bequeme und wirkungsvolle Nhrstoffversorgung: 
Eine einzige Dngung reicht fr eine ganze 
Garten-Saison. Die Produktreihe CoMpo naturDnGer 
mit Guano ist fr den kologischen Landbau zugelassen. 
Auch CoMpo naturabell, alGoFlaSh aCtIVaSol 
und SeM naturaSol gehren zum Segment der organisch/
biologischen Produkte. 

Pflanzenschutzprodukte ergnzen das Produktsortiment. 
In exklusiver Zusammenarbeit mit SynGenta, 
einem der weltweit fhrenden Hersteller von Pflanzenschutzmitteln, 
wurde beispielsweise das Insektizidstbchen 
aXorIS entwickelt. / tab: 2.1.3 


die k+s gruppe 
2.2 geschftsfeld salZ 
59 

2.2 geschftsfeld salz 
uMsetzung unserer salzstrategie aBB: 2.2.1 
Zum Geschftsfeld Salz gehren der europische Produzent 
eSCo  european Salt CoMpany, der sdamerikanische 
Anbieter SoCIeDaD punta De loboS sowie Morton 
Salt mit Produktionssttten in den uSa und Kanada. 
K+S ist mit einer Produktionskapazitt von rund 30 Mio. t 
Salz der weltweit fhrende Produzent. / abb: 2.2.1, 2.2.2 
/ www.esco-salt.com / www.spl.cl / www.morton-salt.com 


unsere salzstrategie 
ursprnglich war das deutsche Salzgeschft von K+S auf auftau-, 
gewerbe- und Speisesalz fokussiert. mit dem erwerb 
der niederlndischen friSia zout, dem ersten auslndischen 
engagement im geschftsbereich Salz, haben wir uns im Jahr 
2000 mit produkten fr die chemische industrie verstrkt. 
der nchste groe Schritt erfolgte im Jahr 2002: gemeinsam 
mit der belgischen Solvay wurde das Joint Venture eSCo  
european Salt CoMpany gegrndet. Seit Sommer 2004 ist 
K+S alleiniger eigentmer der eSCo  und damit der fhrende 
Salzhersteller in europa. im Juni 2006 ist K+S als Salzproduzent 
auch auerhalb europas aktiv geworden. der erwerb 
der chilenischen SoCiedad punta de loBoS (Spl), des grten 
Salzproduzenten in Sdamerika, stellte einen weiteren wichtigen 
Schritt zur Strkung unseres produkt- und Leistungsprogramms 
dar. damit war K+S auch in den mrkten Lateinamerikas 
und in ausgewhlten regionen der uSa mit Salzprodukten 
prsent. der erwerb von Morton Salt im Jahr 2009 ist der 
bisher letzte Schritt in der konsequenten umsetzung unserer 
Salzstrategie, die nicht nur auf organisches, sondern auch auf 
externes Wachstum ausgerichtet ist. 

Highlights Europa 
+ ursprnglich starke ausrichtung des 
europischen Salzgeschfts auf auftau- 
und gewerbesalz 
+ ergnzung um industriesalz durch ber-
nahme von Frisia Zout (NL) 
+ Fhrender europischer Salzhersteller durch 
akquisition des Solvay-Salzgeschfts 
Highlights Sdamerika 
+ bernahme der SpL, des grten Salzpro-
duzenten in Sdamerika 
+ markteintritt in die uSa und Lateinamerika 
+ expansionspotenzial nach asien 
Highlights USA 
+ bernahme von morton Salt, dem 
fhrenden Salzhersteller in Nordamerika 
die grssten salzanBieter weltweit aBB: 2.2.2 
Kapazitt in mio. t 5 10 15 20 25 30 35 
K+S (d) 
china National Salt ind. 
(china) 
compass minerals (uSa) 
cargill (uSa) 
dampier Salt (auS) 
artyomsol (ukraine) 
exportadora del 
Sal (meX) 
Sdsalz (d) 
Salins group (F) 
mitsui & co. (auS) 
akzo (NL) 
(Festsalz und Salz in Sole; ohne eigenbedarf) Quelle: roskill, K+S 2010 
29,8 
18,7 
14,0 
14,0 
9,0 
7,5 
7,0 
5,3 
4,1 
3,8 
3,6 

60 2.2 geschftsfeld salZ 
esco  eUropean salt company ist 
grsster salzprodUzent eUropas 

eSCo betreibt drei Steinsalzbergwerke, zwei Solbetriebe 
sowie mehrere Siedesalzanlagen und ist der grte 
Salzanbieter in Europa. Der Reinheitsgrad unseres untertgig 
gewonnenen Salzes ist mit bis zu 99 % sehr hoch 
und nimmt im europischen Wettbewerb einen Spitzen-
platz ein. Die Produktionskapazitt von eSCo liegt bei 
rund 9,7 Mio. t Festsalz und Salz in Sole pro Jahr. 


sociedad pUnta de lobos bietet salz 
fr die nchsten JahrhUnderte 

Die SoCIeDaD punta De loboS gewinnt im Salar 
Grande der chilenischen Tarapac-Wste im kostengnstigen 
Tagebau Steinsalz. Die hervorragende Qualitt 
des Rohsalzes erlaubt die Weiterverarbeitung zu 
Spezialprodukten fr eine Vielzahl von Anwendungen. 
Die Salzreserven dieser Lagersttte reichen aus, um die 
Weltbevlkerung fr mehrere hundert Jahre mit Salz zu 
versorgen. Die Produktions-und Verladekapazitt im 
unternehmenseigenen Tiefseehafen betrgt 6,5 Mio. t 
pro Jahr. Im Nordosten von Brasilien betreibt die Tochtergesellschaft 
SalInaS DIaMante branCo eine Meersalzanlage 
mit 0,5 Mio. t Jahreskapazitt. 


morton salt ist einer der grssten 
prodUzenten in nordameriKa 

Morton Salt verfgt in den uSa und Kanada ber eine 
groe Anzahl kundennaher Produktionsstandorte (sechs 
Steinsalzbergwerke, sieben Solar- sowie zehn Siedesalzanlagen) 
und betreibt ein landesweites Vertriebsnetzwerk 
mit mehr als 120 Lagerhusern und Distributionszentren. 
Morton Salt ist einer der fhrenden Produzenten 
von Consumer-, Gewerbe- und Auftausalzen in 
Nordamerika. Die Produktionskapazitt betrgt rund 13 
Mio. t Festsalz pro Jahr. / abb: 2.2.3, 2.2.4 

breites prodUKtportfolio 

spEisEsalzE  Ein lEBEnswichtigEr 
minEralstoff 

Ausgangsprodukte fr die breite Palette unserer Speisesalze 
sind hochreine Siedesalze, aber auch hochwertige 
Steinsalze in naturbelassener Form. Unsere Speisesalzmarken 
sind bei den Konsumenten gut eingefhrt: 
In den uSa sind die Produkte mit dem berhmten 
uMbrella-GIrl die bekannteste Marke, in Kanada 
ist WInDSor CaStle und in Chile Sal loboS fhrend, 
in Frankreich nimmt CrboS den zweiten Platz ein 
und in Portugal ist Vatel die fhrende Tafelsalzmarke. 
eSCo-Speisesalz wird vor allem unter einer Reihe von 
Handelsmarken vertrieben. 

Mit balanCe Salz, bIoSal lIGht sowie Salt balanCe 
und lIte Salt haben wir auch natriumreduzierte Produkte 
im Programm, die sich an Verbraucher richten, die 
sich bewusst natriumarm ernhren mchten. 

Speise- und Pkelsalze sind Geschmackstrger und dienen 
als Konservierungsstoff bei der Herstellung von 
Fleisch- und Wurstwaren, Brot und Kse. 

gEwErBEsalz  Ein rohstoff mit 
viElfltigEn anwEnDungsmglichkEitEn 

Gewerbesalze werden beispielsweise in Frbereien, in 
der Textilindustrie, bei der Futtermittelproduktion, in der 


das uMBrella-girl 
die produkte mit dem berhmten uMBrella-Girl sind in den 
uSa die bekannteste Speisesalzmarke. das kleine mdchen, 
das unter dem motto When it rains it pours im regen Salz 
streut, erschien zum ersten mal im Jahr 1914 auf einer Salzpackung 
und begleitet seitdem die Speisesalze  mittlerweile in 
der sechsten Version. das motto sollte ursprnglich die Kunden 
darauf aufmerksam machen, dass Morton-Salz dank des innovativen 
antibackmittels selbst bei feuchter Witterung nicht 
klumpt, sondern rieselt. unter www.mortonsalt.com/heritage/
mug.html erfahren Sie, wie sich die marke in den vergangenen 
100 Jahren weiterentwickelt hat. 


die k+s gruppe 
2.2 geschftsfeld salZ 
61 

uMsatz nach regionen aBB: 2.2.3 
1 


in % 

1 inland 

32 

2 briges europa 
3 bersee 

2010 2009 
14,3 17,6 
15,4 22,3 
70,3 60,1 
uMsatz nachproduKtgruppen aBB: 2.2.4 
5 
4 

1 


in % 

1 auftausalz 

2 gewerbesalz 

3 

3 Speisesalz 

4 industriesalz 
2 5 Sonstiges 

2010 2009 
42,8 49,0 
28,3 23,6 
19,0 14,9 
5,0 6,2 
4,9 6,3 
Fischkonservierung und in Bohrsplungen fr die Erdl- 
und Erdgasfrderung eingesetzt. Ein weiterer wichtiger 
Anwendungszweck ist die Wasserenthrtung: Die 
bekannten Morton pelletS mit dem patentierten System 
SaVer sind das fhrende Produkt in den uSa und 
die eSCo-Regeneriersalze aXal und reGenIt sind 
in Europa fhrend. Zur Desinfektion von Schwimmbdern 
dient das Morton-pool-Salz. Pharmasalze sind 
Bestandteil von Infusions- und Dialyselsungen sowie 

von Medikamenten. Salzlecksteine fr Zucht-und Wildtiere 
vermarktet eSCo unter dem Namen SolSel. 

inDustriEsalz  unEntBEhrlich fr 
DiE chEmischE inDustriE 

Industriesalz ist einer der wichtigsten Rohstoffe der 
chemischen Industrie. In Elektrolyseanlagen wird es zu 
Chlor, Natronlauge und Wasserstoff gespalten. Zum Endverbraucher 
gelangt es zum Beispiel als Polyvinylchlorid 
(pVC), einem Kunststoff aus dem Fubodenbelge, 

Fensterprofile, Rohrsysteme und Industrieverpackungen 
entstehen. 

auftausalz  Das sichErhEitsproDukt 
im strassEnwintErDiEnst 

Winterdienste, ffentliche und private Straenbauverwaltungen 
sowie gewerbliche Groverbraucher beziehen 
Auftaumittel von eSCo, Morton Salt und Spl. 
Neben trockenem Auftausalz bieten wir Feuchtsalz 
an, das unter bestimmten Bedingungen eine verbesserte 
Auftauwirkung bringt. Morton Salt hat u.a. mit 
SaFe-t-poWer ein Produkt im Angebot, das bis - 31C 
wirkt. Fr private Haushalte bieten wir in Europa die 
seit Jahrzehnten bewhrten eSCo-Auftausalze in Kleinpackungen 
an, in den uSa und Kanada sind blIzzarD 
WIzarD und halIte sowie aCtIon Melt und SaFe-
t-pluS bekannte Verbraucher-Marken. Auerdem produzieren 
wir unter Lizenz ICe-b-Gone, ein Auftaumittel 
fr tiefe Temperaturen mit stark verminderter kor


rosiver Wirkung. 

solE unD sonstigE gEschftE runDEn 
Das sortimEnt aB 

Whrend Natriumchloridsole in unserer Siedesalzproduktion 
sowie in der chemischen Industrie als Rohstoff 
eingesetzt wird, dient Magnesiumchloridlsung hauptschlich 
als Komponente von Feuchtauftaumitteln im 
Winterdienst. eSCo bietet am Standort Bernburg als 
Dienstleistung auch Flssiggas-Kavernenspeicherung 
an. / tab: 2.2.1  2.2.3 


62 2.2 geschftsfeld salZ 
hauptproduKte und 


hauptproduKte und 


hauptproduKte und 
anwendungsBereiche esco taB: 2.2.1 


anwendungsBereiche spl taB: 2.2.2 

anwendungsBereicheMorton salt taB: 2.2.3 

Speisesalze 

Speisesalze 

Speisesalze 

Sonnensalz, crbos, private haushalte Sal Lobos, marina private haushalte morton & Windsor table Salt private haushalte 
Vatel, Balance 

Biosal Light (50 % bzw. Nahrungsmittelindustrie morton & Windsor Sea Salt private haushalte 
Brezelsalz Nahrungsmittelindustrie 66 % weniger Natrium) 

Salt Balance, (25 % private haushalte 
pkelsalz Nahrungsmittelindustrie Biosal panadera Backwarenindustrie weniger Natrium), 
(Fleisch-/ Wurstwaren) (25 % weniger Natrium) 

morton Lite Salt & Windsor 
Sonstige Speisesalze Nahrungsmittelindustrie gewrzsalze Nahrungsmittelindustrie half Salt (50 % weniger Natrium) 

(z. B. Brot, Kse, Konserven) 
Nature's Seasons, Season-all 
private haushalte 

Sonstige Speisesalze 
Nahrungsmittelindustrie 

Weitere Spezialitten wie popcorn- 
Nahrungsmittelindustrie 

Salz, koscheres Salz, eiscreme-Salz 

Gewerbesalze 

Badesalz 

Sonstige Speisesalze 
Nahrungsmittelindustrie

axal, regenit 
Wasserenthrtung 

termasal private haushalte 
geschirrsplersalz private haushalte 

Gewerbesalze 

Salzlecksteine SOLSeL 
tierernhrung 

Gewerbesalze 

morton & Windsor System Saver, Wasserenthrtung 

Futtermittelsalz 
tierernhrung 

Blusal, Super Salt Wasserenthrtung morton & Windsor rust remover 
Fischereisalz Fischkonservierung 

premium Salz granulat Wasserenthrtung morton Solar Salt Wasserenthrtung 
hutesalz gerbereien 

pharmasalz infusionen und morton advanced Formula pool Salt private haushalte und 
pharmasalz infusionen und dialyselsungen, grohndler 
dialyselsungen, medikamente 

morton & Windsor 
private haushalte und 

medikamente 

Sonstige gewerbesalze z. B. textilindustrie professionals choice pool Salt grohndler 
Sonstige gewerbesalze z. B. Bohrsplungen, 
Frbereien, 
Lederverarbeitung, Industriesalze 

Auftaumittel 

tonwaren 

industriesalz chemische industrie 
auftausalz, Winterdienst 
magnesiumchlorid-Lsung 

morton ice melter, 
Winterdienst 

Industriesalze 

Auftaumittel 

morton & Windsor Safe-t-Salt 

industriesalz 
chemische industrie 

auftausalz, 
Winterdienst 

morton & Windsor action melt, 
Streumittel fr private 

magnesiumchlorid-Lsung 

morton & Windsor Safe-t-plus, 
haushalte und gewerbe 

Blizzard Wizard ice melt, Winterdienst 
morton Safe-t-power (wirksam 

auftausalz mit Korrosionsinhibitor 

Auftaumittel 

bis 31 c), Windsor calcium 

auftausalz, 
Winterdienst, ffentliche 

(Lizenzmarke ice-B-gone) 

chloride, Windsor ice 

magnesiumchlorid-Lsung 
Straenbauverwaltung, 
Streumittel fr 

c-FOrce calciumchlorid halite 
Streumittel fr 

private haushalte 

private haushalte 


die k+s gruppe 
2.3 ergnZende geschftsbereiche 
63 

2.3 ergNzeNde 
geschftsbereiche 
In den Ergnzenden Geschftsbereichen sind neben 
der Entsorgung bzw. Verwertung von Abfllen und 
den Recyclingaktivitten sowie der Granulierung von 
CatSan weitere Aktivitten der K+S Gruppe gebndelt. 
Mit der KalI-tranSport GeSellSChaFt Mbh (KtG) in 
Hamburg verfgt die K+S Gruppe ber einen eigenen 
Logistik-Dienstleister. Die CheMISChe FabrIK KalK 
GMbh (CFK) handelt mit verschiedenen Basischemikalien. 
/ abb: 2.3.1, 2.3.2 


entsorgUng Und recycling 

Der Geschftsbereich Entsorgung und Recycling nutzt 
die durch die Rohsalzgewinnung entstandenen untertgigen 
Hohlrume zur langzeitsicheren Beseitigung und 
Verwertung von Abfllen und greift dabei auf die vorhandene 
Infrastruktur der aktiven Kali- bzw. Salzbergwerke 
zurck. / www.ks-entsorgung.com 

starkE marktpositionEn in DEutschlanD 
unD Europa 

ber die K+S entSorGunG GMbh ist der Geschftsbereich 
in Europa bei der untertgigen, langzeitsicheren 
Entsorgung von belasteten Abfllen mengen- und 
umsatzmig der grte Dienstleister und technologisch 
fhrend. Der Markt ist sehr umkmpft; mit beson


uMsatz nach regionen aBB: 2.3.1 
3 

2 
1 
in % 
1 inland 
2 briges europa 
3 bersee 


2010 2009 
97,9 81,8 
20,0 18,1 
0,1 0,1 
uMsatz nachBereichen aBB: 2.3.2 
4 
3 
1 

2 


ders kundenorientierten Entsorgungslsungen verteidigen 
wir unsere Position erfolgreich. Unsere Kernmrkte 
liegen in West- und Mitteleuropa. Die osteuropischen 
Staaten bieten Potenzial, da die Nachfrage nach eu-konformen, 
untertgigen Entsorgungslsungen fr Abflle 
steigt. 


in % 
1 entsorgung und recycling 
2 tierhygieneprodukte 
3 Logistik 
4 handel 


2010 2009 
55,2 55,7 
25,6 27,3 
10,2 10,3 
9,0 6,7 
aBfllE DauErhaft unD sichEr DEr 
BiosphrE EntzogEn 

Der Geschftsbereich Entsorgung und Recycling betreibt 
zwei Untertagedeponien. Die dort eingelagerten Abflle 
werden der Biosphre dauerhaft entzogen  eine Leistung, 
die keine bertgige Deponie erbringen kann. Bei 
Bedarf knnen wir die Abflle wieder auslagern, um die 
enthaltenen Wertstoffe zu recyceln. Sowohl die Situation 
an den Rohstoffmrkten als auch neue Aufbereitungsverfahren 
haben zu einer deutlichen Belebung 
der Wiederauslagerung gefhrt, beispielsweise von 


64 2.3 ergnZende geschftsbereiche 
ursprnglich pCb-belasteten Transformatoren, deren 
Kupfer- und Stahlanteile recycelt werden. 

rckstnDE aus DEr rauchgasrEinigung 
wErDEn untEr tagE vErwErtEt 

Weiterhin betreiben wir fnf Anlagen zur Verwertung 
von Abfllen unter Tage. Abflle werden hier zur Verfllung 
von Hohlrumen verwendet. Neben anderen 
Stoffen sind Rckstnde aus der Rauchgasreinigung gut 
geeignet fr die untertgige Verwertung. Das Verbot 
der Deponierung von unbehandelten Siedlungs-und 
Gewerbeabfllen fhrt dazu, dass ein Teil dieser Abflle 
in Mll-und Ersatzbrennstoffanlagen verbrannt wird 
und somit vermehrt Rckstnde aus der Rauchgasreinigung 
anfallen. 

rEcycling: kologisch sinnvoll 

Auerdem vermarktet der Geschftsbereich hochwertige 
Schmelzsalze aus der Kaliproduktion, die beim 
Schmelzen von Aluminiumschrott eingesetzt werden. 
Die bei diesem Prozess entstehende Salzschlacke wird 
von uns zurckgenommen und in unserer reKalAnlage 
vollstndig verwertet; das aus der Salzschlacke 
extrahierte Aluminiumgranulat wird dem Wertstoffkreislauf 
wieder zugefhrt. Beim Recycling von 
Salzschlacken zhlen wir in Deutschland und Europa 
zu den fhrenden Anbietern. In einer weiteren Anlage 
werden Boden und Bauschutt aufbereitet. Ein groer 
Teil des Materials wird fr die Rekultivierung einer Kali-
Rckstandshalde verwendet und bildet dort die Grundlage 
fr das Wachstum von Pflanzen. Daneben werden 
auch Sekundrbaustoffe fr den Straen- und Tiefbau 
erzeugt. 

logistiK 


EffiziEntE logistik hat stratEgischE 
BEDEutung 

Die K+S Gruppe hat im Jahr 2010 ein Transportvolumen 
von 62,8 Mio. t bewegt. Mit der KalI-tranSport 
GeSellSChaFt Mbh (KtG) in Hamburg und deren 
Tochtergesellschaften sowie der chilenischen eMpre-
Mar verfgen wir ber zwei eigene Logistikdienstleister. 
Der Betrieb des Kalikais in Hamburg, eine der grten 
Umschlaganlagen fr Schttgutexporte in Europa, 
ist Kerngeschft der KtG und fr den Geschftsbereich 
Kali-und Magnesiumprodukte von strategischer Bedeutung. 
ber die Reederei eMpreMar wird die gesamte 
Seelogistik fr die Spl-Gruppe abgewickelt. Mit sechs 
eigenen Schiffen werden die sd- und nordamerikanischen 
Mrkte mit Salz und Produkten Dritter beliefert. 

/ www.kali-transport.com / www.ubtnet.com 

ktg stEuErt containErgEschft 

Das Containergeschft der K+S Gruppe wird von Hamburg 
aus gesteuert, inklusive der Vortransporte von 
unseren deutschen Produktionsstandorten zu den Verladeterminals. 
Hier haben wir kostengnstige Systeme 
entwickelt, um die umweltfreundlichen Verkehrstrger 
Bahn und Binnenschiff verstrkt zu nutzen. ber 
die ebenfalls in Hamburg ansssige Tochtergesellschaft 
GerMan bulK CharterInG (GbC) werden Schiffsbefrachtungen 
fr Konzerngesellschaften und Dritte abgewickelt. 
Auerdem sind KtG bzw. ihre Tochter unIteD 

bulK tranSport See-unD haFen-SpeDItIon GMbh 
(ubt) u.a. in Hamburg, Rostock, Wismar als Seehafenspediteure 
und Schiffsagenten fr 800 bis 1.000 Schiffe 
jhrlich ttig. 


tierhygieneprodUKte 

An unserem Standort Salzdetfurth granulieren wir fr 
die Firma MarS die Tierhygieneprodukte CatSan und 
thoMaS. Hierfr werden vorhandene Anlagen und 
weite Teile der Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks 
erfolgreich genutzt. 


handelsgeschfte (cfK) 

Die CheMISChe FabrIK KalK (CFK) handelt mit verschiedenen 
Basischemikalien. Dazu zhlen unter anderem 
Natronlauge, Salpetersure, Natriumcarbonat 
(Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid. Zu den 
Kunden der CFK gehren namhafte europische Chemiefirmen, 
Glashtten, Metallverarbeiter, Waschmittelproduzenten, 
Brauereien sowie Stdte und Kommunen, 
die Calcium-oder Magnesiumchlorid fr den Winter-
dienst verwenden. / www.cfk-gmbh.de 


die k+s gruppe 
2.4 unsere standorte 
65 


unsere standorteindeutschland aBB: 2.4.1 

2.4 UNsere staNdorte 
Unsere Produktionsstandorte liegen  bedingt durch 
die Lagersttten der Geschftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte 
sowie Salz  in Europa, insbesondere 
in Deutschland, in Sdamerika sowie in den uSa und 
Kanada. 67,8 % unserer Mitarbeiter sind in Deutschland 
und 5,7 % unserer Mitarbeiter in anderen europischen 
Lndern beschftigt. Der Anteil der Mitarbeiter in bersee 
betrgt 26,5 %. Mit unserem effizienten und kundennahen 
Vertriebsnetz sind wir weltweit aktiv. In den 
meisten Zielmrkten haben wir den Vertrieb ber Mehrbereichsgesellschaften 
organisiert  das erffnet Synergien 
und garantiert eine kompetente Kundenansprache. 

/ abb: 2.4.1  2.4.3 

1 
2 
3 
4 
5 6 
7 
8 
9 
10 
11 
12 13 
14 
15 
16 
17 
18 
19 20 
21 
1 Kassel 
heringen / 
philippsthal /unter2 
breizbach /merkers 
3 Neuhof 
4 Wunstorf-Bokeloh 
5 Sehnde-ilten 

6 Zielitz 
7 mnster 
8 Krefeld 
9 uchte 
10 gnarrenburg 
11 mannheim 
12 hannover 
13 grasleben 
14 Bernburg 
15 rheinberg 
16 Staudt 
17 hamburg 
18 rostock 
19 Langelsheim 
20 Bad Salzdetfurth 
21 Kln 


K+S aktiengesellschaft 
geschftsfeld dngemittel 
Kali- und magnesiumprodukte 
geschftsfeld dngemittel 
Stickstoffdngemittel 
geschftsfeld Salz 
esco, SpL, morton Salt 
ergnzende geschftsbereiche 

Kali- und Steinsalz-Bergbau 



66 2.4 unsere standorte 
unsere standortein europa aBB: 2.4.2 

Europa 

Frankreich 

22 reims 
23 Wittenheim 
24 Le teil 
25 Sainte radegonde 
26 roche-lez-Beaupr 
27 chteau renault 
28 Levallois-perret 1 
29 dombasle 


Italien 

30 Verona 1 
31 cesano maderno 
32 ravenna 

Spanien 

33 Barcelona 1 
34 La Vall duix 
35 torrelavega 

Portugal 

36 povoa /alverca 
37 Olho 
38 Lissabon 


K+S aktiengesellschaft 
geschftsfeld dngemittel 
Kali- und magnesiumprodukte 
geschftsfeld dngemittel 
Stickstoffdngemittel 
geschftsfeld Salz 
esco, SpL, morton Salt 
ergnzende geschftsbereiche 

1 mehrbereichsgesellschaften 

Schweiz 
39 Frauenkappelen 
40 allschwil 
Niederlande 
41 Breda 
42 harlingen 
Belgien 
43 deinze 
44 Brssel 
Grobritannien 
45 hertford 1 
Schweden 
46 gteborg 1 
Lettland 
47 Livani 
Tschechische Republik 
48 prag 1 
Polen 
49 poznan 1 
sterreich 
50 Wien 
Griechenland 
51 marousi/ Korinth 1 
Trkei 
52 istanbul 1 
Russland 
53 moskau 

22 
23 
24 25 
26 27 
29 28 
30 
31 
32 
33 
34 
35 
36 
37 
38 
39 
40 
41 
42 
43 
44 
45 
46 
47 
48 
49 
50 
51 
52 
53 

die k+s gruppe 
2.4 unsere standorte 
67 


unsere standortein aMeriKa aBB: 2.4.3 

Nordamerika 
USA 
54 New York 1 
55 clarks Summit 
56 Newark 
57 Long Beach 
58 grantsville 
59 glendale 
60 grand Saline 
61 hutchinson 
62 Weeks island 
63 St. paul 
64 chicago 
65 port canaveral 
66 cincinnati 
67 rittman 
68 Windsor 
69 manistee 
70 inagua 
71 Fairport 
72 Silver Springs 
73 perth amboy 
K+S aktiengesellschaft 
geschftsfeld dngemittel 
Kali- und magnesiumprodukte 
geschftsfeld dngemittel 
Stickstoffdngemittel 
geschftsfeld Salz 
esco, SpL, morton Salt 
ergnzende geschftsbereiche 


Kali- und Steinsalz Bergbau 
1 mehrbereichsgesellschaften 
2 Nicht auf Karte dargestellt. 
Kanada 
74 Lindbergh 
75 regina 
76 Ojibway 
77 mines Seleine 
78 pugwash 
Mexiko 
79 mexico city 1 
Sdamerika 
Brasilien 
80 So paulo 1 
81 Florianpolis 
82 Natal 
83 galinhos 
84 rio grande 
Chile 
85 Santiago de chile 
86 iquique 
Argentinien 
87 Buenos aires 1 
Asien 2 
Singapur 
88 Singapur 1 
China 
89 Shenzhen 1 


54 55 
56 
57 
58 
59 
60 
61 
62 
63 
64 
65 
66 67 
69 
70 
71 72 
73 
74 
75 
76 78 
77 
79 
80 
81 
82 
84 85 
86 
87 
68 
83 

prodUKtveraNtwortUNg 

marKt-uNd ZuFriedeNheitSaNaLYSeN sowie auditierungen durch Kunden liefern 
gute ergebnisse und konkrete anstze fr weitere Verbesserungen / reaCh: insgesamt 
26 registrierpflichtige Stoffe vorregistriert / Neues gemeinsames institut von K+S und univer 
sitt gttingen widmet sich Forschung auf dem gebiet der pflanzenernhrung / 
K+S betreut rund 250 Feldversuche rund um den erdball / Feuchtsalztechnologie ist effektivste 
und umweltfreundlichste methode im Winterdienst 

3 

3.1 gesicherte Qualitt 69 
3.2 messbare Kundenzufriedenheit 69 
3.3 Forschung und entwicklung 70 
3.4 dngemittel 72 
3.5 Salz 74 
3.6 entsorgung und recycling 77 

produk t ver ant wortung 
3.1 gesicherte Qualitt / 3.2 messbare kundenZufriedenheit 69 
3.1 gesicherte QUalitt 
Wir frdern und veredeln hochwertige mineralische 
Rohstoffe und wollen mit unseren Produkten und Leistungen 
Ernhrung, Gesundheit sowie Lebensqualitt 
verbessern. Es ist fr uns selbstverstndlich, smtliche 
Produkte auf mgliche Risiken fr Gesundheit, Sicherheit, 
Umwelt und Qualitt zu berprfen und dafr zu 
sorgen, dass sie bei verantwortungsvoller und sachgerechter 
Nutzung sicher fr Mensch und Umwelt sind 
(zum Qualittsmanagementsystem siehe Seite 13). 

Unser Ziel ist es, die Sicherheit und Umweltvertrglichkeit 
unserer Produkte in allen Phasen der Wertschpfungskette 
stndig weiter zu verbessern  von der Frderung 
unserer Rohstoffe ber Produktion und Distribution 
bis hin zur Anwendung. 

/ bersicht ber UNsere Qm-zertifiKate unter 
www.k-plus-s.com /de /produktverantwortung / 

3.2 messbare 
KUNdeNzUfriedeNheit 
Der Dialog mit unseren Kunden trgt dazu bei, Vertrauen 
zu schaffen und zu sichern. Alle Geschftsbereiche 
holen in regelmigen Abstnden die Meinung 
ihrer Kunden zur Produktqualitt und den sie betreffenden 
Prozessen und Dienstleistungen ein. Neben Zufriedenheitsanalysen 
liefern uns persnliche Gesprche 

sowie die Reklamationsstatistik konkrete Ansatzpunkte 
fr weitere Verbesserungen. 

befragUngen Und analysen 

+ 
K+S nItroGen hat auf den DlG-Feldtagen mit Hilfe 
qualitativer Kunden-Interviews den Erfolg ihrer 
enteC-Werbekampagne Bauernweisheiten untersucht. 
Das erfreuliche Ergebnis: Die Kampagne weist 
hohe Erinnerungs-und Sympathiewerte auf. Zwei der 
Motive haben sich als besonders werbewirksam herausgestellt 
und werden daher verstrkt eingesetzt. 
+ 
CoMpo hat die Rasendnger-Linie Floranid sowie 
ihre Rasensamen-Linie im Rahmen einer qualitativen 
und quantitativen Studie auf ihre generelle 
Akzeptanz berprft und erfragt, ob die Produktvorteile, 
wie die auergewhnlich schnelle Keimung der 
Rasensaat, vom Verbraucher als solche wahrgenommen 
werden. Die Ergebnisse werden zurzeit ausgewertet. 
+ 
Die brasilianische Spl-Tochter SalInaS DIaMante 
branCo (SDb) hat sich in Sachen Kundenzufriedenheit 
feste Ziele gesteckt: eine mindestens 90 %ige 
Kundenzufriedenheit und nicht mehr als 30 Reklamationen 
pro Jahr. Whrend im Jahr 2008 noch insgesamt 
42 Beschwerden eingegangen waren, verzeichnete 
SDb im Jahr 2010 nur noch 30 Beschwerden. Der 
Meersalzproduzent hatte das Jahr 2009 zur Ursachenforschung 
genutzt und gezielte Verbesserungen eingeleitet. 
So wurde ein Call Center eingerichtet, um 
den Kundenservice zu verbessern, und die Qualittskontrolle 
verstrkt, insbesondere die Prfung des 
Korngrenspektrums. 

+ 
Morton Salt fhrt in regelmigen Abstnden 
quantitative und qualitative Marktanalysen durch, 
um Bekanntheit und Ansehen der Marke Morton 
zu berprfen. Auch die jngste Analyse hat besttigt, 
dass die Marke nicht nur bekannter ist als Wettbewerbsprodukte, 
sondern auch beliebter  und zwar 
sowohl bei den Speisesalzen als auch bei den Produkten 
zur Wasserenthrtung sowie den Auftaumitteln. 
Diese Ergebnisse sind hilfreich, um den Handel vom 
Potenzial neuer Produkte zu berzeugen und um die 
entsprechenden Verkaufsflchen in den Verbrauchermrkten 
zu erhalten. 
+ 
Die K+S entSorGunG fhrt alle vier Jahre eine Kundenzufriedenheitsanalyse 
durch. Im vergangenen 
Jahr befragte die K+S-Tochter bereits zum dritten 
Mal alle Kunden zu ihrer Zufriedenheit mit der kompletten 
Dienstleistungskette  von der Angebotserstellung 
bis zur Rechnungslegung. Fast 99 % der Kunden 
zeigten sich zufrieden bis sehr zufrieden. Die 
Qualitt der Entsorgungslsungen sowie die Kompetenz, 
Freundlichkeit und Erreichbarkeit der Mitarbeiter 
bewerteten sie besonders positiv. Auch im 
direkten Vergleich zum Wettbewerb schnitt die K+S 
entSorGunG besser ab. Insbesondere bei der Beratungskompetenz 
wurden deutlich bessere Bewertungen 
erreicht. 

70 3.2 messbare kundenZufriedenheit / 3.3 forschung und entwicklung 
aUditierUngen dUrch KUnden 

Vermehrt fhren Kunden selbst Audits auf unseren Produktionsstandorten 
durch, die wir mit guten Ergebnissen 
bestehen. Im Jahr 2010 sind Standorte der K+S KalI 
GMbh unter anderem von den Firmen GaMbro, StaDa, 
DSM nutrItIonal,neStl undCarGIll auditiertworden. 
Bei CoMpo berzeugten sich beispielsweise Carre-
Four und bei eSCo die Unternehmen b. braun MeDICal,
MCDonalDS,CarreFour undSaChSenMIlCh von 
der hohen Qualitt der Prozesse. Spl wurde unter anderem 
von neStl, araMarK sowie FrutoS Del MaIpo 
auditiert und Morton Salt von MerCK, GaMbro, proCter 
& GaMble,GlaXo-SMIth KlIneundheInz FooDS. 

prodUct steWardship 

K+S nItroGen und CoMpo beteiligen sich am ProductStewardship-
Programm der european FertIlIzer 
ManuFaCturerS aSSoCIatIon (eFMa). Dieses Programm 
soll gewhrleisten, dass: 

+ 
Mineraldnger, einschlielich ihrer Rohstoffe und 
Zwischenprodukte, sicher hergestellt, verarbeitet, 
gelagert, transportiert und angewendet werden, 
+ 
Mineraldnger den gesellschaftlichen Anforderungen 
an die Erzeugung sicherer Lebens-und Futtermittel 
Rechnung tragen. 
Beim Audit im Jahr 2008 haben die im Product StewardshipeingebundenenPartnerbaSF,
CoMpo undK+S nItroGen 
die von der eFMa gestellten Anforderungen mit 


Morton saltvon walMart ausgezeichnet 
als eines von vier unternehmen ist Morton Salt im Jahr 2010 
von walMart mit dem Supplier collaboration award ausgezeichnet 
worden. das unternehmen hat die auszeichnung fr 
die zuverlssige Lieferleistung im Bereich abgepackte auftau-
salze im letzten Winter erhalten. 

96 % berdurchschnittlich gut erfllt. Insbesondere in 
den Bereichen Distribution sowie Marketing und Vertrieb 
konnten im Vergleich zum vorherigen Audit noch 
einmal Verbesserungen erzielt werden. / www.efma.org 

reach: K+s hat dossiers eingereicht 

K+S hatte im Jahr 2009 im Zuge der neuen Chemikalienverordnung 
reaCh insgesamt 26 registrierpflichtige 
Stoffe, beispielsweise phosphathaltige Dngemittel, bei 
der europISChen aGentur Fr CheMISChe StoFFe 
(EChA) in Helsinki vorregistriert. Fr 16 dieser Stoffe mit 
einer Jahres-Produktionsmenge von jeweils mehr als 

1.000 t haben wir fristgerecht bis zum 30. November 
2010 die entsprechenden Dossiers eingereicht. Aufgrund 
des erheblichen Aufwandes wurde hierbei  wie von der 
EChA vorgesehen  mit anderen Unternehmen zusammengearbeitet, 
die den gleichen Stoff registrieren lassen. 
Die EChA berprft die Dossiers zurzeit auf ihre 
Vollstndigkeit. Gibt es keine Beanstandungen, gilt die 
Registrierung als akzeptiert und die jeweilige Registriernummer 
wird vergeben. 
Sechs weitere Stoffe mit einer Jahres-Produktionsmenge 
von 100 bis 1.000 t werden wir bis Mai 2013 registrieren 
lassen. Vier Stoffe, die wir vorsorglich vorregistriert 
hatten, sind mittlerweile fr uns nicht mehr relevant. 
/ www.echa.europa.eu 

3.3 forschUNg UNd 
eNtwicKlUNg 
Auch bei neuen Forschungsprojekten und in der Produktentwicklung 
werden die Grundstze des nachhaltigen 
und gesellschaftlich verantwortlichen Wirtschaftens 
von Anfang an bercksichtigt. Wir berprfen kontinuierlich 
unsere Produktionsverfahren hinsichtlich des 
nachhaltigen Einsatzes der uns zur Verfgung stehenden 
Ressourcen, entwickeln unsere Verfahren weiter 
und testen neue Technologien und Materialien fr die 
Verbesserung der Prozesse. 

K+s-forschUngsinstitUt 

Wir betreiben in Deutschland ein eigenes Forschungsinstitut 
mit den Schwerpunkten Aufbereitung, Verfahrenstechnik 
und Analytik. Rund 60 Wissenschaftler, 
Ingenieure und Techniker arbeiten nicht nur auf dem 
Gebiet der Grundlagenforschung, sondern vor allem 
auch an Produkt-und Verfahrensentwicklungen. Naturwissenschaftliche 
Nachwuchskrfte werden im K+S-
Forschungsinstitut auf ihren ersten praktischen Einsatz 


produk t ver ant wortung 
3.3 forschung und entwicklung 
71 

in den Fabrikbetrieben vorbereitet und mit den speziellen 
Anforderungen ihres zuknftigen Arbeitsgebiets 
vertraut gemacht. 

an-institUt fr angeWandte 
pflanzenernhrUng 

Der praxisorientierten Forschung auf dem Gebiet der 
Pflanzenernhrung widmet sich ein neues gemeinsames 
Institut der Universitt Gttingen und der K+S KalI 
GMbh. Das An-Institut fr angewandte Pflanzenernhrung 
(InStItute oF applIeD plant nutrItIon  Iapn) 
soll als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis 
aktuelle Fragen aufgreifen, vorhandenes Wissen bndeln 
und neue Erkenntnisse an die landwirtschaftliche 
Praxis weitergeben. Die Wissenschaftler am Institut 
wollen beispielsweise erforschen, welchen Beitrag ein 
intelligentes Dngemanagement zur Bewltigung der 
globalen Herausforderungen leisten kann und hierfr 
Lsungsanstze und Methoden entwickeln. Gleichzeitig 
wollen sie Lsungen fr einen wirkungsvollen Wissenstransfer 
von der Forschung bis hin zum Landwirt 
finden, insbesondere in den Schwellen-und Entwicklungslndern. 


Trger des Instituts ist eine neu gegrndete Tochtergesellschaft 
der K+S KalI GMbh. Die Stellenausstattung 
des Iapn umfasst zunchst eine Juniorprofessur, eine 
Doktorandenstelle und eine technische Kraft. Darber 
hinaus finanziert die K+S KalI GMbh einmalig ein 

Startkapital fr das Institut und gewhrt zustzliche 
Forschungsmittel fr konkrete Projekte. 

morton salt research laboratory 

In den uSa betreibt Morton Salt ein eigenes zentrales 
Forschungslabor in Elgin, Illinois. Die zehn Mitarbeiter 
arbeiten eng mit den Laboren auf den Standorten, 
aber auch mit externen Forschungseinrichtungen 
zusammen. Zu ihren Aufgaben gehren die Neu- und 
Weiterentwicklung von Produkten, die Analyse von Stoffen 
und Prozessen sowie Materialtests. Darber hinaus 
bert das Forschungslabor Kunden bei speziellen Fragestellungen, 
untersttzt bei der Umsetzung behrdlicher 
bzw. gesetzlicher Vorgaben und fhrt Weiterbildungen 
fr Mitarbeiter durch. 


unserforschungsverBund 
K+S-Forschungsinstitut an-institut fr angewandte 
pflanzenernhrung 
morton Salt research 
Laboratory 
zUsammenarbeit mit lehre 
Und forschUng 

Spezielle Forschungsprojekte werden in Kooperation 
mit mehreren Hoch- und Fachhochschulen umgesetzt. 
Erkenntnisse der Grundlagenforschung gelangen auf 
diese Weise in unsere Unternehmenspraxis. Den Hochschulen 
wiederum erffnet sich die Mglichkeit, mit 
aktuellem Praxisbezug zu forschen. 

So ist es das Ziel eines Gemeinschaftsprojekts der K+S 
KalI GMbh und Doktoranden der Universitten Halle, 
Gieen und Kiel, die Wassernutzungseffizienz von 
Boden und Pflanze zu verbessern. Grundstzlich gilt: 
Nur ausgewogen ernhrte Pflanzen knnen das vorhandene 
Wasser optimal nutzen. Darber hinaus hat 
Kalium aber einen ganz spezifischen Einfluss: Bden 

aBB: 3.3.1 


Feldversuche entwicklungsarbeit 
auf den K+S-Standorten 
Kooperation mit 
hochschulen 

72 3.3 forschung und entwicklung / 3.4 dngemittel 
knnen bei regelmiger Kali-und Magnesiumdngung 
mehr Wasser speichern. Zustzlich ist ein positiver Effekt 
auf die Wurzelausbildung erkennbar  und starke Wurzeln 
knnen zustzliche Wasserreserven erschlieen. 
Das Projekt hat auch erste Hinweise darauf erbracht, 
dass sich bei einer erhhten Kaliumversorgung der Stoffwechsel 
von Pflanzen besser an Trockenbedingungen 
anpassen und daher effizienter mit Wasser umgehen 
kann. Diesem Aspekt wollen wir zuknftig verstrkte 
Aufmerksamkeit widmen. 

K+S nItroGen hat in Zusammenarbeit mit der Fh 
Weihenstephan (Institut Pflanzenbau) ein Projekt zur 
Bewertung verschiedener Stickstoffdngungsstrategien 
unter besonderer Bercksichtigung des Einsatzes 
stabilisierter Dnger durchgefhrt. Zielsetzung 
ist es, weitere Erkenntnisse ber den Wirkmechanismus 
von enteC-Dngern hinsichtlich des Pflanzenwachstums 
zu erhalten. Die Ergebnisse stehen noch aus. 
Auerdem hat K+S nItroGen die Fh Weihenstephan 
bei der Konzeption einer Marktforschungsstudie (Einsatz 
stickstoffstabilisierter Dnger in der Landwirtschaft 
in Deutschland) fachlich untersttzt und kann 
im Gegenzug die ausgewerteten Ergebnisse fr ihre Vertriebs- 
und Marketingaktivitten nutzen. 

Die K+S KalI GMbh beteiligt sich darber hinaus an 
internationalen Forschungsprogrammen von Organisationen 
wie IpI, harVeStpluS und IpnI. Hier werden 
Kapazitten und Fachwissen gebndelt, um komplexe 
Fragestellungen global beantworten zu knnen. 

/ abb: 3.3.1 

prodUKtentWicKlUng nach 
din en iso 9001 

Die Produktentwicklung erfolgt bei K+S nach DIn en ISo 
9001. In mehrjhrigen Versuchen werden Neuprodukte 
zunchst praxisnah geprft. Wir arbeiten an der Zusammensetzung, 
bis wir sicher sind, dass das Produkt den 
gewnschten Nutzen erzielt und weder Kundengesundheit 
noch Umwelt beeintrchtigt. Bei bestimmten Produkten 
fhrt die Bundesanstalt fr Materialforschung 
vor der Markteinfhrung umfangreiche Tests durch und 
stuft das Produkt dementsprechend ein. Die Produktsicherheit 
wird sptestens alle zehn Jahre neu untersucht. 

Umfangreiche prodUKtinformationen 

Art und Umfang unserer Produktinformationen richten 
sich nach nationalen bzw. internationalen Rechtsvorschriften 
(z.B. Dngemittelverordnung und Lebensmittelkennzeichnungsrecht). 
Gruppenweit stehen zu unseren 
Produkten relevante Sicherheitsinformationen in 
Produktdatenbanken sowie laufend aktualisierte Sicherheitsdatenbltter 
bereit. Auch unsere Verpackungen 
berprfen wir kontinuierlich, um immer den aktuellen 
Informationsstand zu gewhrleisten. 

3.4 dNgemittel 
Wir bieten unseren Kunden die wichtigen Pflanzennhrstoffe 
Kalium, Stickstoff, Phosphat, Magnesium, Schwefel 
sowie Spurennhrstoffe an. Nur durch eine gezielte und 
ausgewogene Dngung mit diesen Nhrstoffen ist es 
mglich, den weltweit steigenden Bedarf nach Agrarprodukten 
zu decken (siehe hierzu Megatrends Seite 6). Wir 
entwickeln unsere Produkte und Nhrstoffkombinationen 
bestndig weiter, um sie noch besser auf die spezifischen 
Anforderungen einzelner Pflanzenkulturen abzustimmen 
und um unseren Kunden  auch im Hinblick 
auf die prognostizierten klimatischen Vernderungen  
innovative Lsungen zur Effizienz-und Ertragssteigerung 
anzubieten. 

250 feldVersUche rUnd Um den erdball 

Feldversuche sind unverzichtbar fr unsere erfolgreiche 
Arbeit. Die gewonnenen Erkenntnisse erlauben 
eine gezielte, standortgerechte Bewertung von Nhrstoffform, 
Dngermenge und Dngungszeitpunkt. Die 
K+S KalI GMbh, K+S nItroGen und CoMpo betreuen 
zurzeit rund 250 Feldversuche rund um den Erdball. 

/ abb: 3.4.1 

Der Versuchsaufbau erfolgt in der Regel in Zusammenarbeit 
mit lokalen Universitten und wissenschaftlichen 
Instituten. Diese erhalten das Publikationsrecht 
sowie finanzielle Untersttzung fr Graduierungsarbeiten 
und Promotionen. Viele Versuche finden direkt bei 


produk t ver ant wortung 
3.4 dngemittel 
73 

Landwirten statt, die vom Erkenntnisgewinn unmittel


feldversuche nachlndern aBB: 3.4.1 

bar profitieren. 

anWendUngsberatUng fr eine gUte 
fachliche praxis 

Auf Basis unserer Forschungsaktivitten und Feldversuche 
erstellen wir individuelle Dngungsempfehlungen 
fr unsere Kunden, die Voraussetzungen fr eine gute 
fachliche Praxis sind, wie sie beispielsweise im Bundesbodenschutzgesetz 
(BBodSchG) gefordert wird. Bewhrt 
hat sich die kostenlose, interaktive Beratungssoftware, 


BestpracticeiMlpalMenanBau 
die K+S Kali GMBh fhrt auf einer plantage im Nordwesten 
von Kolumbien ein projekt zur einfhrung eines Best practice 
managements (BpM) im lpalmenanbau durch. dieses 
BpM besteht aus 30 unterschiedlichen, erprobten manahmen, 
die alle zusammengenommen das anbauverfahren verbessern. 
Neben der dngung sind dies beispielsweise Sortenwahl, 
Bodenbearbeitung, pflanzenschutzmittel, Wassermanagement 
und ernteverfahren. die K+S-tochter hatte das BpM 
bereits auf einer lpalmen-plantage in Sdostasien umgesetzt, 
mit einem deutlichen ertragsanstieg fr den Landwirt. 
das BpM basiert auf umfangreichen Forschungen mehrerer 
renommierter institute, deren Vertreter der K+S Kali GMBh 
auch beim projekt in Kolumbien beratend zur Seite stehen. 
Neben dem plantagen-management sind auch die plantagenarbeiter 
selbst eingebunden. Je besser der Know-how-transfer 
zwischen unternehmen, Lehre und den experten vor Ort funktioniert, 
desto nachhaltiger ist das projektergebnis. 

amerika asien /Ozeanien Vorderasien / Naher Osten afrika Westeuropa Osteuropa 
Brasilien Kamerun gypten 
costa rica marokko indien 
Kolumbien Sudan pakistan 
uSa Sdafrika Saudi-arabien 
trkei 

mit der die Kunden der K+S KalI GMbh und der K+S 
nItroGen ihre Dngungsplanung sehr effizient durchfhren 
knnen. 

Auch in Schwellen-und Entwicklungslndern trgt 
unsere landwirtschaftliche Anwendungsberatung zum 
Know-how-Transfer bei. In diesen Regionen ist der sachgerechte 
Dngemitteleinsatz meist weniger umfassend 

australien Belgien albanien 
china deutschland Bulgarien 
indonesien Frankreich Litauen 
malaysia grobritannien polen 
thailand italien tschechien 
Niederlande ungarn 
sterreich 
Spanien 

geregelt als in Europa. Nach unserer Einschtzung verfgen 
die Lnder bei strkerer Anwendung der balanced 
fertilization allerdings ber ein groes Ertragspotenzial. 
K+S schult daher die Verkaufsberater der Partner 
vor Ort sowie die Verantwortlichen auf den Plantagen 
und untersttzt lokale Behrden und Ausbildungseinrichtungen 
mit Informationsmaterialien. 


74 3.4 dngemittel / 3.5 salZ 
Zuknftig wollen wir beim Thema Know-how-Transfer 
verstrkt mit der DeutSChen GeSellSChaFt Fr 
InternatIonale zuSaMMenarbeIt (GIz) kooperieren. 

flssigdngUng (fertigation) Kommt 
Wachsende bedeUtUng zU 

Fertigation und Blattdngern kommt angesichts der 
prognostizierten klimatischen Vernderungen eine 
wachsende Bedeutung zu. Denn die Pflanze kann die 
enthaltenen Nhrstoffe kaum aufnehmen, wenn der 
Boden ausgetrocknet ist. Die Folge: Sinkende Ertrge 
trotz eines gut gedngten Bodens. Werden Dnger und 
Wasser jedoch kombiniert (Fertigation), ist die Nhrstoffzufuhr 
besser zu regulieren und die Nhrstoffe werden 
whrend der gesamten Wachstumsperiode gleichmiger 
von der Pflanze aufgenommen. Innerhalb der letzten 
fnf Jahre ist weltweit die mittels Fertigation gedngte 
Flche um 40% gewachsen. K+S ist mit Produkten 
der K+S KalI GMbh (epSo-Familie, SoluMop, Solu-
Sop und hortISul) sowie von CoMpo (haKaphoS, 
KaMaSol und noVateC Solub) in diesem zukunftstrchtigen 
Segment gut positioniert. 

dngUng dUrch grenzWerte geregelt 

Unsere Kali- und Magnesiumdngemittel sind Naturprodukte, 
die zum Groteil nach eu-Recht fr den kologischen 
Landbau zugelassen sind und von denen  wie 
auch von unseren Stickstoffdngemitteln  bei fach


gerechter Anwendung keine Gefahren fr die Umwelt 
ausgehen. 

sichErhEitsDatEnBlttEr klrEn auf 

Gelangen durch unsachgeme Anwendung und Lagerung 
oder bei Transportunfllen hohe Konzentrationen 
von Kalidngemitteln in Wasser oder Boden, kann dies 
zu Salzschden fhren. Werden Stickstoffdngemittel 
unsachgem verwendet, kann dies zur berdngung 
fhren und Auswirkungen auf den Nitratgehalt 
im Trinkwasser haben. Darber klren wir unsere Kunden 
auf und stellen Sicherheitsdatenbltter zur Verfgung, 
in denen die jeweils bei Lagerung und Transport 
zu treffenden Sicherheitsmanahmen beschrieben sind. 

Einsatz von stickstoffstaBilisiErEnDEn 
DngEmittEln vErringErt lachgas-Emission 

Auch bei einer fachgerechten Anwendung von Stickstoffdngemitteln 
lsst sich die Freisetzung des klimarelevanten 
Lachgases nicht vllig verhindern. K+S nItroGen 
und CoMpo haben stickstoffstabilisierende 
Dngemittel im Angebot, die mit einem Nitrifikationshemmer 
versehen sind. Dieser sorgt dafr, dass der 
enthaltene Ammonium-Stickstoff von den Bodenbakterien 
langsamer zu Nitrat-Stickstoff umgewandelt wird, 
wodurch eine bessere Stickstoffnutzung der Pflanzen 
erzielt wird und die Lachgas-Emissionen um bis zu 50 % 
reduziert werden knnen. 

CoMpo und K+S nItroGen berprfen in enger Zusammenarbeit 
mit der baSF bei neuen Produktlinien systematisch 
mgliche Auswasch- sowie gasfrmige Stick


stoffverluste. In einer koeffizienz-Analyse ist enteC, 
ein stickstoffstabilisierendes Produkt der K+S nItro-
Gen, in einer Fruchtfolge von drei Jahren mit zwei Wettbewerbsprodukten 
ohne Nitrifikationshemmer verglichen 
worden. Das Ergebnis zeigt, dass beim Einsatz von 
enteC die Ausnutzung des Stickstoffes deutlich hher 
ist und damit die Verluste niedriger sind als bei den herkmmlichen 
Vergleichsprodukten. 

3.5 salz 
Salz ist ein allgegenwrtiges Element unseres Lebens. 
Es dient der Gesundheit, zum Wrzen, Frben und Konservieren 
und vielen weiteren Anwendungszwecken. Es 
ist fr die Sicherheit im Straenverkehr unverzichtbar 
und wichtiger Bestandteil fr die Produktion von Glas, 
Papier und Kunststoff. Kurz: Ohne Salz ist unser Leben 
nicht vorstellbar. 

UnVerzichtbar fr den menschlichen 
organismUs 

Salz ist fr den menschlichen Organismus lebenswichtig. 
Denn Salz bildet in Verbindung mit Wasser die Basis 
fr zahlreiche Stoffwechselvorgnge: Indem es unseren 
Elektrolyt- und Flssigkeitshaushalt regelt, knnen notwendige 
Nhrstoffe im Krper gelst und verbrauchte 
Substanzen ausgeschieden werden. Auch bei der Steuerung 
von Nerven und Muskeln spielt Salz eine zen



produk t ver ant wortung 
3.5 salZ 75 
trale Rolle. Darber hinaus ist ausreichender Salzverzehr 
eine Voraussetzung fr geistige und krperliche 
Fitness. Nicht zuletzt ist Natrium fr den Knochenaufbau 
bedeutsam, whrend Chlorid  als wesentlicher 
Bestandteil der Magensure  an den Verdauungsprozessen 
beteiligt ist. 

BluthochDruck unD salzkonsum hngEn 
nur sEltEn zusammEn 

Im Zusammenhang mit der Zivilisationskrankheit Bluthochdruck 
ist auch der Salzkonsum in die Schlagzeilen 
geraten. Es wird hufig zu einem sparsamen Umgang 
geraten, um krankhaft hohem Blutdruck (Hypertonie) 
vorzubeugen oder den Blutdruck gar zu senken. Aktuelle 
Studien der Cochrane Collaboration belegen allerdings, 
dass der Blutdruck bei strikt salzarmer Kost im 
Durchschnitt nur sehr wenig sinkt. Auch das Institut 
fr Qualitt und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen 
(IQWiG), das sich bei seinem Urteil auf eine umfassende 
Analyse der verfgbaren Literatur und Studien 
sttzt, hlt es fr nicht erwiesen, dass eine salzarme 


crBos-salz erhltBeste testnote 

das mineralsalz Sel quiliBre CrBoS  die franzsische 
Variante des BalanCeSalz  ist von einem bekannten franzsischen 
Verbrauchermagazin als eine der besten innovationen 
im Salzmarkt ausgezeichnet worden und hat in der Kategorie 
mineralsalzmischungen mit reduziertem Natriumgehalt die 
beste testnote erhalten. 

Ernhrung den Folgekomplikationen von Bluthochdruck 
entgegenwirkt. 

Der Grund fr den geringen Zusammenhang zwischen 
Blutdruck und Salzaufnahme: bersteigt die Aufnahme 
den Bedarf, scheidet ein gesunder Krper das berflssige 
Salz in aller Regel ber die Nieren wieder aus. Dieser 
einfache Zusammenhang ist seit langem bekannt, wird 
aber selten gewrdigt. 

/www.cochrane.org, www.vks-kalisalz.de/anwendung-gesundheit. 
html 
/ www.eusalt.com/salt_and_body/salt_and_physiology.html 
/ www.saltinstitute.org / issues-in-focus/ food-salt-health 

spEisEsalzE fr EinE BEwusstE Ernhrung 
unD DosiErung 

Ungeachtet der oben beschriebenen medizinischen Tatsachen 
haben wir mit balanCeSalz, bIoSal lIGht, 
Salt balanCe sowie lIte Salt natriumreduzierte 
Produkte im Programm, die sich an Verbraucher richten, 
die bewusst auf Salz, aber nicht auf vollen Geschmack 
verzichten wollen. Fr eine ausgewogene mineralstoff-
reiche Ernhrung ist der Natriumchlorid-Anteil gesenkt 
und durch die wertvollen Mineralien Kalium und Magnesium 
ersetzt worden. 

aufklrung BEr DiE wirkwEisE von salz 

eSCo untersttzt Verbnde und Multiplikatoren, die 
ber die Wirkweise von Salz informieren. Spl engagiert 
sich in einer Kommission, die mit Untersttzung 
des chilenischen Gesundheitsministeriums die Bevlkerung 
ber einen mavollen und gesunden Salzver


zehr aufklrt. Morton Salt hat im Jahr 2010 die Salt 
Savvy-Kampagne gestartet, in der sie zu einer bewussten 
Salzverwendung aufruft, die nicht auf Kosten des 
Geschmacks gehen muss. Morton Salt regt an, hufiger 
mit frischen Produkten zu kochen statt Fertiggerichte 
zu kaufen, bei Fertiggerichten auf die Inhaltsstoffe 
zu achten und das Essen vor dem automatischen Nachsalzen 
zu probieren. 

mit fluor unD JoD vorBEugEn 

Unser Speisesalz wird als Trger fr die Wirkstoffe Jod 
und Fluor verwendet. Damit untersttzen wir die Bemhungen 
von Who, unICeF und nationalen Organisationen 
zur Vorbeugung von Mangelkrankheiten. Als Mitglied 
des Arbeitskreises Jodmangel informiert eSCo 
Bevlkerung und Vertreter des ffentlichen Gesundheitswesens 
ber Verbreitung und Folgen des Jodmangels 
in Deutschland sowie ber Vorbeugemglichkeiten. 
Morton Salt gehrt dem Iodine Network an, einer 
Organisation, die Schwellen-und Entwicklungslnder 
bei der Bekmpfung von Jodmangelkrankheiten untersttzt. 
/ www.iodinenetwork.net 

Fluorid kann vor Zahnkaries schtzen und den Zahnschmelz 
hrten. Als Mitglied des Deutschen Arbeitskreises 
fr Zahnheilkunde trgt eSCo durch interdisziplinre 
Zusammenarbeit mit Zahn-und Kinderrzten und 
dem ffentlichen Gesundheitswesen zur Verhtung von 
Karies bei. 

/ www.vks-kalisalz.de /anwendung-jodsalz_fluorid.html 


76 3.5 salZ 
dosierter Und Kontrollierter 
einsatz Von aUftaUmitteln 

Der Einsatz von Auftaumitteln im Winterdienst hat 
sich seit vielen Jahrzehnten bewhrt. Mehrere unabhngige 
Studien belegen, dass es zu Auftausalz weder 
wirtschaftliche noch kologische Alternativen gibt, um 
die Sicherheit auf Straen und Autobahnen zu gewhrleisten. 
Zum Beispiel kam das koinstitut Freiburg nach 
einer vergleichenden Untersuchung zwischen abstumpfenden 
Streustoffen und Auftausalz zu dem Ergebnis, 
dass Auftausalz  ausgebracht mit dem modernen 
Feuchtsalzverfahren  die umweltvertrglichste und 
effektivste Methode im Winterdienst ist. Diese Technik, 
bei der ein Gemisch aus 70 % Trockensalz und 30 % Sole 
ausgebracht wird, ermglicht die Reduzierung der Ausbringungsmenge 
an Auftausalz bei gleichzeitig verbesserter 
Auftauwirkung und damit hherer Sicherheit auf 
unseren Straen. / abb: 3.5.1 

Auftausalz kann durch das enthaltene Chlorid Pflanzen 
schdigen und Grund- und Oberflchenwasser versalzen. 
Auerdem knnen die Metallteile von Verkehrsmitteln 
sowie die Verkehrsinfrastruktur einer verstrkten 
Korrosion ausgesetzt sein. Durch die Feuchtsalztechnologie, 
eine verbesserte Streutechnik, genauere Wettervorhersagemodelle 
und den verstrkten Einsatz von 
Messsensoren ist es gelungen, die potenziell schdliche 
Wirkung von Auftausalz zu minimieren. 

/www.vks-kalisalz.de /anwendung-winterdienst.html 


60er Jahre 
ungeregelte dosierung 
von auftausalz 
40g/m2und mehr 
70er Jahre 
einfhrung von automatisierten 
weg- und geschwindigkeits-
abhngigen dosiereinrichtungen 
30 20 g/m2 
stete reduzierungder ausgeBrachten streusalzMengen aBB: 3.5.1 

klimatischE vErnDErungEn 

Es ist zu erwarten, dass zuknftig die Anzahl der Tage 
mit Temperaturen um den Gefrierpunkt steigt, whrend 
die Anzahl der Tage mit strengem Frost abnimmt. Auftausalz 
wird bei Temperaturen um den Gefrierpunkt 
am strksten nachgefragt. Daher gehen wir davon aus, 
dass prognostizierte klimatische Vernderungen mittelfristig 
keine Auswirkungen auf unser Auftausalzgeschft 
haben. 

Heute 
einfhrung von elektronisch 
geregelten dosiereinrichtungen 
und der Feuchtsalztechnologie 
20 10 g/m2 
fEuchtsalztEchnologiE ist stanD 
DEr tEchnik 

In Deutschland und Skandinavien gilt die Feuchtsalztechnologie 
als Stand der Technik; 80 bis 90 % des von 
eSCo lose verkauften Auftausalzes wird mit dieser 
Methode ausgebracht. Im brigen Europa ist das Bild 
uneinheitlich: Dort, wo der Investitionsaufwand fr die 
Feuchtsalztechnologie die Budgetmglichkeiten berschreitet, 
wird noch Trockensalz gestreut. Auerdem 
sind die topografischen und klimatischen Anforderungen, 
die historische Entwicklung des Winterdienstes vor 
Ort sowie die jeweiligen Umweltstandards ausschlaggebend. 



produk t ver ant wortung 
3.5 salZ / 3.6 entsorgung und recycling 77 
Gleichwohl herrscht auf europischer Ebene ein reger 
Informationsaustausch ber Best Practices im Winter-
dienst. So hat es sich das europische Forschungsprojekt 
CoSt 353 zum Ziel gesetzt, europaweit einheitliche Standards 
fr Winterdienst und Verkehrssicherheit zu empfehlen. 
Im Abschlussbericht ist festgehalten, dass der 
Einsatz von Auftausalz europaweit die wirtschaftlichste 
und kologischste Alternative ist. Der Bericht empfiehlt 
die Ausweitung der Feuchtsalztechnologie. 

/ www.cost.esf.org /domains_actions /tud/actions / 
winter_service_strategies 

nEuEstEr trEnD: vorBEugEnDE strEuung 
mit solE 

Auch in den uSa und Kanada ist die Methode verbreitet, 
Auftausalz mit Sole anzufeuchten. Es gibt jedoch keinen 
verbindlichen Standard fr die Zusammensetzung des 
Produkts, sodass abhngig vom Kunden und den winterlichen 
Bedingungen unterschiedlichste Mischungen 
zum Einsatz kommen. Morton Salt schtzt, dass sich 
der Anteil der feuchten Auftaumittel in den nchsten 
Jahren weiter erhhen wird, da die nordamerikanischen 
Kunden verstrkt Produkte nachfragen, die eine verbesserte 
Wirksamkeit bei geringerer Umweltbelastung vorweisen. 
Auerdem verbreitet sich der Trend zur vorbeugenden 
Streuung mit Sole. Hierbei wird im Vorfeld 
von angekndigter berfrierender Nsse Lsung auf den 
Straen aufgebracht und so eine Vereisung verhindert 
oder zumindest verzgert. 

Dieser Winterdienst-Trend wird zurzeit auch in Skandinavien 
erprobt: Dort haben Tests zu der Empfehlung 

gefhrt, im Rahmen der vorbeugenden Streuung bei 
bestimmten Wetterlagen Sole einzusetzen. Ziel hierbei 
ist es, bei hoher Fahrgeschwindigkeit die Salzlsung in 
der geringstmglichen Konzentration so gleichmig 
auf die Fahrbahn auszubringen, dass diese durchgehend 
benetzt ist. Diese Technik kann sich als eine wertvolle 
Ergnzung zur Feuchtsalzstreuung herausstellen, die bei 
bereits vorhandener Straengltte und Schneefall nach 
wie vor das Optimum im Winterdienst darstellt. 

eSCo verfolgt aufmerksam diese Entwicklung, die allerdings 
mit erheblichen Investitionen in Streu-und Lagertechnik 
verbunden sein wird, und wird ihre Produkt- 
und Vertriebspolitik gegebenenfalls entsprechend ausrichten. 


3.6 eNtsorgUNg UNd recycliNg 
Der Geschftsbereich Entsorgung und Recycling nutzt 
die durch die Rohsalzgewinnung entstandenen untertgigen 
Hohlrume zur langzeitsicheren Beseitigung und 
Verwertung von Abfllen und greift dabei auf die vorhandene 
Infrastruktur der aktiven deutschen Kali- bzw. 
Salzbergwerke zurck. Es werden zwei Untertage-Deponien 
(jhrliche Kapazitt 270.000 t) und fnf Anlagen zur 
Verwertung unter Tage (jhrliche Kapazitt 650.000 t) 
betrieben. 

abflle Werden daUerhaft der 
biosphre entzogen 

Die genutzten Salzlagersttten sind gas- sowie flssigkeitsdicht 
und sicher von den grundwasserfhrenden 
Schichten getrennt. Durch eine Kombination von geologischen 
und technischen Barrieren erreichen wir die 
hchstmgliche Sicherheit. Die Abflle werden der Biosphre 
dauerhaft entzogen. / abb:3.6.2 

Die Verwertungsanlagen sind nach Bergrecht zugelassen, 
die Deponien nach Abfallrecht genehmigt. Alle 
Betriebe entsprechen den Vorgaben der eu-Gesetzgebung 
und der Deponie-beziehungsweise der Versatzverordnung. 
Im Rahmen der aufwndigen Genehmigungsverfahren 
wurde in mehreren Gutachten die geologische, 
hydrogeologische, bergtechnische und geomechanische 
Eignung der Standorte nachgewiesen. Die 
Betriebe werden regelmig durch staatliche Aufsichtsbehrden 
kontrolliert, sie sind als Entsorgungsfachbetriebe 
und nach DIn ISo 9001:2000 zertifiziert. 

untErtgigE BEsEitigung von aBfllEn 

Fr die untertgige Beseitigung in den Deponien eignen 
sich anorganische toxische Abflle, die weder explosionsgefhrlich, 
leicht entzndlich, radioaktiv, ausgasend 
noch selbstgngig brennbar sein drfen. Auerdem werden 
keine freien Flssigkeiten eingelagert, und die Stoffe 
drfen nicht reaktionsfhig mit dem Salzgestein sein. 
In Frage kommen daher beispielsweise Verbrennungsrckstnde, 
arsen-oder quecksilberhaltige Abflle sowie 
kontaminierte Bden und Bauschutt. 


78 3.6 entsorgung und recycling 
scheMatischedarstellung einer untertage-deponie aBB: 3.6.1 

in m 

- 200 
- 400 

tonstein (wassersperrend) 
Zechstein (Steinsalz; gasdicht) 


- 600 

Entsorgungsanlage 

- 800 
- 1.000 
- 1.200 

Kalisalz 
Buntsandstein (ton-, Sand- und Schluffsteine) 
Zechstein (Steinsalz; gasdicht) 
rotliegend (Sandstein) 
Die Abflle werden in Big-Bags oder in Fssern und Containern 
aus Stahlblech verpackt. Ist die Einlagerung in 
einer Kammer abgeschlossen, wird sie durch eine Mauer 
oder einen Salzwall verschlossen und damit von anderen 
Stoffgruppen getrennt. Nach Beendigung des Betriebes 
werden die zugehrigen Schchte wasserdicht und 
langzeitsicher nach dem Stand der Technik verschlossen. 

Die genehmigten Einlagerungshohlrume beider 
Untertage-Deponien reichen bei den derzeitigen Einlagerungsmengen 
fr mehrere Jahrzehnte aus. Aufgrund 
des Kaliabbaus entstehen kontinuierlich weitere 
Hohlrume, die nach Erweiterung der entsprechenden 
Genehmigung ebenfalls fr die Abfalleinlagerung 
genutzt werden knnen. 

vErwErtung von aBfllEn 

Im Gegensatz zur Beseitigung ist bei der Verwertung 
die Nutzung des Abfalls das Ziel. Zugelassene bergbaufremde 
Abflle werden hier zur Verfllung dafr geeigneter 
Hohlrume verwendet. Durch spezielle Techniken 
und die besonderen bauphysikalischen Eigenschaften 
der Abfallstoffe wird eine Sttzwirkung erreicht, die die 
Stabilitt der Hohlrume ber extrem lange Zeitrume 
sichert. Fr die untertgige Verwertung geeignet sind 
beispielsweise Klrschlammverbrennungsaschen, Filterstube 
aus der Rauchgasreinigung von Hausmll- 
und Sonderabfallverbrennungsanlagen, verunreinigte 
Bden und Bauschutt sowie Eindampfrckstnde von 
Deponiesickerwssern. 


produktverantwortung 


3.6 entsorgung und recycling 
79 


KoNomie 

NachhOLeFFeKte uNd NOrmaLiSieruNg der weltweiten dngemittelmrkte fhren 
zu deutlich strkerer Nachfrage und hoher auslastung der Kapazitten / Starkes Salz 
geschft aufgrund eines sehr hohen auftausalzabsatzes in europa sowie erstmalig ganzjhriger 
einbeziehung von Morton Salt / Konzernumsatz um 40 % auf 5,0 mrd.  gestiegen / 
Operatives ergebnis eBit i erreichte 727 mio.  eine Verdreifachung gegenber dem Wert des 
Vorjahres / K+S Gruppe mit attraktiven perspektiven / K+S aktie legte im Jahr 2010 um 
40,9 % zu 

4 

4.1 geschftliche rahmenbedingungen 81 
4.2 umsatz und ergebnis 81 
4.3 K+S-aktie 85 

konomie 
4.1 geschftliche rahmenbedingungen / 4.2 umsatZ und ergebnis 81 
4.1 geschftliche 
rahmeNbediNgUNgeN 
geschftsfeld dngemittel 

Das Geschftsjahr 2010 war gegenber dem Vorjahr von 
einer sich normalisierenden und damit deutlich hheren 
Nachfrage nach Dngemitteln geprgt. Zu Beginn 
des Berichtsjahres stieg die Nachfrage des Handels auf 
der Nordhalbkugel wieder erheblich an, um die nach 
der Kaufzurckhaltung des Vorjahres sehr niedrigen 
Dngemittellagerbestnde im Vorfeld der Frhjahrssaison 
wieder aufzufllen. Auch die Landwirtschaft kehrte 
weitgehend zu einem nachhaltigen Verbrauchsverhalten 
zurck. 

Angesichts eines stark reduzierten Dngemitteleinsatzes 
im Jahr 2009 und der daraus  infolge niedriger 
Nhrstoffgehalte in den Bden  resultierenden Risiken 
fr die Ertragspotenziale der kommenden Ernten 
erhhte die Landwirtschaft den Dngemitteleinsatz 
weltweit wieder deutlich. Der in der zweiten Jahreshlfte 
einsetzende starke Anstieg der internationalen 
Getreidepreise und die damit einhergehende verbesserte 
Einkommenssituation der Landwirte begnstigte 
die Dngemittelnachfrage dann noch zustzlich. 

geschftsfeld salz 

Der auergewhnliche und flchendeckende Winter in 
Europa fhrte im ersten Quartal und im Dezember zu 
einer sehr hohen Nachfrage, die auch bei maximaler 
Ausnutzung der verfgbaren lokalen Produktionskapazitten 
und trotz erhhter Importe aus bersee nicht 
vollstndig bedient werden konnte. Whrend der Winter 
in den uSa im ersten Quartal relativ normal verlief, 
herrschte in Kanada eine sehr milde Witterung. Ein 
relativ spter Wintereinbruch sorgte im vierten Quartal 
dafr, dass die Nachfrage sich gegenber einem schwachen 
Vorjahresquartal zwar verbesserte, jedoch trotzdem 
unterdurchschnittlich verlief. 

Bei Industriesalzen normalisierte sich die Nachfrage in 
Europa im Umfeld einer sich verstetigenden wirtschaftlichen 
Erholung; dies traf jedoch noch nicht auf den 
nordamerikanischen Markt zu. Im sdamerikanischen 
Industriesalzmarkt erhhte sich der Wettbewerbsdruck 
infolge des Erdbebens sowie der Belastung der Kunden 
durch hhere Energiekosten. 

Die Nachfrage nach Speise- und Gewerbesalz zeigt sich 
im Berichtsjahr relativ stabil. 

4.2 Umsatz UNd ergebNis 
Umsatz mit 5,0 mrd.  Um 40% 
ber VorJahresniVeaU 

Im Geschftsjahr 2010 haben wir einen Umsatz von 
4.993,8 Mio.  erzielt, dieser lag um 40 % ber dem Wert 
des Vorjahres. Unterjhrig lsst sich an den Quartalsumstzen 
eine gewisse Saisonalitt erkennen; so fllt das 
erste Quartal tendenziell am strksten und das dritte 
Quartal am schwchsten aus. Bei einer mengenmigen 
Betrachtung profitiert das erste Quartal im Geschftsfeld 
Dngemittel blicherweise von der einsetzenden 
Frhjahrsdngung in Europa; im dritten Quartal erfolgt 
zwar die Herbstdngung, allerdings ist diese absatzmig 
weniger bedeutend. Das Auftausalzgeschft konzentriert 
sich in der Regel auf das erste und vierte Quartal 
eines Jahres, whrend im zweiten und dritten Quartal 
Voreinlagerungen zu in der Regel gnstigeren Preisen 
stattfinden. 

Der Umsatzanstieg im Jahr 2010 ist insbesondere auf 
positive Mengen-und Konsolidierungseffekte zurckzufhren, 
die negative Preiseffekte mehr als ausgleichen 
konnten. Die Geschftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte 
sowie Stickstoffdngemittel erzielten krftige 
Umsatzzuwchse, da sich die Dngemittelnachfrage im 
Berichtsjahr deutlich erhht hat. Im Geschftsbereich 
Salz wirkten sich sowohl die ganzjhrige Konsolidierung 
von Morton Salt als auch ein hoher Auftausalz



82 4.2 umsatZ und ergebnis 
uMsatz nachgeschftsBereichen aBB: 4.2.1 
4 

in % 

31 

1 Kali- und magnesiumprodukte 
2 Stickstoffdngemittel 
3 Salz 

2 4 ergnzende geschftsbereiche 

2010 2009 
36,9 39,8 
25,8 28,4 
34,6 28,4 
2,7 3,4 
uMsatz nach regionen aBB: 4.2.2 
1 


in % 

1 inland 

2 briges europa 
3 2 3 bersee 

2010 2009 
18,0 18,0 
34,5 35,1 
47,5 46,9 
absatz im ersten und vierten Quartal positiv auf den 
Umsatz aus. 

Mit knapp 37 % war der Geschftsbereich Kali-und Magnesiumprodukte 
der umsatzstrkste Geschftsbereich 
der K+S Gruppe, gefolgt von Salz und Stickstoffdngemitteln. 
/ abb: 4.2.1 

In Europa erzielten wir einen Umsatz von 2,6 Mrd.  
(+38%).Damitentfielenrund53% desGesamtumsatzes 
auf diese Region. Die Akquisition von Morton Salt hat 
dazu beigetragen, dass sich die regionale Verteilung des 
Gruppenumsatzes mittlerweile sehr ausgewogen auf 
Europa und bersee verteilt: Der Umsatz in den berseemrkten 
stieg um 41% auf insgesamt 2,4 Mrd. auf 
rund 47 % des Gesamtumsatzes. / abb: 4.2.2 

entWicKlUng aUsgeWhlter 
Kostenarten 

Die gestiegene Produktionsleistung sowie die erstmals 
ganzjhrige Konsolidierung von Morton Salt fhrten 
im Vergleich zum Jahr 2009 zu einem Umsatzanstieg 
von rund 40 %. Beide Effekte wirkten sich auch deutlich 
in der Entwicklung der Gesamtkosten aus. Die wichtigsten 
Kostenarten haben sich wie folgt entwickelt: Der 
Personalaufwand der K+S Gruppe ist mit 1,02 Mrd.  
gegenber dem Vorjahr um 35 % gestiegen. Die Materialkosten, 
gemessen am Umsatz etwa 25 %, erhhten 
sich konsolidierungs-und mengenbedingt um etwa 27 % 
auf 1,29 Mrd. . Die Frachtkosten, gemessen am Umsatz 
etwa 15 %, stiegen konsolidierungs-und mengenbedingt 
sowie aufgrund gestiegener Frachtraten etwas strker 
als der Umsatz um 51 % auf 790,0 Mio. . Die Energie-
kosten, etwa 5 % des Umsatzes, erhhten sich vor allem 
mengen-und konsolidierungsbedingt um 26 % auf 265,8 

Mio. . 

operatiVes ergebnis ebit i deUtlich 
gestiegen 

Die Steuerungsgre der K+S Gruppe, das operative 
Ergebnis ebIt I, stieg um 488,9 Mio.  bzw. 205 % auf 
726,9 Mio.  (2009: 238,0 Mio. ). Whrend die Geschftsbereiche 
Kali-und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdngemittel 
ihre Ergebnisse aufgrund der im gesamten 
Jahr 2010 deutlich hheren Nachfrage nach Dngemitteln 
steigerten, ist das gute Ergebnis des Geschftsbe



konomie 
4.2 umsatZ und ergebnis 
83 

reichs Salz sowohl auf einen positiven Konsolidierungseffekt 
als auch auf ein berdurchschnittliches Auftausalzgeschft 
in Europa im ersten und vierten Quartal 
zurckzufhren. 

ergebnis nach operatiVen 
sicherUngsgeschften ebit ii deUtlich 
gestiegen 

Das Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschften 
(ebIt II)erreichteimBerichtsjahr731,5Mio.nach241,9 
Mio.  im Vorjahr. Dabei wurde das ebIt II durch Ergebniseffekte 
aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschften 
in Hhe von 4,6 Mio.  begnstigt (2009: +3,9 
Mio. ). Dieser Betrag entspricht dem Teil des Ergebnisses 
aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschften, 
der noch nicht als realisiertes Ergebnis im ebIt I erfasst 
wurde. Nach IFrS werden die Marktwertvernderungen 
aus Sicherungsgeschften in der Gewinn- und Verlustrechnung 
ausgewiesen. 

Konzernergebnis Und bereinigtes 
Konzernergebnis nach steUern starK 
gestiegen 

Das Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 
lag im Berichtsjahr bei 448,6 Mio.  (2009: 96,4 Mio. ). 
Fr die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands 
wurde ein inlndischer Konzernsteuersatz von 
28,2 % zugrunde gelegt (Vorjahr: 27,9 %). Im Jahr 2010 fiel 

ein Steueraufwand von insgesamt 158,6 Mio.  (2009: 
29,6 Mio. ) an; dieser beinhaltet einen latenten und 
damit nicht zahlungswirksamen Steuerertrag von 20,6 
Mio.  (2009: Steuerertrag 8,7 Mio. ). 

Zur besseren Vergleichbarkeit weisen wir zustzlich 
ein bereinigtes Konzernergebnis aus, das nur das realisierte 
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschften 
der jeweiligen Berichtsperiode enthlt. Das 
bereinigte Konzernergebnis lag mit 445,3 Mio.  um 351,7 
Mio.  ber dem Wert des Vorjahres (2009: 93,6 Mio. ). 
Die wesentliche Ursache hierfr war das stark gestiegene 
operative Ergebnis. Die bereinigte Konzernsteuerquote 
betrug im Berichtsjahr 26,2 % nach 23,6 % im 
Vorjahr. 

WertschpfUng 

Die Wertschpfungsrechnung stellt die Differenz zwischen 
der von Unternehmen erbrachten Leistung und 
dem Wert der bentigten Vorleistungen dar. Mit der Verteilungsrechnung 
werden die Anteile der am Wertschpfungsprozess 
Beteiligten  Mitarbeiter, Unternehmen, 
Darlehensgeber, Aktionre und die ffentliche Hand  
ausgewiesen. 

Im Jahr 2010 betrug die Wertschpfung der K+S Gruppe 
1.683,8 Mio.  (Vorjahr: 942,6 Mio. ). Auf unsere Mitarbeiter 
entfiel davon in Form von Lhnen und Gehltern, 
sozialen Abgaben und Aufwendungen fr die Altersvor


wertschpfung erMittlung taB: 4.2.1 
in mio.  

umsatzerlse 
unternehmensleistung 
abzgl. Summe der aufwendungen 1 
abzgl. abschreibungen 

Wertschpfung bereinigt 

2010 2009 
4.993,8 3.573,8 
5.270,9 3.630,6 
3.338,7 2.514,2 
248,4 173,8 
1.683,8 942,6 
1 Bereinigt um den effekt der marktwertvernderungen aus Sicherungsgeschften. 

wertschpfung verteilung taB: 4.2.2 
in tsd.  

mitarbeiter 
ffentliche hand 1 
darlehensgeber 
aktionre 
unternehmen 

Wertschpfung bereinigt 

2010 2009 
1.019,3 756,4 
160,7 28,8 
58,5 63,8 
191,4 38,3 
253,9 55,3 
1.683,8 942,6 
1 Bereinigt um den latenten Steuerbetrag auf den marktwerteffekt aus 
Sicherungsgeschften. 

sorge mit rund 1.019,3 Mio.  der grte Teil. Die ffentliche 
Hand war mit 160,7 Mio.  und die Darlehensgeber 
mit 58,5 Mio.  beteiligt. Es ist geplant, an unsere Aktionre 
eine Dividende von 1,00  je Aktie, insgesamt 191,4 
Mio. , auszuschtten. Die restlichen 253,9 Mio.  verbleiben 
zur inneren Strkung in der Unternehmensgruppe. 

/ tab: 4.2.1, 4.2.2 


84 4.2 umsatZ und ergebnis 
Kennzahlen K+s gruppe taB: 4.2.3 
in mio.  

umsatz 

3.573,8 

+ 39,7 
Operatives ergebnis eBit i 238,0 

+ 205,4 
Konzernergebnis, bereinigt 93,6 

+ 375,7 
investitionen 177,6 

+ 13,2 
mitarbeiter (angaben in anzahl) 
15.208 

+ 0,2 
2010 2009 % 
4.993,8 
726,9 
445,3 
201,0 
15.241 
inVestitionen 

Im Jahr 2010 investierte die K+S Gruppe insgesamt 
201,0 Mio. ; davon entfielen 49,2 Mio.  auf Morton 
Salt. Bereinigt um den Effekt der Konsolidierung von 
Morton Salt lag das Investitionsvolumen in etwa auf 
dem Niveau des Vorjahres. 

Bei den Investitionsausgaben ist eine gewisse Saisonalitt 
zu erkennen; die Umsetzung der Investitionsvorhaben 
erfolgt in der Regel berwiegend im dritten und 
vierten Quartal, da wir die dann stattfindenden Produktionspausen 
fr die Durchfhrung grerer Investitionsvorhaben 
nutzen. 

Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen 
in Hhe von 59,8 Mio. ; diese beziehen 
sich auf noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben 
aus dem Jahr 2010. 145,5 Mio.  bzw. knapp 72 % der 
gettigten Investitionen entfielen auf Ersatz- und Pro


duktionssicherungsmanahmen; diese lagen deutlich 
unter den Abschreibungen in Hhe von 248,3 Mio. . 

/ tab: 4.2.3 / weitere details zU UNsereN fiNaNz-
KeNNzahleN entnehmen Sie bitte unserem Finanzbericht 2010. 

aUsblicK 

k+s gruppE mit attraktivEn pErspEktivEn 

Vor dem Hintergrund der sich zum Jahresende und im 
Verlauf des ersten Quartals 2011 abzeichnenden positiven 
Nachfrage- und Preistendenzen drfte der Umsatz 
der K+S Gruppe im Geschftsjahr 2011 gegenber dem 
Vorjahr sprbar ansteigen. Whrend wir im Geschftsbereich 
Kali- und Magnesiumprodukte von einer sprbaren 
und im Geschftsbereich Stickstoffdngemittel 
von einer deutlichen Umsatzsteigerung ausgehen, 
erwarten wir im Geschftsbereich Salz ein stabiles 
Umsatzniveau. 

Das operative Ergebnis ebIt I sollte im Geschftsjahr 
2011 im Vergleich zum Vorjahreswert deutlich zulegen. 

Dies hngt in erster Linie mit dem zu erwartenden deut


lich hheren Ergebnis im Geschftsbereich Kali-und 
Magnesiumprodukte sowie einer moderaten Verbesserung 
des operativen Ergebnisses im Geschftsbereich 
Stickstoffdngemittel zusammen. Das operative Ergebnis 
des Geschftsbereichs Salz drfte hingegen moderat 
zurckgehen. 

Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sollte der 
operativen Ergebnisentwicklung folgend im Jahr 2011 
ebenfalls deutlich hher ausfallen. 

gEschftsfElD DngEmittEl 

Eine jhrlich um rund 80 Millionen Menschen wachsende 
Weltbevlkerung sowie vernderte Ernhrungsgewohnheiten 
hin zu einem hheren Fleischkonsum 
und nicht zuletzt eine steigende Bedeutung von nachwachsenden 
Rohstoffen zur Bioenergieerzeugung erhhen 
den weltweiten Bedarf an Agrarrohstoffen. 

Im Jahr 2011 sollte die Dngemittelnachfrage vor allem 
aufgrund der wahrscheinlich nicht nur vorbergehend 
positiven Entwicklung der Agrarpreise weiter ansteigen. 
Die daraus resultierenden attraktiveren Ertragsperspektiven 
der Landwirtschaft sollten ausreichenden 
Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen hheren 
Dngemitteleinsatz zu steigern. Vor diesem Hintergrund 
ist sowohl bei Kali-und Magnesiumprodukten als 
auch Stickstoffdngemitteln mit einer weltweit hohen 
Auslastung der jeweils vorhandenen Produktionskapazitten 
zu rechnen. Daher gehen wir im Gesamtjahr 
2011 von einem Weltkaliabsatz von rund 57 bis 60 Mio. t 


konomie 
4.2 umsatZ und ergebnis / 4.3 k+s-aktie 85 
(2010e: rund 57 Mio. t) aus; damit sollte das Absatzniveau 


wertentwicKlungderK+s-aKtieiM vergleich zudax,dJ stoxx600 undMsci world aBB: 4.3.1 
von vor der Finanz-und Wirtschaftskrise wieder erreicht 
werden und von diesem Niveau ausgehend in den kommenden 
Jahren wieder mit 3 bis 5% p.a. wachsen. K+S 
sollte daran als weltweit viertgrter Einzelproduzent 
mit einem Marktanteil von mehr als 10 % teilhaben. 

gEschftsfElD salz 

Auch in den kommenden Jahren wird die Branchen- 
und Wettbewerbssituation vom anhaltenden Konsolidierungsprozess 
der europischen Salzindustrie geprgt 
sein. Abhngig vom Frachtkostenniveau knnte sich die 
wettbewerbsintensive Marktsituation fr die europischen 
Produzenten auch durch steigende Importe aus 
Nicht-eu-Lndern verschrfen. Als Europas grter Salzproduzent 
sind wir fr die in diesem Marktumfeld entstehenden 
Herausforderungen gut gerstet. 

Mit dem chilenischen Salzproduzenten Spl haben wir 
eine sehr gute Ausgangsposition, um am dynamischen 
Wachstum der sd- und mittelamerikanischen Mrkte 
teilzuhaben. 

Nach der Akquisition von Morton Salt haben wir im 
Bereich der Auftausalze Zugang zu neuen Mrkten mit 
in der Regel weniger schwankungsanflligem Wintergeschft 
in Nordamerika. Auch in den Segmenten Gewerbe- 
und Speisesalz gehrt Nordamerika nun zu den bedeutendsten 
Absatzregionen. Morton Salt verfgt mit den 
Marken uMbrella GIrl und WInDSor CaStle ber 
in den uSa und in Kanada im Consumergeschft sehr 
gut positionierte Marken, die uns den verstrkten Absatz 
hhermargiger Spezialprodukte ermglichen sollten. 


in % 

Jan. 10 

Feb. 

mrz 

april 

mai 

Juni 

Juli 

aug. Sept. Okt. Nov. dez. 

Jan. 11 

Feb. 

150 
140 
130 
120 
110 
100 
90 
80 
70 

index: 31. dezember 2009 

K+S daX dJ StOXX 600 mSci World 

Unter der Annahme durchschnittlicher Witterungsverhltnisse 
sollte sich in Europa die Nachfrage nach Auftausalz 
im Jahr 2011 nach dem Spitzenjahr 2010 wieder 
entsprechend reduzieren, whrend sich die Nachfrage 
nach Auftausalz in Nordamerika etwas erhhen sollte. 

Whrend die Nachfrage in den Segmenten Speise- und 
Gewerbesalz in Europa, den uSa und Kanada im kommenden 
Jahr stabil bleiben sollte, sollte der sdamerikanische 
Gewerbe- und Speisesalzmarkt im Einklang mit 
der dortigen Bevlkerungsentwicklung stetig wachsen. 

Die Nachfrage der Chemieindustrie fr Industriesalz 
sollte auf allen unseren Absatzmrkten moderat steigen. 

Quelle: Bloomberg 

4.3 K+s -aKtie 
K+s-aKtienperformance betrgt 
aUf Jahressicht 40,9% 

Der Schlusskurs des Jahres 2010 lag mit 56,36  deutlich 
ber dem Kurs von 39,99  am Ende des Vorjahres. Die 
Kursentwicklung verlief zunchst sehr positiv, wurde 
aber in den Sommermonaten durch ein allgemein 
schwaches Umfeld auf den Aktienmrkten sowie die 
bis Mitte des Jahres noch rcklufige Preisentwicklung 
von Agrarrohstoffen vorbergehend leicht gedmpft; 
ab August setzte dann eine starke Erholung der K+S-
Aktie ein. 


86 4.3 k+s-aktie 
Folgende wichtige Ereignisse beeinflussten den Kurs-gleich zum ersten Halbjahr leicht niedrigeren Durchschnittlichen 
Lebensdauer der Bergwerke fhren 
verlauf im Jahr 2010: schnittspreises fr das Kali-und Magnesium-Prowird. 
+ Zu Beginn des Jahres notierte die K+S-Aktie bei rund duktportfolio fr die zweite Jahreshlfte fhrte zur + Zum Jahresende erhielt die Aktie schlielich weiteren 
40 . Untersttzt durch positive Analystenkommen-Anpassung einiger Analystenschtzungen und einem Rckenwind durch die von K+S angekndigte Erhtare 
zu den Perspektiven des Dngemittelgeschfts leichten Dmpfer auf den K+S-Aktienkurs. hung des Preises fr granuliertes Kaliumchlorid um 
im Jahr 2010 stieg die Aktie bis Anfang Mrz auch + Das am 17. August verffentlichte bernahmeanweitere 
18  /t auf 335  /t in Europa sowie den frhen 
aufgrund eines gnstigen Marktumfelds sowie der gebot des britisch-australischen Bergbaukonzerns Wintereinbruch in Europa und schloss am 31. Dezemkalten 
Witterung in Europa auf 47 . Nach der Verbhp 
bIllIton fr den kanadischen Kaliproduzenten ber bei 56,36  mit einem Plus von 40,9 % im Vergleich 
ffentlichung der Zahlen zum Geschftsjahr 2009 potaShCorp lenkte die Aufmerksamkeit der Marktzum 
Jahresende 2009 (39,99 ). Bercksichtigt man 
am 11. Mrz, die im Rahmen der Erwartungen lagen, teilnehmer auf die nachhaltige Attraktivitt des Kali-die im Mai 2010 gezahlte Dividende, so betrug der 
bewegte sich der K+S-Aktienkurs bis Ende April marktes und nhrte Spekulationen ber mgliche Wertzuwachs insgesamt 41,4 %. 
zunchst seitwrts. weitere bernahmen in der Dngemittelbranche. 
+ Die am 11. Mai verffentlichten Zahlen konnten die + Die K+S-Aktie profitierte in den folgenden Wochen 
Erwartungen der Analysten zwar bertreffen; der darber hinaus von einer generell positiven StimK+
s-aKtienKUrs tendiert zU beginn 
vorsichtige Ausblick der K+S Gruppe bewegte jedoch mung am Aktienmarkt sowie den anhaltend steides 
Jahres 2011 seitWrts 
einige Analysten dazu, ihre Schtzungen zu reduziegenden 
Agrarpreisen. Damit einhergehend kndigte 
ren. Die Aktie schloss in einem insgesamt schwapotaShCorp 
Preiserhhungen fr granuliertes Kali-Das Jahr 2011 begann fr die K+S-Aktie mit einer Seitchen 
Aktienmarktumfeld am 25. Mai auf ihrem Jahumchlorid 
fr den amerikanischen Markt und bpC fr wrtsbewegung. Die K+S-Aktie notierte am 28. Febrestief 
bei 35,94 . Asien und Brasilien an. ruar 2011 mit rund 56  in etwa auf dem Niveau zum 
+ Anfang Juni wirkten sich die von K+S angekndigte + Die im Rahmen einer Ad-hoc-Mitteilung vorab am Jahresende 2010. Der DaX stieg in diesem Zeitraum um 
Erhhung des Preises fr granuliertes Kaliumchlorid 2. November verffentlichten Ergebnisse zum dritrund 
5 %. / abb: 4 . 3.1 
um 8 auf 305  / t sowie die Mitteilung, den Verkauf ten Quartal, welche die Konsenserwartungen zum 
von CoMpo innerhalb eines Jahres zu prfen, posi-Teil deutlich bertrafen, sowie die gleichzeitige Anhetiv 
auf den K+S-Aktienkurs aus, der bis auf 41  stieg. bung der Ergebnisprognose fhrten zu einem weitediVidendenVorschlag 
mit 1,00  
Anfang August befand sich die K+S-Aktie in einem ren Anstieg der K+S-Aktie. deUtlich hher als im VorJahr 
starken Aufwrtstrend und profitierte vor allem von + Diese Entwicklung wurde Ende November durch die 
steigenden Preisen fr Agrarprodukte. von K+S beabsichtigte freundliche bernahme des Wir verfolgen eine grundstzlich ertragsorientierte 
+ Im Rahmen der Verffentlichung der Zahlen zum kanadischen Kali-Explorations-und Entwicklungs-Dividendenpolitik. Mit dieser Magabe bildet eine Auszweiten 
Quartal am 12. August hob K+S die Absatz-unternehmen potaSh one zustzlich untersttzt, schttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten Konprognose 
fr Kali- und Magnesiumprodukte erneut welche im Rahmen der Wachstumsstrategie mitzernergebnisses 
die Grundlage fr die von Vorstand 
an und gab wieder einen quantitativen Umsatz- telfristig zu einem Ausbau der Kalikapazitten der und Aufsichtsrat zu bestimmende Hhe der knftigen 
und Ergebnisausblick. Die Annahme eines im VerK+
S-Gruppe sowie der Verlngerung der durch-Dividendenvorschlge. Der Vorstand wird der Haupt



konomie 
4.3 k+s-aktie 
87 

versammlung daher vorschlagen, die Dividende fr das 
abgelaufene Geschftsjahr entsprechend dem deutlich 
gestiegenen Ergebnis anzuheben und 1,00  je Aktie auszuschtten. 


aKtionrsstrUKtUr mit hohem 
streUbesitz 

Nach der Streubesitzdefinition der DeutSChen brSe 
aG betrgt der Freefloat unverndert knapp 75 %. Eine im 
Oktober 2010 von einem externen Dienstleister durchgefhrte 
Aktionrsidentifikation ergab darber hinaus, 
dass jenseits des Festbesitzes knapp 19 % der ausstehenden 
Aktien auf inlndische institutionelle Investoren 
entfallen und gut 35 % auf auslndische Institutio


aKtionrsstruKturper28.02.2011 aBB: 4.3.2 
3 
21 


nen. Weiterhin gehen wir davon aus, dass rund 20 % der 
Aktien von berwiegend inlndischen Privatanlegern 
gehalten werden. Davon entfllt schtzungsweise rund 
1 % der Aktien auf K+S-Mitarbeiter. / abb: 4.3.2 

in % 

1 Freefloat 
2 meritus trust company Limited 
3 BaSF Se 

2010 2009 
74,8 74,7 
14,9 15,0 
10,3 10,3 

Kologie 

K+S iNVeStiert iN deN NchSteN FNF JahreN 360 miO.  in den gewsser und 
grundwasserschutz / erste projekte des manahmenpakets sind beantragt und bereits 
genehmigt worden / genehmigungsantrge fr standortferne entsorgungswege in Vorberei 
tung / K+S in carbon performance Leadership index aufgenommen / Selbstverpflichtung 
zum Klimaschutz zielt auf Senkung der Co2 emissionen / Bislang bereits 130 mio.  in rckbau 
stillgelegter Standorte investiert 

5 

5.1 
Wirtschaftlichkeit und 
umweltvertrglichkeit 89 
5.2 
Kaliproduktion und gewsserschutz 89 
5.3 
effiziente energienutzung und 
Klimaschutz 94 
5.4 
rekultivierung und Naturschutz 97 
5.5 
Kennzahlen und erluterungen 99 

kologie 


5.1 wirtschaftlichkeit und umweltvertrglichkeit / 5.2 kaliproduktion und gewsserschutZ 89 
5.1 wirtschaftlichKeit UNd 
Umwelt vertr gli ch Keit 
K+S ist sich der besonderen Verantwortung bewusst, die 
mit der Nutzung von natrlichen Ressourcen verbunden 
ist. Nachhaltigkeit im Kali-und Steinsalzbergbau bedeutet, 
die Ziele Wirtschaftlichkeit, Umweltvertrglichkeit 
und soziale Verantwortung aufeinander abzustimmen. 
Die Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolges steht 
daher in engem Zusammenhang mit dem effizienten 
Einsatz aller uns in der Wertschpfungskette zur Verfgung 
stehenden Rohstoffe und Materialien. 

Unser Ziel ist es, die unvermeidbaren Eingriffe in die 
Natur so gering wie mglich zu halten. Wir setzen deshalb 
moderne Explorations-und Gewinnungsverfahren 
ein und entwickeln unsere Verfahrenstechnik laufend 
weiter. Dadurch haben wir den spezifischen Roh-

stoff-und Energieeinsatz in den vergangenen Jahren 
und Jahrzehnten kontinuierlich reduziert. Wir optimieren 
unsere Verfahren, um Produktionsrckstnde noch 
weiter zu verringern und die internationale Wettbewerbsfhigkeit 
unserer Standorte zu erhalten und zu 
strken. 

5.2 KaliprodUKtioN UNd 
gewsserschUtz 
Wir gewinnen unter Tage kali- und magnesiumhaltige 
Rohsalze, die wir in komplexen und mehrstufigen Aufbereitungs-
und Veredelungsprozessen zu hochwertigen 
Mineraldngern und Industrieprodukten verarbeiten. 
Der Abbau in Deutschland ist lagerstttenbedingt zum 
Teil technisch deutlich anspruchsvoller als der unserer 

entsorgungfester/flssiger rcKstnde aBB: 5.2.1 
Halde einleitung Vorfluter 

Buntsandstein 
tonschicht 

tonschicht 

Salzlager 

Versenkung Frderung 
Kaliflz 
Kaliflz 
Plattendolomit (Speichergestein) 
Wettbewerber im Ausland. Da nur wir in unseren Lagersttten 
neben Kalium (13 bis 27 % Kaliumchlorid) auch 
ber Magnesium und Schwefel (11 bis 27 % Magnesiumsulfat) 
verfgen, knnen wir neben dem Standarddnger 
Kaliumchlorid eine Reihe von Spezialitten fr die 
Landwirtschaft und vielfltige industrielle Anwendungen 
herstellen. 

spezifische aUfbereitUng  
abhngig Vom rohsalztyp 

Die Kaliproduktion ist weltweit untrennbar mit der Notwendigkeit 
der Entsorgung von festen und flssigen 
Rckstnden verbunden. Wir haben das Ziel, die mit der 
Rckstandsentsorgung verbundenen Umweltauswirkungen 
so gering wie mglich zu halten. 

Da das Rohsalz auch nicht weiter verwertbare Salze 
enthlt, mssen diese von den genannten Wertstoffen 
getrennt und als Rckstand entsorgt werden. Je nach 
Standort kommen dafr die Verfahren Heiverlsung, 
Flotation und in Verbindung mit beiden die elektrostatische 
Trennung (eSta-Verfahren) zum Einsatz. Whrend 
die ersten beiden Verfahren nicht ohne den Einsatz 
von Wasser auskommen, handelt es sich bei der elektrostatischen 
Trennung um einen trockenen Prozess. 
Die Rckstnde aus der Produktion fallen entweder in 
fester Form oder als flssige Rckstnde (Salzabwsser) 
an. Die festen Rckstnde, die im Wesentlichen aus 
derzeit nicht verwertbarem Steinsalz bestehen, halden 
wir auf oder verbringen sie wieder in die Gruben nach 
unter Tage. 


90 5.2 kaliproduktion und gewsserschutZ 
Die flssigen Produktionsrckstnde und salzhaltigen 
Wsser, die durch Niederschlge auf unseren Halden 
entstehen, entsorgen wir im Rahmen bestehender 
Genehmigungen ber die Einleitung in Fliegewsser 
und ber die Versenkung in tiefere Gesteinsschichten, 
den so genannten Plattendolomit. / abb: 5.2.1 

rUnder tisch geWsserschUtz Und 
KaliprodUKtion 

Die ffentliche und politische Diskussion um die Salzabwassereinleitung 
in die Werra fhrte im Jahr 2008 zur 
Bildung des Runden Tisches frGewsserschutz Werra/ 
Weser und Kaliproduktion. Dieser wurde von den Lndern 
Thringen und Hessen gemeinsam mit K+S ins 
Leben gerufen. Es sollten nachhaltige Lsungsvorschlge 
zur Verbesserung der Wasserqualitt in Werra und 
Weser erarbeitet werden. Die Kriterien, Ziele und Instrumente 
der Europischen Wasserrahmenrichtlinie 
waren ebenso angemessen zu bercksichtigen, wie die 
wirtschaftlichen Interessen der Region und die Sicherung 
der dort betroffenen Arbeitspltze. 


Querverweis 
Nhere einzelheiten zu den bisherigen manahmen zur Senkung 
der Salzabwassermengen aus der produktion sowie der 
Verringerung der Salzfracht, siehe unternehmens- und Nachhaltigkeitsbericht 
2008: Seite 46 ff. bzw. 2009, Seite 73 ff. 

massnahmenpaKet zUm 
geWsserschUtz 

Bereits im Oktober 2008 legten wir unser Manahmenpaket 
zum Gewsserschutz vor und schlossen mit den 
Lndern Hessen und Thringen eine ffentlich-rechtliche 
Vereinbarung mit dem Ziel, die Kaliproduktion im 
hessisch-thringischen Kalirevier langfristig zu sichern 
und die Umweltauswirkungen weiter zu reduzieren. 

gesamtstrategie zeigt Klare 
perspeKtiVe aUf 

Im Mai 2009 haben wir in bereinstimmung mit dieser 
Vereinbarung unsere Gesamtstrategie zur Verminderung 
von Umweltbelastungen vorgelegt. Diese zeigt 
auf, wie eine weitere Halbierung des Salzabwasservolumens 
erreicht und die bisherige Versenkung der Salzabwsser 
bis zum Jahr 2015 in Hessen beendet werden 
kann. Auerdem ffnet sie den Weg hin zu einer weiteren 
Absenkung der fr die Einleitung in die Werra heute 
bestehenden Grenzwerte um rund ein Drittel. 

integriertes massnahmenKonzept 

Auf Grundlage der Gesamtstrategie haben wir im Oktober 
2009 unser Integriertes Manahmenkonzept (IMK) 
vorgelegt. Es beschreibt detailliert die geplante Umsetzung 
der vorgesehenen Einzelmanahmen zum Grundwasser- 
und Gewsserschutz einschlielich der Neuen 

Integrierten Salzabwassersteuerung sowie die Prfung 
weiterer Manahmen. 

Wir streben an, im ersten Quartal 2011 die Abstimmung 
des IMK mit den Lndern Hessen und Thringen abzuschlieen, 
um die erforderliche Planungssicherheit fr 
die damit verbundenen Investitionen zu haben. 

invEstitionEn von Bis zu 360 mio.  

Die Investitionen in die Verbesserung der Gewsserqualitt 
sollen sich in den nchsten fnf Jahren auf insgesamt 
rund 360 Mio.  belaufen. Wir gehen damit aus 
heutiger Sicht an die Grenzen des technisch Sinnvollen 
und wirtschaftlich Vertretbaren. Wir bringen damit konomische 
Interessen und kologische Anforderungen 
noch besser in Einklang und werden unserer unternehmerischen 
Verantwortung fr die Sicherung tausender 
Arbeitspltze in der Kaliindustrie gerecht. 

halBiErung DEs anfallEnDEn 
salzaBwassErs 

Die lokalen Vermeidungs-und Verwertungsmanahmen 
des IMK beziehen innovative Verfahren ein, die 
bislang von keinem anderen Kaliproduzenten weltweit 
grotechnisch eingesetzt werden. In den nchsten fnf 
Jahren knnen damit neben der Halbierung der Salz-
abwasser-Menge die Chlorid- und Hrtegrenzwerte im 
Flusssystem Werra/Weser um rund ein Drittel reduziert 
werden. Diese Umweltziele schlieen die Salzabwsser 
des Standorts Neuhof-Ellers auch knftig ein. 


kologie 


5.2 kaliproduktion und gewsserschutZ 
91 

Das heit, dass sich die nachhaltige Wiederbelebung 


die weser erreichtnahezu ssswasserQualitt aBB: 5.2.2 
der Werra, die eindeutig auf die seit dem Jahr 2000 wirksame 
Reduzierung und Vergleichmigung der Salzwassereinleitung 
zurckzufhren ist, weiter fortsetzen wird. 

Das Ergebnis: Die Weser wird nrdlich von Bad Karlshafen 
nahezu wieder zu einem Fluss mit Swasserqualitt. 
Bei Bremen wird die Weser, bezogen auf den Salzgehalt, 
Trinkwasserqualitt haben. / abb: 5.2.2 

Darber hinaus ist es ein wesentliches Ziel unseres Konzepts, 
die bisherige Versenkung zu beenden. Wir werden 
zuknftig noch kalium- und magnesiumhaltige Salzabwsser 
in den Plattendolomit einleiten, aber ein hheres 
Volumen an natriumreichen Salzabwssern aus dem 
Plattendolomt rckfrdern. Diese Bewirtschaftung wird 

Werra Weser 
chloridgehalt pro mg / l 
2.500 2.500 
2.000 1.900 1.900 
Swasserqualitt 
1.500 
1.700 1.640 
1.292 1.292 1.114 
1.000 
500 
0 
670 
458 
570 
388 420 
285 240 162 240 161 

gerstungen

Frankenroda

heldra

allendorf

hann. mnden

Bad Karlshafen

porta Westfalica

intschede

Bremen 

im Plattendolomit auf Dauer zu einer Entlastung fhren. 

ErstE gEnEhmigungsantrgE gEstEllt 

Bereits seit der Verffentlichung des Manahmenpakets 
zum Gewsserschutz im Jahr 2008 arbeitet ein 
K+S-Projektteam aus Ingenieuren, Technikern, Wissenschaftlern 
und Betriebswirten an den Vorbereitungen 
fr die Umsetzung der umfangreichen Grundwasser- 
und Gewsserschutz-Manahmen. Nachdem bereits im 
Jahr 2010 der Salzabwasserverbund zwischen Hessen 
und Thringen genehmigt und hergestellt worden ist, 
sind jetzt die Umgestaltung der Kieseritproduktion am 
Standort Hattorf (Hessen) und des Produktionsprozesses 
am Standort Unterbreizbach (Thringen) bei den 
zustndigen Behrden beantragt und zum Teil bereits 
genehmigt worden. Mit diesen beiden Projekten und 

heute 

nach umsetzung manahmenpaket 

den bisher schon erreichten Verbesserungen werden 
bereits rund 90 % der in den nchsten fnf Jahren beabsichtigten 
Abwassereinsparung von 7 Mio. m3 erreicht. 
Weitere Genehmigungsantrge werden folgen. 

massnahmEn zum gEwssErschutz unD 
EffEktE 

SofortMaSSnahMen BiS ende 2011 

+ 
Lnderbergreifender Salzabwasserverbund in 
Betrieb: Durch den Salzabwasserverbund knnen die 
Einleitung in den Plattendolomit (Versenkung) und 
die Einleitung in die Werra noch besser auf einander 
abgestimmt werden, sodass in Summe weniger 
Salzabwasser versenkt werden muss und die Werra 
gleichzeitig von Kalium-und Magnesiumeintrgen 
entlastet wird. 

+ 
Umstellung von Produktionsprozessen zur Salzwassereinsparung: 
Durch eine Vielzahl von Einzelmanahmen 
an den Standorten des Werks Werra, wie 
die Rckfhrung von Salzabwasser in den Prozesskreislauf, 
gelang es, die Produktionsprozesse weiter 
zu verbessern und das Salzabwasservolumen weiter 
zu senken. 

92 5.2 kaliproduktion und gewsserschutZ 
+ 
Ausbau der Rckfrderung aus dem Plattendolomit: 
Mit dem Ausbau der Rckfrderung kann zuknftig 
der Plattendolomit von salzhaltigem Grundwasser 
entlastet werden. 
= 
Senkung des Salzabwasservolumens von 14 Mio.m 3 
auf 12 Mio. m 3 im Jahr 

MaSSnahMen BiS ende 20131 

+ 
Kalte Vorzersetzung (KVz) von Carnallit 
+ 
Erhhung der Dickstoffanlagenkapazitt am Standort 
Unterbreizbach (Thringen) 
+ 
Erweiterung der Eindampfkapazitt am Standort 
Wintershall (Hessen): Am Standort Unterbreizbach 
wird wegen der sich ndernden Rohsalzqualitt eine 
Anlage zur kalten Vorzersetzung von Carnallit gebaut 
und der Heilseprozess an das zuknftig zu verarbeitende 
Salz angepasst. Die dabei im Prozess noch 
entstehenden Salzlsungen werden teils in Unterbreizbach 
in einer weiteren Dickstoffanlage unter 
Tage und teils am Standort Wintershall verwertet. 
Zur Eindampfung der Salzabwsser in Wintershall 
wird u.a. die Eindampfkapazitt zur Herstellung verkaufsfhiger 
MgCl2-Lsung erweitert. Somit werden 
die in Unterbreizbach entstehenden Prozessabwsser 
vollstndig verwertet. Eine direkte Einleitung oder 
Versenkung dieser Wsser entfllt damit zuknftig. 
+ 
Umstellung der Kieseritgewinnung vom Waschverfahren 
auf das trockene eSta-Verfahren am Standort 
Hattorf (Hessen): Am Standort Hattorf entstehen 
dadurch ca. 3,5 Mio. m 3 weniger Salzabwasser. Die bis1 
in abhngigkeit von der abstimmung des imK. 

her ca. 1 Mio. t Salz, die im Salzabwasser gelst waren, 
werden dann als fester Rckstand entsorgt. Mit dieser 
Manahme und der vollstndigen Verwertung der 
Prozesswsser vom Standort Unterbreizbach sowie 
den bisher erzielten Verbesserungen werden bereits 
rund 90 % der in den nchsten fnf Jahren insgesamt 
beabsichtigten Salzabwassereinsparung erreicht. 

= 
Senkung des Salzabwasservolumens von 12 Mio. m 3 
auf 8 Mio.m3 im Jahr 

Die im IMK am Standort Unterbreizbach ursprnglich 
vorgesehene Anlage zum Eindampfen von Magnesiumchlorid-
Lsung wird nicht mehr bentigt, weil die 
zuknftig erwartete Rohsalzqualitt eine Anpassung 
des Aufbereitungsverfahrens erlaubte. Durch neue 
Explorationstechnik war es mglich, fr einen deutlich 
lngeren Zeitraum als bisher Aussagen ber die Verteilung 
der Wertstoffe im Rohsalz zu erlangen. Sie zeigen, 
dass in den nchsten Jahren bei weiterhin hohem 
Kaliumchlorid-Anteil der Gehalt an Magnesiumchlorid 
im Rohsalz dauerhaft erheblich zurckgehen wird. Die 
deshalb zuknftig in wesentlich geringerem Umfang als 
bisher entstehende Magnesiumchlorid-Lsung kann im 
Werksverbund verwertet und verkauft werden. 

MaSSnahMen BiS ende 20151 

+ 
Bau einer Tiefkhlanlage fr Salzlsungen am Standort 
Hattorf: Am Standort Hattorf kann durch Abkhlen 
eines Teilstroms von Salzlsungen von einer Temperatur 
von ca. 30 auf -10C der Gehalt an kaliumchlorid-
und magnesiumsulfathaltigem Feststoff auskristallisiert 
werden; somit halbieren wir die Konzentration 
von Kaliumchlorid und Magnesiumsulfat 
in diesem Teilstrom der Salzlsung. Der auskristallisierte 
Feststoff wird in weiteren Prozesschritten in 
ein vermarktbares Produkt berfhrt. 

+ 
Weiterentwicklung der Kieserit-Flotation am Standort 
Wintershall: Die Weiterentwicklung verbessert 
die Wertstoffgewinnung und senkt gleichzeitig 
erheblich das Salzabwasseraufkommen. Mit dieser 
Manahme senken wir das Salzabwasservolumen 
am Standort Wintershall um ca. 1 Mio. m 3 und knnen 
zustzliche Mengen an Magnesiumsulfat produzieren. 
= 
Senkung des Salzabwasservolumens von 8 Mio. m 3 
auf rund 7 Mio. m 3 im Jahr 

antrge fr salzWasserfernleitUngen 
in VorbereitUng 

Da die dauerhafte lokale Entsorgung von einigen Seiten 
in Frage gestellt wird, knnen wir derzeit eine langfristige 
Genehmigung unseres Konzepts nicht als gesichert 
annehmen. 

Deshalb haben wir uns aus Grnden vorausschauender 
Sorgfalt entschlossen, parallel zur Umsetzung der lokalen 
Manahmen auch Genehmigungsantrge fr standortferneEntsorgungswege,
d.h.Fernleitungenzur Oberweser 
und zur Nordsee, vorzubereiten. Dies geschieht 
ungeachtet des Umstandes, dass die mit den Lndern 
Hessen und Thringen definierten und vom Runden 
Tisch akzeptierten Prfkriterien fr Fernleitungen heute 


kologie 


5.2 kaliproduktion und gewsserschutZ 
93 


prfKriterienfrfernleitungen 

+ der gemeinsame politische Wille auf Landes- und Bundesebene 
muss gegeben und dokumentiert sein. 
+ Bau und Betrieb der Fernleitung sowie die einleitung von 
Salzlsungen mssen langfristig genehmigungsfhig sein. 
+ die manahme muss kologisch sinnvoll sein  gemessen 
an den gewsserklassenkriterien der europischen Wasserrahmenrichtlinie. 
+ Bau und Betrieb einer Leitung mssen wirtschaftlich zumutbar 
und verhltnismig sein. 
weder objektiv noch aus Sicht des Unternehmens erfllt 
sind. Dies muss aber der Fall sein, bevor eine Entscheidung 
ber den Bau einer Fernleitung getroffen werden 
kann  eine solche Entscheidung ist mit der Vorbereitung 
der Antrge also nicht verbunden. 

Gleichwohl werden wir die Antragsverfahren vorurteilsfrei, 
ergebnisoffen und mit derselben Sorgfalt bearbeiten 
wie die Antrge zur Umsetzung des IMK. 

neUe Wasserrechtliche erlaUbnisse 
beantragt 

Da Vorbereitung, Bearbeitung und Prfung der Antrge 
fr die mglichen Entsorgungsvarianten einen erheblichen 
Zeitraum in Anspruch nehmen werden, beantragen 
wir gleichzeitig die erforderlichen wasserrechtlichen 
Erlaubnisse, um die geregelte lokale Entsorgung 

durch Versenkung und Einleitung und damit die Produktion 
des Werks Werra ber das Jahr 2011 bzw. 2012 
hinaus fortsetzen zu knnen. 

In der ffentlich-rechtlichen Vereinbarung ist vorgesehen, 
die bisher erteilten Genehmigungen durch eine lngerfristige, 
integrale wasserrechtliche Erlaubnis abzulsen. 
Diese soll auch die notwendige Investitionssicherheit 
fr das IMK geben. 

planfeststellUng salzWasserleitUng 
neUhof-philippsthal beantragt 

Im Juni 2010 haben wir die berarbeiteten und aktualisierten 
Antragsunterlagen fr die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens 
fr den Bau einer Salzwasserleitung 
von Neuhof nach Philippsthal beim Regierungsprsidium 
Kassel eingereicht. Bei der anschlieenden 
ffentlichen Auslegung sind alle Werra-und Weser-
Anrainerkommunen bis hinauf nach Bremen bercksichtigt 
worden. Zurzeit werden die eingegangenen Einwnde 
durch das Regierungsprsidium Kassel gesichtet 
und fr den Errterungstermin vorbereitet, der voraussichtlich 
im Herbst 2011 stattfindet. 

Die Antragsunterlagen belegen, dass der Transport des 
Salzwassers ber eine Rohrleitung sowie die Entsorgung 
im Bereich des Werks Werra der kologisch vorteilhafteste 
Weg ist. Bereits in der Vorbereitung des Antrages 
waren alle technisch vernnftigen Entsorgungsvarianten 
von Experten geprft worden. Die einzelnen Fach


gutachten zeigten, dass Alternativen zur Pipeline entweder 
keine nachhaltige Lsung darstellen, technisch 
nicht realisierbar sind oder schwerwiegende kologische 
Nachteile mit sich bringen. Dies trifft insbesondere 
auch auf die derzeit noch als Interims-Lsung erforderlichen 
lKW-Transporte zu, die mit Co2-Emissionen und 
anderen Begleiterscheinungen des Schwerlastverkehrs 
das regionale Umfeld erheblich in Anspruch nehmen. 


die europische wasserrahMenrichtlinie 
(wrrl) 

die europische Wasserrahmenrichtlinie (wrrl) wurde 1997 
von der europischen Kommission als verbindlicher Ordnungsrahmen 
fr die Wasserpolitik der mitgliedsstaaten 
beschlossen und trat im Jahr 2000 in Kraft. Ziele sind unter 
anderem: Sicherung beziehungsweise erreichen eines guten 
Zustands aller gewsser sowie ein wirksames Flussgebietsmanagement. 
als spteste Frist fr die erreichung der gewsserqualittsziele 
nennt die wrrl das Jahr 2027. allerdings 
knnen und mssen die Behrden unter umstnden dauerhaft 
weniger strenge Ziele festlegen, wenn die erreichung 
eines guten kologischen Zustands unmglich ist, mit unverhltnismig 
hohem aufwand verbunden wre oder wenn 
die erreichung der Ziele mit nachteiligen kologischen auswirkungen 
an anderer Stelle erkauft wrden. die wrrl gibt 
keine grenzwerte vor. Sie will einen ausgleich zwischen 
anspruchsvollen Bewirtschaftungszielen und den Belangen 
der auf die gewssernutzung angewiesenen industrie (siehe 
artikel 4 absatz 5 wrrl). 


94 5.2 kaliproduktion und gewsserschutZ / 5.3 effiZiente energienutZung und klimaschutZ 
fortsetzUng des rUnden tisches 

Angesichts der positiven Erfahrungen mit dem Runden 
Tisch haben auch wir uns dafr eingesetzt, ihn als Dia-
log-und Informationsplattform fortzusetzen. Mit Erfolg: 
Fr das 2. Quartal 2011 ist das nchste Treffen des Gremiums 
vorgesehen. Das Ziel ist es weiterhin, das Thema 
Gewsserschutz ganzheitlich zu betrachten. Denn 
der Rckgang der Salzbelastung whrend der letzten 
Dekade und die insoweit geplanten Manahmen haben 
den Blick auf weitere Belastungsgren gelenkt: u.a. 
hohe Nhrstoffgehalte (Phosphor und Stickstoff),strukturelle 
Defizite durch Uferbegradigungen und Staustufen 
und nicht ausreichend geklrte Abwsser. 


gewsserMonitoringBelegtpositiventrend 
aktuelle ergebnisse langjhriger gewsseruntersuchungen 
besttigen, dass sich die dynamische Verbesserung der kologischen 
Bedingungen in Werra und Weser weiter fortsetzt. 
Sowohl bei Wasserpflanzen als auch bei Kleintieren stellten 
die Wissenschaftler im Vergleich zu den Vorjahren in der Werra 
positive entwicklungen fest. auch bei den Fischen ist eine 
Zunahme der artenzahl und artendichte sowie der populationsgre 
zu verzeichnen. die untersuchungen zeigen aber 
auch, dass sich neben den unbestrittenen auswirkungen 
der Salzwassereinleitung sowohl in der Werra wie auch in 
der Weser die weiteren auf den gewsserzustand wirkenden 
Belastungsfaktoren immer deutlicher bemerkbar machen. 
Siehe ausfhrliche monitoring-Berichte unter 
www.k-plus-s.com/de/umwelt /gewaesserschutz/ 
monitoring.html 

5.3 effizieNte eNergieNUtzUNg 
UNd KlimaschUtz 
KlimaschUtz als Kologische Und 
Konomische heraUsforderUng 

K+S nimmt den Klimaschutz als kologische und konomische 
Herausforderung sehr ernst. Wissenschaft, 
Politik und Gesellschaft sind gefordert, die vorhandenen 
Ressourcen effizienter zu nutzen und den weiteren 
Anstieg von Treibhausgasen zu bremsen. 

K+s in cpli aUfgenommen 

Das Carbon Disclosure Project zeigt, dass Energieeffizienz 
und Klimaschutz auch auf den internationalen 
Finanzmrkten keine Randthemen mehr sind. Durchgefhrt 
wird diese Umfrage im Namen von weltweit 
385 institutionellen Investoren mit einem Gesamtanlagevermgen 
von 57 Billionen uS-Dollar. K+S ist im Jahr 
2010 erstmals in den Carbon Performance Leadership 
Index (CplI) aufgenommen worden. Der CplI umfasst 
30 deutsche Unternehmen, die sich durch besondere 
Transparenz in der Berichterstattung zum Klimaschutz 
auszeichnen. 

/ https: //www.cdproject.net /cdpresults /cdp-2010-germanyreport.
pdf 

programm zUr energieeffizienz Und 
redUzierUng der co2-emissionen 

Unser Programm zur weiteren Reduzierung der Kohlendioxid-
Emissionen an den Standorten der Geschftsbereiche 
Kali-und Magnesiumprodukte sowie Salz besteht 
aus folgenden Bausteinen: 

+ 
Nutzung der besten zur Verfgung stehenden Kraftwerks-
Technologie (Kraft-Wrme-Kopplung auf den 
Standorten des Geschftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte) 
+ 
Optimierung unserer energiesparenden Produktions-
verfahren 
+ 
Rckgewinnung und Nutzung von Abwrme in Produktionsanlagen 
und Kraftwerken 
+ 
Reduzierung des Energieverbrauchs in der gesamten 
Wertschpfungskette 
Die fr den Betrieb unserer Kraftwerke, Trocknungsanlagen 
und Siedesalzanlagen erforderliche Energie  Strom 
und Dampf  wird fast ausschlielich auf Erdgasbasis 
erzeugt. 

international spitze bei 
energieeffizienz 

gEschftsBErEich kali-unD 
magnEsiumproDuktE 

Sechs unserer sieben Kaliwerke verfgen ber eigene 
Kraftwerke, die mit modernsten Anlagen zur KraftWrme-
Kopplung (KWK) ausgestattet sind. An den 


Standorten Neuhof-Ellers und Zielitz sowie im Verbundwerk 
Werra wird zudem die Brennwerttechnik 
in industriellem Mastab angewendet. Dank erfolgreicher 
Optimierungsmanahmen liegt der Nutzungsgrad 
unserer Kraftwerke inzwischen bei ber 90 %. Die 
Standorte arbeiten somit in der Nhe der theoretisch 
erzielbaren Energieeffizienz, sodass sich nach heutigem 
Stand der Technik selbst durch weitere Investitionen 
kaum noch sprbare Emissionsminderungen erreichen 
lassen. / abb: 5.3.1 

SelBStverpfliChtunG zuM KliMaSChutz 

Als Partner der zwischen Bundesregierung und deutscher 
Wirtschaft vereinbarten Selbstverpflichtung 
zum Klimaschutz haben wir uns im Jahr 2008 das Ziel 
gesetzt, bis zum Jahr 2012 die spezifischen Co2-Emissionen 
auf 28 kg/tund die absoluten Co2-Emissionen auf 
1,1 Mio. t pro Jahr zu senken. 

Bis zum Jahr 2005 hatten wir die spezifischen Co2-Emissionen 
bereits von 91,4 kg/t verarbeitetes Rohsalz (Basisjahr 
1990) auf 29,4 kg/t vermindert;dies entspricht einer 
Minderung von 68 %. Die jhrlichen Co2-Emissionen verminderten 
sich bis zum Jahr 2005 absolut von 4,76 Mio. t 
auf 1,15 Mio. t pro Jahr; dies entspricht einer Minderung 
von rund 76 %. 

Die jhrlichen Fortschrittsberichte der Verbnde und 
Unternehmen werden vom Rheinisch-Westflischen 
Institut fr Wirtschaftsforschung (rWI) geprft und 
in Fortschrittsberichten fr die Bundesregierung verarbeitet. 
/ tab: 5.3.1 

kologie 


5.3 effiZiente energienutZung und klimaschutZ 
95 

energieeffizienz iM vergleich aBB: 5.3.1 
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 
in % 
K+S 
dt. industrie 
deutschland 
uSa 
Weltweit 
russland 
china 
Kondensationsstrom 
Kraft-Wrme-Kopplung 
selBstverpflichtungder 
Kaliindustrie(BasisJahr1990) taB: 5.3.1 

Spezifisches 
Ziel 

Bis 2005 
Verringerung der spezifischen cO2emissionen 
um 66% auf 31 kg cO2/t 
rohsalzverarbeitung (Ziel 1996 erreicht) 

Bis 2012 Verringerung der spezifischen cO2-emissionen 
um 69% auf 28 kg cO2/t rohsalzverarbeitung 

AbsolutesZiel 

Bis 2005 
Verringerung der absoluten cO2-emissionen 
um 78% auf 1,05 mio. t cO2 pro Jahr (2005 
Verringerung um 76 % erreicht) 

Bis 2012 Verringerung der absoluten cO2-emissionen 
um 77% auf 1,1 mio. t cO2 pro Jahr 

inveStitionSprojeKte zur MinderunG der 
Co2-eMiSSionen in deutSChland 

+ 
In Zusammenarbeit mit e.on modernisieren wir zurzeit 
am Standort Hattorf die werkseigene Energieversorgung. 
Die neue 30-Megawatt-Gasturbine produziert 
zuknftig 25 Megawatt zustzlichen KWK-
StroM, der Braun-bzw. Steinkohlestrom ersetzt, 
wodurch jhrlich 80.000 t Co2 eingespart werden. 
Auerdem erhht sich der Nutzungsgrad des Kraftwerks 
weiter und der Standort Hattorf wird stromautark. 
+ 
Um den Eigenstromanteil weiter  auf etwa 83 %  zu 
erhhen und uns damit von externer Energieversorgung 
weitgehend abzukoppeln, haben wir auf unserem 
Werk Zielitz eine neue 30-Megawatt-Dampfturbine 
errichtet. Auch der Wirkungsgrad  die Strom

96 5.3 effiZiente energienutZung und klimaschutZ 
ausbeute pro durchgesetzter Tonne Dampf  wurde 
wesentlich verbessert. Dadurch werden jhrlich 7.300 t 
Co2 eingespart. 

gEschftsBErEich salz 

Die Produktionskapazitt des Geschftsbereichs Salz 
beluft sich auf knapp 30 Mio. t Salz. Davon entfallen 
70 % bzw. 21 Mio. t auf bergmnnisch gewonnenes Steinsalz, 
4,7 Mio. t auf Siedesalz, 2,4 Mio. t auf Solarsalz und 
1,7 Mio. t auf Salz, das in Sole enthalten ist. 

Das energieintensivste Verfahren ist die Herstellung 
von Siedesalz, weil dabei groe Mengen Wasser verdampft 
werden mssen. Dazu wird Sole in geschlossene 
Verdampfergefe geleitet, wo sie bei Temperaturen 
zwischen 50 bis 150 C eingedampft wird und das 
Natriumchlorid auskristallisiert. Dabei ist der Prozess 
soweit optimiert, dass durch Wrmerckgewinnung 
und mehrstufige Eindampfapparate, die teilweise im 
Vakuum betrieben werden, die hchstmgliche Energienutzung 
erreicht wird. 

Die Aufbereitung von Steinsalz erfolgt durch Brechen, 
Mahlen und Sieben. Meer- bzw. Solarsalz wird gewonnen, 
indem Salzwasser durch Sonneneinstrahlung verdunstet. 


inveStition in neue teChniKen zur 
eMiSSionSMinderunG 

In den uSa werden zurzeit drei von 10 Siedesalzanlagen 
statt mit Erdgas noch mit Kohle betrieben. An diesen 
drei Standorten hat Morton Salt in den vergan


genen fnf Jahren mehr als 20 Mio. uS-Dollar in neue 
Techniken zur Emissionsminderung investiert. Dadurch 
konnten die Feinstaubemissionen um ber 30 % und 
die Stickoxidemissionen um ber 20 % gesenkt werden. 

daMpf auS erSatzBrennStoffanlaGe 

Voraussichtlich ab Mitte 2011 werden wir an unserem 
niederlndischen Salz-Standort in Harlingen Dampf aus 
einer Ersatzbrennstoffanlage beziehen. Nach der Grundsteinlegung 
im Mai 2009 schreitet die Errichtung der 
Anlage durch den niederlndischen Betreiber oMrIn 
planmig voran. Die direkten, produktionsbedingten 
Co2-Emissionen unseres Standorts reduzieren sich auf 
null; Co2-Emissionen fallen allerdings beim Betreiber 
oMrIn an. 

emissionshandel 

rEDuktion DEr trEiBhausgasE ist Das ziEl 

Der Emissionshandel ist eines der Instrumente, die 
das Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997 zur Reduktion 
der Treibhausgase vorsieht. Im Jahr 2005 ist das europische 
System zum Handel mit Emissionszertifikaten 
in Kraft getreten. Unternehmen, die mehr Co2 emittieren, 
als die ihnen zugeteilten Emissionsrechte erlauben, 
knnen whlen, ob sie in Emissionsminderungsprojekte 
investieren oder Zertifikate zur Emissionsberechtigung 
auf dem Markt zukaufen. 

zwEitE hanDElspErioDE luft 

Im Januar 2008 startete die zweite Handelsperiode im 
Emissionshandel. Weiterhin sind 16 Anlagen 1 der K+S 
Gruppe emissionshandelspflichtig. Bei der Zuteilung 
von Emissionsrechten nach dem Benchmark-System 
wird in Deutschland die Energieeffizienz der einzelnen 
Anlagen jedoch nicht vollumfnglich bercksichtigt. 
Stattdessen werden Anlagen der Energiewirtschaft 
pauschal mit einer prozentualen Minderungsverpflichtung 
belegt. Dies trifft insbesondere effiziente Energieerzeugungsanlagen 
der Industrie, wie unsere Kraftwerke, 
die dank der Kraft-Wrme-Kopplung bereits einen Wirkungsgrad 
von ber 90 % besitzen. So angewendet, verfehlt 
der Emissionshandel den gewollten Lenkungseffekt 
und fhrt zu ungerechtfertigten Kostenbelastungen. 


DrittE hanDElspErioDE in vorBErEitung 

Derzeitig bereitet die eu-Kommission die Rahmenbedingungen 
fr die dritte Handelsperiode vor (2013  2020). 
Hierzu wurde bereits im Dezember 2008 eine eu-Emissionshandelsrichtlinie 
verabschiedet. Zwar sind zum 
jetzigen Zeitpunkt noch nicht alle Inhalte festgeschrieben, 
jedoch gehen wir davon aus, dass die Erfllung der 
ambitionierten eu-Klimaschutzziele eine groe Herausforderung 
fr die europische Industrie und somit auch 
fr K+S sein wird. 

1 
Wir kalkulieren unsere emissionen auf Basis der eu-monitoring-Leitlinien aus dem 
Jahr 2007. die emissionen der anlagen, die am emissionshandel teilnehmen, 
werden von externen prfungsorganisationen (envicert gmbh und tV thringen 
e.V.) verifiziert. 


kologie 


5.4 rekultivierung und naturschutZ 
97 

5.4 reKUltivierUNg UNd 
NatUr schUtz 
rcKstandshalden im landschaftsbild 

Auf den Standorten des Geschftsbereichs Kali-und 
Magnesiumprodukte halden wir feste Produktionsrckstnde 
auf, die im Wesentlichen durch die Anwendung 
der eSta-Technologie entstehen. Wir sind uns bewusst, 
dass der Flchenverbrauch und die salzhaltigen Abwsser, 
die durch Niederschlge auf die Halden entstehen, 
Eingriffe in die Natur und das Landschaftsbild sind. Die 
Halden unserer Kaliwerke nehmen eine Flche von 
ungefhr 500 Hektar ein. 

Eingriffe in Natur und Landschaft durch die Halden 
gleichen wir durch vielfltige Manahmen zum Naturschutz 
und zur Erhaltung der Artenvielfalt aus. Auerdem 
fhren wir eine Reihe von Projekten zur Abdeckung 
von Rckstandshalden durch, mit dem Ziel, die 
Haldenwsser zu reduzieren. Bereits seit dem Jahr 1983 
erforschen wir beispielsweise in Kooperation mit der 
Universitt Kassel Begrnungsprogramme fr Rckstandshalden. 
Nach der vollstndigen Abdeckung und 
Begrnung kann Niederschlagswasser nicht mehr an 
die Rckstnde gelangen und die Entstehung von salzhaltigen 
Haldenwssern wird vermieden. 

proJEktE zur aBDEckung unD BEgrnung 

+ 
Am Standort des ehemaligen Kaliwerks Friedrichshall 
in Sehnde wird eine Anlage zum Recycling von 
Baustoffen betrieben, um die Halde abzudecken und 
zu begrnen. Die Halde wird  abhngig von den zur 
Verfgung stehenden Mengen an Abdeckungsmaterialien 
 in 15 bis 25 Jahren komplett abgedeckt sein. 

+ 
Auf einer kleinen Halde am Standort Wintershall 
wird im Rahmen eines Begrnungsprogramms 
das Entstehen natrlicher Vegetation gefrdert. Im 
Gegensatz zu den meisten Grohalden, auf denen 
u.a. aufgrund der aus Salz bestehenden Oberflche 
keine Bepflanzung mglich ist, besteht die Oberflche 
dieser Halde aus dem schwerlslichen Gipsmineral 
Anhydrit, das kaum noch Steinsalz enthlt. In Zukunft 
soll auf dem Gelnde ein Sekundrbiotop entstehen. 
+ 
Weitere Verfahren zur Abdeckung von Rckstandshalden, 
die bei positiven Ergebnissen eventuell auch 
fr Grohalden geeignet sind, werden derzeit vorbereitet 
und sollen anschlieend erprobt werden. Es ist 
allerdings kaum zu erwarten, dass in absehbarer Zeit 
Grohalden umfnglich abgedeckt werden knnen. 
umfangrEichE ausglEichsmassnahmEn 

In Deutschland sind Ausgleichsmanahmen fester 
Bestandteil eines Genehmigungsbescheides fr eine 
Haldenerweiterung und mit den zustndigen Naturschutzbehrden 
abgestimmt. Auch Naturschutzverbnde 
haben die Mglichkeit, den Behrden Projekte 
vorzuschlagen. Es gilt der Grundsatz: Durch die Ausgleichsmanahmen 
muss mehr naturnahe Flche neu 
geschaffen werden, als durch Bau oder Erweiterung verloren 
geht. Hufige Manahmen sind: Pflanzung von 
Gehlzstreifen und Streuobstwiesen, Erst- und Wiederaufforstung 
von Waldstcken sowie Renaturierung von 
Bachlufen. Um die Artenvielfalt zu schtzen, werden 

unterschiedliche Bume und Strucher gepflanzt, sodass 
Biotope fr seltene Tierarten entstehen knnen. 

Im Jahr 2010 haben wir die Halde am Standort Zielitz um 
4,5 Hektar erweitert und im Gegenzug durch Ausgleichs- 
und Ersatzmanahmen 21 Hektar naturnahe Flche neu 
geschaffen. Dazu gehren unter anderem die Erstaufforstung 
eines Eichenmischwaldes (11,6 Hektar) und die 
kologische Aufwertung eines Gewssers (5 Hektar). 

salzabbaU in der chilenischen Wste 

In Chile bauen wir Steinsalz in einer der trockensten 
Regionen der Erde ab, der Tarapac-Wste. Der Tagebau 
umfasst circa 100 Hektar. Nach Stilllegung eines 
Abbaubereichs werden wir auf Basis der Abbaugenehmigung 
die Anlagen sowie eventuelle Altlasten entfernen 
und die Rnder durch eine Angleichung der Hhenunterschiede 
sichern; eine komplette Verfllung wird 
nicht notwendig sein. Die Rekultivierung spielt in dieser 
Region eine untergeordnete Rolle, da dort kaum Flora 
und Fauna existieren. 

solarsalzgeWinnUng 

Bei entsprechenden klimatischen Voraussetzungen nutzen 
wir auch die Kraft der Sonne zur Salzgewinnung. 
Das durch Sonnenenergie gewonnene feste Natriumchlorid 
bezeichnet man als Solarsalz. Hierzu zhlt auch 
das aus verdunstetem Meerwasser gewonnene Meersalz. 



98 5.4 rekultivierung und naturschutZ 
Bei dieser Methode wird Salzwasser in abgetrennte Verdunstungsbecken 
gepumpt. Nach mehreren Monaten 
der Sonneneinstrahlung kann das auskristallisierte Natriumchlorid 
schlielich als mehrere Zentimeter dicke 
Salzschicht geerntet werden. Wir gewinnen Solarsalz 
in Brasilien, am Groen Salzsee in Utah/uSa und auf 
den Bahamas. 

In Brasilien und auf den Bahamas wird Meerwasser mit 
einer Konzentration von 35 Gramm Salz pro Liter verarbeitet. 
Zuerst werden 80 bis 90 % des Wassers verdunstet, 
sodass die Salzkonzentration bei 300 Gramm pro 
Liter liegt; dies geschieht in den Konzentrationsbecken, 
die circa 90 % der gesamten Standortflche einnehmen. 
Anschlieend kann das Natriumchlorid aus den Kristallisationsbecken 
gewonnen werden, die die restliche 
Flche einnehmen. Unser Standort in Brasilien ist 2.500 
Hektar gro, auf den Bahamas sind es 12.200 Hektar. 


weltgrssteflaMingo-Kolonie siedelt an 

K+s-standort 

Flache Verdunstungsbecken knnen zur erhhung der artenvielfalt 
beitragen. Bestes Beispiel hierfr ist die Solarsalzgewinnung 
auf den Bahamas. Morton Salt hat dort in Zusammenarbeit 
mit dem Bahamas National trust und dem inagua 
National park die Wiederansiedlung von Flamingos (West indian 
pink Flamingo) gefrdert. gab es dort im Jahr 1950 nur 
noch 1.000 Flamingos, werden mittlerweile wieder ber 50.000 
Vgel gezhlt  die grte Kolonie der Welt. die in den Becken 
lebenden garnelen sind die hauptnahrungsquelle der Vgel. 

Die Sole aus dem Groen Salzsee hat bereits eine Konzentration 
von circa 150 Gramm Salz pro Liter, daher 
wird wesentlich weniger Flche fr die Vorkonzentration 
bentigt als beim Verdunsten von Meersalz. Angesichts 
dieser hohen Salzkonzentrationen ist im Groen 
Salzsee  abgesehen von Salinenkrebsen  keine Gewsserkologie 
vorhanden. 

torfgeWinnUng Und renatUrierUng 

Grundstzlich ist in Deutschland die Torfgewinnung 
nur in bereits durch den Menschen genutzten Bereichen 
zugelassen. Um den Torf fr die Blumenerdenproduktion 
der CoMpo zu gewinnen, lagern wir nach der 
Trockenlegung den auf dem Torf befindlichen Boden 
samt den darin enthaltenen speziellen Samen um. Nach 
Gewinnung des Torfs erfolgt eine Renaturierung des 
jeweiligen Moorabschnitts, indem der zwischengelagerte 
Boden wieder aufgebracht, die Flchen wieder vernsst 
und so die Voraussetzungen fr eine natrliche 
Regeneration geschaffen werden. Diese Renaturierung 
wird durch Experten der Fachbehrden sowie wissenschaftliche 
Untersuchungen begleitet. Im Ergebnis entwickelt 
sich nach kurzer Zeit eine fr unberhrte Hochmoorlandschaften 
typische Flora und Fauna. Insbesondere 
siedeln sich seltene Tier- und Pflanzenarten an, die 
in den gleichen Arealen vor der Torfgewinnung hufig 
nicht mehr anzutreffen waren. Die Renaturierungsmanahmen 
entsprechen der eu-Vogelschutzrichtlinie 
sowie der Flora/Fauna/Habitat-Richtlinie. Die renatu


rierten Flchen sind auch Bestandteil des europischen 
Schutzgebietssystems Natura 2000. 

Auerdem untersttzt CoMpo in Deutschland und 
Frankreich Forschungsprojekte mit dem Ziel, Ersatzprodukte 
fr natrlichen Torf zu finden. Eine Alternative 
knnte Sphagnum sein, das als Feuchtgebietpflanze 
Hauptbestandteil des Torfs ist, eine andere die Verwendung 
von kompostierten Baumrinden oder pflanzlichen 
Abfllen. 

Das genehmigte Torfabbaugebiet am Standort Uchte 
ist 630 Hektar gro, aktuell im Abbau befinden sich 180 
Hektar, 20 Hektar wurden im Jahr 2010 renaturiert. Am 
Standort Gnarrenburg ist die Gewinnung auf 585 Hektar 
zugelassen, wovon zurzeit 336 Hektar genutzt werden; 
20 Hektar wurden im Jahr 2010 renaturiert. 

rcKbaU Und sanierUng stillgelegter 
standorte 

programm zur nachsorgE inaktivEr 
wErkE in DEutschlanD 

Bereits Ende der 1990er Jahre haben wir fr den gezielten 
Rckbau stillgelegter Standorte ein langjhriges Programm 
aufgelegt. Unser Ziel war und ist es, die Nachsorge 
inaktiver Werke in Deutschland strukturiert zu 
bearbeiten. Die Kosten dafr belaufen sich bislang auf 
insgesamt ber 130 Mio. . Zum Betreuungsbereich 
gehren 28 Altstandorte in Niedersachsen sowie einer in 
Nordrhein-Westfalen und einer in Baden-Wrttemberg. 


kologie 


5.4 rekultivierung und naturschutZ / 5.5 kennZahlen und erluterungen 99 
flutunG von GruBenhohlruMen 

Fr jeden Standort erfolgt gem Bundesberggesetz 
und in Abstimmung mit den Naturschutzbehrden 
sowie den rtlichen Gemeindevertretern eine sorgfltige 
Abwgung, ob und wie vorhandene Einrichtungen 
weiter genutzt werden knnen. Ist die sinnvolle 
Nachnutzung der Bergwerke nicht mglich, sind wir 
verpflichtet, die Grubenhohlrume der in Niedersachsen 
liegenden Kalibergwerke mit steiler Lagerung zu 
fluten. Anschlieend werden die Schchte mit Hartgesteinsmaterial 
zur Sicherung der Tagesoberflchen verfllt, 
die oberirdischen Flchen untersucht und eventuelle 
Altlasten beseitigt. Zurzeit werden in Niedersachsen 
sieben Standorte verwahrt; bei 18 Standorten ist dies 
bereits abgeschlossen. Weitere Verwahrungsarbeiten 
werden wir im Jahr 2011 abschlieen. 

BetreuunG von Kali-althalden 

Zustzlich werden 37 Althalden in Niedersachsen und 
zwei in Baden-Wrttemberg betreut. Davon sind zurzeit 
16 begrnt und weitere sechs befinden sich in Begrnung. 
Sechs Halden wurden bisher abgetragen und eine 
teilweise zurckgebaut. 

BeiSpiele fr GelunGene naChnutzunG: 

+ 
Im Werk Salzdetfurth mussten wir die Kaliproduktion 
im Jahr 1992 einstellen. Eine zum MarS-Konzern 
gehrende Gesellschaft entschied im Jahr 1993, die 
komplette CatSan-Produktion nach Salzdetfurth zu 
verlagern, nachdem sie zuvor von dort lediglich einen 
Rohstoff bezogen hatte. Seit dem Jahr 1995 ist ein weiteres 
Unternehmen auf dem Werksgelnde angesiedelt, 
das ein Vorprodukt fr Katzenstreu produziert. 

+ 
Im ehemaligen Kalibergwerk Merkers haben wir im 
Jahr 1991 ein Besucherbergwerk erffnet. Neben dem 
Einblick in ein modernes Bergbauunternehmen gibt 
es Wissenswertes ber die Geschichte, die Entwicklung 
und die Tradition des Kalibergbaus zu erfahren. 
Die Konzerte im ehemaligen Grobunker sowie 
diverse sportliche Veranstaltungen stoen auf reges 
Besucherinteresse. Im Jahr 2010 haben wir rund 
78.000 Besucher verzeichnet. 
/ www.erlebnisbergwerk.de 

stanDortspEzifischE nachsorgEplnE fr 
us-amErikanischE stanDortE 

Morton Salt hat in den letzten 30 Jahren keinen Standort 
geschlossen, daher stehen zurzeit keinerlei Rckbau- 
bzw. Verwahrungsarbeiten an. 

Fr alle aktiven Standorte gibt es detaillierte Plne, wie 
im Falle einer Standortschlieung die Nachsorge ablaufen 
wird  der Umfang der Manahmen ist abhngig 
von der Gewinnungsart. Grundstzlich gilt: verursachte 
Umweltschden sind zu beheben und Altlasten zu entsorgen. 
Darber hinaus sind beispielsweise Standorte, 
die Solution Mining betreiben, im Rahmen des Grundwasserschutzes 
verpflichtet, die Technik komplett rck-
zubauen und die Bohrlcher abzudichten. Fr den Solarsalz-
Standort am Groen Salzsee wiederum gilt es, nach 
Schlieung den Ursprungszustand weitgehend wiederherzustellen. 


5.5 KeNNzahleN UNd 
erlUterUNgeN 
invEstitionEn unD BEtriEBskostEn 

Die direkten Investitionen in den Umweltschutz beliefen 
sich im Jahr 2010 auf 28,2 Mio. ; dies ist im Vergleich 
zum Vorjahr eine Steigerung um 53 %. Sie ist vornehmlich 
auf das Manahmenpaket zum Grundwasser- 
und Gewsserschutz sowie Investitionen im Kraftwerksbereich 
zurckzufhren. Die Betriebskosten fr 
den Umweltschutz sind hauptschlich aufgrund der 
gestiegenen Aufwendungen im Geschftsbereich Kali- 
und Magnesiumprodukte im Vergleich zum Vorjahr um 
31 % auf 146,2 Mio.  gestiegen. / tab: 5.5.1, 5.5.2 

matErialvErBrauch 

Im Jahr 2010 haben wir insgesamt 64,8 Mio.t Rohstoffe 
sowie 87.300 t Hilfsstoffe und 33.300 t Betriebsstoffe eingesetzt. 


Davon entfielen 63,2 Mio. t auf Rohsalze und 1,6 Mio. t 
auf organische Rohstoffe wie Torf, Erden, Komposte 
sowie eingesetzte mineralische Dngemittel und Spurennhrstoffe. 
Unsere Hilfsstoffe sind im Wesentlichen 
Prozesschemikalien und Konditionierungsmittel (Staubbindemittel 
und Antibackmittel). Betriebsstoffe sind 
die fr den Betrieb der Produktionseinrichtungen und 
Fahrzeuge erforderlichen Stoffe, vor allem Fette, le und 
Kraftstoffe. Im Jahr 2010 verbrauchten wir insgesamt 

1.538 t le, 138 t Fette und 40 Mio. l Dieselkraftstoffe. 

100 5.5 kennZahlen und erluterungen 


in mio.  
Gesamt 
gewsserschutz 
Luftreinhaltung 
abfallwirtschaft 
Naturschutz 


BetrieBsKosten fr den uMweltschutz taB: 5.5.2 
EnErgiEvErBrauch 

In Jahr 2010 betrug der Energieverbrauch insgesamt 

9.051 GWh (Vorjahr: 5.029 GWh). Der spezifische Energieverbrauch 
je produzierter Tonne Produkt lag bei 263 
kWh/t Produkt (Vorjahr: 283 kWh/t Produkt). Hiervon 
entfielen 6.256 GWh auf Erd-bzw. Flssiggas, 91 GWh auf 
leichtes und schweres Heizl, 1.119 GWh auf Kohle, 1.042 
GWh auf von extern bezogenen Dampf und 541 GWh 
auf Fremdstrom. Wir haben 109 GWh Strom in das 
ffentliche Netz eingespeist. Aufgrund der im Vergleich 
zum Vorjahr hheren Produktion in Europa ist der Energieverbrauch 
um ein Drittel gestiegen. Hauptschlich 
ist die erhebliche Zunahme des absoluten Energieverbrauchs 
auf die erstmalige Einbeziehung von Morton 
Salt zurckzufhren. 
Der Energieverbrauch je Tonne hergestellter Ware 
konnte in den letzten Jahren immer weiter vermindert 
werden. Wir haben uns im Jahr 2009 das Ziel gesetzt, 
den spezifischen Energieverbrauch bis zum Jahr 2014 auf 
unter 270 kWh/t Ware zu vermindern.Dieses Ziel wurde 
mit 263kWh/t bereits in 2010erreicht,wofr allerdings 
die Einbeziehung von Morton Salt mit einem im Vergleich 
zur gesamten Gruppe niedrigeren Energieverbrauch 
von 222 kWh/t verantwortlich ist. Dieser Wert 
ist auch auf die Nutzung von Sonnenenergie zur Soleeindampfung 
in den uSa zurckzufhren. Unter Bercksichtigung 
dieser neuen Situation sehen wir eine realistische 
Chance auf eine weitere Senkung des spezifischen 
Energieverbrauchs auf ca. 250 kWh/t im Jahr 
2014. / abb: 5.5.1 

2010 2009 % 
28,2 18,4 +53 
15,2 8,8 + 73 
11,1 7,5 + 48 
1,8 2,0 - 10 
0,1 0,1 0 
investitionen in den uMweltschutz1 taB: 5.5.1 
in mio.  
Gesamt 
gewsserschutz 
Luftreinhaltung 
abfallwirtschaft 
Naturschutz 
Sonstige 


2010 2009 1 % 
146,2 111,9 +31 
94,0 76,6 + 23 
28,9 18,4 + 57 
8,8 9.8 - 10 
1,1 1,1 0 
13,4 6,0 + 123 
1 Ohne morton Salt. 

rEcycEltE matErialiEn 

Im Rahmen der Blumenerdeproduktion bei CoMpo haben 
wir im vergangenen Jahr 40.110 t kompostierte Grnabflle 
eingesetzt. 

Am Standort Sigmundshall stellen wir das Schmelzsalz 
Montanal fr den Einsatz in der Sekundraluminiumindustrie 
her. Die beim Aluminium-Schmelzprozess entstehende 
Salzschlacke wird in der reKal-Anlage auf


gearbeitet und zu 100 % verwertet. Im Recyclingprozess 
fallen Aluminiumgranulat, das an die metallurgische 
Industrie verkauft wird, sowie die Dngemittel Kaliumchlorid 
und Ammonsulfat an, die wir ebenfalls vermarkten. 
Ein whrend des Recyclingprozesses entstehendes 
Gasgemisch setzen wir in der Kaliproduktion des Standortes 
als Ersatz fr Erdgas ein. Mit dem verbleibenden 
Rckstand wird die Halde abgedeckt, um sie anschlieend 
zu begrnen. 


kologie 


5.5 kennZahlen und erluterungen 101 
spezifischer energieverBrauch aBB: 5.5.1 Entgegen unserer ursprnglichen Schtzung, die Co2


100 200 300 400 500 
in kWh / t produkt 
2014e 
2010 
2009 
2008 
2007 
2006 
spezifischer Kohlendioxidausstoss aBB: 5.5.2 
20 40 60 80 100 
in kg /t produkt 
2014e 
2010 
2009 
2008 
2007 
2006 
EmissionEn 87 g/t no2) und 175 g/t So2 Produkt (Vorjahr: 2 g/t So2 
Die Co2-Emissionen im Jahr 2010 betrugen 1,6 Mio. t Produkt). Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich somit bei 
(Vorjahr: 0,88 Mio. t). Der Kohlendioxidaussto je pro-allen Schadstoffen eine deutliche absolute Erhhung, 
duzierter Tonne Ware lag bei 48 kg/t Produkt (Vor-was vornehmlich auf die erstmalige Einbeziehung von 
jahr: 50 kg/t Produkt). Weitere Emissionen: 2.502 t no2 Morton Salt zurckzufhren ist. 
(Vorjahr:1.541 t)und6.023 tSo2(Vorjahr:36t So2).Der Aussto 
je produzierter Tonne Ware lag bei 73 g/t no2 (Vorjahr: 

Emissionen je Tonne Produkt bis zum Jahr 2014 nicht 
weiter unter die Schwelle von 50 kg/t vermindern zu 
knnen, gelang eine weitere geringfgige Reduzierung 
sowohl mit als auch ohne Bercksichtigung des Effektes 
von Morton Salt. Dies ist auf eine weitere Steigerung 
der Energieeffizienz unserer Anlagen zurckzufhren. 
Fr das Jahr 2014 knnen wir somit unser Ziel fr die 
Co2-Emissionen auf ca. 45 kg/t weiter senken. 

/ abb: 5.5.2 

Der spezifische Schwefeldioxidaussto bewegt sich 
ohne Bercksichtung von Morton Salt in dem betrachteten 
Fnfjahreszeitraum in einen Bereich von 2,0 bis 
2,2 g/t und ist somit konstant. Der erhebliche Anstieg 
auf 175 g/t in 2010 ist auf die Verfeuerung von Kohle und 
schwerem Heizl mit hheren Schwefelgehalten auf 
Standorten von Morton Salt zurckzufhen, was auch 
die beobachtete Zunahme des Salzsure-Ausstoes von 
2 g/t in 2009 auf 8 g/t in 2010 erklrt. Eine Prognose bis 
zum Jahr 2014 lsst sich fr den Schwefeldioxid-Aussto 
zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeben. 

In unseren Khlungseinrichtungen sind Khlflssigkeiten 
im geschlossenen Kreislauf enthalten, sodass 
keine ozonabbauenden Substanzen freigesetzt werden. 
Andere ozonabbauende Substanzen setzen wir nicht ein. 

wassErEinsatz 

Im Jahr 2010 haben wir 160 Mio. m3 Wasser eingesetzt 
(Vorjahr: 76 Mio. m3 Wasser). Der spezifische Wassereinsatz 
stieg durch die erstmalige Einbeziehung von 


102 5.5 kennZahlen und erluterungen 

1 2 3 4 5 6 7 
in m3/t produkt 
2014e 
2010 
2009 
2008 
2007 
2006 
salzaBwasserversenKung und -einleitung aBB: 5.5.4 
0,1 0,2 0,3 0,4 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0 
in m3/ t produkt 
2015e 
2010 
2009 
2008 
2007 
2006 
Salzabwassereinleitung Salzabwasserversenkung 
spezifischer wasserverBrauch aBB: 5.5.3 
Morton Salt von 4,3 m3/t auf 4,6 m3/t geringfgig an. aBwssEr 
Bis 2014 wollen wir eine Senkung auf unter 4 m3/t Ware Die Menge der Salzabwsser belief sich im Jahr 2010 auf 
erreichen,d.h.eineweitereVerminderungummehr insgesamt 13,7Mio.m3bzw.0,4m3/t Produkt (Vorjahr1: 
als 10 %. / abb: 5.5.3 

9,5 Mio. m3 bzw. 0,5 m3/t Produkt). Hiervon haben wir 
9,4 Mio. m3 bzw. 0,3 m 3/t Produkt in Gewsser eingeleitet 
(Vorjahr: 7,5 Mio. m3 bzw. 0,4 m3/t Produkt) und 
4,3 Mio. m3 bzw. 0,1 m3/t Produkt versenkt (Vorjahr: 2,0 
Mio. m3 bzw. 0,1 m3/t Produkt). 

Damit ist die absolute Menge der Salzabwsser sowohl 
aufgrund des wieder erhhten Produktionsvolumens 
als auch aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von 
Morton Salt gestiegen. Die spezifischen Mengen sind 
gleich geblieben (Versenkung) oder konnten weiter verringert 
werden (Einleitung). 

Unter der Voraussetzung, dass wir die Manahmen zum 
Gewsserschutz im hessisch-thringischen Kalirevier 
bis zum Jahr 2015 umgesetzt und die damit verbundenen 
anspruchsvollen Ziele (Halbierung des jhrlichen 
Salzabwasseraufkommens aus der dortigen Kaliproduktion 
auf 7 Mio. m3) verwirklicht haben, sollte eine Zielgre 
fr die Einleitung in Gewsser von 0,3 m3/t im 
Jahr 2015 mglich sein. / abb: 5.5.4 

Als Khlwasser setzen wir nahezu ausschlielich Flusswasser 
ein. Dieses wird chemisch nicht verndert, sondern 
erfhrt lediglich eine Temperaturerhhung und 
wird dem Gewsser anschlieend wieder zugefhrt. 
Sofern ein nicht wieder verwendbarer berschuss von 
Spl-, Siel-und Reinigungswasser entsteht, wird er unter 
Bercksichtigung der wasserrechtlichen Erlaubnisse in 
das Gewsser eingeleitet. 

1 Kurzarbeitsbedingt ist eine geringe produktionsmenge angefallen. 


kologie 


5.5 kennZahlen und erluterungen 103 
spezifische aBfallMengen aBB: 5.5.5 
0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 4,5 
in kg / t produkt 
2014e 
2010 
2009 
2008 
2007 
2006 
verwerteter abfall beseitigter abfall Bauabflle 
vErwErtung von aBfllEn 

Auf unseren Standorten fallen Abflle an, die dem Kreislaufwirtschafts-
und Abfallgesetz unterliegen. Hauptschlich 
sind dies Verpackungsmaterialien, Stahlschrott, 
gebrauchte le und Fette, Lsungsmittel und Bauabflle. 
Im Jahr 2010 fielen insgesamt 85.600 t an Abfllen an, 
was einer spezifischen Abfallmenge von 2,5 kg/t Produkt 
entspricht. Davon wurden 82.400 t verwertet, der 
Anteil an Bauschutt nahezu vollstndig. 3.200 t Abflle 
wurden beseitigt. 

Die spezifische Abfallmenge zeigt im Fnfjahreszeitraum 
ab 2006 mit schwankenden Mengen zwischen 
2,7 bis 4,2 kg/t keine einheitliche Tendenz. Dies ist im 
Wesentlichen auf Baumanahmen zurckzufhren, die 
unabhngig von den hergestellten Produkten diskontinuierlich 
durchgefhrt werden. Sofern Investitionen 
und Baumanahmen im Jahr 2014 keinen besonders 

hohen Umfang annehmen, erwarten wir auch weiterhin 
ein spezifisches Abfallaufkommen von 2,5 kg Abfall/t 
Produkt, wie auch bereits im vergangenen Jahr prognostiziert. 
/ abb: 5.5.5 


104 5.5 kennZahlen und erluterungen 

umwEltsachBilanz 

spezifische daten taB: 5.5.3 aBsolute daten taB: 5.5.4 
Einfuhr 

eingesetzte rohstoffe t/t produkt 
energie, gesamt kWh/t produkt 
Wasser, gesamt m3/t produkt 
Betriebsstoffe kg/t produkt 
hilfsstoffe kg/t produkt 

Ausfuhr 

produkte mio. t 
Kohlendioxid kg / t produkt 
Kohlenmonoxid g / t produkt 
Stickoxide, als NO2 g/t produkt 
Schwefeldioxid g / t produkt 
Salzsure g / t produkt 
ammoniak g / t produkt 
Staub g/t produkt 
Bauabflle kg/t produkt 
Verwerteter abfall, 

ohne Bauabfall kg/t produkt 

Beseitigter abfall, 
ohne Bauabfall kg/t produkt 
Sonderabfall, ohne Bauabfall kg / t produkt 
aufgehaldeter rckstand t/t produkt 
Versatz t/t produkt 
Khlwasser m3/t produkt 
Salzabwassereinleitung m3/t produkt 
Salzabwasserversenkung m3/t produkt 

ab 2010 einschlielich morton Salt. 
2 ab 2007 einschlielich SpL, SdB und iScO. 

2010 1 2009 2008 2007 2 2006 
1,9 2,1 2,4 2,6 2,8 
263 283 304 333 387 
4,6 4,3 4,8 5,4 6,1 
1 1,4 1,3 1,3 1,1 
2,5 3,2 3,7 4,1 4,5 
34,5 17,8 21,6 20,2 17,4 
48 50 58 64 74 
17 19 34 19 19 
73 87 84 92 98 
175 2 2 2 2 
8 2 2 2 2 
0 0 0 0 0 
16 5 5 5 6 
1 1,7 1,0 0,4 0,3 
1,4 2,3 1,6 2,1 1,7 
0,1 0,2 0,2 0,2 0,1 
0,1 0,2 0,1 0,1 0,3 
0,8 0,9 1,2 1,4 1,4 
0 0,1 0,1 0,1 0,2 
4,7 5,2 5,3 6,0 6,7 
0,3 0,4 0,4 0,5 0,4 
0,1 0,1 0,2 0,3 0,5 
Einfuhr 

eingesetzte rohstoffe mio. t 

energie, gesamt gWh 

Wasser, gesamt mio. m3 

Betriebsstoffe 1.000 t 

hilfsstoffe 1.000 t 

Ausfuhr 

produkte mio. t 

Kohlendioxid 1.000 t 

Kohlenmonoxid t 

Stickoxide, als NO2 t 

Schwefeldioxid t 

Salzsure t 

ammoniak t 

Staub t 

Bauabflle 1.000 t 

Verwerteter abfall, 
ohne Bauabfall 1.000 t 


Beseitigter abfall, 
ohne Bauabfall 1.000 t 


Sonderabfall, ohne Bauabfall 1.000 t 
aufgehaldeter rckstand mio. t 

Versatz mio. t 

Khlwasser mio. m3 

Salzabwassereinleitung mio. m3 
Salzabwasserversenkung mio. m3 


1 ab 2010 einschlielich morton Salt. 
2 ab 2007 einschlielich SpL, SdB und iScO. 

2010 1 2009 2008 2007 2 2006 
64,8 37,0 51,6 52,8 47,8 
9.051 5.029 6.547 6.712 6.708 
160,0 76,3 104,1 108,0 106,7 
33,3 24,6 28,3 26,9 19,2 
87,3 56,3 79,9 81,8 77,6 
34,5 17,8 21,6 20,2 17,4 
1.648 884 1.244 1.286 1.287 
577 331 743 386 326 
2.502 1.541 1.806 1.862 1.694 
6.023 36 45 40 39 
265 34 46 44 35 
14 7 8 8 8 
561 83 107 110 109 
35,4 29,7 22,1 8,6 6,0 
47 40,2 35,3 43,0 29,4 
3,2 3,4 3,3 3,1 2,2 
4,8 3,2 2,4 3,0 4,7 
27,4 16,3 26,8 27,3 24,2 
1,6 1,1 1,7 1,9 2,6 
163,5 92,9 115,1 121,0 117,0 
9,4 7,5 8,1 10,6 6,7 
4,3 2,0 5,4 5,6 7,8 

kologie 


5.5 kennZahlen und erluterungen 105 

soziale veraNtwortUNg 

aNaLYSe der SpeZiFiScheN aLterSStruKtureN unserer Belegschaften und der 
demografischen gegebenheiten im umfeld / arbeitsunflle auf niedrigem Niveau 
gehalten; Kennziffer arbeitsunflle je einer million geleisteter arbeitsstunden erreicht neuen 
tiefststand / ausbildungsquote weiterhin auf hohem Niveau; investitionen in Weiter 
bildung gestiegen / Konzept zur Logistikdienstleister-Bewertung berarbeitet und jetzt global 
einsetzbar / K+S engagiert sich fr Jugendsport, Kultur, Wissenschaft und fr sozial 
schwache Familien 

6 

6.1 
Vorausschauende personalpolitik 107 6.8 ausbildung 118 
6.2 
unsere mitarbeiter 108 6.9 personalentwicklung 119 
6.3 
Betriebliches gesundheitsmanagement 110 6.10 austausch von Wissen und erfahrung 121 
6.4 
arbeitssicherheit 112 6.11 mitbestimmung 122 
6.5 
Flexible arbeitszeitmodelle 114 6.12 Verantwortung in der Lieferkette 123 
6.6 
Fhrungskultur 116 6.13 gesellschaftliches engagement 125 
6.7 
Beteiligung am unternehmenserfolg 
und altersvorsorge 116 

soZiale verantwortung 

6.1 vorausschauende personalpolitik 107 
6.1 voraUsschaUeNde 
persoNalpolitiK 
Mit einer vorausschauenden Personalpolitik untersttzen 
wir die Erreichung der strategischen Ziele der K+S 
Gruppe. Wir wollen fr Mitarbeiter aus aller Welt ein 
attraktiver Arbeitgeber sein. 

K+S bietet eine leistungsorientierte Vergtung sowie 
umfangreiche Weiterbildungs- und internationale Entwicklungsmglichkeiten, 
da auch zuknftig Fach- und 
Fhrungspositionen vorwiegend aus den eigenen Reihen 
besetzt werden sollen. Gute Ideen, Innovationsgeist 
und Engagement sind uns mehr wert als man in Zahlen 
ausdrcken kann: Wir untersttzen unsere Mitarbeiter 
dabei, ihre beruflichen Entwicklungsmglichkeiten 
mit ihrer persnlichen Lebensplanung in Einklang 
zu bringen. 


ecKsteine despersonalManageMents 
+ gruppenweite, geschftsbereichsbergreifende 
Nachfolgeplanung 
+ bedarfsorientierte Berufsausbildung 
+ gezielte Fort- und Weiterbildung 
+ leistungsfhiges gesundheitsmanagement 
+ verstrkte Frderung der Vereinbarkeit von Beruf und 
Familie 
+ zielgruppenspezifisches personalmarketing und 
rekrutierung 
den demografischen Wandel 
gestalten 

Der demografische und gesellschaftspolitische Wandel 
in Europa und Nordamerika stellt auch fr K+S eine 
besondere Herausforderung dar. Die Lebenserwartung 
der Menschen steigt weiter, die Geburtenrate jedoch 
stagniert. Bereits jetzt ist ein Mangel an Fachkrften 
erkennbar. 

Das bedeutet, dass es entgegen der bisherigen insbesondere 
in Deutschland anzutreffenden Praxis der Vorruhestandsregelungen 
und Altersteilzeitmodelle in der 
zuknftigen Arbeitswelt durchschnittlich ltere Belegschaften 
geben wird. Die Menschen mssen und wollen 
auch lnger arbeiten. 

Vor dem Hintergrund der bei K+S anstehenden altersbedingten 
Abgnge sowie des zustzlichen Personalbedarfs 
aufgrund des weiteren Wachstums unserer 
Gruppe mssen zum einen gengend qualifizierte Nachwuchskrfte 
rekrutiert und zum anderen durch gezielte 
Weiterbildung, entsprechend angepasste Arbeitsbedingungen 
und ein leistungsfhiges Gesundheitsmanagement 
die Voraussetzungen geschaffen werden, um 
Arbeitsfhigkeit, Qualifikation und Motivation unserer 
Mitarbeiter zu erhalten. Wir wollen eine Unternehmenskultur 
gestalten, die es allen Beschftigten ermglicht, 
ber ihr gesamtes Erwerbsleben leistungsfhig und 
gesund zu bleiben! 

analyse Von altersstrUKtUren Und 
Umfeld 

Im Jahr 2010 haben wir mit einer Analyse der spezifischen 
Altersstruktur unserer Belegschaften in Deutschland 
und der demografischen Entwicklungen im Umfeld 
begonnen. Whrend auf den Standorten des Tarifgebiets 
Chemie (K+S nItroGen und CoMpo) diese Analyse 
bereits abgeschlossen ist, luft sie zurzeit noch auf 
den Standorten im Tarifgebiet Kali- und Steinsalz (alle 
anderen deutschen K+S-Gesellschaften). Im Jahr 2011 
soll zwischen dem Arbeitgeberverband VKS und der IG 
bCe ein Tarifvertrag Lebensarbeitszeit und Demografie 
abgeschlossen werden, der unter anderem die Einfhrung 
von Zeitwertkonten vorsieht. 

In den uSa gibt es kein festgeschriebenes Rentenalter. 
Die meisten unserer amerikanischen und auch kanadischen 
Mitarbeiter gehen zwischen dem 62. und 65. 
Lebensjahr in Rente. Daran wird sich nach unserer Einschtzung 
auch in den nchsten Jahrzehnten nichts 
ndern, sodass wir dort nicht mit durchschnittlich lteren 
Belegschaften rechnen. 


108 6.2 unsere mitarbeiter 

6.2 UNsere mitarbeiter 
mitarbeiteranzahl gleich geblieben 

Am 31. Dezember 2010 waren in der K+S Gruppe insgesamt 
15.241 Mitarbeiter beschftigt. Gegenber dem 
Vorjahr (15.208 Mitarbeiter) ist die Anzahl damit in etwa 
gleich geblieben. Whrend die Mitarbeiterzahl in den 
Geschftsbereichen Stickstoffdngemittel (-24 Mitarbeiter) 
und Salz (-44 Mitarbeiter) jeweils leicht zurckging, 
wurde im Geschftsbereich Kali-und Magnesiumprodukte 
begonnen, die Belegschaft zur Wiedererreichung 
der Vollauslastung der Jahreskapazitt zu erhhen 
(+83 Mitarbeiter). 

Der Mitarbeiterrckgang im Geschftsbereich Stickstoffdngemittel 
steht noch in Zusammenhang mit 
der Zusammenfhrung der Aktivitten der fertiva mit 
Teilen des CoMpo-Profigeschfts zur K+S nItroGen im 
Jahr 2009. / siehe bericht 2009, Seite 94 

Im Geschftsbereich Salz stehen einem Mitarbeiterzuwachs 
in Deutschland  bedingt durch die starke 
Nachfrage nach Auftausalz  Personalreduzierungen 
in Kanada und Frankreich gegenber. / tab: 6.2.1 

rEorganisation BEi salinEs crBos 
Et DE BayonnE 

Zum30.September2010hattedieeSCo-Tochter SalIneS 
CrboS et De bayonne (SCb) die Produktion und Konfektionierung 
von Siedesalz am franzsischen Stand


ort Bayonne eingestellt. Die Schlieung ist das Ergebnis 
eines Reorganisationsprojekts zur Sicherung der Wettbewerbsfhigkeit 
der SCb. Produktion und Konfektionierung 
wurden auf andere eSCo-Standorte innerhalb und 
auerhalb Frankreichs verlagert. Ziel dieser Umstrukturierung 
ist es, die Produktionskapazitten zu optimieren 
und die Wettbewerbsfhigkeit der Produkte zu strken, 
insbesondere des Tafelsalzsortiments CrboS. 

Mit der Schlieung ging der Abbau von rund 65 Arbeitspltzen 
einher. Um diesen mglichst sozialvertrglich zu 
gestalten, hat SCb fr die betroffenen Mitarbeiter individuelle 
Lsungen erarbeitet, etwa in Form von Weiterbeschftigungsangeboten 
innerhalb der K+S Gruppe oder 
durch Manahmen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt. 
Darber hinaus wurden in einem Sozialplan 
Regelungen zur Berechnung von Abfindungen festgelegt, 
die ber das gesetzliche Ma hinausgehen. 

MitarBeiter1 
nachgeschftsBereichen taB: 6.2.1 
in mio.  

Kali- und magnesiumprodukte 
Stickstoffdngemittel 
Salz 
ergnzende geschftsbereiche 
holdingeinheiten 

Insgesamt 

2010 2009 
7.900 7.818 
1.226 1.249 
5.235 5.279 
280 278 
600 584 
15.241 15.208 
1 die anzahl der mitarbeiter wird auf der Basis von Vollzeitquivalenten (Fte  Full 
time equivalents) ermittelt, das heit, teilzeitstellen werden entsprechend ihrem 
arbeitszeitanteil gewichtet. 

personalaUfWand deUtlich gestiegen 

Im Jahr 2010 lag der Personalaufwand der K+S Gruppe 
bei 1.019,3 Mio.  und damit erwartungsgem deutlich 
ber dem Niveau des Vorjahres (2009: 756,4 Mio. ). Der 
Anstieg ist insbesondere auf die ganzjhrige Einbeziehung 
von Morton Salt, eine aufgrund des gestiegenen 
Ergebnisses hhere erfolgsabhngige Vergtung, Tariferhhungen 
sowie den Wegfall des Kurzarbeit zurckzufhren. 
Der Anteil variabler Vergtungen im Personalaufwand 
betrug im vergangenen Jahr 95,3 Mio.  bzw. 
rund 9 % (2009: 60,2 Mio.  bzw. knapp 8 %). 

Im Jahr 2010 zahlten wir insgesamt 826,7 Mio.  an Lhnen 
und Gehltern (+39%) sowie 166,4 Mio.  Sozialabgaben 
(+14%). Die Aufwendungen fr die betriebliche 
Altersversorgung in Deutschland betrugen im Berichtsjahr 
26,2 Mio.  und lagen damit um 9,3 Mio.  ber dem 
Wert des Vorjahres. Der Personalaufwand je Mitarbeiter 
betrug im Berichtsjahr 67.205  (Vorjahr: 57.989 ) und ist 
damit um rund 16 % gestiegen. 

hoher anteil an mnnlichen 
arbeitnehmern 

Bedingt durch die Bergwerksbetriebe der Geschftsbereiche 
Kali-und Magnesiumprodukte sowie Salz hat 
K+S einen hohen Anteil an gewerblichen Arbeitspltzen 
unter Tage. Diese Arbeitspltze waren in Deutschland 
aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen ( 64a 
BBergG) weitgehend mnnlichen Arbeitnehmern vorbehalten; 
erst im Frhjahr 2009 hat der Gesetzgeber die 


soZiale verantwortung 

6.2 unsere mitarbeiter 109 
Vorschrift ersatzlos gestrichen. Dies kommt dem Bestre


ben von K+S entgegen, mehr Frauen fr technische 
Berufe zu interessieren. Seit Sommer 2010 bilden wir 
in Deutschland die ersten Bergbautechnologinnen aus. 

Der Anteil der weiblichen Beschftigten in der K+S 
Gruppe betrgt 11 %; an Verwaltungsstandorten durchschnittlich 
40 %. Der Anteil der weiblichen Fhrungskrfte 
liegt bei 7 %. 

starKe VerbUndenheit mit dem 
Unternehmen 

altersstruKtur aBB: 6.2.2 
61 

in %

Die Fluktuationsrate benennt das Verhltnis der Perso


2 

1 bis 20 Jahre 

nalabgnge zur durchschnittlichen Belegschaftsstrke. 5 

2 21 bis 30 Jahre 

Sie betrgt 4,3 %, die auf Eigenkndigung basierende 

3 31 bis 40 Jahre 

Fluktuation liegt bei 1,3 %. Die durchschnittliche Unter-3 

4 41 bis 50 Jahre 

nehmenszugehrigkeit betrgt 18 Jahre. Beides doku-4 

5 51 bis 60 Jahre 

mentiert die hohe Verbundenheit der Mitarbeiter mit 

6 ber 60 Jahre 

dem Unternehmen. Unsere Mitarbeiter sind im Durch-

BelegschaftsstruKtur aBB: 6.2.1 
2010 
in % 
1 at (auer tarif) 7,7 
2 angestellte (gehaltstarif) 41,3 
3 gewerbliche mitarbeiter (Lohntarif) 46,8 
4 auszubildende 4,2 
1 
3 2 
4 
2010 
3,9 
15,3 
18,2 
30,7 
27,7 
4,2 
schnitt 43 Jahre alt. / abb: 6.2.1, 6.2.2 

Die Krankenquote Deutschland lag im Jahr 2010 mit 
5,8 % leicht ber dem Vorjahr (5,3 %). 

integration frdern 

Der Anteil der schwerbehinderten Mitarbeiter an der 
Belegschaft betrug im Jahr 2010 in Deutschland 7,5 %. 
Damit liegen wir deutlich ber dem Bundesdurch-

schnitt. In enger Zusammenarbeit mit den zustndigen 
Behrden sowie unseren Schwerbehindertenvertretungen 
schaffen wir behindertengerechte Arbeitspltze 
und frdern die Integration dieser Mitarbeiter. 
Die Interessen der schwerbehinderten Mitarbeiter auf 
den deutschen Standorten vertreten 14 Vertrauenspersonen. 
Sie sind das Bindeglied zwischen Unternehmen 
und Integrationsmtern. 

zWei drittel der mitarbeiter arbeiten 
in deUtschland 

Zwei Drittel unserer Mitarbeiter sind in Deutschland 
beschftigt (Schwerpunkt: Hessen; 30,9 % an der 
Gesamtbelegschaft der K+S Gruppe). 5,6% unserer 
Mitarbeiter arbeiten in anderen europischen Lndern 
(Schwerpunkt: Frankreich; 3 % an der Gesamtbelegschaft 


110 6.2 unsere mitarbeiter / 6.3 betriebliches gesundheitsmanagement 

der K+S Gruppe). Der Anteil der Mitarbeiter in bersee 
betrgt 26,5 % (Schwerpunkt: uSa; 13,2 % an der Gesamtbelegschaft 
der K+S Gruppe). / tab: 6.2.2 

MitarBeiter1,2nachlndern taB: 6.2.2 
argentinien 
Bahamas 
Belgien 
Brasilien 
chile 
deutschland 
Frankreich 
griechenland 
italien 
Kanada 
malta 
mexiko 
Niederlande 
sterreich 
portugal 
Schweiz 
Spanien 
uSa 

Insgesamt 

2010 2009 
16 18 
139 161 
52 51 
272 280 
728 709 
10.354 10.198 
458 553 
46 41 
65 63 
819 845 
1 1 
24 23 
73 72 
13 15 
46 50 
14 13 
86 87 
2.035 2.028 
15.241 15.208 
1 Nur konsolidierte gesellschaften. 

2 Nicht enthalten sind: ruhende arbeitsverhltnisse, entsandte und geringfgig 
Beschftigte. 

6.3 betriebliches 
gesUNdheitsmaNagemeNt 
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (bGM) hat 
sich mit einer Vielzahl standortindividueller Aktivitten 
zum festen Baustein der K+S-Unternehmenskultur entwickelt. 
Mit einem nachhaltigen Betrieblichen Gesundheitsmanagement 
wollen wir langfristig Arbeitsfhigkeit, 
Leistungsbereitschaft und Motivation unserer Mitarbeiter 
erhalten bzw. verbessern. 

strKere VernetzUng 

Im Jahr 2009 hat der Koordinatorenkreis bGM seine 
Arbeit aufgenommen. Mitglieder sind vorerst die 
Gesundheitsbeauftragten der deutschen Standorte, die 
Gesundheitskoordinatorin sowie der leitende Werksarzt 
der K+S Gruppe. Der Arbeitskreis versteht sich als 
Plattform fr Informations-, Wissens-und Best-Practice-
Transfer; seine Mitglieder bringen ihre Erfahrung und 
Kompetenz aus der betrieblichen Gesundheitsarbeit 
ein. Das Gremium arbeitet eng mit dem medizinischen 
Dienst, Betriebsrten, Suchtbeauftragten sowie Krankenkassen 
und Berufsgenossenschaften zusammen. 

systematischer aUsbaU 

Um das Gesundheitsmanagement zu einem ganzheitlichen 
System auszubauen, wurde im Jahr 2010 ein Leitfaden 
entwickelt, der Handlungsfelder, Aufgaben und 

Zustndigkeiten des bGM mit der notwendigen Verbindlichkeit 
versieht und 2011 in Kraft treten soll. Fr ein 
kontinuierliches Monitoring hat der Koordinatorenkreis 
einen Gesundheitsbericht konzipiert. Kennzahlen sollen 
nicht nur die Transparenz erhhen, sondern mittelfristig 
auch die positiven Effekte des bGM nachweisen. 

Im Jahr 2011 ist ein erster Austausch mit Morton Salt 
und Spl geplant, um ein gemeinsames Verstndnis fr 
die Inhalte und Ziele eines gruppenweit koordinierten 
bGM zu schaffen. 

gesUndheitsmanagement ist 
fhrUngsaUfgabe 

Wichtig sind Akzeptanz und aktive Untersttzung durch 
alle Hierarchieebenen: Ganzheitliches Gesundheitsmanagement 
ist Fhrungsaufgabe! Wir wollen unsere 
Beschftigten fr das Thema Gesundheit gewinnen und 
die Gesundheitskompetenz der Mitarbeiter, insbesondere 
der Fhrungskrfte, erhhen. Durch zielgerichtete 
Weiterbildungsangebote werden wir das Bewusstsein 
fr ergonomische Zusammenhnge und gesundheitliche 
Gefhrdungen verstrken, gesundheitsgerechte 
Verhaltensweisen vermitteln und die Bereitschaft zur 
Verhaltensnderung frdern. Auch die Wechselwirkung 
zwischen Gesundheit, Leistungsbereitschaft und Fhrungsverhalten 
wird thematisiert. 


soZiale verantwortung 

6.3 betriebliches gesundheitsmanagement 111 
Unsere handlUngsfelder 

1. arBEitsmEDizinischE vorsorgE 
Unsere deutschen, uS-amerikanisch/kanadischen sowie 
chilenisch/brasilianischen Standorte haben  abgestimmt 
auf die jeweiligen gesetzlichen Gegebenheiten 
 umfangreiche berwachungsprogramme bzw. 
Arbeitsplatz-und Gefhrdungsanalysen eingefhrt, 
um Gesundheitsstrungen frhzeitig zu erkennen und 
das Risiko von Berufskrankheiten oder arbeitsbedingten 
Gesundheitsgefahren zu minimieren. 

Diese Programme beinhalten Lrm-, Emissions-und Partikelmessungen, 
medizinische Vorsorgeuntersuchungen 
und Vorgaben fr individuelle Schutzausrstungen 
sowie vorbeugende Manahmen gegen chronische 
Schden am Bewegungsapparat. 

Im Jahr 2010 haben die Mediziner in Deutschland 12.877 
Untersuchungen vorgenommen; 12.349 davon ergaben 
keinerlei gesundheitliche Bedenken fr die Ttigkeit am 
Arbeitsplatz. In lediglich 33 Fllen ergaben sich dauernde 
gesundheitliche Bedenken. Die Untersuchungsbefunde 
zeigen ein berdurchschnittlich gutes Ergebnis im Vergleich 
zu anderen Bergbaubetrieben sowie der brigen 
gewerblichen Wirtschaft. 

GerinGe Gefahr einer BerufSBedinGten 
erKranKunG 

Im Jahr 2009 1 haben wir fr den deutschen Kali- und 
Steinsalzbergbau und Salinen 64 Verdachtsflle auf eine 
Berufskrankheit verzeichnet, vier neue Rentenflle wur-


KeinegesundheitlichenBeeintrchtigungen 
durchdMe undsticKoxide 

im rahmen einer Zehn-Jahres-Studie haben K+S-mediziner in 
deutschland 60.000 Vorsorgeuntersuchungen durchgefhrt, 
bei denen die Lunge auf toxisch wirkende Substanzen untersucht 
wurde. im untertgigen Kali- und Steinsalzbergbau knnen 
insoweit dieselmotoremissionen (dMe) sowie Stickstoffoxide 
(no und no2) und Kohlenmonoxid (Co) relevant werden, 
die durch die sprengtechnische gewinnung von rohsalzen 
freigesetzt werden. Bei dieser regelmigen Vorsorge wurden 
keine erkrankungen der Lunge, fr die die ttigkeit unter tage 
urschlich ist, festgestellt. unsere ergebnisse werden besttigt 
durch das institut fr gefahrstoff-Forschung der Berufsgenossenschaft. 


den anerkannt. Im Vergleich zur Gesamtzahl der Verdachtsflle 
im Bergbau im Jahr 2009 (mehr als 3.000) 
zeigt dies, dass im Salzbergbau die Gefahr einer berufsbedingten 
Erkrankung eher gering ist. Bei den anerkannten 
Berufskrankheiten handelt es sich in den meisten 
Fllen um Erkrankungen des Bewegungsapparats und 
des Gehrs. 

Spl hat zehn Verdachtsflle auf eine Berufskrankheit 
gemeldet, acht Flle wurden besttigt. Bei Morton Salt 
gab es im Jahr 2010 keinen Fall einer Berufskrankheit. 

2. BEtriEBlichE gEsunDhEitsfrDErung 
An unseren Standorten im In- und Ausland sind Manahmen 
zur Gesundheitsfrderung, Gesundheitstage 
sowie themenbezogene Informationsveranstaltungen 

fest verankert. Die Angebote reichen von Darmkrebsvorsorge 
ber Ernhrungsberatung, Nichtraucherprogramme, 
Entspannungs-und Stressbewltigungstechniken 
bis hin zu Kursen zur Rckengesundheit und diversen 
Sportarten. Wir beobachten ein steigendes Interesse 
der Mitarbeiter, insbesondere am Thema Ernhrung. 

Bei Morton Salt hat sich in diesem Zusammenhang 
die Ausgabe von Balanced Safety Scorecards bewhrt. 
Jhrlich erhlt jeder Standort eine Liste mit Manahmen, 
die fr die Belegschaft durchzufhren sind. 

3. BEtriEBlichEs 
EingliEDErungsmanagEmEnt 
Mit unserem Betrieblichen Eingliederungsmanagement 
(beM) untersttzen wir die Mitarbeiter aktiv beim Erhalt 
ihrer Gesundheit und Arbeitsfhigkeit. Nach wiederholter 
oder langfristiger Krankheit frdert beM ganz 
individuell die Beschftigungsfhigkeit des Mitarbeiters, 
untersttzt den Wiedereingliederungsprozess und 
beugt einer erneuten Arbeitsunfhigkeit vor. Wir sind 
berzeugt, dass beM insbesondere angesichts lngerer 
Lebensarbeitszeiten zunehmend an Bedeutung gewinnen 
wird. 

4. suchtprvEntion 
Der Anteil von Mitarbeitern mit Alkohol- und anderen 
Suchtmittelproblemen in Produktions- und Dienstleis


1 
Verdachtsflle auf eine Berufskrankheit knnen fr 2010 bis ende Februar 2011 
gemeldet werden; abschlieende Zahlen fr 2010 liegen erst im mai 2011 vor. 


112 6.3 betriebliches gesundheitsmanagement / 6.4 arbeitssicherheit 

tungsbetrieben betrgt statistisch zwischen 5 und 10 %. 
An diesem Thema kommen auch wir bei K+S nicht vorbei. 
Wir haben ein Suchtmittelverbot ausgesprochen 
und das Verhalten im Umgang mit Betroffenen am 
Arbeitsplatz verbindlich geregelt. Der Prventionsgedanke 
steht bei uns im Vordergrund: Wir setzen auf 
Aufklrung, verantwortliches Handeln, auf Untersttzung 
und Hilfeleistung. Mit frhzeitiger Bereitschaft zur 
Intervention und durch verantwortliches Handeln unserer 
Fhrungskrfte wollen wir suchtbezogenen Problemen 
konsequent entgegensteuern. 

Eine wichtige Rolle kommt dabei den Suchtbeauftragten 
auf unseren Standorten zu. Als ehrenamtliche Vertrauenspersonen 
und Ansprechpartner bieten sie Information 
und Untersttzung; sie sind fr ihre anspruchsvolle 
Aufgabe entsprechend geschult worden. Damit 
Fhrungsverantwortliche im betrieblichen Alltag frhzeitig 
und kompetent reagieren knnen, vermittelt ein 
neues Seminar entsprechendes Basiswissen. Die enge 
Zusammenarbeit zwischen Fhrungskrften und Sucht-
beauftragten ist der beste Weg fr eine erfolgreiche Prvention. 


6.4 arbeitssicherheit 
Unsere Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu 
schtzen und ihre Gesundheit durch prventive Manahmen 
zu erhalten, hat oberste Prioritt bei K+S. Es ist 

unser Ziel, die im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen 
sehr niedrigen Unfallzahlen noch weiter zu vermindern. 
Daran arbeiten wir, zum Teil gemeinsam mit 
den zustndigen Behrden und den Berufsgenossenschaften 
(Nhere Einzelheiten zur Arbeitssicherheits-
Organisation siehe Seite 13). 

prVention dUrch WeiterbildUng 

Jeder Mitarbeiter hat bei seiner Arbeit Verantwortung 
fr die Sicherheit zu bernehmen  fr sich selbst und 
seine Kollegen. Von unseren Fhrungskrften erwarten 
wir, dass sie fr ihre Mitarbeiter Vorbild sind. 

Wir frdern das Sicherheitsbewusstsein unserer Mitarbeiter 
durch regelmige betriebliche Unterweisungen 
und Schulungen. Im Jahr 2011 werden wir damit beginnen, 
unsere Fachkrfte verstrkt in der Unfallereignis- 
und Ursachenanalyse zu schulen. In diesem Zusammenhang 
wollen wir auch die gruppenweite Kommunikation 
besonderer Ereignisse und Unflle beziehungsweise 
deren Prvention frdern. 

Dem wichtigen Thema Prvention widmet sich auch die 
neue Gateways to Safety-Initiative von Morton Salt. 
Ziel ist es, durch verschiedene Schulungsmanahmen 
das Bewusstsein der Mitarbeiter fr die mit der eigenen 
Ttigkeit verknpften Gefahrenpotenziale zu schrfen 
und dazu anzuregen, entsprechende Vorsorgemanahmen 
zu ergreifen. 

Neue Unterweisungshilfen, die in Zusammenarbeit 
mit der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und Chemische 
Industrie (bG rCI) entwickelt wurden, klren ber 
Unfallschwerpunkte am Arbeitsplatz auf und demonstrieren 
vorbildliches Verhalten. Eine DVD ber die Gefahren 
von gebirgsgebundenem Co2 wird bereits genutzt. 
Eine weitere DVD wird im Jahr 2011 fertiggestellt; diese 
behandelt den sicheren Fahrzeugeinsatz im Kali-und 
Salzbergbau mit Beispielen zum Risiko-und Sicherheitsverhalten. 


Die in der Gruppe vorhandenen Schulungsmedien werden 
ab dem Jahr 2011 ber die neue Mediathek Arbeitssicherheit 
im K+S-Portal zum Download angeboten. 
Dies soll zuknftig ein auf allen Standorten einheitlich 
hohes Schulungsniveau gewhrleisten. 

VerKehrssicherheit Unter tage 

Auf den Standorten der K+S KalI GMbh und der eSCo 
haben wir bereits im Jahr 2009 damit begonnen, alle 
Gelndewagen im untertgigen Einsatz mit Hhen- 
und Kippbegrenzungsbgeln nachzursten. Sollte es zu 
Unfllen kommen, sind die Insassen jetzt noch besser 
vor Verletzungen geschtzt. Um die Verkehrssicherheit 
weiter zu erhhen, werden spezielle Fahrsicherheitstrainings 
durchgefhrt, es gibt verstrkt Fahrzeugkontrollen 
unter Tage und stark frequentierte untertgige 
Fuwege sind besser gekennzeichnet worden. 


soZiale verantwortung 

6.4 arbeitssicherheit 113 
einheitlicher berichtsstandard in 
UmsetzUng 

Nachdem der lnderbergreifende Dialog mit den Fachleuten 
fr Umweltschutz und Arbeitssicherheit auf den 
europischen Standorten etabliert ist, haben wir im Jahr 
2010 auch Spl und Morton Salt in dieses Netzwerk 
eingegliedert. Das erste wichtige Projekt des vergrerten 
Netzwerks ist die Einfhrung eines gruppenweit 
einheitlichen Arbeitssicherheits-Reportings ab dem Jahr 
2011. Die national vorgegebenen Unfallstatistiken in den 
uSa/Kanada sowie Chile/Brasilien unterscheiden sich 
deutlich vom europischen Verfahren. Ein einheitlicher 
Standard wird daher vergleichbare Unfallkennzahlen liefern 
und auch dazu beitragen, Manahmen zur Arbeitssicherheit 
und den Austausch von Best Practices besser 
zu steuern. 

arbeitsUnflle aUf niedrigem niVeaU 
gehalten 

haben 6 Unflle von Mitarbeitern von Fremdfirmen verzeichnet 
(Vorjahr: 1). 

Im Jahr 2010 lag die Kennziffer Arbeitsunflle je einer 
Million geleisteter Arbeitsstunden bezogen auf alle 
europischen Standorte bei 3,6 (Vorjahr: 4,4 1). 

/ abb: 6.4.1 

Bei Spl in Chile haben wir 10 Unflle (Vorjahr: 16) verzeichnet, 
das sind 2,3 Arbeitsunflle je einer Million 
geleisteter Arbeitsstunden. Damit liegt Spl deutlich 
unter dem Durchschnitt der chilenischen Industrie (7,0). 
Bei der brasilianischen Spl-Tochter SDb gab es 12 Unflle 
(Vorjahr: 12); das sind 5,0 Arbeitsunflle je einer Million 
geleisteter Arbeitsstunden. Auch unsere amerikanische 
Tochter Morton Salt beweist mit nur 8 Unfllen (Vor


1 
im Jahr 2009 ist kurzarbeitsbedingt eine geringere anzahl an arbeitsstunden 
angefallen. 


KaliwerKneuhof-ellersist 
sicherMit systeM 

als erster deutscher Standort der K+S Gruppe hat das Kali-
werk Neuhof-ellers seine arbeitssicherheitsorganisation von 
der Berufsgenossenschaft rohstoffe und chemische industrie 
(BG rCi) bewerten lassen und das gtesiegel Sicher mit System 
erhalten. die auszeichnung ist bis zum Jahr 2013 gltig, 
anschlieend muss neu auditiert werden. 

jahr: 9) den hohen Standard ihrer Arbeitssicherheitsmanahmen 
und liegt mit 1,13 Arbeitsunfllen je einer 
Million geleisteter Arbeitsstunden deutlich unter dem 
Durchschnitt der uS-amerikanischen Industrie (6,5). 

Es gab gruppenweit keinen Unfall mit tdlichem Ausgang. 


arBeitsunflleJe1Mio.geleisteter arBeitsstunden aBB: 6.4.1 

Im Jahr 2010 mussten wir auf unseren europischen 
Standorten 69 Arbeitsunflle verzeichnen (Vorjahr: 67). 

50 
Die durchschnittliche Ausfallzeit pro Arbeitsunfall 40 

lag bei 25,0 Tagen (Vorjahr: 32,0). Unfallschwerpunkt 

30 
waren mit einem Anteil von knapp 36 % die sogenann-20 
ten Mechanischen Einwirkungen wie Quetschungen, 10 
Schlageinwirkungen, gefolgt von Stolpern, Umknicken 0 
und Ausrutschen mit einem Anteil von rund 18 %. Die 

1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 
Anzahl der Wegeunflle ist von 26 auf 39 gestiegen. Wir K+S gruppe gewerbliche Berufsgenossenschaften Bergbau-Berufsgenossenschaft 


114 6.4 arbeitssicherheit / 6.5 flexible arbeitsZeitmodelle 

interne aUdits geben mehr sicherheit 

Durch interne Audits berprfen wir die Wirksamkeit 
unserer Manahmen hinsichtlich Umweltschutz und 
Arbeitssicherheit. Die europischen Produktionsstandorte 
werden in einem Drei-Jahres-Rhythmus auditiert. 
Im Jahr 2010 haben wir dies auf 14 Standorten getan; 
fr 2011 sind 15 Auditierungen geplant. Das Audit-Programm 
von Morton Salt schreibt die Auditierung der 
amerikanischen und kanadischen Standorte sogar im 
Zwei-Jahres-Rhythmus vor. Im Jahr 2010 wurden keine 
schwerwiegenden Verste gegen Gesetze oder interne 
Standards festgestellt. 

Unser Auditverfahren (sowohl Europa als auch uSa) 
basiert auf den Vorgaben der en ISo 19011 (2002) und 
ist in einer internen Verfahrensanweisung geregelt. 
Der jhrliche Auditplan wird von der Facheinheit erarbeit 
und vom zustndigen Vorstandsmitglied in Kraft 
gesetzt. Eventuelle Abweichungen von den Standards 


auszeichnungfrMorton salt 
Morton Salt ist eines von nur sieben uS-amerikanischen 
unternehmen, das fr besonders hohe Standards bei der 
arbeitssicherheit und gesundheitsvorsorge ausgezeichnet wurde. 
das Zertifikat des uS-arbeitsministeriums wurde im rahmen 
der vpp-Sicherheitskonferenz verliehen. vpp steht fr Voluntary 
protection program und ist eine landesweite freiwillige 
Qualittsinitiative, die auf hohe Standards bei Sicherheitsmanahmen 
und gesundheit in unternehmen abzielt. 

sowie daraus abgeleitete Korrekturmanahmen werden 
protokolliert und verfolgt. 

6.5 flexible arbeitszeitmodelle 
Die Arbeitszeiten in der K+S Gruppe richten sich nach 
den jeweiligen nationalen Gegebenheiten. Die durchschnittliche 
Arbeitszeit unserer Mitarbeiter in Deutschland 
und in den uSa betrgt 40 Wochenstunden. Whrend 
unsere Mitarbeiter in Frankreich durchschnittlich 
35 Stunden in der Woche arbeiten, liegt die Wochenarbeitszeit 
in Chile bei 45 und in Brasilien bei 44 Stunden. 

Unsere Arbeitszeitmodelle orientieren sich an den Erfordernissen 
der Produktionsablufe und zeichnen sich 
durch eine hohe Flexibilitt aus. Die produzierenden 
Standorte arbeiten im ein-, zwei- oder dreischichtigen 
Betrieb sowie in vollkontinuierlichen Schichtsystemen 
(drei Schichten am Tag; sieben Tage pro Woche). Fr die 
Mitarbeiter auf den Produktionsstandorten von eSCo 
und CoMpo bestehen Jahresarbeitszeitkonten (insgesamt 
6 % unserer Belegschaft), sodass wir flexibel auf 
saisonale Nachfragespitzen reagieren knnen. Die Mitarbeiter 
bauen in den Monaten mit hoher Produktion 
Zeitguthaben auf, die sie dann auerhalb der Saison ausgleichen 
knnen. 


zuKunftsKonzept2016 sichertdie 
deutschen standorte 

am 31. dezember 2010 endeten die im Jahr 2004 (geschftsbereich 
Kali- und magnesiumprodukte) bzw. im Jahr 2008 (eSCo) 
getroffenen Vereinbarungen zur strkeren Flexibilisierung der 
arbeitszeit, verbunden mit der einfhrung der 40-Stunden-
Woche. die anschlussregelung  das Zukunftskonzept 2016  
ist im Januar 2011 mit einer Laufzeit bis ende dezember 2016 in 
Kraft getreten. es sieht vor, dass die bisherigen regelungen zur 
arbeitszeit und Vergtung (40-Stunden-Woche) fortgefhrt 
und die mitarbeiter weiterhin am wirtschaftlichen erfolg beteiligt 
werden. das Zukunftskonzept bekennt sich dazu, an den 
deutschen Standorten festzuhalten und die fr eine erfolgreiche 
ttigkeit erforderlichen investitionen und mittel bereitzustellen. 
auerdem sollen unter anderem die manahmen zur 
mitarbeiterqualifizierung ausgebaut und jhrlich mindestens 
160 ausbildungspltze bereitgestellt werden. 

KUrzarbeit ermglichte den erhalt 
der arbeitspltze 

Auf die Zurckhaltung beim Bezug von Kalidngemitteln 
im Jahr 2009 hatten wir im Geschftsbereich Kali- 
und Magnesiumprodukte mit Produktionskrzungen 
und Kurzarbeit reagiert. Whrend im Jahr 2009 rund 
88 % der Mitarbeiter auf den deutschen Standorten des 
Geschftsbereichs kurz gearbeitet haben, waren im 
Jahr 2010 lediglich im Januar noch 8 % dieser Mitarbeiter 
von Kurzarbeit betroffen. Dieses Instrument hat uns 
den Erhalt der Arbeitspltze in wirtschaftlich schwierigen 
Zeiten ermglicht. 


soZiale verantwortung 

6.5 flexible arbeitsZeitmodelle 115 
Die Mehrarbeitsquote lag gruppenweit im Jahr 2010 bei 
2,0 % (Vorjahr: 1,3 %). Der Anstieg liegt an der hheren 
Produktionsauslastung im Geschftsbereich Kali- und 
Magnesiumprodukte. 

VertraUensarbeitszeit Und teilzeit 

Circa 9 % unserer Belegschaft  alle auertariflichen Mitarbeiter 
in Deutschland sowie die tariflichen Mitarbeiter 
an den Standorten Kassel, Mannheim, Hannover sowie 
im K+S-Forschungsinstitut in Heringen  haben Vertrauensarbeitszeit. 
Dieses Arbeitszeitmodell richtet sich 
nach dem tatschlich anfallenden Arbeitsvolumen und 
strkt die Eigenverantwortung der Mitarbeiter. Auerdem 
ermglicht es die bessere Vereinbarkeit von Beruf 
und Familie bzw. Freizeit. 

Zurzeit sind etwa 2 % unserer Mitarbeiter in Teilzeit 
beschftigt. Diese relativ geringe Quote ist der Tatsache 
geschuldet, dass berwiegend Frauen Teilzeit in 
Anspruch nehmen, der Anteil der Frauen an der Gesamtbelegschaft 
aber nur 11 % betrgt. 

elternzeit Und frderUng des 
Wiedereinstiegs 

Seit Einfhrung der neuen Elternzeit-Regelung in 
Deutschland beobachten wir, dass Mitarbeiter, die 
Elternzeit nutzen, im Durchschnitt bereits nach einem 
Jahr wieder in den Beruf zurckkehren. Auch nehmen 

mehr Vter Elternzeit in Anspruch. Wir begren diese 
Entwicklung sehr und frdern die Mitarbeiter mit 
familienfreundlichen Manahmen wie individuellen 
Teilzeitmodellen, zustzlichen Freistellungszeiten fr 
Betreuungsnotflle, Weiterbildungsangeboten in der 
Elternzeit und nicht zuletzt unserer betriebseigenen 
Kindertagesttte am Standort Kassel. 

Um den Wiedereinstieg der Mtter in ihren Beruf zu frdern, 
sind Unternehmen in Chile und Brasilien mit mehr 
als 20 weiblichen Arbeitnehmern verpflichtet, entweder 
innerbetrieblich ein Krippensystem zu organisieren oder 
den Aufenthalt der Mitarbeiterkinder in einer staatlich 
anerkannten Krippe ber zwei Jahre zu finanzieren. Wir 
haben uns an diesen Standorten fr die Finanzierung 
von auerbetrieblichen Krippenpltzen entschieden. 
Da Privatschulen mit flexiblen Betreuungsangeboten 
in Chile sehr verbreitet sind, die Schulgebhren jedoch 
fr viele Familien eine hohe Belastung darstellen, tragen 
wir einen Teil der Matrikelgebhren von Mitarbeiterkindern. 


In den uSa gelten die Bestimmungen des Family Medical 
leave Act. Sie beinhalten bei bestimmten medizinisch 
begrndeten Auszeiten, zu denen auch die Geburt eines 
Kindes zhlt, eine Jobgarantie. In Kanada sorgt fr diesen 
Fall der Employment Insurance Act fr Job-und Einkommensgarantie. 
Von diesen gesetzlichen Bestimmungen 
abgesehen, bieten wir zur Frderung des schnellen 
Wiedereinstiegs von jungen Mttern nach individueller 
Absprache flexible Arbeitszeiten, komprimierte Arbeitswochen 
oder Telearbeit an. 


dieglcKsKinder 


im august 2009 haben wir in Kassel die betriebsnahe Kindertagessttte 
glcKSkinder fr Kinder von mitarbeitern im alter 
von sechs monaten bis sechs Jahren erffnet. die flexiblen 
Betreuungszeiten ermglichen unseren mitarbeitern eine gute 
Vereinbarkeit von Beruf und Familie. im pdagogischen Konzept 
des trgers eduCCare wird der Vorschulzeit als prgende 
Bildungszeit eine hohe Bedeutung beigemessen und der Nachwuchs 
u. a. durch spielerischen Fremdsprachenerwerb sowie 
experimente, die den Forschergeist wecken sollen, gefrdert. 
durch Kooperationen mit zwei weiteren Kasseler unternehmen 
haben die glcKSkinder bereits Zuwachs bekommen. Zurzeit 
besuchen 50 Kinder die einrichtung. 
(www.kita-glueckskinder.de) 

leih-Und zeitarbeit 

Im Jahresdurchschnitt haben wir in Deutschland 414 
Arbeitnehmer im Rahmen der Arbeitnehmerberlassung 
beschftigt. Gegenber dem Vorjahr ( 276 Arbeitnehmerberlassungen) 
ist dies zwar ein deutlicher 
Anstieg, allerdings ist das Jahr 2009 aufgrund der Kurzarbeit 
nicht zum Vergleich geeignet. Wir haben im Jahr 
2010 wieder das Niveau des Jahres 2008 ( 425 Arbeitnehmerberlassungen) 
erreicht. K+S arbeitet im Rahmen 
der Arbeitnehmerberlassung ausschlielich mit 
Zeitarbeitsfirmen zusammen, welche die Tarifvertrge 
der Zeitarbeitsbranche (Gz, bza und IG bCe) anwenden. 
Die Entgeltpraxis richtet sich nach den vorgenannten 
Tarifvertrgen. 


116 6.6 fhrungskultur / 6.7 beteiligung am unternehmenserfolg und altersvorsorge 

6.6 fhrUNgsKUltUr 
Unsere Fhrungskultur basiert auf gegenseitigem Vertrauen. 
Wir wollen Vernderungen aktiv gestalten und 
unsere Mitarbeiter frdern  aber auch fordern. Wir sind 
berzeugt, dass die Vielfalt unserer Mitarbeiter ein wirtschaftlicher 
Erfolgsfaktor ist. Niemand wird wegen seiner 
Rasse, seiner Hautfarbe, seiner Abstammung, seines 
Glaubens, seines Geschlechts, seines Alters oder aus sonstigen 
Grnden begnstigt, benachteiligt oder belstigt; 
dazu bekennen wir uns in unserem Verhaltenskodex. 

Wir sind Mitunterzeichner der Charta der Vielfalt 
unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. 
Angela Merkel. 

/ www.charta-der-vielfalt.de 

fhrUngsleitlinien geben 
orientierUng 

Im Jahr 2009 haben wir neue Fhrungsleitlinien verabschiedet 
und unsere Fhrungskrfte in deren praktischer 
Anwendung geschult. Die Leitlinien sind Grundlage 
fr unsere Personalentwicklungsprozesse, geben 
den Fhrungskrften eine Orientierung, welches Verhalten 
in unserem Unternehmen gewnscht ist und den 
Mitarbeitern die Gewissheit, dass Fhrung bei K+S an 
festen Grundstzen ausgerichtet ist  unabhngig vom 
jeweiligen Vorgesetzten. 

/ UNsere fhrUNgsleitliNieN haben wir verffentlicht unter 
www.k-plus-s.com/de / vision-und-werte / fuehrungsleitlinien.html 

Wir haben auf allen deutschen Standorten Beschwerdestellen 
gem  13 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes 
(aGG) eingerichtet. Im Jahr 2010 verzeichneten 
wir zwei Beschwerden. Wir sind diesen nachgegangen 
und konnten jeweils einvernehmliche Lsungen 
erreichen. 

6.7 beteiligUNg am 
UNterNehmeNserfolg UNd 
altersvorsorge 
Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter unternehmerisch 
denken und handeln. Dies knnen wir untersttzen, 
indem wir sie auch materiell am Unternehmenserfolg 
beteiligen. Dadurch verstrken wir ihr Interesse am 
wirtschaftlichen Erfolg sowie an der Aktienkursentwicklung 
und binden sie langfristig an unser Unternehmen. 
Unser Vergtungssystem besteht in Deutschland aus 
drei Komponenten: 

+ Tariflohn bzw. Fixgehalt 
+ Erfolgsbeteiligung in Form variabler Vergtung 
+ Kapitalbeteiligung ber Belegschaftsaktien 
Variables VergtUngssystem 

Unser variables Vergtungssystem trgt auch zur Risikominderung 
im Falle vorbergehender Ertragsrckgnge 
bei, denn der Personalaufwand passt sich in 
einem gewissen Umfang automatisch an die Ertragslage 

des Unternehmens an. Wir halten die so gewonnene Flexibilitt 
fr unverzichtbar, da wir sowohl die Wirtschaftlichkeit 
als auch die sozialpolitische Verantwortung fr 
unsere Arbeitspltze im Auge haben. 

Die Auszahlung der variablen Vergtung fr Tarifmitarbeiter 
erfolgt in zwei Teilbetrgen: Der erste Teil wird im 
November des laufenden Jahres gewhrt, den zweiten 
Teil zahlen wir im April des Folgejahres nach Vorlage des 
Jahresabschlusses. Die Hhe des zweiten Teils ist abhngig 
vom Unternehmenserfolg der K+S Gruppe. 

Auertarifliche Angestellte honorieren wir nach einem 
Vergtungssystem, das neben dem Unternehmenserfolg 
auch die ber Zielvereinbarungen definierte persnliche 
Leistung bercksichtigt. In einem jhrlichen 
Gesprch bewerten Mitarbeiter und Vorgesetzter die 
erreichten Ziele und Arbeitsergebnisse, besprechen die 
beruflichen Entwicklungs-und Frdermglichkeiten 
und vereinbaren die Ziele fr das Folgejahr. 

Die Vergtungssysteme unserer Auslandsgesellschaften 
entsprechen den jeweiligen landesspezifischen Rechtsvorschriften. 
Allerdings hat K+S gruppenweit Mindeststandards 
bezglich Hhe und Anpassung der Vergtung 
definiert. Funktionen, die dem deutschen auertariflichen 
Bereich entsprechen, werden analog dem deutschen 
Prinzip vergtet. Zurzeit fhren wir fr unsere 
Fhrungskrfte eine gruppenweit einheitliche Vergtungssystematik 
ein. 


soZiale verantwortung 

6.7 beteiligung am unternehmenserfolg und altersvorsorge 117 
nachfrage nach belegschaftsaKtien 

Auch im Jahr 2010 haben wir den Mitarbeitern der 
beteiligten inlndischen Gruppengesellschaften Belegschaftsaktien 
zu attraktiven Konditionen angeboten. 
40 % der Mitarbeiter haben das Angebot angenommen; 
ausgegeben wurden 170.000 Aktien. Der Wert dieser 
Manahmen betrug insgesamt 1,3 Mio.  (einschlielich 
Arbeitgeberaufwand zur Sozialversicherung). 

Erstmals haben wir auch den Mitarbeitern unserer europischen 
Gruppengesellschaften ein Belegschaftsaktienprogramm 
angeboten. 

betriebliche altersVorsorge fr 
deUtsche grUppengesellschaften 

Wir knnen die schrittweise Absenkung der gesetzlichen 
Grundversorgung in der Altersrente nicht ausgleichen. 
Doch wir untersttzen unsere Mitarbeiter aktiv 
bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter, indem 
wir im Rahmen unserer betrieblichen Altersvorsorge 
verschiedene Mglichkeiten zur individuellen Vorsorge 
anbieten. 

Jeder Mitarbeiter der teilnehmenden Gruppengesellschaften 
erhlt eine Arbeitgeberfrderung von 13 % des 
Betrags, den er aus seinem sozialversicherungspflichtigen 
Entgelt in eines der bei K+S angebotenen Modelle 
zur betrieblichen Altersvorsorge einzahlt. K+S hat im 

Jahr 2010 insgesamt 4,5 Mio.  fr die betriebliche Alters-
vorsorge aufgewendet. 

unsErE angEBotE 

K+S vorSorGepluS 

Die Grundversorgung der K+S VorSorGepluS gilt fr 
diejenigen Mitarbeiter, die nicht in der Knappschaft rentenversichert 
sind und keine andere arbeitgeberfinanzierte 
Altersvorsorge haben. K+S leistet fr diese Mitarbeiter 
zustzliche Arbeitgeberbeitrge. Die Zusatzversorgung 
der K+S VorSorGepluS steht allen Mitarbeitern 
in Deutschland offen, die sich durch eigene, gleichbleibende 
Monatsbeitrge im Rahmen der Entgeltumwandlung 
eine zustzliche Altersabsicherung schaffen wollen. 

1.588 Mitarbeiter haben dieses Angebot im Jahr 2010 
wahrgenommen. 
CheMie penSionSfondS 

In den Chemie Pensionsfonds knnen jhrlich unterschiedliche 
Beitrge aus Einmalzahlungen im Rahmen 
einer Entgeltumwandlung eingezahlt werden. 1.204 Mitarbeiter 
haben im vergangenen Jahr diese Mglichkeit 
genutzt. 

direKtverSiCherunG (Gud) 

In die GuD knnen jhrlich Beitrge aus Einmalzahlungen 
im Rahmen einer Entgeltumwandlung eingebracht 
werden. 411 Mitarbeiter zahlten im Jahr 2010 in 
die Direktversicherung ein. 

waiSenverSorGunG 

Bereits seit dem Jahr 2007 knnen auch die Kinder 
von verstorbenen Mitarbeitern eine Beihilfe aus der 
K+S VorSorGepluS erhalten. Mit dieser freiwilligen 
Leistung wollen wir unserer sozialen Verantwortung 
gerecht werden und ihnen vor allem eine Starthilfe fr 
eine mglichst gute Ausbildung geben. Die Zahlung der 
Beihilfen und deren Hhe sind abhngig von der individuellen 
Einkommenssituation der betroffenen Familie. 

betriebliche altersVorsorge fr 
ameriKanische grUppengesellschaften 

Das Altersvorsorge-Programm fr auertarifliche Mitarbeiter 
(vergleichbar Deutschland) der uS-amerikanischen 
Gesellschaften Morton Salt und ISCo besteht 
aus einem beitragsorientierten Vorsorgesparplan, der 
vorwiegend vom Arbeitnehmer finanziert wird und seitens 
des Arbeitgebers gefrdert wird. Zustzlich bietet 
Morton Salt eine rein arbeitgeberfinanzierte, beitragsorientierte 
Altersvorsorge an. 

Die Tarifmitarbeiter (analog Deutschland) in den uSa 
(Morton und ISCo) knnen ebenfalls in den arbeitnehmerfinanzierten 
Vorsorgesparplan einzahlen und erhalten 
entsprechende Frderung. Morton Salt bietet seinen 
tariflichen sowie auertariflichen Mitarbeitern in 
Kanada und auf den Bahamas eine leistungsorientierte 
Betriebsrente an, allerdings wird auch hier die schrittweise 
berfhrung in einen beitragsorientierten Vorsorgesparplan 
angestrebt. 


118 6.7 beteiligung am unternehmenserfolg und altersvorsorge / 6.8 ausbildung 

Whrend sich in Chile staatliche und private Rentensysteme 
ergnzen, kennt Brasilien nur ein staatliches 
Rentensystem. Wir bieten in Chile keine betriebliche 
Altersvorsorge an, beraten aber unsere Mitarbeiter bei 
der Auswahl der zur persnlichen Situation passenden 
Altersvorsorge. 

6.8 aUsbildUNg 
Fr K+S ist die Berufsausbildung eine wichtige Investition 
in die Zukunft  auch im Hinblick auf den demografischen 
Wandel. Unsere Ausbildungsaktivitten sind 
auch Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung als 
Arbeitgeber in zum Teil strukturschwachen Regionen 
und ein Bekenntnis zum Standort Deutschland, der als 
wettbewerbsfhiger Industriestandort gut ausgebildeten 
Fachkrftenachwuchs braucht. 

Wir beschreiben hier nur unser deutsches Ausbildungssystem, 
da an unseren auslndischen Standorten die 
duale Ausbildung kaum verbreitet ist. 

aUsbildUngsQUote aUf hohem niVeaU 

Zum 31. Dezember 2010 bereiteten sich bei K+S im Inland 
645 junge Menschen auf 15 Standorten in 15 Ausbildungsberufen 
auf ihren Berufsstart vor. Damit lag die Ausbildungsquote 
zum Jahresende bei 6,2 % (Vorjahr: 6,3 %). 

/ tab: 6.8.1 

In den kaufmnnischen, chemischen und It-Berufen 
halten sich weibliche und mnnliche Auszubildende 
die Waage. In den gewerblich-technischen Berufen ist 
der Anteil der mnnlichen Auszubildenden hher. Nach 
der Abschlussprfung hat der Berufsnachwuchs bei entsprechenden 
Leistungen sehr gute Chancen auf einen 
festen Arbeitsplatz. Wir haben in den vergangenen Jahren 
rund 90 % der Auszubildenden bernommen. 

Insgesamt haben wir 14,8 Mio.  in die Ausbildung investiert 
(Vorjahr: 13,5 Mio. ). Die Erhhung resultiert im 
Wesentlichen aus hheren tariflichen Ausbildungsvergtungen. 


/ UNsere aUsbildUNgsaKtivitteN unter 
www.k-plus-s.com /de/ausbildung / 

ausBildungsQuote K+s inland taB: 6.8.1 
mitarbeiter in Fte am 31.12. 

davon auszubildende 

Ausbildungsquote in% 

2010 2009 2008 2007 2006 
10.354 10.198 10.230 10.032 9.991 
645 649 610 607 620 
6,2 6,3 6,0 6,1 6,2 
aUsbildUngsmarKeting VerstrKt 

Insbesondere unsere Ausbildungspltze fr Bergbautechnologen 
und Elektroniker fr Betriebstechnik sind 
seit einigen Jahren schwerer zu besetzen. Dies liegt 
zwar auch an der mangelnden Eignung einiger Bewerber, 
aber hauptschlich an der geringeren Anzahl an 
Bewerbungen. 

Daher haben wir im Jahr 2010 unser Ausbildungsmarketing 
weiter verstrkt. Unsere Standorte pflegen traditionell 
gute Kontakte zu den Schulen im Umfeld. Durch 
Vortragsveranstaltungen, Berufsinformationstage und 
Lehrerfortbildungen wollen wir mglichst frhzeitig 
das Interesse von Schlern fr K+S wecken und gleichzeitig 
ein klares Bild der angebotenen Ausbildungsberufe 
sowie der damit verbundenen Anforderungen vermitteln. 
Ausgebaut haben wir auch unsere Verbindun


azuBi-uMfrageliefert top-ergeBnisse 
erstmalig sind die auszubildenden in deutschland nach ihrer 
Zufriedenheit befragt worden  rund 300 azubis beteiligten 
sich. Fast 90% der Befragten sind stolz darauf, bei K+S zu lernen 
und wollen nach abschluss der ausbildung gerne bei K+S bleiben. 
die groe mehrheit der Befragten bezeichnet den umgang 
miteinander als freundlich und besttigt ein Klima der Solidaritt 
und gegenseitigen untersttzung. positiv bewertet wurden 
auch die ausbildungsarbeit der Betriebe, die Bedingungen am 
arbeitsplatz und die bereitgestellten arbeitsmittel. 


soZiale verantwortung 

6.8 ausbildung / 6.9 personalentwicklung 119 
gen zu den Industrie- und Handelskammern sowie den 
Agenturen fr Arbeit. 

fr tEchnik unD wissEnschaft BEgEistErn 

Wir wollen Kinder und Jugendliche bei der beruflichen 
Orientierung untersttzen und sie fr naturwissenschaftlich/
technische Berufe begeistern. Im Jahr 2010 
hat das Werk Bernburg in Zusammenarbeit mit der 
Agentur fr Arbeit das Projekt Mitarbeiter fr einen 
Tag gestartet. Schler der fnften und sechsten Klasse 
erhielten die Mglichkeit, unter fachlicher Begleitung 
Berufsbilder kennenzulernen, um diese im Anschluss 
ihren Mitschlern zu erklren. 

forschErklassE fr fnftklsslEr 

Wir setzen uns fr die Verbesserung des naturwissenschaftlichen 
Unterrichts ein und pldieren fr einen 
hheren Praxisbezug. So bietet die Werratalschule in 
Heringen in Kooperation mit K+S die Doppelqualifizierung 
Abitur und Cta-Ausbildung (Chemisch-Technische 


werK werra vonBundesagenturfr arBeit 

ausgezeichnet 

die agentur fr arbeit Bad hersfeld hat im vergangenen Jahr 
das Werk Werra mit dem ausbildungszertifikat der Bundesagentur 
fr arbeit ausgezeichnet. die herausragenden prfungsergebnisse 
der auszubildenden sowie die hohe bernahmequote 
waren dafr ausschlaggebend. mit dem ausbildungszertifikat 
werden jedes Jahr unternehmen ausgezeichnet, 
die sich im besonderen mae fr die betriebliche 
Berufsausbildung engagieren. 

Assistenz) sowie eine Forscherklasse fr Schler ab der 
fnften Klasse an, die von K+S finanziell gefrdert wird. 

6.9 persoNaleNtwicKlUNg 
Unsere systematische und bedarfsorientierte Personalentwicklung 
hat zum Ziel, auch zuknftig Fach-und 
Fhrungspositionen vorrangig aus dem eigenen Reihen 
zu besetzen. Vor dem Hintergrund der anstehenden 
altersbedingten Abgnge sowie des zustzlichen 
Personalbedarfs aufgrund des weiteren Wachstums 
der K+S Gruppe mssen gengend qualifizierte Nachwuchskrfte 
rekrutiert und die Mitarbeiter rechtzeitig 
auf wachsende bzw. wechselnde Anforderungen vorbereitet 
werden. 

Der Aufwand fr die Personalentwicklung belief sich 
auf rund 12,3 Mio.  (2009: 9,7 Mio. ). Davon entfielen 
8,6 Mio.  auf Weiterbildungs- (2009: 6,3 Mio. ) und 3,6 
Mio.  auf Fortbildungsmanahmen (2009: 3,3 Mio. ). 
Fr das Personalmarketing haben wir 72.500  (2009: 

96.000  wegen vermehrter Anzeigenschaltung) ausgegeben. 
grUppenWeite nachfolgeplanUng 

Im regelmigen Turnus treffen sich die drei Personalkommissionen, 
um eine gruppenweite und geschftsbereichsbergreifende 
Nachfolgeplanung fr das In- und 

Ausland sicherzustellen und die hierfr erforderlichen 
Personalentwicklungsmanahmen frhzeitig einzuleiten. 


Durch Versetzung von Mitarbeitern zu auslndischen 
Gruppengesellschaften frdern wir gezielt die Zusammenarbeit 
in der K+S Gruppe. So gewhrleisten wir den 
Know-how-Transfer und strken die fachliche und interkulturelle 
Kompetenz unserer Mitarbeiter. Fr das Jahr 
2010 verzeichnen wir 38 Expatriates (2009: 30); zuknftig 
wollen wir ihre Anzahl weiter erhhen. 

personalmarKeting intensiViert 

Das Interesse von Hochschulabsolventen und Fachkrften 
an unserem Unternehmen ist durch die Aufnahme 
von K+S in den DaX im Herbst 2008 deutlich gestiegen. 
Auch bei unseren Auftritten auf Hochschulmessen verzeichnen 
wir eine Zunahme der Bekanntheit. Im Jahr 
2010 haben wir uns auf elf Messen prsentiert und die 
Kontakte zu Hochschulen mit bergbaulichem bzw. technischem 
Schwerpunkt ausgebaut. 

ingEniEurnachwuchs ist gEfragt 

Angesichts eines sprbaren Fachkrftebedarfs in 
Deutschland, insbesondere beim Ingenieurnachwuchs, 
ist die Rekrutierung auch im Jahr 2011 fr K+S ein 
Topthema. Wir werden gezielt um Techniker, Projektleiter 
und Ingenieure werben. Gefragt sind vor allem 
Hochschulabsolventen der Fachrichtungen Maschinenbau, 
Elektro-, Energie- und Kraftwerkstechnik, Bergbau, 


120 6.9 personalentwicklung 

Chemie, Verfahrenstechnik, aber auch der Betriebswirt


schaft. 

stipEnDiEn unD praktika 

Rund 300 junge Menschen nutzen jedes Jahr die Mglichkeit, 
unser Unternehmen durch ein Praktikum oder 
im Rahmen einer Diplomarbeit kennenzulernen. Wir 
besetzen grundstzlich keine Vollzeitstellen mit Praktikanten 
und vertrsten keinen Hochschulabsolventen, 
der sich auf eine feste Stelle beworben hat, mit einem 
Praktikum. Unsere Praktika dienen vornehmlich zur 
beruflichen Orientierung whrend der Ausbildungsphase. 
Wir zahlen den Praktikanten eine adquate Aufwandsentschdigung. 
Daher fhren wir das Gtesiegel 
der Initiative Fair Company des Job- und Wirtschaftsmagazins 
Junge Karriere. 

/ www.karriere.de / beruf/ fair-company/ 

Seit dem Wintersemester 2008/09 bieten wir das Stipendienprogramm 
K+S min(d)ing an. Wir frdern ausgewhlte 
Studenten mit 1.000  brutto pro Semester fr 
insgesamt zwei Semester. Innerhalb dieser Zeit absolvieren 
sie ein dreimonatiges Praktikum oder eine Werkstudententtigkeit 
bei K+S. 

/ www.k-plus-s.com/de/perspektiven-und-einstieg /studenten / 
stipendien.html 

stiftung DEr DEutschEn wirtschaft 

Als Mitgliedsunternehmen der Stiftung der deutschen 
Wirtschaft (SDW) wollen wir den studentischen und 
wissenschaftlichen Nachwuchs frdern und begleiten. 
ber verschiedene Kooperationsmglichkeiten kommen 

anzahl aBsolvierter weiterBildungsMassnahMen aBB: 6.9.1 
teilnahMen an weiterBildungsMassnahMen nach altersgruppen aBB: 6.9.2 
56 

4 
3 
1 
2 
4 
3 
1 
2 
wir mit vielversprechenden jungen Leuten in Kontakt. 
Zudem knnen wir ber eine Karrierebrse offene Stellen 
anbieten. / www.sdw.org / 


1 Fachwissen und -knnen 
2 Befhigungsnachweise 
3 Sozial- und Fhrungskompetenz 
4 it-Qualifizierung 
5 methodenwissen und -knnen 
6 unternehmerische Kompetenz 
Gesamt 


2010 
2.507 
2.180 
2.001 
716 
678 
271 
8.353 
1 bis 29 Jahre 
2 30 bis 39 Jahre 
3 40 bis 49 Jahre 
4 ber 50 Jahre 
Gesamt 


2010 
1.875 
1.999 
2.622 
1.857 
8.353 
fort-Und WeiterbildUng 

gutE pErspEktivEn fr gEwErBlichE 
mitarBEitEr 

Vielversprechenden Mitarbeitern aus technischen, bergmnnischen 
und Produktionsbereichen ermglichen 
wir eine Fortbildung zum Techniker oder eine darauf 
aufbauende Qualifizierung mit der Perspektive einer 


soZiale verantwortung 

Fhrungslaufbahn. Unser Hauptpartner ist die Fachschule 
fr Wirtschaft und Technik (FWt) in Clausthal-
Zellerfeld. Derzeit absolvieren 80 Mitarbeiter das zweite 
Jahr ihrer Technikerausbildung. 

BrEitEs wEitErBilDungsangEBot 

In Jahres- oder Mitarbeitergesprchen ermitteln Mitarbeiter 
und Vorgesetzte gemeinsam den Weiterbildungsbedarf. 
Die K+S Gruppe bietet neben gesetzlich vorgeschriebenen 
Weiterbildungsmanahmen auch fachspezifische, 
fachbergreifende sowie It- und Sprachschulungen 
an. Unmittelbare Untersttzung bei neuen und 
komplexen Aufgabenstellungen erhalten die Mitarbeiter 
durch begleitende Bildungsmanahmen. 

Wir frdern nicht nur den Nachwuchs, sondern auch 
unsere erfahrenen Mitarbeiter, um ihr Know-how whrend 
des gesamten Berufslebens zu erweitern. So waren 
im vergangenen Jahr mehr als 54 % der Teilnehmer an 
Weiterbildungsmanahmen ber 40 Jahre alt. 

Im Jahr 2010 haben unsere Mitarbeiter insgesamt 8.353 
Weiterbildungsmanahmen absolviert (Vorjahr: 6.977). 
Damit lag die durchschnittliche Anzahl an Trainings-
stunden pro Jahr und Mitarbeiter bei 13,7 Stunden. 

/abb: 6.9.1, 6.9.2 

1 Kontinuierlicher Verbesserungsprozess. 

1216.9 personalentwicklung / 6.10 austausch von wissen und erfahrung 
vorschlge undideen entwicKlungBis 2010 aBB: 6.10.1 
2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 16.000 18.000 20.000 
2010 
2009 
2008 
2007 
2006 
2005 
2004 
2003 
2002 
2001 
16.739 
10.574 
12.874 
10.814 
9.162 
9.478 
8.590 
5.165 
4.109 
2.595 
6.10 aUstaUsch voN wisseN 
UNd erfahrUNg 
Mit unserem Ideenmanagement/KVp 1 optimieren wir 
die Qualitt und Rentabilitt von Prozessen und Produkten 
unter Beteiligung aller Mitarbeiter. Dabei frdern 
und fordern unsere Fhrungskrfte die Mitarbeiter 
sowohl individuell als auch in Teamarbeit. Wir schrfen 
auf diese Weise das Bewusstsein unserer Mitarbeiter 
fr unternehmensspezifisch wichtige Erkenntnisse und 
Notwendigkeiten. Auerdem wollen wir das im Unternehmen 
existierende Mitarbeiterwissen noch besser 
erfassen, nutzen und sichern. 

anzahl der Vorschlge starK 
gestiegen 

Fr das vergangene Jahr verzeichnen wir bei den eingereichten 
Verbesserungsvorschlgen einen deutlichen 
Anstieg. Mit 16.739 Vorschlgen (Vorjahr: 10.574) ist die 
Anzahl um 58 % gestiegen. / abb: 6.10.1 

Dies fhren wir im Wesentlichen auf folgende Faktoren 
zurck: 

+ 
Intensive Fhrungsarbeit 
+ 
Vertrauenszuwachs und Motivation der Mitarbeiter 
durch KVp-Arbeit auch whrend der Kurzarbeitsphasen 
in 2009 sowie Wegfall der Kurzarbeit in 2010 

122 6.10 austausch von wissen und erfahrung / 6.11 mitbestimmung 

+ 
Ideeneinreichung online von zu Hause ber unser 
Sap-Portal sowie verbesserte Suchfunktion ber 
Ideenbrowser 
+ 
Attraktivitt unserer Sachwerte im Prmienshop 
Die Mitarbeiterbeteiligung lag mit 57 % ebenfalls deutlich 
ber dem Vorjahresniveau. Mit 1.661 Vorschlgen 
pro 1.000 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.045) erreicht K+S eine 
Quote, die deutlich ber dem Durchschnitt der Unternehmen 
in Deutschland liegt. Der im Jahr 2010 generierte 
Wirtschaftlichkeitseffekt betrgt 6,2 Mio.  (Vorjahr: 
7,0 Mio. ). Fr das Jahr 2011 haben wir uns vorgenommen, 
das Niveau des vergangenen Jahres zu halten 
oder sogar leicht zu steigern. Dafr wollen wir mit allen 
Fhrungskrften in einer guten Kommunikationskultur 
weiter intensiv arbeiten. 

6.11 mitbestimmUNg 
Mitbestimmung heit fr uns, die Mitarbeitervertretungen 
in wesentliche Entscheidungen rechtzeitig mit 
einzubeziehen. Denn wir sind davon berzeugt, dass 
informierte Mitarbeiter besser motiviert und eher bereit 
sind, auch schwierige Entscheidungen mitzutragen und 
dass folglich deren Umsetzung schneller und vor allem 
effizienter erfolgt. Mitbestimmung frdert und fordert 
die bernahme von Verantwortung, und zwar nicht mit 
einer kurzfristigen, sondern mit einer mittel- und langfristigen 
Perspektive. 

betriebsrte sind trger der 
mitbestimmUng 

Die Trger der betrieblichen Mitbestimmung bei K+S 
in Deutschland sind 20 gewhlte Betriebsrte mit insgesamt 
177 Mitgliedern. Nach den Betriebsratswahlen 
im Frhjahr 2010 wurde die Ttigkeit neu strukturiert. 
Oberstes Gremium der Arbeitnehmervertretungen ist 
jetzt der Gesamtbetriebsrat, der von vier Unternehmensausschssen 
und neun themenbezogenen Ausschssen 
untersttzt wird. Einen Konzernbetriebsrat gibt es 
in dieser neuen Struktur nicht mehr. Ziel der Neustrukturierung 
war es, das bisherige Nebeneinander von 
zwei Gesamtbetriebsrten und des Konzernbetriebsrats 
durch eine effizientere Organisation abzulsen. Entscheidungsprozesse 
knnen jetzt schneller und effektiver 
durchgefhrt werden. 

hoher organisationsgrad 

In der K+S Gruppe ist die Beziehung zwischen dem 
Unternehmen und den Betriebsrten sowie der Industriegewerkschaft 
Bergbau, Chemie, Energie (IG bCe) 
durch eine langjhrige und vertrauensvolle Zusammenarbeit 
geprgt. Circa 85 % unserer Mitarbeiter in 
Deutschland sind gewerkschaftlich organisiert. 

Auch an unseren Standorten auerhalb Deutschlands 
haben die Arbeitnehmervertreter Konsultations-, Informations- 
und Beratungsrechte in wirtschaftlichen und 
organisatorischen Angelegenheiten sowie Mitbestim


stateMentdesgesaMtBetrieBsratsvorsitzendenderK+
sgruppe 

mit den Betriebsratswahlen im Jahr 2010 haben Betriebsrte, 
iG BCe und das unternehmen eine neue, flexiblere Betriebsratsstruktur 
vereinbart. damit sind wir Betriebsrte in der Lage, 
schneller und effizienter auf sich stndig verndernde rahmenbedingungen 
eingehen zu knnen. dank der hohen einsatzbereitschaft 
und Flexibilitt unserer Beschftigten war K+S 
im geschftsjahr 2010 in der Lage, auf die schnell wachsende 
Nachfrage in den mrkten zu reagieren. dafr mchte ich mich 
bei unseren Beschftigten, den Betriebsrten und den Vertrauensleuten 
ganz herzlich bedanken. 

mit der akquisition von potaSh one wird die position unseres 
unternehmens nachhaltig gestrkt. aber auch unsere mitarbeiterinnen 
und mitarbeiter tragen ihren teil zur nachhaltigen 
Strkung der Konkurrenzfhigkeit von K+S bei. 

das zwischen gesamtbetriebsrat, iG BCe und K+S vereinbarte 
Zukunftskonzept 2016 gibt dem unternehmen die notwendige 
Flexibilitt und den Beschftigten eine hhere arbeitsplatzsicherheit. 
darber hinaus wurde die Zahl der auszubildenden 
auf hohem Niveau festgeschrieben und unsere Kolleginnen 
und Kollegen haben  bei entsprechendem unternehmenserfolg 
 die chance auf eine zustzliche ergebnisbeteiligung. 

um auf den demografischen Wandel noch besser vorbereitet 
zu sein, haben gesamtbetriebsrat und K+S vereinbart, bedarfsorientiert 
eigene mitarbeiter bei ihrer Bachelor- und masterausbildung 
zu frdern. 

Klaus Krger, 
gesamtbetriebsratsvorsitzender der K+S gruppe 




soZiale verantwortung 

6.12 verantwortung in der lieferkette 123 
mungsrechte in sozialen Belangen. In Chile tritt eine 
groe Anzahl von kleinen Gewerkschaften als Verhandlungsgemeinschaft 
gegenber dem Unternehmen auf. 
Circa 50 % unserer chilenischen Mitarbeiter sind gewerkschaftlich 
organisiert. Die Mitarbeiter von Morton Salt 
werden von neun verschiedenen Gewerkschaften mit 
Sitz in den uSa, in Kanada und auf den Bahamas vertreten. 
Rund zwei Drittel der Mitarbeiter sind gewerkschaftlich 
organisiert. 

6.12 veraNtwortUNg 
iN der lieferKette 
Die Beziehungen zu unseren Dienstleistern sind geprgt 
durch ein offenes und faires Miteinander. Wir whlen 
unsere Lieferanten und Transportdienstleister nicht nur 
nach wirtschaftlichen Kriterien aus, sondern erwarten, 
dass sie die Menschenrechte und die international anerkannten 
Arbeitsstandards nach den Kernarbeitsnormen 
derIlo (InternationalLaborOrganisation)beachten.Wir 
beziehen soweit wie mglich alle Partner in der Lieferkette 
in einen systematischen, It-gesttzten Auswahlprozess 
ein. 

transparente eleKtronische 
aUsschreibUngen 

Frhzeitig haben wir erkannt, dass die Beschaffung 
via Internet das Einkaufsgeschft in Zukunft entschei


dend mitgestalten wird; bereits vor zehn Jahren haben 
wir erste elektronische Einkaufsprozesse aufgebaut. 
Heute werden auch Transportdienstleistungen fr Binnenschiff 
und lKW in einem transparenten Verfahren 
online ausgeschrieben. 

Unsere Einkaufsleitlinien, die allgemeinen Transportbedingungen 
sowie weitere wichtige Informationen fr 
unsere Lieferanten und interessierte Anbieter haben wir 
auf unserem Beschaffungsportal und unserem Logistikportal 
verffentlicht. 

/ www.emaks.de / https: //scm.k-plus-s.com 

systematischer aUsWahlprozess 

liEfErantEn 

Unser Beurteilungssystem fr Lieferanten ist transparent, 
weltweit nutzbar und eine wichtige Entscheidungsgrundlage, 
auf der wir langfristige und risikoarme 
Partnerschaften aufbauen. Anhand definierter Kriterien 
beurteilten wir den gesamten Beschaffungsprozess 
von der Anfrage ber die Lieferung der Leistung 
bis zur Abrechnung. Im System werden auerdem Qualitts-
und Umweltstandards (Produktqualitt, Etikettierung/
Kennzeichnung,Umweltschutz bei Erstellung/ 
Transport) sowie Sicherheitsstandards (technische Ausrstung, 
Schutz-und Arbeitskleidung, Sicherheit am 
Arbeitsplatz) der Lieferanten bewertet. 

Ergnzt wird diese Beurteilung durch die Selbsteinschtzung, 
die jeder neue Lieferant abgeben muss  sie dient 
auch der Sensibilisierung fr unsere Standards. 

Sollte es einmal zu einer Negativbeurteilung kommen, 
werden die unternehmensinternen Beteiligten in der 
Lieferkette sofort benachrichtigt. So knnen wir rechtzeitig 
Manahmen einleiten bzw. gegebenenfalls bestehende 
Vertrge kndigen. 

Bei der Vergabe von Auftrgen knnen wir uns nicht 
ausschlielich auf regionale Anbieter beschrnken. Aufgrund 
logistischer Vorteile sowie der genauen Kenntnisse 
unserer Anforderungen und Anlagen knnen sich 
allerdings regionale Anbieter, mit denen wir ber Jahre 
partnerschaftlich zusammenarbeiten, im Wettbewerb 
mit greren berregionalen Anbietern gut behaupten. 

99 % unserer Vertragspartner stammen aus oeCD-Staaten 
1. 

auditierunG von StrateGiSChen lieferanten 

Rund 4 % unserer Lieferanten sind als strategisch wichtig 
eingestuft und werden von uns regelmig auditiert. 
Eine Leistung (Ware oder Dienstleistung) gilt bei uns als 
strategisch wichtig, wenn sie fr den Wertschpfungsprozess 
wesentlich ist und gleichzeitig nur von wenigen 
Anbietern erbracht werden kann. Im Jahr 2010 haben 
wir sechs Lieferanten auditiert. 

1 Organisation fr Wirtschaftliche Zusammenarbeit und entwicklung. 


124 6.12 verantwortung in der lieferkette 

entwiCKlunGSpartnerSChaften 

Mit einigen Lieferanten, vor allem aus dem Spezialmaschinenbau, 
unterhalten wir Entwicklungspartnerschaften. 
Beispielsweise entwickeln wir die Fahrlader 
fr den Untertage-Betrieb gemeinsam mit Ghh FahrzeuGe 
GMbh, die Bohrwagen mit SMaG und die Spezialmaschinen 
fr die Infrastruktur unter Tage mit der bat 
bohr-unD anlaGenteChnIK GMbhstetigweiter,um 
sie vernderten Lagerstttenverhltnissen anzupassen. 

logistikDiEnstlEistEr 

Die langfristige Frachtraumsicherung hat fr K+S strategische 
Bedeutung. Ein groer Anteil unseres internationalen 
Transportvolumens wird von Dienstleistern 
befrdert, mit denen wir langjhrige Partnerschaften 
unterhalten. Unsere Kunden erwarten, dass die bestellten 
Produkte in der gewnschten Qualitt und Menge 
pnktlich geliefert werden. In den Jahren 2009 und 2010 
haben wir unser Konzept zur systematischen Dienstleisterbewertung 
berarbeitet und werden es ab 2011 auch 
global einsetzen knnen. Diese Beurteilung erfasst u.a. 
Sicherheit und Eignung der Transportmittel, Qualitt der 
Dokumente, Termintreue und Transportschden. 

einKaUfsVolUmen 

transportMengen nach verKehrstrgern1 aBB: 6.12.1 
10 20 30 40 50 60 70 
in mio. t 
LKW 
Seeschiff 
Binnenschiff 
Bahn 
pipeline 
Summe 
2010 2009 
1 in der Logistiktonnage sind doppelzhlungen aufgrund von transportketten (z. B. Bahn auf Binnenschiff auf Seeschiff) enthalten. 
Nicht enthalten ist Fremdgeschft der K+S gruppe fr drittkunden. 2009 ohne morton Salt. 
28,8 
15,7 
19,1 
11,5 
5,4 
2,7 
8,4 
5,7 
1,0 
1,0 
62,8 
36,6 
transportunflle1nachgeschftsBereichen taB: 6.12.1 
Anzahl Personenschaden Umweltschaden 
Kali- und magnesiumprodukte 0 0 0 
Stickstoffdngemittel 1 0 0 
Salz 18 10 0 
davon esco 1 0 0 
SpL 2 16 10 0 
morton Salt 1 0 0 
ergnzende geschftsbereiche 1 0 0
Der Kali-und Steinsalzbergbau zeichnet sich durch eine 

sehr hohe Wertschpfungstiefe aus. Wir bereiten die 
1 Bei allen unfllen handelte es sich um LKW-unflle. 
2 diese unflle sind auf schwierige Straenverhltnisse in Sdamerika zurckzufhren. 

von uns gefrderten natrlichen Rohstoffe mit verschiedenen 
mehrstufigen Trennverfahren zu einer breiten 
Palette von Produkten auf. Stoffe, die in unsere Produk



soZiale verantwortung 

6.12 verantwortung in der lieferkette / 6.13 gesellschaftliches engagement 125 
tion bzw. in unsere Produkte eingehen, stellen daher nur 
einen geringen Anteil des Einkaufsvolumens. K+S hat 
im Jahr 2010 bei ber 6.000 Lieferanten Roh- Hilfs- und 
Betriebsstoffe, technische Gter sowie Dienstleistungen 
fr rund 2,0 Mrd.  eingekauft. 

transportVolUmen 

Die K+S Gruppe hat im Jahr 2010 ein Transportvolumen 
von 62,8 Mio. t bewegt. Wir lasten alle Verkehrstrger 
bestmglich unter Nutzung ihrer individuellen Vorteile 
aus. Davon profitieren nicht nur wir als Auftraggeber, 
sondern gleichermaen auch unsere Kunden sowie 
unsere Partner aus der Logistikbranche. 

Soweit mglich verlagern wir unsere Transporte von 
der Strae auf die umweltfreundlicheren Schienen-und 
Wasserwege. Beispielhaft sind hier die erfolgreichen 
Logistikkonzepte Baltic Train (Schiene) und Brde 
Container Feeder (Binnenschiff) unserer Logistiktochter 
KtG genannt. 

Bereits seit dem Jahr 2007 arbeiten wir mit dem Short 
Sea ShIppInG InlanD WaterWay proMotIon Center 
(SpC) zusammen. Als neutrale Plattform entwickelt 
SpC im Dialog mit Politik, Industrie, Handel und Spediteuren 
Logistiklsungen in Deutschland und Europa. In 
2010 wurden in Zusammenarbeit mit SpC Mglichkeiten 
zur weiteren Verlagerung von lKW-Transporten auf den 
Seeweg analysiert. 

Durch die Einbeziehung von Morton Salt ist das Transportvolumen 
um 65 % gestiegen. Der hohe Anteil an 
lKW-Verkehren im Jahr 2010 resultiert aus dem starken 
Absatz von Auftausalz. Im Jahr 2010 mussten wir 20 
Transportunflle verzeichnen / abb: 6.12.1 /tab: 6.12.1 

nEuEs containEr-tErminal 

In der Nhe des Werks Werra haben wir im Jahr 2010 
das Werra-Kombi-Terminal in Betrieb genommen. Mit 
dem neuen Containerterminal steigern wir die Effizienz 
beim Transport von Kali- und Magnesiumprodukten 
vom Kaliwerk Werra zu den Seehfen Hamburg und 
Bremerhaven. Das Terminal wird dreimal wchentlich 
mit Container-Ganzzgen von Baltic Train angefahren. 
Das Terminal steht auch externen Verladern offen. Pro 
Jahr sparen wir rund 500.000 Straenkilometer ein, da 
der Transport der Container per lKW vom Werk Werra 
zu einem weiter entfernten Terminal wegfllt. 

intErnationalisiErung schrEitEt voran 

Die weitere Internationalisierung unseres Unternehmens 
bringt auch Herausforderungen fr die Logistik 
mit sich. Im Jahr 2010 haben wir die Logistikstrukturen 
in Nordamerika kritisch berprft und reorganisiert. Die 
regionalen Zustndigkeiten innerhalb des Geschftsbereichs 
Salz sind jetzt klar geregelt und Entscheidungen 
zur Straffung der Supply-Chain-Organisation getroffen. 

6.13 gesellschaftliches 
eNgagemeNt 
Gesellschaftliches Engagement ist als wichtiger Teil 
unserer Unternehmenskultur in unserem Verhaltenskodex 
verankert und spiegelt sich in unserem tglichen 
Handeln wider. Wir sind uns unserer Verantwortung 
als wichtiger Arbeitgeber in zum Teil strukturschwachen 
Regionen bewusst. Wir leben in guter Nachbarschaft 
mit den Standortgemeinden und wollen einen 
positiven Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung im 
Umfeld leisten. 

Wir legen Wert darauf, dass unsere Mittel effizient sowie 
zielgerichtet eingesetzt werden und treffen genaue 
Absprachen mit den Projektverantwortlichen. Schwerpunkte 
unseres Engagements sind die Bereiche Sport, 
Soziales, Kunst und Kultur sowie Wissenschaft. 

spenden Und sponsoring 

Gem unseren Richtlinien spenden wir fr wissenschaftliche, 
mildttige und gemeinntzige Zwecke in 
bereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und 
den internen Bestimmungen. Spenden an politische 
Parteien sowie ihnen nahestehende oder zugehrige 
Organisationen oder Personen werden von uns nicht 
geleistet. Das Anbieten und Gewhren von Geldbetrgen 
im Zusammenhang mit geschftlichen oder behrdlichen 
Entscheidungen ist bei uns verboten. Auch sind 
unsere Mitarbeiter angehalten, private Interessen strikt 


126 6.13 gesellschaftliches engagement 

von denen des Unternehmens zu trennen. Im Jahr 2010 
hat K+S rund 1.1 Mio.  gespendet. 

hilfE fr DiE opfEr von 
naturkatastrophEn 

+ 
Bei dem schweren Erdbeben vor der chilenischen 
Kste im Februar vergangenen Jahres sind glcklicherweise 
keine Mitarbeiter der K+S Gruppe zu Schaden 
gekommen. Allerdings wurden Gebude und 
Anlagen an zwei Spl-Standorten im Sden Chiles 
stark in Mitleidenschaft gezogen. Spl hat gespendet 
um die Folgen des Bebens fr die betroffenen Menschen 
zu mildern. 
+ 
Fr die Opfer des schweren Erdbebens auf Haiti im 
Januar 2010 hat K+S im Rahmen der Spendenaktion 
des Deutschen Bauernverbandes e.V. und der Deutschen 
Welthungerhilfe e.V. 100.000  zur Verfgung 
gestellt. 
JugEnDsportfrDErung 

+ 
K+S ist ein engagierter Frderer des Jugendsports. 
Wir rsten den Nachwuchs in den Sportvereinen im 
Umfeld unserer Standorte mit Sportbekleidung aus  
ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit von K+S 
mit den Gemeinden, aus denen unsere Mitarbeiter 
stammen. Im Jahr 2010 haben wir wieder rund 50 
Jugendmannschaften untersttzt. 
kulturfrDErung 

+ 
Die K+S KalI GMbh ist im Jahr 2009 eine mehrjhrige 
Kulturpartnerschaft mit den Bad Hersfelder Festspielen 
eingegangen. Die Bhne zieht etwa 100.000 Besucher 
jedes Jahr im Sommer in die Stadt. 

+ 
Auerdem hat K+S im Jahr 2010 unter anderem die 
Kasseler Museumsnacht, das Programm Kinderkultur, 
das Technik Museum Kassel, das Kalibergbau-
Museum Heringen und die Kasseler Musiktage 
untersttzt. 
sozialEs 

+ 
Seit dem Jahr 2007 untersttzt K+S das Projekt Kinder 
fr Nordhessen. Mit dieser Initiative sollen Kinder, 
die in schwierigen sozialen und wirtschaftlichen 
Verhltnissen leben, besonders gefrdert werden. 
Wir wollen die Rahmenbedingungen fr benachteiligte 
Kinder verbessern, damit sie sich strker auf 
den Unterricht konzentrieren knnen. Je mehr Kinder 
in Nordhessen gefrdert und damit fr die eigenverantwortliche 
Gestaltung ihrer Zukunft gewonnen 
werden, desto besser stehen die Chancen, diese 
Region zu strken. 
+ 
Auch K+S nItroGen engagiert sich insbesondere fr 
Kinder aus sozial schwachen Familien. Seit 2008 ist 
die K+S-Tochter Patin des Kinder- und Jugendheims 
St.Joseph in Mannheim/Kfertal.Im Jahr 2010 untersttzte 
sie beispielsweise auch das Musical-Projekt 
Stark gegen Gewalt an einer Haupt-und Realschule 
in Mannheim, die Familiengenossenschaft der Metropolregion 
Rhein Neckar, den Verein Kinder am Rande 
der Stadt und den Mittagstisch einer Mannheimer 
Hauptschule. 
+ 
eSCo untersttzt seit 2007 die Aktion Sonnenstrahl, 
die Schler an Hannoveraner Brennpunktschulen mit 
gesundem Frhstck und einem warmen Mittagessen 
versorgt sowie Hausaufgabenhilfe und Nachmittagsbetreuung 
anbietet. 

+ 
Morton Salt engagiert sich bei United Way, einer 
Organisation die uS-amerikanische Kommunen bei 
der Wahrnehmung ihrer Frsorgepflichten untersttzt. 
Darber hinaus spendet das Unternehmen 
fr Suppenkchen und andere wohlttige Zwecke. 
wissEnschaft 

+ 
Die K+S KalI GMbh hat ein gemeinsames Institut 
mit der Universitt Gttingen gegrndet, das sich 
der praxisorientierten Forschung auf dem Gebiet der 
Pflanzenernhrung widmet. Die Stellenausstattung 
umfasst zunchst eine Juniorprofessur, eine Doktorandenstelle 
und eine technische Kraft. Darber 
hinaus finanziert die K+S KalI GMbh einmalig ein 
Startkapital fr das Institut und gewhrt zustzliche 
Forschungsmittel fr konkrete Projekte (siehe auch 
Seite 71). 
+ 
Zusammen mit fnf anderen Unternehmen aus der 
Region Kassel hat K+S der Universitt Kassel eine Professur 
fr den Themenbereich Personal-und Changemanagement 
gestiftet. Die Unternehmen finanzieren 
die Professur seit dem Jahr 2007 fr einen Zeitraum 
von fnf Jahren. 
+ 
Auerdem hat K+S das Jahr der Chemie der Universitt 
Gttingen sowie den Frderpreis der Agrarwirtschaft 
2010 und den Wilhelm-Rimpau-Preis 2010 
gesponsort. 

soZiale verantwortung 

6.13 gesellschaftliches engagement 127 

128 weitere informationen 

weitere iNformatioNeN 

gri-richtlinien 

Die Richtlinien der Global Reporting Initiative (GrI) sind ein international anerkannter Leitfaden 
fr die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie schlagen Berichterstattungsprinzipien und 
spezifische Inhalte vor, mit dem Ziel, die Vergleichbarkeit von Unternehmensberichten zu 
erhhen und die Qualitt und Detailgenauigkeit der Berichte zu verbessern. Zwar sind diese 
Richtlinien auf alle Unternehmen anwendbar, knnen aber nicht den spezifischen Anforderungen 
einzelner Wirtschaftszweige wie auch denen der Dngemittel- und Salzindustrie 
Rechnung tragen. Daher haben wir uns so weit wie mglich an den Richtlinien orientiert, 
jedoch darber hinaus auch speziell fr die K+S Gruppe relevante Aspekte in die Berichterstattung 
einbezogen. Den Erfllungsgrad der GrI-Richtlinien schtzen wir selbst mit (b) ein. 

2. Organisationsprofil 
2.1 Name der berichterstattenden die K+S aktiengesellschaft 
Organisation 
2.2 Bedeutende produkte und die K+S gruppe 
dienstleistungen 
2.3 Betriebsstruktur der Organisation aktiengesellschaft 
2.4 Sitz der unternehmensleitung Kassel, deutschland 
2.5 Lnder, in denen das unternehmen unsere Standorte 
vertreten ist 
2.6 art der eigentumsstrukturen die K+S-aktie 
2.7 art der bedienten mrkte die K+S gruppe 

gri-eleMent erluterung seite 
1. Vision und Strategie 
Vorwort 1 
1.1 Stellungnahme des Vorstands (Brief) 
1.2 chancen, risiken und einflsse materialittsanalyse 6 

52 

85 

85 

52 


gri-eleMent erluterung seite 

2.8 umfang der berichterstattenden 
Organisation 
2.9 Wesentliche nderungen im 
Vergleich zum letzten Bericht 
2.10 im Berichtszeitsraum erhaltene 
preise /auszeichnungen 
3. Berichtsabgrenzung 
Berichtsprofil 

3.1 Berichtszeitraum 
3.2 datum des letzten Berichts 
3.3 reporting cycle 
3.4 ansprechpartner 
Umfang des Berichts 

3.5 Vorgehen bei der entscheidung 
fr die Berichtsinhalte 
3.6 grenzen des Berichts 
3.7 angaben, falls der Bericht nicht alle 
unternehmensaktivitten erfasst 
3.8 Vergleichbarkeit der Berichterstattung 
zum Vorjahr 
3.9 methoden der datenerhebung 
3.10 
Vernderte darstellung eines 
Sachverhalts im Vergleich 
zum letzten Bericht 
3.11 
abweichungen von in frheren 
Jahren verwendeten messverfahren, 
Berichtsabgrenzungen usw. 
anzahl der mitarbeiter: 15.241 
erstellte produkte: 37 mio. t 
umsatz: 4.993,8 mio.  
Kapitalisierung: 
2.651,6  eigenkapital 
1.003,0 mio.  Langfristiges Fremdkapital 
1.003,0 mio.  Kurzfristiges Fremdkapital 

erstmalige ganzjhrige einbeziehung von morton Salt 
auszeichnungen fr arbeitssicherheit 
auszeichnung fr ausbildungsengagement 
auszeichnungen fr ir-arbeit siehe Finanzbericht 2010, S. 18 
114 
119 

das Jahr 2010 

mrz 2010 

Jhrlich 

impressum 

Wir orientieren uns an den gri-richtlinien. 

gruppenweite Berichterstattung 

Nur konsolidierte gesellschaften werden 
in der Berichterstattung erfasst. 

Berichterstattung ist vergleichbar. 

Neben den aktuellen Kennzahlen bieten wir in der regel 
den Vergleich zum Vorjahr. in der umweltberichterstattung 
decken wir einen Zeitraum von fnf Jahren ab. 

Keine nderung eines Sachverhalts 

Keine abweichungen 


weitere informationen 129 


gri-eleMent erluterung seite 

GRI-Index 
3.12 tabellarische auflistung 
der gri-Kriterien 
gri-richtlinien 
Externe Prfung 
3.13 externe Verifizierung des Berichts der Bericht ist nicht von dritter Seite geprft worden. 

4. Governance-Strukturen,Verpflichtungen und Engagements 
Governance 

4.1 governance-Strukturen Siehe Finanzbericht 2010, corporate governance, S. 20 ff. 
innerhalb der Organisation 
4.2 
angabe, ob der Vorstandsvor-Siehe Finanzbericht 2010, corporate governance, S. 20 ff. 
sitzende position im operativen 
management innehat 
4.3 unabhngige mitglieder des Fr K+S nicht zutreffend (keine unitary board structure) 
hchsten Fhrungsgremiums 
4.4 
mechanismen fr aktionre, 
dem Vorstand /aufsichtsrat 
empfehlungen zu bermitteln 
gri-eleMent erluterung seite 

Verpflichtungen 
(externe Initiativen) 
4.11 identifizierung und bermaterialittsanalyse 
6 
wachung von risiken und Siehe Finanzbericht 2010, risikobericht, S. 129 ff. 
chancen (Vorsorgeprinzip) 
4.12 Freiwillige Vereinbarungen, Leitbild fr verantwortliches handeln in der Wirtschaft 12 
prinzipien oder initiativen product Stewardship 70 
manahmenpaket zum gewsserschutz 90 
Selbstverpflichtung zum Klimaschutz 95 
Fair company 120 
charta der Vielfalt 110 
4.13 mitgliedschaft in industrieverwww.
k-plus-s.com /de /gesellschaft / 
einigungen und Verbnden mitgliedschaften.html 
Einbindung von Stakeholdern 
4.14 Liste der Stakeholder Stakeholderdialog 14 
4.15 grundlagen zur identifikation und Stakeholderdialog 14 

auswahl bedeutender Stakeholder 

die mitarbeiter unserer investor relations stehen fr alle 
aktionrsanfragen stets zur Verfgung. institutionelle 

4.16 
anstze fr Stakeholder-Stakeholderdialog 
14 
investoren knnen sich auch im persnlichen 

konsultationen 
gesprch mit dem Vorstand informieren. auf der 

4.17 
art der durch Stakeholder-Stakeholderdialog 
14 

hauptversammlung entscheiden die aktionre durch 

konsultationen generierten produktverantwortung 

68 

die ausbung ihres Stimmrechts ber grundlegende 

informationen und die reaktion 

angelegenheiten der K+S aktiengesellschaft. Jeder 

des unternehmens darauf 

aktionr kann hierzu anfragen und antrge einbringen. 

4.5 
4.6 
4.7 
4.8 
4.9 
Beziehungen zwischen 
Vorstandsboni und Zielerfllung 
mechanismen, damit interessenkonflikte 
im Vorstand/ 
aufsichtsrat vermieden werden 
Verfahren zur Bestimmung 
der expertise von Vorstnden/ 
aufsichtsrten bei der Formulierung 
der unternehmensstrategie 
mission Statement und 
code of conduct 
berwachung der nachhaltigen 
unternehmensleistung und 
identifizierung und berwachung 
von risiken und chancen 
Siehe Finanzbericht 2010, corporate governance, S. 20 ff. 
Siehe Finanzbericht 2010, corporate governance, S. 20 ff. 
Keine angaben 
Vision /mission 
Verhaltenskodex unter 
www.k-plus-s.com/de / vision-und-werte / 
materialittsanalyse 
Siehe Finanzbericht 2010, risikobericht, S. 129 ff. 
5 
6 
5. Leistungsindikatoren (Kernindikatoren) 
konomische Leistungsindikatoren 
Wirtschaftliche Leistung 
ec 1 erwirtschafteter und verteilter Wert 
ec 2 konomische auswirkungen, risiken 
und chancen des Klimawandels 
ec 3 pensionsrckstellungen / 
altersvorsorge 
ec 4 Subventionen oder andere 
finanzielle untersttzung 
durch die regierung 
Wertschpfung 
materialittsanalyse, S. 6 
produktverantwortung 
personalaufwand 
Betriebliche altersvorsorge 
K+S erhlt keine Subventionen. Bund und Lnder 
vergeben allerdings investitionsfrdermittel an K+S. 
83 
68 
118 
116 
4.10 Beurteilung der Leistung von 
Vorstand /aufsichtsrat hinsichtlich 
konomischer, kologischer 
und sozialer Leistung 
Siehe Finanzbericht 2010, corporate governance, S. 129 ff. 


130 weitere informationen 


gri-eleMent erluterung seite 
gri-eleMent erluterung seite 
Marktprsenz 
ec 6 Spendenpraxis an lokale Zulieferer 
ec 7 Vorgehen bei der einstellung 
lokaler arbeitskrfte und 
lokaler Fhrungskrfteanteil bei 
wichtigen tochtergesellschaften 
Indirekte konomische 
Auswirkungen 
ec 8 infrastruktur-investitionen 
kologische Leistungsindikatoren 
Materialverbrauch 
eN 1 materialverbrauch 
eN 2 anteil recyceltes material am 
gesamten materialverbrauch 
Energieverbrauch 
eN 3 direkter energieverbrauch 
nach energiequellen 
eN 4 indirekter energieverbrauch 
nach energiequellen 
Wasserverbrauch 
eN 8 Wasserverbrauch nach herkunft 
Biodiversitt 
eN 11 Lage und gre von grundbesitz 
mit hoher Biodiversitt 
eN 12 auswirkungen auf die Biodiversitt 
Emissionen,Abwsser und Abflle 
eN 16 direkte und indirekte emissionen 
von klimarelevanten gasen 
eN 17 Weitere indirekte emissionen 
von klimarelevanten gasen 
eN 19 Ozonabbauende Substanzen 

eN 20 Nox/Soxund andere Luftemissionen 

eN 21 abwassereinleitungen 

eN 22 abfallmengen 

Spenden und Sponsoring 
Keine angabe 
125 
eN 23 Freisetzungen von chemikalien, 
len, Kraftstoffen 
die Freisetzung von Kraftstoffen erfolgt als 
Verbrennungsprodukte cO2, Wasser und rupartikel. 
le werden auer in geringem mae ber die abgase 
nicht freigesetzt. die bei den produktions- und 
Konfektionierungsprozessen verwendeten hilfsstoffe 
verbleiben auf dem produkt, im festen rckstand und 
im abwasser oder werden bei der produkttrocknung 
thermisch zersetzt. aufgrund der geringen eingesetzten 
mengen verbleiben diese jedoch nur im ppm-Bereich 
manahmenpaket zum gewsserschutz 90 in den jeweiligen Strmen. insofern entspricht die 
eingesetzte menge an den entsprechenden hilfsstoffen 
(83.900 t) nherungsweise der freigesetzten menge. 
Produkte und Dienstleistungen 
materialverbrauch 99 eN 26 initiativen, um umweltrelevante produktverantwortung 68 
recycelte materialien 100 auswirkungen von produkten und 
dienstleistungen zu mildern 
eN 27 am ende ihres produktlebens in den unsere dngemittel, pflanzenpflege- und Salzprodukte 
energieverbrauch 100 
Kreislauf rckfhrbare produkte werden in der agrarwirtschaft, der industrie und in 
privaten haushalten eingesetzt und verbraucht. 
energieverbrauch 100 
eN 28 
Compliance 
Flle von Strafzahlungen fr es liegen keine Flle vor. 
Verste gegen umweltrecht 
Wassereinsatz 101 
bersicht(add) 
eN 30 investitionen in den umweltschutz investitionen und Betriebskosten 99 
und Betriebskosten fr den 
rekultivierung und Naturschutz 97 umweltschutz nach art 
Gesellschaftliche /soziale 
rekultivierung und Naturschutz 97 Leistungsindikatoren 
Arbeitspraxis und Arbeitsqualitt 
ch4, N2O, FcKW und SF6 werden nicht emittiert. 101 Beschftigung 
Zu den cO2-emissionen siehe 
emissionen 
emissionshandel 
96 La 1 Belegschaft nach Struktur 
und region 
unsere mitarbeiter 108 
ch4, N2O, FcKW und SF6 werden nicht emittiert. 
La 2 Fluktuation nach altersgruppen, 
geschlecht und region 
unsere mitarbeiter 108 
Ozonabbauende Substanzen werden von uns nicht 
eingesetzt. Wir verfgen ber Khlungseinrichtungen, 
die durch Fremdfirmen gewartet werden und 
Khlflssigkeiten im geschlossenen Kreislauf enthalten. 
emissionen 101 
La 4 
Arbeitnehmer / 
Management-Beziehungen 
prozentsatz der durch 
gewerkschaften vertretenen 
angestellten 
mitbestimmung 122 
abwsser 102 
Verwertung von abfllen 102 


gri-eleMent erluterung seite 

La 5 Kndigungsfristen, Konsultations- 
und Verhandlungsverfahren 

Arbeitssicherheit und Gesundheit 
La 7 Kennzahlen zu Verletzungen, 
arbeitsbedingten erkrankungen, 
verlorenen arbeitstagen und 
abwesenheit nach regionen 
La 8 Beratung und Vorsorge fr 
angestellte und deren Familien bei 
schwerwiegenden Krankheiten 
Weiterbildung 
La 10 durchschnittliche anzahl von 
Weiterbildungsstunden pro 
mitarbeiter und mitarbeiterkategorie 
pro Jahr 
Gleichstellung /Gleichberechtigung 
La 13 Zusammensetzung von 
Vorstand / aufsichtsrat /oberem 
management und der mitarbeiter 
nach geschlecht, alter, minderheiten 
La 14 Verhltnis der gehlter von mnnlichen 
arbeitnehmern zu denen 
von weiblichen arbeitnehmern 
nach mitarbeiterkategorien 
Menschenrechte 
Investitions-und Vorsorgepraxis 
hr 1 Beachtung der menschenrechte 
bei investitionen 
hr 2 einhaltung der menschenrechte bei 
Zulieferern und Vertragsnehmern 

Antidiskriminierung 

hr 4 diskriminierende Vorflle 
und erfolgte manahmen 

K+S richtet sich streng nach den geltenden gesetzlichen 
Bestimmungen, die sich aus dem Betriebsverfassungsgesetz 
ergeben. die Fhrungskrfte werden durch 
den Beratungskreis Fhrungskrfte (BkF), der dem 
Sprecherausschuss entspricht, vertreten. darber 
hinaus werden die mitarbeiter durch publikationen 
und auf Betriebsversammlungen informiert. 
Siehe auch: mitbestimmung 

Betriebsunflle 

113 

arbeitsmedizinische Vorsorge 

111 

Keine angaben 

Breites Weiterbildungsangebot 121 
der aufsichtsrat besteht aus 16 mitgliedern, 
darunter eine Frau, und ist gem dem deutschen 
mitbestimmungsgesetz zu gleichen teilen mit 
aktionrs- und arbeitnehmervertretern besetzt. 
der Vorstand besteht aus fnf mitgliedern. 
Siehe auch: unsere mitarbeiter 
108 

Bei gleichen ttigkeiten wird entsprechend den 
tarifvertraglichen regelungen gleiches entgelt bezahlt. 

Verhaltenskodex 
www.k-plus-s.com/de / vision-und-werte / 
verhaltenkodex.html 
Lieferkette 
Verhaltenskodex 
www.k-plus-s.com/de / vision-und-werte / 
grundwerte.html 
123 
compliance 
Beschwerdestellen agg 
12 
116 

weitere informationen 131 

gri-eleMent erluterung seite 

Gewerkschaftsfreiheit 
hr 5 Standorte, an denen die mitbestimmung 122 
gewerkschaftsfreiheit gefhrdet ist 
Kinderarbeit 
hr 6 Standorte, an denen die gefahr Verhaltenskodex 
von Kinderarbeit besteht, und www.k-plus-s.com /de / vision-und-werte / 
ergriffene gegenmanahmen verhaltenkodex.html 
hr 7 Standorte, an denen die gefahr Verhaltenskodex 
von Zwangsarbeit besteht, und www.k-plus-s.com /de / vision-und-werte / 
ergriffene gegenmanahmen verhaltenkodex.html 
Gesellschaft 
Gemeinschaft 
SO 1 programme, um einflsse von Verhaltenskodex 
projekten / entscheidungen auf www.k-plus-s.com /de /about /grundwerte / 
die gemeinschaft /gesellschaft 
einzuschtzen und zu managen 
Korruption 
SO 2 geschftsbereiche, die auf Verhaltenskodex 
risiken bezglich Korruption www.k-plus-s.com /de /about /grundwerte / 
berprft worden sind 
SO 3 prozentsatz der Belegschaft, die compliance 12 
in der anti-Korruptionspolitik 
geschult ist 
SO 4 manahmen, die in compliance 12 
Korruptionsfllen ergriffen 
worden sind 
ffentliche Ordnung 
SO 5 teilnahme an der entwicklung der Stakeholderdialoge 14 
ffentlichen Ordnung und Lobbying www.k-plus-s.com /de /nachhaltigkeit / 
mitgliedschaften.html 
Fairer Wettbewerb 
SO 7 eingaben gegen unfairen es liegen keine Flle vor. 
Wettbewerb und monopolbildung 
Compliance 
SO 8 Strafzahlungen und Sanktionen es liegen keine Flle vor. 
fr den Versto gegen 
gesetze und richtlinien 


132 weitere informationen 


gri-eleMent erluterung seite 

Produktverantwortung 
Kundengesundheit und -sicherheit 
pr 1 untersuchung einzelner produktproduktverantwortung 
68 
lebensphasen bezglich auswirkungen 
auf Kundengesundheit 
und -sicherheit und prozentsatz 
der untersuchten produkte 
Produktinformationen und -labelling 
pr 3 produkte und dienstleistungen, produktverantwortung 68 
fr die es rechtliche 
informationsanforderungen gibt 
Marketing 
pr 6 grundstze / Verfahren fr die Spenden und Sponsoring 125 
ausrichtung der marketingkommunikation, 
von Werbung 
und Sponsoring an gesetzlichen 
oder freiwilligen richtlinien 
Compliance 
pr 9 Strafzahlungen fr den Versto es liegen keine Flle vor. 
gegen gesetze und richtlinien in 
Zusammenhang mit Bereitstellung 
und Nutzung der produkte 


weitere informationen 133 

glossar 
BulK Blender Betreiber von Mischdngeranlagen. 
Carnallit Doppelsalz aus Kaliumchlorid und Magnesiumchlorid, benannt nach 
Berghauptmann Rudolph von Carnall. 
dividende Teil des Bilanzgewinns, der an die Aktionre ausgeschttet wird. 
eBit i Das operative Ergebnis (ebIt I) beinhaltet das realisierte Sicherungsergebnis 
der jeweiligen Berichtsperiode aus den zur Sicherung knftiger 
Zahlungspositionen (im Wesentlichen Umstze in uS-Dollar) 
bzw. knftiger Translationsrisiken eingesetzten operativen Derivaten. 
eBit ii Nach IFrS werden die Marktwertvernderungen aus Sicherungsgeschften 
in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das 
ebIt II beinhaltet smtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschften, 
d.h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch 
Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. 
eleKtrolySe Zersetzen einer gelsten oder geschmolzenen Verbindung mithilfe 
des elektrischen Stroms. 
eSta Ein trockenes Aufbereitungsverfahren, bei dem die einzelnen Elemente 
des Rohsalzes unterschiedlich aufgeladen werden und anschlieend 
mit Hilfe eines Spannungsfelds in Natriumchlorid auf der einen 
sowie Kaliumchlorid und Kieserit auf der anderen Seite getrennt werden. 
Im Vergleich zu den klassischen, nassen Aufbereitungsverfahren 
ist es deutlich gnstiger im Energieverbrauch und der Anfall von flssigen 
Produktionsrckstnden ist deutlich geringer. 
fertiGation Dngung ber das Bewsserungssystem (Nhrstoffaufnahme ber 
die Wurzeln). 
KieSerit Mineralischer Bestandteil des Rohsalzes mit den wasserlslichen 
Mineralien Magnesium und Schwefel. 

flotation Produktionsverfahren, das Steinsalz und Kali bzw. Kieserit ohne Wrmezufuhr 
aus dem Rohsalz trennt. Das Grundprinzip des Verfahrens 
beruht darauf, dass in ein Rohsalzgemisch in einer gesttigten Salzlsung 
Luft eingeblasen wird, sodass die Wertstoffe aufschwimmen 
und abgeschpft werden knnen. 
freefloat Streubesitz. Anzahl der Aktien, die sich nicht im Eigentum von Groaktionren 
befinden, die mehr als 5 % der Aktien einer Gesellschaft 
besitzen (Ausnahme: Aktien im Besitz von Investmentgesellschaften 
und Vermgensverwaltern). 
Gri Global Reporting Initiative, weltweit etablierter Standard fr die 
Nachhaltigkeitsberichterstattung. 
heiSSverlSunG Produktionsverfahren, das auf temperaturabhngigem Lseverhalten 
basiert. Whrend sich Steinsalz in Wasser unabhngig von dessen 
Temperatur gleichermaen gut lst, steigt die Lslichkeit von Kaliumchlorid 
mit der Temperatur. 
ifrS International Financial Reporting Standard, ein Standard fr die 
Rechnungslegung von Unternehmen, der die Vergleichbarkeit der 
Abschlsse kapitalmarktorientierter Unternehmen weltweit erleichtert. 
K2o (Kaliumoxid) ist eine chemische Recheneinheit zum schnellen Vergleich 
des Kaliumgehalts von Dngemitteln, in denen Kalium in verschiedenen 
Bindungsformen vorliegt, beispielsweise als Kaliumchlorid, 
Kaliumsulfat oder Kaliumnitrat. 


134 weitere informationen 

Kohlendioxid 
(Co2) 

Kraft-wrMe-
KopplunG 

Kvp 

nitrifiKationSinhiBitor 
plattendoloMit 

SalzlaGerSttte 

SiedeSalz 

Sole 

SteinSalz 

Chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Es entsteht 
bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen bzw. fossilen 
Energietrgern. 
KWK-Anlagen erzielen durch die gleichzeitige Abgabe von Strom 
und Wrme einen sehr viel hheren Nutzungsgrad als herkmmliche 
Wrmekraftwerke. 
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess. 
Ammonium-Stabilisator, der die Umwandlung von Ammoniumstickstoff 
zu auswaschungsgefhrdetem Nitratstickstoff verzgert. 
StiCKStoff 
torf 
verSenKunG 
Da Pflanzen den gasfrmigen Stickstoff der Luft nicht unmittelbar 
nutzen knnen, wird dieser mit dem Haber-Bosch-Verfahren unter 
hohem Druck und mit hoher Temperatur mit Wasserstoff zu Ammoniak 
verbunden. Ammoniak ist ein Bestandteil von Stickstoffdngemittelngemitteln 
niak verbunden. Ammoniak ist ein Bestandteil von 
Stickstoffdngemitteln. 
Ein organischer Stoff, der in Mooren entsteht. Er bildet sich aus nicht 
oder nur unvollstndig zersetzter pflanzlicher Substanz. Torf wird 
unter anderem in der Blumenerdenproduktion eingesetzt. 
Verfahren, um Abwsser im Plattendolomit zu entsorgen. 
Im Zechstein gebildete porse, aufnahmefhige Kalksteinschicht in 
gut 500 Metern Tiefe. 
Natrliches Vorkommen von Salzen, bildet sich vor allem durch Verdunstung 
von Meerwasser, enthlt meist verschiedene Salze. 
Die Herstellung von Siedesalz erfolgt durch Eindampfung gesttigter 
Sole, wobei das NaCl auskristallisiert. 
Wssrige Steinsalzlsung. Natrliche Sole wird durch Anbohrung 
unterirdischer Solevorkommen oder durch kontrollierte Bohrlochsolung 
gewonnen und auch durch Auflsen von bergmnnisch gewonnenem 
Steinsalz hergestellt. 
Natriumchlorid, Kochsalz (NaCl). 


weitere informationen 135 

abbildUngsVerzeichnis 

1 naChhaltiGe unternehMenSfhrunG 

aBB: 1.1.1 Vision-mission-Strategie 5 
aBB: 1.2.1 megatrends in ihrer Bedeutung fr K+S 6 
aBB: 1.2.2 Nachhaltigkeitsbezogene 
managementthemen in ihrer 
Bedeutung fr K+S 9 
aBB: 1.2.3 Spezifische Nachhaltigkeitsherausforderungen 
in ihrer Bedeutung 
fr K+S 11 
aBB: 1.4.1 Organisation arbeitssicherheit, 
gesundheit, umweltschutz 13 

2 die K+S Gruppe 

aBB: 2.1.1 anbieterstruktur am Weltkalimarkt 53 
aBB: 2.1.2 Kali- und magnesiumprodukte: 

umsatz nach regionen 54 
aBB: 2.1.3 Kali- und magnesiumprodukte: 

umsatz nach produktgruppen 54 
aBB: 2.1.4 Stickstoffdngemittel: 

umsatz nach regionen 56 
aBB: 2.1.5 Stickstoffdngemittel: 

umsatz nach Bereichen 56 
aBB: 2.2.1 umsetzung unserer Salzstrategie 59 
aBB: 2.2.2 die grten Salzanbieter weltweit 59 
aBB: 2.2.3 Salz: umsatz nach regionen 61 
aBB: 2.2.4 Salz: umsatz nach produktgruppen 61 
aBB: 2.3.1 ergnzende geschftsbereiche: 

umsatz nach regionen 63 
aBB: 2.3.2 ergnzende geschftsbereiche: 

umsatz nach Bereichen 63 
aBB: 2.4.1 unsere Standorte in deutschland 65 
aBB: 2.4.2 unsere Standorte in europa 66 
aBB: 2.4.3 unsere Standorte in amerika 

und asien 67 

3 produKtverantwortunG 6 Soziale verantwortunG 
aBB: 3.3.1 unser Forschungsverbund 71 aBB: 6.2.1 Belegschaftsstruktur 109 
aBB: 3.4.1 Feldversuche nach Lndern 73 aBB: 6.2.2 altersstruktur 109 
aBB: 3.5.1 Stete reduzierung der aBB: 6.4.1 arbeitsunflle je 1 mio. geleisteter 
ausgebrachten Streusalzmengen 76 arbeitsstunden 113 
aBB: 3.6.1 Schematische darstellung einer aBB: 6.9.1 anzahl absolvierter Weiterbildungsuntertage-
deponie 78 manahmen 120 
aBB: 6.9.2 teilnahmen an Weiterbildungs4 
KonoMie 
manahmen nach altersgruppen 
aBB: 6.10.1 Vorschlge und ideen  
120 
entwicklung bis 2010 121 
aBB: 4.2.1 
aBB: 4.2.2 
umsatz nach geschftsbereichen 
umsatz nach regionen 
82 
82 
aBB: 6.12.1 transportmengen nach 
Verkehrstrgern 124 
aBB: 4.2.3 Kennzahlen K+S Gruppe 84 
aBB: 4.3.1 Wertentwicklung der K+S-aktie im 
Vergleich zu dax, dj Stoxx 600 
und MSCi world 85 
aBB: 4.3.2 aktionrsstruktur per 28.02.2011 86 
5 KoloGie 
aBB: 5.2.1 entsorgung fester/ 
lssiger rckstnde 89 
aBB: 5.2.2 die Weser erreicht nahezu 
Ssswasserqualitt 91 
aBB: 5.3.1 energieeffizienz im Vergleich 95 
aBB: 5.5.1 Spezifischer energieverbrauch 101 
aBB: 5.5.2 Spezifischer Kohlendioxidausstoss 101 
aBB: 5.5.3 Spezifischer Wasserverbrauch 102 
aBB: 5.5.4 Salzwasserversenkung und 
-einleitung 102 
aBB: 5.5.5 Spezifische abfallmengen 103 
aBB: 5.6.1 umweltsachbilanz: 
Spezifische daten 104 
aBB: 5.6.2 umweltsachbilanz: 
absolute daten 104 


136 weitere informationen 

tabellenVerzeichnis stichWortVerzeichnis 

6 Soziale verantwortunG 
taB: 6.2.1 mitarbeiter nach geschftsbereichen 108 
taB: 6.2.2 mitarbeiter nach Lndern 110 
taB: 6.8.1 ausbildungsquote K+S inland 118 
taB: 6.12.1 transportunflle nach 
geschftsbereichen 124 
taB: 7.0.1 termine 138 

taB: 2.1.1 
taB: 2.1.2 
taB: 2.1.3 
taB: 2.2.1 
taB: 2.2.2 
taB: 2.2.3 

1 naChhaltiGe unternehMenSfhrunG 

taB: 1.2.2 matrix handlungsfelder 7 
taB: 1.6.1 unsere Ziele 16, 17 

2 die K+S Gruppe 

hauptprodukte und anwendungsbereiche 
K+S Kali GMBh 55 
hauptprodukte und anwendungsbereiche 
K+S nitroGen 57 
hauptprodukte und anwendungsbereiche 
CoMpo 58 
hauptprodukte und anwendungsbereiche 
eSCo 62 
hauptprodukte und anwendungs 
bereiche Spl 62 
hauptprodukte und 
anwendungsbereiche Morton Salt 62 

4 KonoMie 
taB: 4.2.1 
taB: 4.2.2 
taB: 4.2.3 
Wertschpfung ermittlung 
Wertschpfung Verteilung 
Kennzahlen K+S Gruppe 
83 
83 
84 
5 KoloGie 

taB: 5.3.1 Selbstverpflichtung der 
Kaliindustrie (Basisjahr 1990) 95 
taB: 5.5.1 investitionen in den umweltschutz 100 
taB: 5.5.2 Betriebskosten fr den 
umweltschutz 100 

a 
aGG 165 
aktie 85 
aktionrsstruktur 86 
altersvorsorge 116 
an-institut 71 
arbeitssicherheit 112 
arbeitsunflle 113 
auftausalz 61, 71 
ausbildung 118 
b 
Berufskrankheiten 111 
Bevlkerungswachstum 8 
Biodiversitt 97 
c 
carbon disclosure project 94 
CatSan 64 
CfK 64 
Co2-emissionen 94 
compliance 12 
CoMpo 57 
d 
demografischer Wandel 107 
dividende 87 
dngemittel 53, 72 
e 
eBit i 82 
eBit ii 83 
emerging markets 6 
emissionshandel 96 
energieeffizienz 94 
entsorgung und recycling 63, 77 
eSCo 60 
eSta-Verfahren 89 


f 

Feldversuche 72 
Fernleitung 92 
Fertigation 74 
Flssigdngung 74 
Forschung 70 
Fhrungsleitlinien 116 

g 

gesamtstrategie zur Verminderung 
von umweltbelastungen 90 
gesundheitsmanagement 110 
gewsserschutz 89 
gewerbesalz 60 
glckskinder 115 
Gri-richtlinien 128 
grundwerte 5 

h 

handlungsfelder 6 
hochreine Salze 55 

i 

industrieprodukte 54 
industriesalz 61 
integriertes manahmenkonzept 90 
investitionen 84 

K 

Kaliumchlorid 54 
Kaliumsulfat 54 
Kali- und magnesiumprodukte 53 
Kieserit 54 
Klimaschutz 94 
Klimawandel 8 
Know-how-transfer 9 
Konzernergebnis 83 
Krankenquote 109 
K+S-Forschungsinstitut 70 

K+S Kali GMBh 53 Q 
K+S nitroGen GMBh 56 Qualittsmanagement 
KtG 64 
Kundenzufriedenheit 69 r 
Kurzarbeit 114 reaCh 
Kvp 121 recycling 
l 
rohstoffversorgung 
rckstandshalden 
Lieferkette 123 runder tisch 
Logistik 64 
s 
m Salz 
manahmenpaket 90 Salzhaltige abwsser 
materialittsanalyse 6 Solarsalzgewinnung 
meersalzgewinnung 92 Speisesalz 
megatrends 6 Spenden 
mehrnhrstoffdnger 56 Spl 
mission 5 Sponsoring 
mitarbeiter 108 Stakeholder 
mitbestimmung 122 Standorte 
Morton Salt 60 Stickstoffdngemittel 
n t 
Nachhaltigkeitsstrategie 12 transportvolumen 
Natriumchlorid 74 transportunflle 
Naturschutz 97 
U 
o umbrella girl 
ffentlich-rechtliche Vereinbarung 90 umsatz 
umweltschutz 
p 
personalaufwand 108 V 
pflanzenschutz 58 Vereinbarkeit Beruf/Familie 
potaSh one 53 Vergtungssysteme 
product Stewardship 70 Verhaltenskodex 
produkte 52 Versenkung 
produktionsrckstnde 89 Vision 
Vorstand 

14 

70 

63, 77 
10 
97 

90, 94 

59, 74 
89 
97 
60, 74 
125 
60 
125 
14 
65 
56 

124 
124 

60 
81 
89 

115 
116 
5 
102 
5 
2 

weitere informationen 137 

W 
Wassermangel 8 
Weiterbildung 120 
Welternhrung 8 
Wertschpfung 83 
windSor Salt 60 
z 
Zertifizierungen 69 
Ziele 16 


138 finanZkalender / kontakt / impressum 

f
ffi
iiN
NNa
aaN
NNz
zzK
KKa
aal
lle
eeN
NNd
dde
eer 
rr 

terMine taB: 7.0.1 
hauptversammlung, Kassel 

11. mai 2011 
2011 /2012 
Quartalsfinanzbericht zum 31. mrz 2011 

11. mai 2011 
dividendenausschttung 

12. mai 2011 
halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2011 

11. august 2011 
Quartalsfinanzbericht zum 30. September 2011 

10. November 2011 
Bericht ber den geschftsverlauf 2011 

15. mrz 2012 
Bilanzpresse- und analystenkonferenz, Frankfurt am main 

15. mrz 2012 
KoNtaK t 

K+SAktiengesellschaft 

Bertha-von-Suttner-Str. 7 
34131 Kassel 
tel.: 0561/9301-0 
Fax: 0561/9301-1753 
internet: www.k-plus-s.com 

Kommunikation 

tel.: 0561/9301-1262 
Fax: 0561/9301-1666 
e-mail: pr@k-plus-s.com 

InvestorRelations 

tel.: 0561/9301-1100 
Fax: 0561/9301-2425 
e-mail: investor-relations@k-plus-s.com 

dieser Bericht wurde am 10. mrz 2011 verffentlicht. 

dieser unternehmens-/ Nachhaltigkeitsbericht ist auch in 
englischer Sprache erhltlich. im Zweifelsfall ist die deutsche 
Version mageblich. 

impressUm 

Redaktion/Text 

Katja Seeger 
Kommunikation 
tel.: 0561/9301-1322 
Fax: 0561/9301-1666 
e-mail: katja.seeger@k-plus-s.com 

Konzeption und Gestaltung 

heiSterS & partner, 
corporate & Brand communication, mainz 


Fotografie 

K+S, Oscar van de Beek 

Lithografie 

recom gmbh & co. KG, Stuttgart 

Druck 

eberl print gmbh, immenstadt 


Mit dem ...-Warenzeichen werden Holzpro-
dukte ausgezeichnet, die aus verantwortungsvoll 
bewirtschafteten Wldern stammen, unabhn-
gig zerti.ziert nach den strengen Richtlinien des 
Forest Stewardship Council. 


K+SAKTIENGESELLSCHAFT 
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